[Elektrisch] Kaizen Bass

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#151

Beitrag von ugrosche » 17.05.2019, 08:32

So sieht es aus, wenn ich den Hals 3-4 mm höher setze:
Das alleine reicht noch nicht und von der Seite sieht es nicht gut aus. Aber aus einer anderen Perspektive sieht man es kaum.
Also versuche ich jetzt, mir einen Winkeleinlage für die Halstasche zu bauen, so dünn, wie gerade nötig. Das "Plättchen" ist schon fertig, den Winkel werde ich experimentell einschleifen. Wenn das nichts bringt, kann ich den Winkel auch direkt in den Hals-Rohling schleifen, dort ist noch genug Material.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#152

Beitrag von ugrosche » 18.05.2019, 21:10

Endlich mal wieder schönes Wetter. Da kann man auch auf der Terrasse langweilige Arbeiten wie Bundenden ausklinken erledigen.
Zurück zum Halswinkel:
Das Einlageplättchen klebe ich auf ein Hilfsbrettchen mit Unterlage für den Winkel ...
.., und schiebe das durch den Planer.
So sieht's nach dem Schleifen aus:
Damit komme ich auf die gewünschte Brückenhöhe, aber man sieht die Stufe sehr deutlich.
Wenn ich das mittlere Stück etwas unterlege, fällt es nicht so sehr auf.
Aus anderer Perspektive ganz OK:

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#153

Beitrag von cabriolet » 18.05.2019, 22:17

Hmmmm.... (think)

Ich finde, bei dem genialen Desing geht das mit dem höhergelegten Hals garnicht. Da würde ich eher den Winkel in die Halsrückseite einarbeiten.

Oder wirklich wie Bea vorschlägt selber etwas bauen, das dann gerne recht einfach ausfallen darf. Zum Beispiel die Saiten wie bei meiner Wettbewerbsgitarre in Hülsen einhängen (evntl. geht das bei dem harten Griffbrett sogar ohne Hülsen direkt im Holz (think) ) https://www.gitarrebassbau.de/download/ ... &mode=view und für jede Saite ein Messing- / Alu- oder
Holz-Böckchen auf Höhe gefeilt lose und damit verschiebbar auf das Griffbrett setzen.

Gruß
Markus

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#154

Beitrag von micha70 » 18.05.2019, 23:40

Ich stütze bei dem Bild mit dem Lineal ein wenig. Die Brücke kommt doch noch einiges höher wenn die Bünde drauf sind + Höhe der Saiten über den Bünden. Nur so betrachtet müsste der Hals doch eher wieder runter oder sehe ich da etwas falsch?
Viele Grüße
Micha

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#155

Beitrag von bea » 18.05.2019, 23:43

Der Bass sieht tatsächlich ein bisserl klobig aus, wenn der Hals hochgelegt ist.
Du tust Dir wirklich einen Gefallen, wenn Du umdisponierst und mit Saitenreitern und Hülsen als Saitenhalter arbeitest. So wie Cabriolet es gerade bekräftigt hat.
LG

Beate

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#156

Beitrag von cabriolet » 19.05.2019, 11:19

micha70 hat geschrieben:
18.05.2019, 23:40
Die Brücke kommt doch noch einiges höher wenn die Bünde drauf sind + Höhe der Saiten über den Bünden. Nur so betrachtet müsste der Hals doch eher wieder runter oder sehe ich da etwas falsch?
Theoretisch ja, nämlich um die Höhe der Bundstäbchen. Die Lineal-Methode zeigt dir ja die (eben nur theoretisch) mögliche niedrigste Saitenlage von "Null Millimeter" bei tieftster Einstellung der Saitenreiter, damit du dort den maximal möglichen Einstellweg zur Verfügung hast.

