Epoxy und einstellbare Polepieces....

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whitewater
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Epoxy und einstellbare Polepieces....

#1

Beitrag von whitewater » 06.03.2026, 14:10

Moin,
das ist jetzt die Frage, um derentwillen ich mich hier eigentlich angemeldet habe:
Ich versuche gerade ein paar Basspickups nach einem Vorbild von Kent Armstrong auf 5 Saitig zu bauen.
Original aus den 80ern:
Bildschirmfoto 2026-03-06 um 14.01.00.png
Bildschirmfoto 2026-03-06 um 14.00.37.png
Was man gut sehen kann, Keramik Quadermagnet, "Standard"maß 12,5mm sollte passen, die Stärke von 3mm vermute ich mal, die Länge muss natürlich für die 5 Saiter 70 (Neck) bzw. eher 75mm (Bridge) sein. Die Poles sind einfache, schwarze M6 Maden aus Stahl mit Innensechskant.
Soweit so gut, für meine ersten Prototypen hab ich mir in den Kopf gesetzt, das statt in schwarzem, in wasserklarem Expoxy einzugiessen, zum einen für den Posereffekt ;) zum anderen um sehen zu können, wenn was rott ist.
Wickelkörper hat mir ein Freund per 3D Druck aus ebenfalls transparentem Material gedruckt.

Neben der Tatsache, daß es wirklich nicht trivial ist, wasserklares Epoxy blasenfrei anzumischen und zu giessen, ist das Problem, das mir wirklich Sorgen bereitet, wie bekomme ich das hin, daß die Madenschrauben im Epoxy drehbar bleiben. Gerne streng/gut geführt, aber bitte drehbar.
Der erste Versuch funktioniert als Pickup, aber die Schrauben taugen eher als Fixierung wenn Ihr einen Ehering aus einem Inbus biegen wollt, als daß sie sich drehen würden. Der zweite Versuch war getragen von der Hoffnung, daß PE Schrauben so "fettig" wären, daß man sie nach dem Guss ausdrehen könnte, vor allem wenn sie auch noch mit Silikonfett als Trennmittel bestrichen waren. Nö, ist auch nicht.
Bevor ich meine nächste Idee gegen die Wand setze, und glatte zylindrische Löcher mithilfe von Wachsformkörpern einbringe, in die ich dann nach dem Guß erst die Gewinde schneide...

Hat einer von Euch sowas schon mal erfolgreich gemacht?
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Re: Epoxy und einstellbare Polepieces....

#2

Beitrag von micha70 » 06.03.2026, 18:14

Servus aus dem Süden!

Das Universum mal wieder. Parallelität der Ereignisse :lol: Schau mal. Gerade von heute…
IMG_5427.jpeg
IMG_5428.jpeg
Die Kurzfassung: Alles vergießen, Kernloch bohren (am besten mit Schablone damit das auch eine Linie ergibt) und Gewinde schneiden. Ehrlich gesagt sind diese PUs fast schon ein eigener Baubericht.

Blasenfrei hab ich das bekommen durch einen einfachen Haushaltsvakuumierer für Lebensmittel und extrem dünnflüssiges Epoxi. Hat einwandfrei geklappt. Hier kann ich das HP Textiles HP-40D empfehlen. 40 Minuten offene Zeit und zieht wirklich in jede Ritze und wird extrem glatt. Braucht dafür mindestens 48 Stunden zum Härten. Ist eigentlich ein Epoxi was man für Fußböden als Top-Coat verwendet. Taugt aber echt. Auch auf Holz.
IMG_5395.jpeg
IMG_5111.jpeg
Ist alles noch nicht fertig. Stecke noch mitten drin…

LG
Micha
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whitewater
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Re: Epoxy und einstellbare Polepieces....

#3

Beitrag von whitewater » 06.03.2026, 18:57

Sieht nach einem Coolen Projekt aus, was Du da vor der Brust hast.

Danke für die Beschreibung, ich hatte schon sowas gefürchtet, ein bisschen Muffe hab ich, denn der Abstand zwischen Gewinde und Wicklung ist dann am Ende des Tages nur 0,5mm, wenn ich genau bohre. Und ich muss mir was für die Fixierung des Magneten während des Vergiessens überlegen, bislang sitzt der einfach zwischen den Schrauben. Mal durchs Kleinhirn sickern lassen.

Das mit dem Vakuumieren mach ich mit einer einfachen evakuierbaren Frischhaltedose. Mein Fehler ist da wohl eher, daß ich zu enthusiastisch gemischt habe. Den Schaum, den man da schlägt, bekommt man nicht mehr heraus.

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