Flying V im Doppelpack

Forum für Wettbewerbsinstrumente, die ohne Verstärkung nicht bestimmungsgemäß gespielt werden können

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Eul3
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Flying V im Doppelpack

#1

Beitrag von Eul3 » 28.02.2013, 22:26

Hallo!

Der Wettbewerb schreitet ja schon etwas länger voran und in mir keimte lange die Idee sich doch auch anzumelden.
Wie gut das mein Schicksal es gut mit mir meinte und ich für einen guten Freund von mir einen Bass bauen muss.
Bei der Besprechung was er denn haben möchte kamen wir schnell auf die Idee einen Flying-V Bass zu bauen, einfach weil es solche Instrumente recht selten gibt und der "Poser-Faktor" recht hoch ist, so hoffen wir zumindest :D
Da ich aber dank Studium nur wenig Zeit habe und wenn dann auch meistens keine Werkstatt in meiner Nähe ist habe ich ein großes Problem: DIE ZEIT!
Meine vorlesungsfreie Zeit endet Anfang April: Ein straffer Zeitplan und ein doch recht optimistisches Vorhaben, wird sich der ein oder andere jetzt denken...

Aber das ist noch lange nicht alles: Da der zukünftige V-Bass-Spieler und ich eine Band gründen wollen brauche ich natürlich auch noch eine entsprechende "Poser-Klampfe": Warum also nicht gleich noch eine Flying-V Gitarre bauen?!

Der Blick in meine Schatzkisten brachte zumindest ein Floyd-Rose, einen EMG-81 und ein paar Holz-Schätze zum Vorschein...


Der Plan schaut so aus:



BASS:

4-Saiter
Neck-Thru Konstruktion
Ahorn Hals
Griffbrett Pflaume mit 27 Bünden, 864 mm Mensur
Mahagoni Korpus mit Riegelahorn Top
Custum-Pickup von einem Bekannten aus Dresden, der sich auch gleich um den Rest der Elektronik kümmert
Hardware schwarz


Hier das Starterbild:
Bild

Bisher ist leider nur die Hardware da, Mahagoni kommt nächste Woche, genauso wie der Riegelahorn für die Decke...

GITARRE:

6-Saiter
Neck-Thru-Konstruktion
2-teiliger Ahorn Hals
Griffbrett Palisander mit 24 Bünden, 648 mm Mensur
Esche Korpus mit Riegelahorn Top
1x EMG 81 Pickup, nur Volume Poti
Floyd Rose Tremolo, Hardware schwarz

Auch hier das Startbild:
Bild



Da Mein Zeitplan wie schon gesagt recht eng ist, werde ich nicht auf jeden einzellnen Schritt zu deutlich eingehen. Vor allen will ich nicht zu viele Bilder machen, kostet ja alles Zeit :evil:
Wenn einer von euch eine Frage hat wie ich etwas genau gemacht habe oder aus persönlichem Interesse eine Frage zu genutzen Werkzeugen/Maschinen hat werde ich natürlich darauf eingehen ;)

Nur noch eines vorweg: Ich bin in der glücklichen Lage nicht nur den wundervollen Beruf des Möbeltischlers (oder Schreiner wie das manche von euch sagen) gelernt zu haben... Mein Opa ist auch (pensonierter) Holzwurm und hat deshalb eine voll ausgestattete Werkstatt, voll mit Maschinen und ausreichend Platz um zwei Projekte zeitgleich realisieren zu können. Aber wie alles schöne hat auch das einen Hacken: Die jüngste "richtige" Maschine ist eine Tischfräse Baujahr 1975, mit 25mm Spindel und Fräsern, die auch schon vor der Wende verboten gewesen sein müssten... :oops: (was ein weiterer Grund für vielleicht fehlende Fotos ist: hier heißt es genau konzentrieren und nicht überlegen wie man vielleicht ein Foto von der Arbeit machen kann, außerdem weiß man ja nie was die BG herausfinden kann :D )

Aber jetzt gunug geschwafelt... Zeit für Taten!!!

Also dann mal los:


Als erstes die zwei Stücken für den Gitarrenhals abrichten, Winkelkante anhobeln, durch die Dickte damit und mit einem schönen Nussbaum-Furnierblatt was noch rumlag als Sandwich verleimen...