Bei deinen Überlegungen solltest du aber auch mit einbeziehen, wie deine Saitenlage aussehen soll (immer bedenken, dass sich die Höhe an der Brücke ja fast verdoppelt: 2mm über dem 12. Bund sind ~4mm an der Brücke) und wie deine Brücke dann auch optisch aussieht. Diese China-Einteiler sehen nämlich besch... aus, wenn die Böckchen weit heraus geschraubt werden.
Das heisst, wenn wir dich wirklich nicht von den Einteiler-Brücken abbringen können: Je höher deine Saitenlage werden soll, desto tiefer darf dein Hals gesetzt werden, aber da musst du für dich einen Kompromiss aus Spielbarkeit/Einstellbereich und Optik finden.

Gruß
Markus

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#157

Beitrag von micha70 » 19.05.2019, 12:01

cabriolet hat geschrieben:
19.05.2019, 11:19
...Diese China-Einteiler sehen nämlich besch... aus, wenn die Böckchen weit heraus geschraubt werden....
Das war exakt worauf ich raus wollte ;) Wichtig ist doch die Höhe der Unterkante Saite. Wenn ein entsprechend langes Lineal oder Leiste vorhanden ist kann man das doch an der Sattelposition mit der Höhe eines Bundstabes unterlegen und am 12. Bund die Gesamthöhe der Saitenlage und ich glaube da noch nicht wirklich, dass da ein fauler Kompromiss rauskommt.

Der Bass ist absolut steil und ich fände es wirklich schade vom ursprünglichen Plan abzurücken. Andererseits sieht der hochgesetzte Hals nicht optimal aus.
Viele Grüße
Micha

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#158

Beitrag von bea » 19.05.2019, 14:34

Weil ich die China-Einzelbrücken ja auch rumliegen hab (für die Sharkfin) - auf diesem Griffbrett werden die optisch doch ziemlich hoch wirken. Das fällt auf dem Bild weiter oben nur wegen des Farbkontrasts nicht so auf.
LG

Beate

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#159

Beitrag von cabriolet » 19.05.2019, 17:50

micha70 hat geschrieben:
19.05.2019, 12:01
Wichtig ist doch die Höhe der Unterkante Saite. Wenn ein entsprechend langes Lineal oder Leiste vorhanden ist kann man das doch an der Sattelposition mit der Höhe eines Bundstabes unterlegen und am 12. Bund die Gesamthöhe der Saitenlage und ich glaube da noch nicht wirklich, dass da ein fauler Kompromiss rauskommt.
An der Sattelposition würde ich Bundstabhöhe plus etwa einen halben mm unterlegen, um eine minimale Halskrümmung zu berücksichtigen.

Das Ganze geht natürlich auch rechnerisch: Wenn (wie ursprünglich geplant) das Griffbrett und die Verlängerungsstücke eine Ebene bilden, kommt da an der Stegposition die doppelte Saitenlage (12. Bund) plus die Bundstabhöhe minus (!) den oben angenommenen halben mm Halskrümmung (weil die Saite ja sozusagen um den 12. Bund "gekippt" wird).

Wenn du also ca. 2mm Saitenlage im 12. Bund anstrebst und Bünde mit etwa 1,5mm Höhe verwendest, kommst du auf 2x2mm + 1,5mm - 0,5mm = 5mm.
So weit gehen die Brücken bestimmt nicht herunterzuschrauben, ich habe die kleineren Gitarren-Teile hier und die gehen auf minimal 7mm. Ich schätze mal, die Bass-Brücken gehen auf ca. 10mm herunter, das wäre am 12. Bund aber schon eine Saitenlage von etwa 4,5mm. Einen minimalen Halswinkel wirst du also brauchen, aber den würde ich, wie schon gesagt, dann in die Halsrückseite einarbeiten anstatt einen Keil zu verwenden.

