[Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#51

Beitrag von cabriolet » 04.09.2019, 09:40

Rallinger hat geschrieben:
04.09.2019, 07:41
Leider habe ich konsequent die Message "No Card" meiner Mirrorless-Kamera übersehen. Was sie mir damit wohl sagen wollte? Genau: dass die Fotos von diesem Vorgang ihren Weg ins digitale Nirwana gefunden haben.
Die meisten Kameras haben einen internen Speicher. Da sollten die Bilder im Normalfall ´drin sein. Falls du nicht über das Kamera-Menü darauf zugreifen und sie auf die Speicherkarte verschieben kannst, häng die Kamera mal als "Laufwerk" an deinen Rechner. So müsstest du zugreifen können.

Gruß
Markus

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#52

Beitrag von Rallinger » 04.09.2019, 10:13

Nee, die hier (Sony Alpha 6000) offenbar nicht. Vermutlich geht die Kamera davon aus dass der User mitdenkt, was ich normalerweise auch tue. Diese Kamera nehm ich aber recht selten her. Weil wirklich kompakt ist sie auch nicht, dabei aber wesentlich langsamer und von deutlich schlechterer Bildqualität als meine Reflex. Von daher fotografiere ich meist mit dem Telefon oder gleich mit dem großen Besteck.

Ist aber kein großer Verlust. Fotos von einem Body mit Löchern drin werde ich hier noch öfter posten. Und wie eine Standbohrmaschine aussieht, weiß hier wohl jeder ...

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#53

Beitrag von Rallinger » 04.09.2019, 11:27

Gestern war ich schon drauf und dran, das verkokelte Ahorn-Inlay in die Tonne zu kicken und das Inlay mit Epoxy zu machen. Ich hatte diverse Versuche mit dem Laser gemacht, aber an den feinen Stellen waren Brandspuren einfach nicht zu vermeiden. Heute hab ich das Inlay kurzer Hand doch eingeklebt und plan geschliffen. Zum Glück! Perfekt ist es nicht geworden. Beim nächsten Mal muss ich doch noch ein wenig mehr mit den Einstellungen des Lasers spielen. Aber die verbleibenden Brandspuren find ich nicht mal hässlich - die Dame trägt Kajal ...
Eins weiß ich aber jetzt schon. Die Mooreiche und ich, wir werden noch viel Spaß miteinander haben. Elend zähes Zeugs. Aber die Mühe dürfte sich lohnen. Wenn das mal vernünftig geschliffen ist und ein Finish hat ...

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#54

Beitrag von Poldi » 04.09.2019, 12:25

Sieht toll aus. (dance a)

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#55

Beitrag von MattB90 » 04.09.2019, 13:33

Ist doch eh super geworden!

Ich hab ja keine Ahnung von Lasern, aber könnte man diesen nicht einfach 5x die Kontur abfahren lassen mit entsprechend weniger Leistung, was ja evtl geringere Brandspuren bedeuten würde, und ihn dafür nur pro Runde 1/5 „in die Tiefe“ lasern lassen? Vielleicht is‘ ja amoi an Versuch wert..
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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#56

Beitrag von Rallinger » 04.09.2019, 14:00

MattB90 hat geschrieben:
04.09.2019, 13:33
Ist doch eh super geworden!

Ich hab ja keine Ahnung von Lasern, aber könnte man diesen nicht einfach 5x die Kontur abfahren lassen mit entsprechend weniger Leistung, was ja evtl geringere Brandspuren bedeuten würde, und ihn dafür nur pro Runde 1/5 „in die Tiefe“ lasern lassen? Vielleicht is‘ ja amoi an Versuch wert..
Nee, das geht nicht. Mit dem Laser schießt man auf ein Mal durch. Frag mich nicht warum.

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#57

Beitrag von Rallinger » 04.09.2019, 14:26

Als nächstes hab ich mir die Potiknöpfe zur Brust genommen. Grob geschliffen, auf der Tischkreissäge eine kleine Nut gesägt, mit einem Streifen Kirsche gefüllt, geschliffen und eine Schicht Schellack drauf. Ich liebe diesen Moment, wenn das Holz zu leben beginnt!
Für den Rest der Gitarre ist damit allerdings schon eine Entscheidung gefallen: Tru Oil + Antikwachs, wie gehabt. Vor allem die Schwarznuss kommt damit viel besser zur Geltung als mit Schellack. Für die Potis ist es egal. Da sind die Deckel zwar aus derselben Riegelesche wie der Body, aber ich wollte eine kleine Farbabstufung dazu haben. Den ganzen Body in diesem Farbton? Ne, das würde mir nicht gefallen ...