Bild

Jetzt erstmal den Basshals. Hier hatte ich Glück das Opa auch noch altes Holz hat: Eine gut abgelagerte Bohle wurde für Tauglich befunden und als Wurmfrei identifiziert. Auf der Bandsäge ausschneiden und abrichten:

Bild

Durch die Dickte damit alle Seiten schön glatt und winklig sind:

Bild

Das Stück wird evtl. noch abgesperrt, sprich auch aufgeteilt und wieder verleimt um Quell/Schwindverhalten auszugleichen. Das muss ich mir aber noch genau überlegen und ausrechnen, notfalls muss ich nochmal nach Holz suchen gehen...
Ein anderes "Schätzchen" hat sich bei der ersten Suche nach Ahorn aber aufgetan: Ein Stück Pflaume von unserem alten Gartenbaum (irgendwann um 1995 gefällt) war nahezu perfekt um daraus ein Griffbrett für den Bass zu bauen. Einziges Problem: Großes Stück Holz, keine dünne Platte... für die Bandsäge aber kein Problem:

Bild

Auch dieses Stück wieder durch die Dickte und fertig ist der Griffbrettrohling.

Bild

So, genug Krach gemacht.
Als nächstes war Präzision gefragt: Die Griffbrettrohlinge wollen als nächstes geschlitz werden. Dafür müssen aber erstmal alle Bundpositionen exakt übertragen werden. Also Taschenrechner raus und das lange Metalllineal auf den Rohling gespannt. Nach Augen-quälenden Minuten war dann als erstes das Bass-Griffbrett fertig angezeichnet:

Bild

Das Griffbrett der Gitarre war danach dran. Davon gibts aber kein Bild.
Dafür gibt's jetzt ein neues Problem: Dank eBay bin ich stolzer Besitzer von 50 Gramm "Black MOP"...

Bild

Die einzellnen Stückchen wollen aber in eine Form gebracht werden, nur leider kann ich mich nicht wirklich entscheiden.

Hier nun auch die erste Diskussionsanfrage:
Mir kam dann irgendwann eine Idee: Pink Floyd's "The Wall" prägte das Symbol der zwei Hämmer, die einem Kreuz ähnlich übereinander liegen. Also ab an den PC, eine runde Photoshop und das war das Ergebnis.

Bild

Nur leider haben die Hämmerchen solch geringe Abmessungen, das ich an einer Ausarbeitung aus den Stücken wirklich zweifle. Bricht das wenn ich es mit Laubsäge und Feile bearbeite?! Gibt's da nen Trick beim sägen/feilen?! Hat wer eine andere Idee für das Design der Inlays?


Gute Nacht, morgen geht's weiter!


PS: Wer die Fotos vielleicht zu genau betrachtet wir sich fragen warum Datum und Startnummer in die Bilder eingephotoshopt wurden: Ich hatte fälschlicherweise geglaubt gestern abend schon eine Anfrage nach einer Startnummer gesendet zu haben, mein iPhone wollte das aber nicht, warum auch immer, also konnte ich heute Abend erst nach erneuter Anfragensendung die Startnummer eintragen --> via Photoshop versteht sich ;)
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Re: Flying V im Doppelpack

#2

Beitrag von bea » 28.02.2013, 22:59

Na, dann bin ich mal gespannt, wie andere das Thema V behandeln.

Die Teile werden gerne mal kopfplastig. Bei meinen Vs musste ich die Balance dadurch erzwingen, dass ich den Gurtpin am Hals befestigte.
LG

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Re: Flying V im Doppelpack

#3

Beitrag von DoubleC » 01.03.2013, 07:59

Interessantes Projekt..........