Gruß
Markus

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#160

Beitrag von ugrosche » 20.05.2019, 21:29

Bea, Micha, Markus; ganz lieben Dank für Eure konstruktive Kritik. Ihr hängt Euch ja richtig in das Thema rein.
Ihr habt mich überzeugt, der Hals wird nicht höher gesetzt. :lol:
cabriolet hat geschrieben:
19.05.2019, 11:19
... Diese China-Einteiler sehen nämlich besch... aus, wenn die Böckchen weit heraus geschraubt werden. ...
bea hat geschrieben:
19.05.2019, 14:34
Weil ich die China-Einzelbrücken ja auch rumliegen hab (für die Sharkfin) - auf diesem Griffbrett werden die optisch doch ziemlich hoch wirken. ...
Sehe ich nach weiteren "Anproben" inzwischen auch so. Ach wenn ich die Dinger cool finde, für diese Art nicht ohne weiteres geeignet. Stehen zu weit hoch, sieht so "aufgebaut" aus.
micha70 hat geschrieben:
19.05.2019, 12:01
... Wichtig ist doch die Höhe der Unterkante Saite. Wenn ein entsprechend langes Lineal oder Leiste vorhanden ist kann man das doch an der Sattelposition mit der Höhe eines Bundstabes unterlegen und am 12. Bund die Gesamthöhe der Saitenlage und ich glaube da noch nicht wirklich, dass da ein fauler Kompromiss rauskommt. ...
Ich habe mal ein Furnier als Bundersatz unter das Lineal am Sattel gelegt. Viel ist es wirklich nicht mehr.
cabriolet hat geschrieben:
19.05.2019, 17:50
Das Ganze geht natürlich auch rechnerisch: Wenn (wie ursprünglich geplant) das Griffbrett und die Verlängerungsstücke eine Ebene bilden, kommt da an der Stegposition die doppelte Saitenlage (12. Bund) plus die Bundstabhöhe minus (!) den oben angenommenen halben mm Halskrümmung (weil die Saite ja sozusagen um den 12. Bund "gekippt" wird).

Wenn du also ca. 2mm Saitenlage im 12. Bund anstrebst und Bünde mit etwa 1,5mm Höhe verwendest, kommst du auf 2x2mm + 1,5mm - 0,5mm = 5mm.
So weit gehen die Brücken bestimmt nicht herunterzuschrauben, ich habe die kleineren Gitarren-Teile hier und die gehen auf minimal 7mm. Ich schätze mal, die Bass-Brücken gehen auf ca. 10mm herunter, das wäre am 12. Bund aber schon eine Saitenlage von etwa 4,5mm. Einen minimalen Halswinkel wirst du also brauchen, aber den würde ich, wie schon gesagt, dann in die Halsrückseite einarbeiten anstatt einen Keil zu verwenden. ...
Vielen Dank für die Rechnung mit Erklärung. Ich wusste nicht, wie die Halskrümmung berücksichtige ... (whistle)

Ihr habt mich überzeugt, die Brücken müssen irgendwie in der Griffbrettverlängerung versenkt werden. Daher werde ich versuchen, passende Fräsungen dort einzuarbeiten. Im Kopf habe ich gerade:
Variante 1: Die vorhandenen Einzel-Brücken werden versenkt
Variante 2: Ihr kennt sicher diese andere Variante der Einzelbrücken:
Die würden versenkt wahrscheinlich besser aussehen.
Variante 3: Ich fräse passende Aussparungen in das Holzteil und nutze nur die Böckchen dieser Brückchen. Die haben dann noch relativ viel Bodenflächen und die Höhenverstellung.
Die anderen Brücken sind schon mal bestellt, 7€ ist der Versuch wert. Dauert halt nur die übliche China-Lieferzeit. Jetzt mache ich erstmal an anderen Baustellen weiter und versuche höchstens ein paar Probefräsungen an Resten.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#161

Beitrag von ugrosche » 20.05.2019, 21:48

Nochmal ein Prototyp für Knöppe:
Diesmal ein M6 Gewinde geschnitten und auf eine kopflose Schraube zum Rundschleifen gesetzt.
Danach das Loch auf 6mm aufgebohrt und probe-gesteckt
Hält! Kann jetzt in Klein-Serie gehen :D

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#162

Beitrag von bea » 21.05.2019, 01:24

Weil ja die Diva ohnehin Teil Deiner Inspiration ist, würde ich mich in dieser Frage eng an die Lösung von G. Marleaux halten. Das wäre dann Variante 3.