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#58

Beitrag von Rallinger » 04.09.2019, 15:23

Ach ja, den letzten Stand beim Body wollte ich euch nicht vorenthalten. In der Zwischenzeit hatte ich noch ein wenig an den Übergängen gefeilt und bis 180er Korn geschliffen. Dann gestern die Bohrungen für die Hannes ...
... und weil ich mich gerade freue, noch mit der Hannes drauf ... :D
... heute dann die Pickup-Gehäuse geschliffen und Richtung Schlaghand und unten mit einer Abrundung versehen.
Die scharfen Kanten rechts und links habe ich noch nicht angefasst. Ich bin noch unentschieden ob ich die nur ganz leicht brechen soll oder mit ca. 2-3mm Radius abrunden. Was meint ihr?

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#59

Beitrag von MattB90 » 04.09.2019, 16:47

Rallinger hat geschrieben:
04.09.2019, 14:00
MattB90 hat geschrieben:
04.09.2019, 13:33
Ist doch eh super geworden!

Ich hab ja keine Ahnung von Lasern, aber könnte man diesen nicht einfach 5x die Kontur abfahren lassen mit entsprechend weniger Leistung, was ja evtl geringere Brandspuren bedeuten würde, und ihn dafür nur pro Runde 1/5 „in die Tiefe“ lasern lassen? Vielleicht is‘ ja amoi an Versuch wert..
Nee, das geht nicht. Mit dem Laser schießt man auf ein Mal durch. Frag mich nicht warum.
Hmm... wie siehts denn mit Wasserstrahlschnitt aus? Löst zwar das Problem mit der Ausfräsung im Griffbrett noch nicht, aber Wasserstrahlschnitt soll wohl auch mit Holz möglich sein.
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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#60

Beitrag von Rallinger » 04.09.2019, 17:01

MattB90 hat geschrieben:
04.09.2019, 16:47
Rallinger hat geschrieben:
04.09.2019, 14:00
Nee, das geht nicht. Mit dem Laser schießt man auf ein Mal durch. Frag mich nicht warum.
Hmm... wie siehts denn mit Wasserstrahlschnitt aus? Löst zwar das Problem mit der Ausfräsung im Griffbrett noch nicht, aber Wasserstrahlschnitt soll wohl auch mit Holz möglich sein.
Die Fräsung im Griffbrett hab ich mit der CNC gemacht. Erst die Umrisse +0,9mm mit dem 0,6er Fräser, den Rest dann mit einem 1,5er. Ich war sehr konservativ mit den Zustellungen, daher hat der ganze Vorgang eine knappe halbe Stunde gekostet. Ergo kein Problem, nur ein kleines Geduldsspiel.

Die Geschichte mit dem Laser krieg ich schon noch in den Griff. Ich musste mich gestern nur beeilen, weil nur ein kleines Zeitfenster frei war. Und dann haben die im Makerspace einen neuen Laser, der eine echte Zicke ist. Das nächste Mal nehm ich genügend Verschnittstücke mit, und teste die Settings in aller Ruhe aus. Dann geht da sicher noch mehr (bzw weniger ... Brandspuren).

Man muss auch dazu sagen, dass dieses Motiv natürlich sehr diffizil ist. An den Spitzen ist das Holz weit dünner als ein Streichholz. Eigentlich kein Wunder, wenn das leicht abraucht ...

... und damit beantwortet sich auch schon deine Frage mit dem Wasserstrahlschneider. Mal abgesehen davon, dass ich ein Stück Holz, das ein Griffbrettinlay werden will, nicht unbedingt mit Wasser fluten würde ... ein Wasserstrahlschneider arbeitet mit Hochdruck, ich glaube 6-8 Bar (oder sogar mehr?). In der Zeit die ich brauchen würde, um dieses Fitzelchen Holz wiederzufinden - da hätte ich es wahrscheinlich 3x mit der Laubsäge ausgesägt.