Aber das mit den gekreuzten Hämmern hat mich damals schon bei Pink Floyd irritiert. Das kommt irgendwie so "steigermässig".
(think) (think)
Ich würde an Deiner Stelle nochmal 'drüber nachdenken. Es sei denn, Du möchtest eine Bergmannskapelle im musikalischen Bereich der "Schwererze" gründen. (whistle) (whistle)

Schätze Dich glücklich, dass Du den Holzwurmgrossvater mit der sehr gut ausgestatteten Werkstatt hast. Das wird Dir jede Menge Zeitvorteile einbringen........vor welcher "Wende" ist die Fräse denn gebaut worden? Es gab ja die Wende 1918 (Novemberrevolution), 1933 (Machtergreifung), 1945 (Zusammenbruch des Systems), 1949 (Gründung BRDDR), 1982 (Die Schlacht der Helmuts), 1989 (mal wieder Zusammenbruch des Systems) und dann 2012 (Energiewende.......Steckdosen werden jetzt umgepolt).......es ist zum die Wende hochgehen! ;) ;) ;) ;) ;)

Glück Auf!


DoubleC

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Re: Flying V im Doppelpack

#4

Beitrag von 12stringbassman » 01.03.2013, 08:35

Hallo Eul3,

Flying-V ist cool, davon gibt es viel zu wenige.

Die Hämmer sind jetzt nicht wirklich der Hammer, da würde ich mir was anderes ausdenken.

Du baust durchgehende Hälse. Werden die von vorne sichtbar sein?

Grüße

Matthias
"Denken ist wie googeln, nur krasser!"

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Re: Flying V im Doppelpack

#5

Beitrag von capricky » 01.03.2013, 09:19

DoubleC hat geschrieben:Interessantes Projekt..........

Aber das mit den gekreuzten Hämmern hat mich damals schon bei Pink Floyd irritiert. Das kommt irgendwie so "steigermässig".

...Glück Auf!
Ich finde das voll coal! :D
Das hat natürlich persönliche, emotionale Gründe, weil ich 35 Jahre "in der Kohle" gearbeitet habe, ich war sogar ein "Kohlemeister". Jetzt arbeite ich ja immer noch für Kohle 8)

Ich glaube auch wegen dieser Kohle- Bergbausymbolik fand ich auch den Kemper Profiling Amp sofort gut:

Bild Bild

Probleme hätte ich aber wohl mit "Hammer und Sichel" bzw. "Hammer und Zirkel"!

capricky

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Re: Flying V im Doppelpack

#6

Beitrag von bea » 01.03.2013, 10:45

12stringbassman hat geschrieben: Flying-V ist cool, davon gibt es viel zu wenige.
Da warten wir jetzt also auf Deinen konkreten Beitrag?
(Mein Plansoll ist bekanntlich erfüllt...)
LG

Beate

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Re: Flying V im Doppelpack

#7

Beitrag von bea » 01.03.2013, 10:48

capricky hat geschrieben: Ich finde das voll coal! :D
Das hat natürlich persönliche, emotionale Gründe, weil ich 35 Jahre "in der Kohle" gearbeitet habe, ich war sogar ein "Kohlemeister".
Fehlt bloß, dass wir hier Barbara feiern. Ich vermisse das irgendwie...
LG

Beate

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Re: Flying V im Doppelpack

#8

Beitrag von 12stringbassman » 01.03.2013, 10:58

bea hat geschrieben:Da warten wir jetzt also auf Deinen konkreten Beitrag?
Es spukt eine wage Vorstellung einer Flying-V im Steam-Punk- bzw. Ork-Design in meinem Kopf herum, also roh behauene, geräucherte Eiche mit geschmiedeten Eisenbeschlägen, grünspaniges Kupfer usw...... ;)

Aber das dauert noch a bissl.
"Denken ist wie googeln, nur krasser!"

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Re: Flying V im Doppelpack

#9

Beitrag von DoubleC » 01.03.2013, 12:23

bea hat geschrieben: Fehlt bloß, dass wir hier Barbara feiern. Ich vermisse das irgendwie...
Da haste: http://www.youtube.com/watch?v=pyjlbWBgyjY

@Hias: Och nööö, nicht dieses "Steampunk"-Zeugs. Erinnert mich irgendwie an diese komische Mad-Max Ästhetik....Tina Törner mit weisser Nylon-VoKuHiLa Perrücke....geht gaaar Nicht! Du baust doch sonst so ausgewogene Designs.....Öch! Also wenn, dann mach 'ne Flying V, die aussieht, als wäre sie zusammen mit dem Tollund-Mann im Moor versenkt worden.......Ich glaube der Clonewood hat mal angefangen eine Bo-Diddley-CigarBox Konstruktion aus unbehauenem und angekokeltem Mahagonny zu machen......mit Hydrochlordämpfen behandelte Metallteile sollten da schon reichen..........