Hier sieht man ganz gut, wie das gelöst ist:

Bild

Nach meiner Erfahrung mit dem V-Bass ist eine Höhenverstellung aber gar nicht so wichtig. Ich würde daher wohl tatsächlich Einzelreiter aus Messing-Halbrundprofilen an die Griffbrettkümmun anpassen. Messing läßt sich leicht bearbeiten, und man kann es mit Hausmitteln brünieren. Sowas wurde vor ein paar Jahren hier im Forum vorgezaubert - übrigens ebenfalls in einem Wettbewerbsbass (ok, es waren Winkelprofile...)
LG

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Pickups

#163

Beitrag von ugrosche » 21.05.2019, 19:48

Durch die schräg gestellten Pickups bekomme ich ohnehin keine mit einem Pol-Abstand, der genau zu den Saiten passt. Un da man die Pole unter der Abdeckung nicht sieht, habe ich mir billige Pickups für einen 5-Saiter mit gleichmäßigem Polabstand bestellt.
Allerdings hatte ich mir noch keine Gedanken über die Befestigung gemacht. Nach einigen wieder verworfenen Ideen werde ich jetzt die äußeren Pol-Piece Löcher für die Befestigung nutzen. Da der untere Balkenmagnet dann im Weg ist, habe ich ihn entfernt und die Polstücke durch passende Magneten ersetzt. Falls jetzt die äußeren Saiten nicht mehr genug Magnetfeld abbekommen, muss ich das über die Höhe der einzelnen Pole justieren.
Etwas Angst hatte ich, dass die Neodym viel zu stark sind. Zum Vergleich habe ich mit dem Handy am Pickup mit Balkenmagnet und mit Neodym das Magnetfeld mit einer App gemessen. Da es lediglich um eine Vergleichsmessung geht, habe ich mit einem Abstandsbrettchen auf dem Pickup das Handy solange hin- und hergeschoben, bis ich den maximalen Wert gefunden hatte. Neodym ist keine 10% stärker. Das ist natürlich keine saubere Messung, reicht mir aber als Vegleich Neodym vs. Balkenmagnet.
Dann noch passende Löcher in den Korpus ...
... und kleine M3 Rampa-Muttern reingesetzt.
Später setze ich die Pickups mit Federn oder Moosgummi höhenverstellbar ein.

Und da ich einmal bei Rampa-Muttern bin, habe ich auch die Weichmetall-Muffen im Hals ausgetauscht. Um die Dinger halbwegs gerade einzudrehen, setze ich sie auf das Ende einer Gewindestange beim Eindrehen.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#164

Beitrag von ugrosche » 22.05.2019, 08:26

bea hat geschrieben:
21.05.2019, 01:24
Weil ja die Diva ohnehin Teil Deiner Inspiration ist, würde ich mich in dieser Frage eng an die Lösung von G. Marleaux halten. Das wäre dann Variante 3.
Auch wenn das bei der Diva klasse aussieht: Dort sind die Reiten nur in der Höhe verstellbar. Da es die Diva nur fretless gibt, ist die Einstellmöglichkeit zur Oktavreinheit auch nicht ganz so wichtig. Meinen Bass werde ich aber bundieren und möchte auf die Möglichkeit der Oktaveinstellung nicht verzichten, daher kann ich nur "etwas ähnliches" bauen oder verwenden. Die Saitenhalter könnte ich natürlich so ähnlich wie Markus @cabriolet oder bei der Diva bauen.
Jetzt warte ich bei dem Thema erstmal auf die nächsten China-Teile und mache an anderen Baustellen weiter :)

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#165

Beitrag von Rallinger » 22.05.2019, 12:20

Der Bass wird krass, sehr schön!