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#61

Beitrag von ugrosche » 04.09.2019, 20:04

Seeehr cool, das Ganze! (clap3)
Die Knöppe finde ich super, schön mit dem abgesetzten Markierungs-Strich aus Holz.
Die PU-Kappen würde ich so lassen, bzw. nur gaaanz leicht beim Feinschliff brechen. Sonst wären mir das zu viele verschiedene Kanten-Radien und die coole Abschrägung verwässert. So ist noch klar, wo "harte Kante" und wo "rund und geschmeidig" ist.

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#62

Beitrag von micha70 » 04.09.2019, 20:23

Die PU-Kappen so scharf wie möglich lassen. Rund werden die von alleine :D
Viele Grüße
Micha

Ich habe keine eigene Seite. Deswegen klemme ich mir die von meiner Tochter: www.quartetto-paganino.com

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#63

Beitrag von Zupfdi » 07.09.2019, 18:38

Hast du beim Lasern auch die Stärke deiner Holzplatte angegeben? Und wenn ja, dann vermeidet man Brandspuren mit Kreppband auf beiden Seiten der Holzplatte ziemlich gut.
lg Felix
Nr. 1: Laissez-faire Brüllaffe

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#64

Beitrag von Rallinger » 07.09.2019, 18:42

Zupfdi hat geschrieben:
07.09.2019, 18:38
Hast du beim Lasern auch die Stärke deiner Holzplatte angegeben? Und wenn ja, dann vermeidet man Brandspuren mit Kreppband auf beiden Seiten der Holzplatte ziemlich gut.
Kreppband hab ich verwendet.

Bei dem neuen Laser im Makerspace kann man keine Dicken angeben. Ich hab zumindest nicht rausgefunden wie. Und ich bin kein Noob am PC. Man kann nur die Stärke und Geschwindigkeit des Lasers angeben. Es gibt zwar ein Fenster wo man die Stärke eingeben kann, aber das ist deaktiviert. Die Jungs von der Crew mussten auch passen. Ein ziemlicher Krampf dieses Teil, wenn du mich fragst. Die "alten Laser" dort sind weitaus besser. Aber da war keiner frei ...

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#65

Beitrag von Rallinger » 12.09.2019, 11:35

So langsam kommt der Besenwagen um's Eck. Zeit, ein wenig Gas zu geben ...

Am Wochenende hatte ich bereits angefangen, die Einzelteile des Halskantels zu verleimen. Mein Plan dazu ging ganz gut auf. Zuerst habe ich einen glatten 6x6 Kunststoffstab in den bereits gefrästen Trussrod-Kanal gesteckt, und den Halskantel "face down" auf meine Marmor-Fensterbank gezwungen.
Der Kunststoffstab sorgte dafür, dass kein seitlicher Versatz entstand. Und die beiden weiteren Teile - der Rallyestreifen und die Kopflatte - konnten durch das Festzwingen auf der Marmorplatte nicht tiefer gehen als der Halskantel. Die beiden Teile also mit Leim bestrichen und mit sanfter Gewalt "von vorne" in den Spalt gedrückt.
noch ein paar seitliche Zwingen zur Ausrichtung, an der Kante der Fensterbank überprüft ... und das Ganze mit zwei Zwingen nach unten gepresst ...
noch ein paar seitliche Zwingen zur Ausrichtung, an der Kante der Fensterbank überprüft ... und das Ganze mit zwei Zwingen nach unten gepresst ...
Tadaa! Sauber verleimt, und unter dem Griffbrett eine glatte Fläche, die nur einem minimalen Schleifen bedurfte.
Tadaa! Sauber verleimt, und unter dem Griffbrett eine glatte Fläche, die nur einem minimalen Schleifen bedurfte.
Das Trennfurnier aus Ahorn habe ich mit Indexpins (Schaschlick-Spieße) gegen das Verrutschen gesichert. Die Löcher dafür hatte ich schon auf der CNC gefräst. Verleimt wieder Face down auf der Fensterbank.
Halskantel mit Trennfurnier.
Halskantel mit Trennfurnier.
Gestern war ich wieder an der CNC/am Laser und habe die letzten benötigten Teile hergestellt. Zuerst mal das Griffbrett, Radius und Bundschlitze, zum Glück halbwegs fehlerfrei und ohne Fräserbruch:
I see you!
I see you!
Dann hab ich mir nochmal das Kopfplattenfurnier zur Brust genommen, und die Tasche für mein Logo-Inlay gefräst. Ist leider etwas schief geworden, was mit Saiten drauf wohl auffallen dürfte. Hmja. Das nächste Mal mach ich das in einem Aufwasch. Dann an den Lasercutter (dieses Mal den "alten Cutter" mit dem ich schon gearbeitet hatte), ein Stück Kirschfurnier drauf und das Inlay gelasert. Ging dieses Mal völlig problemlos.
Das Kirsch-Inlay mit Sekundenkleber eingeklebt ...
Das Kirsch-Inlay mit Sekundenkleber eingeklebt ...
... und verschliffen.
... und verschliffen.
Bei so feinen Inlays kommt die CNC natürlich an ihre Grenzen. Bzw. das Holz selbst. An den ganz feinen Spitzen hat es teils etwas abgefetzt, so dass es nicht perfekt geworden ist. Für das nächste Mal werde ich wohl doch experimentieren, ob sich auch die Tasche mit dem Laser schneiden lässt. Mal sehen. Einstweilen bin ich zufrieden, und der dunklere Rand des Laserschnitts ergibt eine schöne "Outline", die mir sehr gut gefällt.