So, Weitermachen mit dem Originalthread


Double"Blödelpunk"C

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Re: Flying V im Doppelpack

#10

Beitrag von DoubleC » 01.03.2013, 12:30

Eul3 hat geschrieben: BASS:

4-Saiter
Neck-Thru Konstruktion
Ahorn Hals
Griffbrett Pflaume mit 27 Bünden, 864 mm Mensur
Mahagoni Korpus mit Riegelahorn Top
Custum-Pickup von einem Bekannten aus Dresden, der sich auch gleich um den Rest der Elektronik kümmert
Hardware schwarz


GITARRE:

6-Saiter
Neck-Thru-Konstruktion
2-teiliger Ahorn Hals
Griffbrett Palisander mit 24 Bünden, 648 mm Mensur
Esche Korpus mit Riegelahorn Top
1x EMG 81 Pickup, nur Volume Poti
Floyd Rose Tremolo, Hardware schwarz
Nach all dem OT nochmal ein paar Worte zur Ästhetik: Du scheinst ja doch mehr auf eine Holzoptik mit schwarzer Hardware hinzuarbeiten. Das ganze klingt für mich bis jetzt nach einem eher nüchternen Design für Schwermetallverarbeitung mit Schwerpunkt auf der sicherlich attraktiven Holzmaserung (Palisander/Pflaume & Riegelahorn). Ich würde so barocken Zierrat wie Hammer und Schlegel-Inlays weglassen und höchstens gaaanz sparsam kleine Dot-Inlays in den Griffbrettern verarbeiten.

Wenn Du beide Instrumente deckend schwarz lackieren möchtest, dann können Themen-Inlays (Hammer&Spitzhacke) sicherlich die Optik etwas auflockern.
Gruss


DoubleC

EDITH flüster gerade, dass das ganze ohne Lagenmarkierungen nicht nur "wicked" sondern RICHTIG BÖSE wäre......

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Re: Flying V im Doppelpack

#11

Beitrag von Eul3 » 01.03.2013, 18:12

Double C hat geschrieben:Nach all dem OT nochmal ein paar Worte zur Ästhetik: Du scheinst ja doch mehr auf eine Holzoptik mit schwarzer Hardware hinzuarbeiten. Das ganze klingt für mich bis jetzt nach einem eher nüchternen Design für Schwermetallverarbeitung mit Schwerpunkt auf der sicherlich attraktiven Holzmaserung (Palisander/Pflaume & Riegelahorn). Ich würde so barocken Zierrat wie Hammer und Schlegel-Inlays weglassen und höchstens gaaanz sparsam kleine Dot-Inlays in den Griffbrettern verarbeiten.

Wenn Du beide Instrumente deckend schwarz lackieren möchtest, dann können Themen-Inlays (Hammer&Spitzhacke) sicherlich die Optik etwas auflockern.
geplant ist Folgendes:

BASS:

Rückseite Korpus schwarz matt, Hals geölt
Top grau-schwarz gebeizt, evtl. mit leichter Rot-Note um die Maserung des Ahorn zu befeuern. In die Pflaume kommen noch schwarze Block-Inlays aus (Makassar)-Ebenholz. Auch der PU (1xHumbucker) bekommt ein Ebenholz-Cover mit einer kleinen CNC-Fräsung. Das Macht aber der Elektro-Fritze... (da sollen auch noch Bilder kommen!)

GITARRE:

Rückseite Korpus auch schwarz matt, Hals geölt
Top und Kopfplatte Rot gebeizt, mit "Sun-Burst-ähnlicher schwarztönung zum Rand. Finish matt.

Über die Inlays hab ich die letzte Nacht nochmal nachgedacht: Ich werde wohl einfache, schlichte Inlays (entweder Dots, aber wenn am Rand, oder kleine Blocks) einarbeiten. Black MOP auf Palisander ist sowieso nicht so gut sichtbar...
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Re: Flying V im Doppelpack

#12

Beitrag von white jack » 01.03.2013, 18:22


Coole Werkstatt, Geiles Projekt !! Bin gespannt ...