Verrätst du mir wie die App zur Magnetfeldmessung heißt? Die würde ich gerne mal antesten. Danke!

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#166

Beitrag von ugrosche » 22.05.2019, 12:42

Rallinger hat geschrieben:
22.05.2019, 12:20
... Verrätst du mir wie die App zur Magnetfeldmessung heißt? Die würde ich gerne mal antesten. Danke!
Gerne, ich habe das erstbeste in PlayStore genommen:
Magnetfeld & DC Strom Detektor

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#167

Beitrag von bea » 22.05.2019, 15:10

ugrosche hat geschrieben:
22.05.2019, 08:26
Dort sind die Reiten nur in der Höhe verstellbar. Da es die Diva nur fretless gibt, ist die Einstellmöglichkeit zur Oktavreinheit auch nicht ganz so wichtig.
Doch, die Kompensation ist bei Fretless-Bässen genauso wichtig wie bei bundierten. "Oktavreinheit" ist die technische Voraussetzung für saubere Intonation. Deshalb habe ich meiner V eine kompensierte Brücke spendiert. Auch die Diva hat eine Sattelkompensation. Die ist halt fest oder bei manchen Instrumenten den Bildern nach zu schließen in engen Grenzen einstellbar auf die Werkssaiten ausgelegt.

Ist aber kein Problem, jedenfalls nicht bei meinem Vorschlag: es ist vollkommen ausreichend, die Böckchen unter die Saiten zu klemmen, geht mit Rundprofilen oder kräftigen T-Profilen. Bei letzteren kann man sogar eine Fixierung bauen. Bei einem derart ambitionierten Projekt wie Deinem würde ich mir da auf jeden Fall etwas ausdenken - der Wettbewerb läuft ja noch lang genug. Und so viel Arbeit ist das auch nicht, zumindest, wenn man mit Messing arbeitet - das ist auch für Ungeübte wie mich geeignet.

Hier mal das schon erwähnte Beispiel aus dem früheren Wettbewerb mit der selbst gebauten Brücke, das für mich durchaus immer noch sowas wie die Meßlatte bei Bässen ist - ich hatte das Instrument auch schon mal in den Händen (und da kommst Du mit diesem Projekt trotz der Fehlerchen bei den E-Fach-Deckeln ran, deshalb hänge ich mich auch auch so rein...): https://gitarrebassbau.de/viewtopic.php ... met#p58393
LG

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#168

Beitrag von ugrosche » 25.05.2019, 22:03

Beim Finnish hatte ich bisher noch keine klare Vorstellung. Diesmal möchte ich es offenporig haben und seidenmatt. @liz hat mal auf einer Gitarre als schnelles Finnish Schellack und Anikwachs aufgebracht. Das fand ich sehr hübsch und es klang nicht so arbeitsintensiv.
Heute habe ich mal testweise ein paar Schellack-Krümel angesetzt und das Finnish ausprobiert.
Von rechts nach links:
- Unbehandelt
- Antikwachs
- 2 x Schellack und Antikwachs drüber.
Gefällt mir, die Haptik ist für mich auch OK, so wird's gemacht. :D

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#169

Beitrag von ugrosche » 26.05.2019, 20:11

Heute habe ich den Korpus bis 120 fertig geschliffen. Feiner mach jetzt noch keinen Sinn.
Wenn ich noch "unschöne" Stellen gegen das Licht sehe, markiere ich die mit Bleistift.
und schleife dort nochmal drüber.
Dann baue ich noch ein paar Potiknöpfe. Erst die Bohrung für die Potimutter, dann das Gewindeloch.
Gewinde schneiden ...
Grob aussägen und schleifen.
Sieht so ganz nett aus.
So 100% bin ich aber noch nicht zufrieden. Zwei sind etwas oval und am Kragen unten splittert etwas aus. :(
Vielleicht mache ich nochmal einen Versuch mit "stehenen" Bambusfasern ...