Nachdem nun alle Teile für den Hals fertig waren, kam der Tag der Wahrheit. Ich habe dieses Mal Fischleim verwendet, und werde wohl dabei bleiben. Mir gefällt die lange offene Zeit und die hohe Anfangshaftung. Fischleim ist einfach nicht so seifig wie Titebond. Trotzdem musste es natürlich schnell gehen, daher habe ich nicht viele Fotos gemacht. Die Methode: um das Kopfplattenfurnier beim Verleimen gegen das Verrutschen zu sichern, habe ich mir ein POM-Rohr im passenden Durchmesser besorgt, kleine Scheibchen abgeschnitten und sie in die Mechanik-Bohrungen gesetzt. Damit verhindere ich auch, dass Fischleim in die Bohrungen fließt.
Indexpins aus POM-Stab gegen das Verrutschen des Kopfplattenfurniers
Indexpins aus POM-Stab gegen das Verrutschen des Kopfplattenfurniers
Hoffen wir, dass POM wirklich nicht mit handelsüblichen Klebern zu kleben ist (whistle) (aber ich bin guter Dinge, das hat mit dem Kunststoff-Vierkantrohr im Trussrodkanal ja auch geklappt).

Dann musste es - kennt ja jeder - schnell gehen. Das Griffbrett habe ich mit zwei Nägeln als Indexpins gegen das Verrutschen gesichert. Dann noch eine Multiplexplatte und einen Radiusschleifklotz als Pressbeilage, einen Haufen Zwingen drauf ...
... und das obligatorische Zwingenfoto.
... und das obligatorische Zwingenfoto.

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#66

Beitrag von Rallinger » 12.09.2019, 19:02

Heute ist auch am Body was weitergegangen. Ein wenig Kopfzerbrechen hatte mir die Tasche für den Saitenhalter der Hannes Bridge auf der Rückseite gemacht. Das Ding ist 10,5mm breit, die üblichen Kopierfräser fallen da also aus. Gelöst habe ich es mit einem 3mm Downcut Spiralfräser, eingespannt in einen Fräsmotor im Bohrständer und einem Template aus Multiplex. Der Schaft des Spiralfräsers hat denselben Durchmesser wie die Schneide. Mit etwas Vorsicht konnte ich so den Schaft zum Kopieren verwenden.
Die Einstellung der Frästiefe war so ein wenig tricky. Aber hat geklappt:
Bereits gestern hatte ich die Bohrungen für die Pickupkabel und die Durchbrüche im E-Fach gebohrt. Ersteres auch immer wieder ein schöner Adrenalin-Moment. Aber hat geklappt.
Und dann hatte ich auch schon die Tasche für die verriegelbare Klinkenbuchse gebohrt und gestemmt. Und dabei ist mir wieder eingefallen, dass ich mir das letzte Mal geschworen hatte "nie wieder verbaue ich so eine Buchse". Ich mag diese Neutriks wenn sie mal drin sind. Aber so viel Arbeit in eine simple Klinkenbuchse zu verwenden ist schon idiotisch. Nie wieder! (mal sehen)
Vor ein paar Tagen hatte ich auch schon den Deckel für das E-Fach geschliffen und eingepasst. Vorne am Batteriefach habe ich dabei eine kleine Rundung angeschliffen. Der Deckel wird mit Magneten gehalten, ist aber per Fingerdruck zu öffnen. Ich weiß nicht mehr genau, von wem in diesem Forum ich diese Idee geklaut habe. Auf jeden Fall vielen Dank dafür!
Tja, und dann das Übliche: schleifen, schleifen, schleifen. In vier Durchgängen von den bereits zuvor geschliffenen 180 hoch auf 600er Korn. Und zwischendurch immer wieder wässern. Dann den Body mit Alkohol gründlich reinigen, dann kommt die Belohnung. Die erste Schicht Öl. Leider war es schon so spät geworden dass ich kein Licht mehr im Garten hatte. Aber mein Grinsen war breit und debil, das könnt ihr mir glauben!
Morgen starte ich übers Wochenende zum Biken. Am Montag geht's dann mit dem Hals weiter ...