Das Griffbrett wird ja der Hammer ... ;)
12stringbassman hat geschrieben:Es spukt eine wage Vorstellung einer Flying-V im Steam-Punk- bzw. Ork-Design in meinem Kopf herum ...
... macht sich bestimmt gut ... :D


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Re: Flying V im Doppelpack

#13

Beitrag von Poldi » 01.03.2013, 18:46

capricky hat geschrieben:
DoubleC hat geschrieben:Interessantes Projekt..........

Aber das mit den gekreuzten Hämmern hat mich damals schon bei Pink Floyd irritiert. Das kommt irgendwie so "steigermässig".

...Glück Auf!
Ich finde das voll coal! :D
Das hat natürlich persönliche, emotionale Gründe, weil ich 35 Jahre "in der Kohle" gearbeitet habe, ich war sogar ein "Kohlemeister". Jetzt arbeite ich ja immer noch für Kohle 8)

Ich glaube auch wegen dieser Kohle- Bergbausymbolik fand ich auch den Kemper Profiling Amp sofort gut:
capricky
Der kommt auch aus einer Bergbaustadt: Recklinghausen

Schöne Projekte sind das, so eine V würd mich auch mal reizen.
Die Bergbausymbole im GB würd ich aber nicht machen, irgendwie passt das überhaupt nicht für eine V.

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Eul3
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Re: Flying V im Doppelpack

#14

Beitrag von Eul3 » 01.03.2013, 20:45

Ich finde ja die "tollen" Modelle aus dem ESP-Custom-Shop recht interessant...

Bild
Bild
(artwork1)


Heute ist nicht ganz so viel passiert.

Zuerst habe ich nach ein wenig Holz für den Basshals gesucht, da ich hier doch lieber auf Nummer sicher gehe und die Ahornkantel lieber absperre. Mit ein wenig Mahagoni als Zwischenlagen schaut das aber schöner aus... also wieder auftrennen, abrichten und verleimen.

Bild

Nebenbei wurde auch noch die gestern verleimte Kantel von der Gitarre erneut über die Abrichte geschoben.

Als nächstes wurden die Bundschlitze in die Griffbretter gesägt. Vorher wurde mit dem Streichmaß links wie rechts die Schnitttiefe angezeichnet. Mein guter Japaner erledigte mit Anschlagklötzchen und Zwingchen den Rest.

Bild

Zur Motivation schon mal ein minimaler Vorgeschmack auf das Endergebnis:

Bild


Das Wochenende über wird nix passieren, da ist meine Freundin im Lande... :D
Deshalb geht es erst nächste Woche weiter mit dem Bau! Bis dahin ein schönes Wochenende!
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Re: Flying V im Doppelpack

#15

Beitrag von Eul3 » 06.03.2013, 19:38

Hallo!

Das Wochenende ging schnell vorbei. Leider hat's mich niedergestreckt: Ein "tödlicher Männerschnupfen" ;) forderte seinen Tribut, also gings erst heute wieder in die Werkstatt.

Passiert ist folgendes:

GITARRE:

Als Erstes wurde die Kopfplatte angesetzt. Dazu habe ich gleich das Stück Holz verwendet, welches beim groben Aussägen der Halskontur abfällt. Das Stück also auf Stärke bringen und an den Halsrohling eine Schräge von 13° anhobeln. Das geschah zur Abwechslung mal per Hand :D
Mit Zwinge:

Bild

Ohne Zwinge:

Bild

Danach wurde die Tischfräse eingestellt und in beide Halsrohlinge der Kanal für den Spannstab eingefräst.

Bild

Nächster Punkt: Bei der Gitarre wurde das Griffbrett aufgeleimt. Dazu habe ich mir teilweise eine Technik abgeschaut, teilweise eine eigene entwickelt: Da das Griffbrett bisher noch links wie recht Übermaß hat wurden 4 Löcher gebohrt (natürlich im Bereich, was später abfällt) und die exakte Position mit 4 kleinen Nägeln fixiert. Dann wurde das Griffbrett leicht angehoben:

Bild

Danach alles sauber mit Leim einpinseln und mit einer ordentlichen Zulage pressen:

Bild

Nach 4 Stunden Trocknen hab ich dann als letztes heute Abend noch beide Korpusseiten angeleimt.

