[Elektrisch] Kaizen Bass

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#76

Beitrag von ugrosche » 24.02.2019, 14:01

Für den Planer habe ich mir noch eine Auflage gebaut, die ich mit Flügelmuttern flott an die Bohrmschine montieren kann:
Den T-Planer benutze ich lieber als die Fräse zum Planieren. Kommt aber auf das Werkstück und die Möglichkeiten zum Einspannen, Führen etc. an.

Jetzt ist aber erstmal Pause, ich mache eine Woche den Poldi.
(holiday)

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#77

Beitrag von Poldi » 24.02.2019, 16:12

Sei dir gegönnt. Mein Urlaub ist leider vorbei.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#78

Beitrag von ugrosche » 24.02.2019, 20:14

Packen ging schneller als gedacht, da war noch 1/2 h für die Werkstatt übrig. Habe etwas aufgeräumt und dann ist mir aufgefallen, dass ich noch keine klare Vorstellung von den Griffbrettmarkierungen habe. Sollte etwas aus Alu werden. Ich habe noch einen 3 mm Draht gefunden und an einer Ecke des Griffbrettrohlings ausprobiert.
Joa, könnte man so machen ...

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#79

Beitrag von ugrosche » 10.03.2019, 20:57

Beim Body Kantel auftrennen wollte ich es mir einfach machen. Für die Stichsäge habe ich mir extra lange Blätter geholt und wollte mir die Handarbeit ersparen.
Keine gute Idee, der Schnitt ist mir verlaufen.
Den Rest habe ich dann mit der Hand gesägt. Hoffentlich fallen die die missglückten Stellen beim Aussägen und Shapen weg.

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Griffbrett

#80

Beitrag von ugrosche » 10.03.2019, 21:52

Bei meinen bisherigen Gitarren habe ich das Griffbrett erst auf die endgültige Form gebracht, dann den Radius geschliffen und danach geschlitzt. Diesmal will ich erst die Schlitze sägen, in der Hoffnung, dass die Fehler und Macken abgesägt oder weggeschliffen werden.

Das Griffbrett habe ich auf Klebeetiketten gedruckt.
Hierbei musste ich die Klabeteile ein paar Mal abziehen und neu ankleben, weil sie nicht in einer Linie waren.
Hier im Forum habe schon tolle HighTech Bundschlitz-Sägejigs mit kugelgelagerter Sägeführung gesehen, dagen ist mir meine winkel-variable Quick&Dirty Sägehilfe fast peinlich. Ich zeige sie trotzdem mal:
In das Bohrunterlagen-Brett kommen zwei Schrauben, die mit Flügelmuttern die Alu-Winkelleiste festhalten. Die Magneten haben mir bei der Rissreparatur schon gute Dienste geleistet, jetzt halten jetzt die Säge an der Schiene. Den Trick habe ich auch hier aus dem Forum.
Ich klemme das Griffbrett so ein, dass ich keinen weißen Spalt mehr zwischen Bundstrich und Führungsleiste sehe.
Vorher habe ich noch einen Kerzenstummel an Säge und Leiste gerieben. Die Säge pappt von alleine an der Leiste.
Was wie Schlamperei aussieht, soll ansatzweise eine Sattelkompensation darstellen. Lt. @capricky gilt: Besser schlecht kompensiert als gar nicht.
Der Rest ist mehr oder weniger langweilig: Form ausgesägt und nachgeschliffen und noch Griffbrettmarkierungen vorgebohrt.
Jetzt wird's richtig öde: Ich habe die Wahl zwischen Griffbrett-Radius-Schleifen oder Body-Kantel aufsägen. :cry:

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Re: Griffbrett

#81

Beitrag von penfield » 10.03.2019, 23:01

ugrosche hat geschrieben:
10.03.2019, 21:52
Hier im Forum habe schon tolle HighTech Bundschlitz-Sägejigs mit kugelgelagerter Sägeführung gesehen, dagen ist mir meine winkel-variable Quick&Dirty Sägehilfe fast peinlich.
Die Führung muss dir wirklich nicht peinlich sein;
einfach, aber raffiniert.
Mir gefällt sie sehr gut.(clap3)
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten, hat aber den Umbau der Mystery Guitar und jetzt noch der Semmelblonden JMs eingeschoben...

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#82

Beitrag von ugrosche » 11.03.2019, 21:13

Heute gab nach der Arbeit es noch ein Workout in der Werkstatt.
Der zweite Kantel ist aufgesägt, die Maserung sieht für langweiliges Mahagoni ganz nett aus:
das Griffbrett habe ich mit Klebeband auf eine Hilfsleiste geklebt. Die drehe ich nach ein paar Minuten schleifen, damit es gleichmäßiger wird.
Im Bild auch der Radiusschleifklotz (nach Kochbuch-Methode gebaut). Das Papier klebe ich nicht an, das kann ich einfach mitführen.
Ab und zu male ich Kreidestriche, um beim Schleifen zu sehen, ob der Radius fertig ist oder ob es noch flache Stellen in der Mitte gibt.