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#170

Beitrag von ugrosche » 10.06.2019, 15:09

Nach einer guten Woche Nordsee (holiday) mit Traumwetter geht es langsam wieder an den Bass.
Heute habe ich noch etwas am Korpus geschliffen und dann angefangen, die Aussparungen für die "Pickup-Rails" auszustechen.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#171

Beitrag von ugrosche » 15.06.2019, 21:20

Am Korpus sind jetzt die Aussparungen für die Pickup-Rails fertig.
Natürlich bin ich dabei mit dem Stecheisen abgerutscht und habe mir eine ziemlich dicke Macke in einen E-Fack Deckel gesemmelt. :evil:
Das rausgehauene Stückchen habe ich zum Glück wiedergefunden. Das gibt wieder Flickschusterei mit Schleifstaub-Leim-Kitt.

Jetzt taste ich mich mit Pappschablonen an die Form der Pickup-Kappen ran. Gebaut werden diese aus Resten von dem dunklen Bambusmaterial.
Bei der offenen Kopfplatte habe ich von Euch zwar gute Tipps bekommen, bin jetzt aber doch wieder bei der klassischen Variante statt der offenen Version. Bei der Form war ich unschlüssig und habe mich in diesem Bass-Forum durch Hunderte von Kopfplatten gewühlt. Ich bevorzuge noch immer grob die Form der Ibanez-Soundgear Bässe oder der Ritter Bässe. @penfield hatte mich bei den ersten Entwürfen darauf hingewiesen, dass ein "Cutaway" oben an der Kopfplatte den Cutaway-Bogen an Korpus wiederholt, das gefällt mir. Die Anordnung der Mechaniken sollte sich an der Fächerbundierung orientieren.
Damit bin ich aktuell bei diesem etwas traditionellem Entwurf angekommen:
Gibt es aus funktionaler oder ästhetischer Sicht Einwände oder Verbesserungsvorschläge?

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#172

Beitrag von bea » 15.06.2019, 22:17

Nö, keine Einwände. Basst.
LG

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#173

Beitrag von micha70 » 16.06.2019, 18:46

Wenn's für mich wäre, dann hätte ich nichts dagegen den unteren Zipfel noch spitzer zu machen und oben die nekische Ecke am Ende des oberen Horns zu kopieren. Die Kopfplatte kommt wie der Rest auch echt stark rüber!
Viele Grüße
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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#174

Beitrag von ugrosche » 16.06.2019, 22:01

micha70 hat geschrieben:
16.06.2019, 18:46
Wenn's für mich wäre, dann hätte ich nichts dagegen den unteren Zipfel noch spitzer zu machen und oben die nekische Ecke am Ende des oberen Horns zu kopieren. Die Kopfplatte kommt wie der Rest auch echt stark rüber!
Hey, danke. Gute Idee!
Meinst Du den unteren Zipfel am (fast) fertigen Korpus oder auf der Kopfplattenskizze? Am Body wird der noch etwas gekürzt. Da wusste ich noch nicht, ob runder oder eckiger Abschluss.
Wenn ich "Horn" und "Zipfel" auf die Kopfplatte übernehme, käme ungefähr sowas raus:
Hat leicht was von Rickenbacker, oder?
Ist aber auch nicht übel ...

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#175

Beitrag von DoppelM » 16.06.2019, 22:25

Ich fand die Abschrägungen vorher besser. kopfplatten simd für mich ein Markenzeichen, d.h sie müssen unabhängig von Korpusform zu allen Modellen des Herstellers und ihrer typischen Formensprache passen und gleichzeitig eigenständig sein.

Die gebrochenen Ecken der vorherigen Version hatten genau das.
:)
All you need for a good song is three chords and the truth.

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