Bild

Fazit: Die Gitarre geht schnell voran, Hier ist das Ziel (Fertig zum Lackieren nächste Woche) realistisch und erreichbar.


BASS:

Hier geschah heute wieder nicht sehr viel. Grund: Material fehlt schlicht und einfach! Mein Holzlieferant für Mahagoni und Riegelahorn lässt sich leider zu viel Zeit, als das ich hier im Zeitplan bleiben kann...

Dennoch wurde ja wie bei der Gitarre der Spannstabkanal gefräst.

Die Konstruktion sah hier eigentlich keine angesetzte kopfplatte vor, aber der Rohling würde mir einen maximalen Winkel von nur 7° gestatten, was dazu führen würde das ich eine Trussabdeckung bräuchte die knapp 9cm lang wäre :oops: . Das ist aber zu hässlich, und nach einer kurzen Absprache mit dem zukünftigem Besitzer wurde der Plan umgeändert. Jetzt wird die Kopfplatte wie der Korpus auf der Rückseite schwarz und mit 13° angehobelt. Da so aber die Kopfplatte zu kurz wäre hab ich auf der Rückseite noch ein Stück angeleimt. Sicherlich werden jetzt einige von euch diese doch recht "schlampige" Arbeit verächtlich beäugen, aber das angesetzte Stück trägt später nur die D-Saite (H-E-A-D-Stimmung). Prinzipiell macht Gibson ja auch nix anderes...

Bild



Ich hoffe morgen Riegelahorn-Furnier zu bekommen, dann bekommt vielleicht noch die Gitarre ihre Decke und die kopfplatte.
Der Bass macht mir am meisten Bedenken, denn hier brauche ich langsam aber sicher Mahagoni für den Korpus.

Die Inlayfrage ist auch geklärt! Ich habe in der Bucht nochmal ein wenig Perlmutt ergattern können, diesmal in weiß. als Design habe ich mich nun für kleine Dreiecke entschieden, die einer Spitze ähnlich vom Rand in die Mitte des Griffbretts reichen und schön geteilt Weiß-Schwarz werden sollen. Diese Bastellei lasse ich mir aber fürs Wochenende...
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Re: Flying V im Doppelpack

#16

Beitrag von Eul3 » 08.03.2013, 22:15

Hallo!

Gestern konnte ich einen Teilwerfolg verbuchen: Der Großhändler für Furnier konnte mir bei meinem Riegelahornproblem behilflich sein. In der Werkstatt ist dennoch nix passiert, da ich bei Verwandten einen auf Tischler machen musste...

Heute war dagegen wieder recht "Ertragreich":


GITARRE:

Heute ist sehr viel passiert. Als erstes wurde auf der Bandsäge die grobe Kontur der Gitarre ausgesägt.

Bild

Danach wurde das Griffbrett auf Endmaß gebracht. Das geschah mithilfe der Oberfräse und einer einfachen Anschlagschiene, die auf die Gitarre gespannt wurde.

Bild

Dann ging's zu dem "erotischen" Teil, wie das Einige hier nennen ;)

Hals-Korpus-Übergang grob formen...

Bild

...das Shaping Höhe 0-Bund ausarbeiten...

Bild

...und schließlich den Rest harmonisch anpassen. Der Feinschliff erfolgt aber erst nach dem Bundieren...

Bild


BASS

Hier wurde der Spannstab eingepasst,

Bild

sowie die Kopfplattenschräge angehobelt.

Bild

Weiterhin wurde das Griffbrett aufgeleimt (davon gibts leider kein Bild, da der Speicher voll war :? )


Mittlerweile ist auch endlich mein heiß erwarteter Mahagoni eingetroffen! Es wird zwar eng, aber nächste Woche kann auch mal eine Nachtschicht eingelegt werden, damit ich vielleicht doch noch im Zeitplan bleibe... :D

Bis dahin: Frohes Wochenende!
Greez:Eul3

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Re: Flying V im Doppelpack

#17

Beitrag von Eul3 » 12.03.2013, 22:15

Hallo!