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Griffbrett

#83

Beitrag von ugrosche » 14.03.2019, 20:39

Zwischenzeitlich habe ich die Alu-Pinne als Griffbrettmarkierung eingeklebt.
Dann habe ich gemerkt, dass ich die Bundschlitze noch tiefer sägen muss. Die Einstrichsäge ist dabei dauernd verkantet und ich habe einige Macken ins Holz gesägt. Gut, dass das Griffbrett dick genug ist, um die noch rauszuschleifen. Als ich die Säge vor jedem Schlitz mit dem Kerzenstummel eingerieben habe, ging es etwas besser.
Zwischendurch ein kleines Experiment:
Auf den Aludraht habe ich mal eine und einmal zwei Stücke Schrumpfschlauch aufgebracht. Diese habe ich in Holzreste eingeklebt, welche die Hals/Griffbrettkante darstellen sollen. Das sollte einen Rand um die Dots ergeben.
Das Ergebnis überzeugt mich nicht so richtig. Einlagig erkennt man den schwarzen Rand kaum, und ich müsste sowieso sauberer bohren.
Ich werde die Dots wohl klassisch in den Griffbrettrand setzen.

Für das Binding hatte ich einen Streifen bei der Kreissäge-Session gesägt. Den habe ich aufgetrennt ...
... und etwas dünner gefräst.
Anleimen und Schluß für heute.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#84

Beitrag von penfield » 15.03.2019, 09:18

Da gibt es sicher besseres Material für diesen Zweck, als Schrumpfschlauch.
Aber die Idee, die Sidedots so abzusetzten und zu positionieren finde ich echt gut.
So laminierte Side dots habe ich zumindest zuvor noch nie gesehen.
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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#85

Beitrag von ugrosche » 16.03.2019, 18:04

Nachdem das Griffbrett grob geschliffen ist, habe ich die Absplitterungen mit Holzstaub/Titebond Pampe gefüllt. In die Bundschlitze stecke ich Wachspapierschnipsel, um sie nicht versehentlich zu verschließen.
Den Griffbrettrohling aus Bambus hatte ich mit der Kreissäge von den 17 mm Brett schon etwas dünner gesägt. Den Schnittrest ist rund 2 mm stark und eignet sich für die PU-Kappen oder als Kopfplattenfurnier.
Da ich mich am Hobel noch nicht so geschickt anstelle, habe ich die Korpus-Teile mit der Fräse auf einem Tischchen montiert gefügt.
Hier das Pflicht-Zwingenbild. Unter die Leimnaht lege ich die Streifen, die beim doppelseitigem Klebeband übrig bleiben.
In der Leim-Wartezeit habe ich den Bunddraht schon mal abgelägt. Ich hatte etwas Angst, dass es für 24 schräge Bünde zu wenig ist, aber es ist doch einiges übrig geblieben.
Ich habe keinen "Tang-Nipper" Den Tang an den Bundenden feile ich weg. Dazu halte ich den Bund mit einem geschlitztem Holzstück auf einer Unterlage fest.
Mit einer groben Feile starte ich und hinterher glätte ich den Rest mit der feinen Schlüsselfeile.

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#86

Beitrag von ugrosche » 20.03.2019, 08:35

Für die Sidedots habe ich mir wieder ein Quick&Dirty Jig gebaut.
In einen kleinen Metallwinkel habe ich ein Loch in Dot-Größe gebohrt darüber einem Strich aufgemalt.

Mit ein paar Lagen Kreppband sorge ich dafür, dass das Loch in der mittleren Höhe des Griffbrettrandes liegt. Dann positioniere ich den Winkel so, dass der Strich in der Mitte zwischen zwei Bünden liegt, klemme ihn fest und bohre das Löchlein.
Mit Anzeichen oder so bekomme ich die Markierungen sonst nie in eine gleichmäßige Höhe.

Nach etwas Feinschliff erkläre ich das Griffbrett für vorläufig fertig. Ich habe es mal geölt, nur um mal zu sehen, wie das Bambus hinterher aussieht. Gefällt mir, könnte man glatt als Ebenholz verkaufen. :D
Also Halsstab geölt, eingelegt und an drei Stellen mit Acryl gegen Rappeln gesichert (Acryl lag noch angebrochen rum, Silikon hätte ich erst besorgen müssen). Dann noch abgeklebt ...
... Mini-Löcher für Positionierhilfen gebohrt ...
.. und druff damit !
Als nächstes muss ich am Korpus eine ebene Fläche herstellen, um die Halstasche auszuarbeiten. Da kann ich mich am Hobel üben. So könnte es mal aussehen:

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Re: [Elektrisch] Kaizen Bass

#87

Beitrag von ugrosche » 21.03.2019, 08:46

Meine zusammengeleimten Body-Teile haben eine Stufe, das sieht ungefähr so aus:
Die wollte ich weghobeln, so dass ich eine ebene Fläche für Halstasche, PU-Löcher etc habe, bevor es an das Shaping geht. Das habe mal mit dem Hobel probiert und dabei erste Aha-Elebnisse gehabt. Nachdem ich planlos in verschiedene Richtungen viel Holz abgenommen habe, kam ein Moment, in dem der Hobel nur noch teilweise gegriffen hat. Viele von Euch mögen schmunzeln, aber ich glaube, so langsam verstehe ich, wie ein Hobel funktioniert. :)
Das motiviert mich, nochmal einen Schärfversuch zu starten und auch den geerbten Hobel von Opa aufzuarbeiten. Ich mache das mit Schärfhilfe, Glasplatte und Schleifpapier.
An Schleifpapier hatte ich mir mal ein Set mit knapp 10 Körnungen von 400 - 3.000 bestellt. Durch die Abstufungen muss ich nicht lange pro Körnung schleifen und der Verbrauch hält sich daher in Grenzen.
Opas Hobel hat sogar ein laminiertes Eisen. Die Sohle habe ich schon plangeschliffen und geölt. Einstellen und Generalprobe folgt ...

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