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#67

Beitrag von thoto » 12.09.2019, 19:10

Cooles Zebramuster (clap3)

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#68

Beitrag von MattB90 » 12.09.2019, 19:15

Ist das ein geiles Holz :shock:
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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#69

Beitrag von Drifter » 12.09.2019, 21:26

Pornös!

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#70

Beitrag von ugrosche » 12.09.2019, 22:17

Hammer Holz! Sehr, sehr geil! (dance a)

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#71

Beitrag von Poldi » 13.09.2019, 05:35

Edel, sehr edel (dance a)

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#72

Beitrag von Rallinger » 13.09.2019, 09:41

Ich danke euch! Und verzeiht mir bitte meine Eitelkeit. Aber nachdem die Morgensonne gerade in meinen Garten scheint kann ich es mir nicht verkneifen, noch einen draufzusetzen ... :roll:

Gestern Abend hab ich das Holz 2x fett Tru Oil saugen lassen. Für die ersten zwei Aufträge (pro Auftrag zwei Schichten) gilt bei mir immer "viel hilft viel". Nachdem sich über Nacht praktisch überall eine erste Glanzschicht auf der Oberfläche gebildet hatte, bin ich heute morgen zum ersten Ölschliff mit 600er Nassschleifpapier übergegangen. Auch hier nochmals mit ordentlich Öl.

Die Escheporen sind damit schon relativ gut verschlossen. Mangels Anwesenheit werde ich das Ganze jetzt mal drei Tage trocknen lassen. Am Montag entscheide ich dann, ob es nochmals ein 600er Schliff mit viel Öl wird (vermutlich schon, sicher ist sicher) oder ob ich gleich ins Endfinish übergehe. Das wären dann weitere zwei Schichten Öl, dann jeweils mit nur so viel Öl dass es flutscht, und in zwei Abstufungen über 1200er bis 2000er Körnung.

Hier jedenfalls mal das erste Zwischenergebnis:
Allerdings frage ich mich gerade, ob ich wohl die "falsche Seite" des Kantels als Decke genommen habe. (think) Die Rückseite find ich fast geiler als die Decke. Ich denk das nächste Mal wenn ich mit diesem Holz arbeite werde ich wohl die Oliv-Esche-Seite nach oben drehen. Oder was denkt ihr?

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#73

Beitrag von filzkopf » 13.09.2019, 09:48

Ich kann mich nicht entscheiden, welche Seite mir besser gefällt; speziell die Fladerung im Bereich der Armauflage finde ich sehr schön! (clap3)
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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#74

Beitrag von Poldi » 13.09.2019, 12:28

Rallinger hat geschrieben:
13.09.2019, 09:41
Ich danke euch! Und verzeiht mir bitte meine Eitelkeit. ...
Nöö. Alter Angeber.... :p :badgrin: :p

Sieht schon echt geil aus (dance a)

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Re: [Elektrisch, Gitarre] 39 Homegrown Bavarian Blonde

#75

Beitrag von hansg » 13.09.2019, 12:57

Das sieht richtig gut aus.

Gruss
Hans

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