Heute gings wieder in die Werkstatt. :)
Folgendes ist passiert:

GITARRE:

Die grobe Form der Gitarre stand ja schon fest, deshalb wurde heute das Deckfurnier aufgeleimt. Da ich hier in der Vergangenheit bereits mit Kirschnern zu kämpfen hatte ging ich dieses Mal auf Nummer sicher und hab lieber ein paar Zwingen mehr eingesetzt. Die Folge war dieser schöne "Gitarrenigel"

Bild

Nachdem der Leim getrocknet war habe ich mit Oberfräse, Hobel, Schinder, Stemmeisen und teilweise sogar Raspel die endgültige Form von Korpus und Kopfplatte ausgearbeitet. Ich habe mich sehr an der modernen ESP-Form orientiert, was so aber nicht zu 100 % beabsichtigt war: Leider hat mein Furnier nach dem Fügen nicht die komplette Korpusbreite abgedeckt, was also dazu führte das an den Spitzen etwa 1,5 cm ohne Furnier sichtbar waren. Die Abgeschrägten Seitenlinien waren also mehr oder weniger eine Notlösung, mit der ich aber mehr als zufrieden bin ;)

Bild

BASS

Hier ist ja wie bereits erwähnt der Mahagoni endlich eingetroffen. Von der schönen Bohle meines ehemaligen Chef's wurde also ein Streifen abgeschnitten, dieser erst winklig gehobelt und dann in der Dickte auf Stärke gebracht. Das Stück dan in zwei Teile geteilt und mit dem Hals verleimt.

Bild

... wobei mir fast die Zwingen ausgegangen wären, aber man hat ja noch die Alten von Opa in der Ecke liegen :D

Bild

Als letzte Arbeit des Tages wurde das Griffbrett dann in der Breite gefräst und die grobe Form des Basses auf der Bandsäge gefertigt.

Bild

Schaut doch schon ganz gut aus, oder?!

Bild


Bis morgen...
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Re: Flying V im Doppelpack

#18

Beitrag von bea » 13.03.2013, 00:41

Was hast Du mit der Kinke im Bass vor?
LG

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Re: Flying V im Doppelpack

#19

Beitrag von Poldi » 13.03.2013, 05:41

Sieht doch gut aus bis jetzt. Sei froh das das Furnier nicht gepaßt hat, so gefällt mir das auch besser.

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Re: Flying V im Doppelpack

#20

Beitrag von Eul3 » 13.03.2013, 09:21

bea hat geschrieben:Was hast Du mit der Kinke im Bass vor?
Wenn du die Klinkenbuchse ansprichst: Da hier die Elektronik ja von einem Kollegen gefertigt wird muss ich hier ohnehin erstmal schauen was denn alles an Elektrik verstaut werden muss. Die Klinkenbuchse macht mir da (noch) keine Sorgen... ;)
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Re: Flying V im Doppelpack

#21

Beitrag von Nymphetamine » 13.03.2013, 14:43

Ist die Form von der Jackson oder der Alexi? Sieht mir so nach Alexi aus :D

Edit: Habs oben überlesen :D , da stand ja schon alles :)

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Re: Flying V im Doppelpack

#22

Beitrag von Arsen » 13.03.2013, 16:06

Ich habe mir die gleiche Frage gestellt wie Bea - ich glaube sie meinte tatsächlich "Kinke" und nicht Klinke, dieses kleine Ecken, das zwischen Hals und Body ganz unten fehlt... :?:

Ansonsten: Sieht mir nach sauberer und vor allem echt schneller Arbeit aus!
Gruß, Arsen

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Re: Flying V im Doppelpack

#23

Beitrag von bea » 13.03.2013, 16:53

Genau, ich meine Kinke.
Hädd isch jedsd Eggelsche schreibe solle?
LG

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Re: Flying V im Doppelpack

#24

Beitrag von Arsen » 13.03.2013, 17:47

...nun ja, das Wort "Kinke" kannte ich um ehrlich zu sein auch nicht...hatte da zwar die richtige Vermutung, habs interessehalber aber doch lieber noch gegoogelt :D
Vllt. gibts dieses Wort ja im Süddeutschen-Raum nicht...
Gruß, Arsen

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Re: Flying V im Doppelpack

#25

Beitrag von Eul3 » 13.03.2013, 23:47

bea hat geschrieben:Genau, ich meine Kinke.
Hädd isch jedsd Eggelsche schreibe solle?
Nu glaar! Isch gumme ausm Sachsenlahnd... hier heesd dis Egge! :D

Nein, Spass bei Seite: diese Ecke ist nur entstanden weil der Halsrohling hier schon zu ende war. Die endgülige Form stand noch nicht fest, und die Bandsäge ist auch nicht soo das Präzisionswerkzeug, weshalb hier doch seehr grob gesägt wurde...


So. Nachdem das nun geklärt ist möchte ich euch nur kurz sagen was heute alles passiert ist. Da es mitlerweile ja echt eng wird mit der Zeit musste heute einiges passieren...

BASS:

Hier war ja einiges aufzuholen. Heute morgen schaute aber erstmal der zukünftige Besitzer vorbei und legte mit mir die grobe Position der Potis und Schalter fest. An Elektrik kommt hier seehr veil rein...
Der Kollege aus Dresden baut folgendes (soweit ich das zusammenbekomme was er mal erzählt hat...)
zwei selbstgewickelte Humbucker, splitbar
Volume und Tone Poti
Drehschalter für die Pickupanwahl
Push-Pull Poti für Zusätzliche Hoch/Tiefpassfilter
Switch Aktiv/Passiv
und und und... mehr bekomm ich jetzt nicht zusammen....

auf jeden Fall haben wir uns auf folgende "Belegung" geeinigt:

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@ bea: hier wird ersichtlich was ich vorhin mit der genauen Form und der groben Bandsäge gemeint hab ;)

Danach gings erstmal zum Zahnarzt...
Mit betäubter Zunge und ohne Mittagessen wurde dann voller Elan das Shaping des Hales und der Kopfplatte angegangen. Auf das Resultat bin ich echt stolz... vor allem der Übergang zum Korpus ist echt lecker geworden :D Aber lassen wir lieber Bilder sprechen:

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Zum Schluss wurde dann ein bekanntes Problem gelöst: Da der Bass nicht nur länger als die Gitarre ist (welch Wunder...) sondern auch breiter reicht hier das Furnier logischerweise vorne und hinten nicht... Die Möglichkeiten wurden mit dem zukünftigem Eigentümer abgesprochen und abgewogen... vier Blätter zusammenfügen? gar kein Furnier?!

Am Ende gewann die komplette Überarbeitung des Konzeptes:
Der Bass wird nun auf der Rückseite nur gebeizt und klar ablackiert anstatt den Korpus unter schwarzem Lack verschwinden zu lassen. Die Decke wird nach wie vor rötlich eingefärbt. Hier bleibt aber die Neck-Thru-Konstruktion sichtbar. Das so entstandene Problem bestand nun darin die beiden Mahagoni-Hälften um 0,5mm zum Hals abgesetzt werden müssen, damit das Furnier beim schleifen nicht zu dünn wird. Mit der Oberfräse, einer Schiene und dem "guten Hobel" wurde das schnell und einfach gelöst, sodass hier zum Feierabend noch alles furniert werden konnte:

zuerst eine Seite:

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dann die andere Seite:

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Resultat:

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GITARRE:

Hier geschah heute wenig sichtbares, aber dafür umso zeitaufwändigeres: Die Inlays wollten nun endlich aus dem Perlmutt gearbeitet werden. Nachdem ich sowas noch nie gemacht hatte und die Versuche mit Laubsäge und Feile als zu zeitaufwendig und ungenau beurteilt wurden habe ich mir eine kleine Vorrichtung gebastelt:

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so konnte ich die kleinen Stücke ganz bequem zurechtschleifen... irgendwann war ich dann fertig:

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...oha... wenn man einmal nicht auf die Uhr schaut... :roll:

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bis morgen...
Greez:Eul3

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