Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

Alles zu akustischen Gitarren und Bässen

Moderator: jhg

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ValentinS
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Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#1

Beitrag von ValentinS » 23.10.2025, 11:55

Ich plane mein zweites Instrument mit Nylonsaiten (das Erste war der Fretless-Akustikbass). Die Auslegung für wenig Saitenzug hat also immerhin schon einmal geklappt. Ich bin zuversichtlich, dass mir das auch bei einer Gitarre gelingt, aber strenggenommen habe ich natürlich überhaupt keinen Plan wie man eine Klassikgitarre baut...
Also die besten Voraussetzungen für ein spaßiges neues Projekt, wie ich finde 🥳

Als Form für meine „Crossover²“ wähle ich die „Cutaway-Guitar without Cutaway“ https://m.gitarrebassbau.de/viewtopic.php?t=11822
Ich habe Nylonsaiten mit Ball-End beschafft und plane einen Pin-Steg (Fädelstege finde ich persönlich blöd)
Ich baue eine geschlossene Kopfplatte und verwende Hülsen um die Durchmesser der Wellen zu vergrößern damit ich weiterhin Standard-Gotoh-Mechaniken verwenden kann (Fensterköpfe finde ich zwar superschön aber auch blöd von der Bedienung beim Saitenwechseln)

Das Instrument baue ich wie sonst, nur insgesamt filigraner.

Falls mich das fertige Instrument mit Nylonsaiten nicht überzeugt, habe ich einen Plan B: Ich ziehe 10er Stahlsaiten drauf, der Umbauaufwand ist gering, ich benötige nur einen anderen Sattel und Stegeinlage und entferne die Hülsen auf den Wellen der Mechaniken. Eine Mischbesaitung Stahl und Nylon ist auch denkbar.

10er Saiten auf Akustikgitarre? Ja. Bestes Beispiel: Jaques Stotzem https://youtu.be/LmDbglPhaM4?si=Y2C7CYfv5YyBosxR. Die speziell für ihn gebauten Martin-Gitarren sind unplugged sogar erstaunlich laut.

We’ll see… Ich habe vor, hier paar Stationen des Baus reinzustellen.
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#2

Beitrag von ValentinS » 24.10.2025, 09:53

Frage in die Runde: Wieviel mm Stegkompensation ist bei Klassikgitarren üblich? Wenn ich meinen Bau so gestalte, dass per Wechsel der Stegeinlage Stahl- und Nylonsaiten verwendet werden können, dann wird die Stegeinlage vermutlich 6mm breit.
Denn: Für Stahlsaiten kompensiere ich mit einem Versatz des Steges nach hinten um 3,8mm und dann kompensiere ich zusätzlich noch die Saiten einzeln.
Für Klassikgitarren sind es dann… 2mm? Eine Schrägstellung gibt’s bei Klassikgitarren nicht? Auch nicht bei modernen?

Wenn jemand eine Klassikgitarre hat, die so richtig Oktavrein ist dann kann er/sie mich gerne unterstützen: Anbei eine Skizze welche Maße mich interessieren.
Danke und Grüße
Val
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#3

Beitrag von Gerhard » 24.10.2025, 10:29

Meine Hummel hat folgende Maße:
A 325mm
B 652mm
C 654mm
Die Stegeinlage ist schräg gestellt und jede Saite einzeln kompensiert.
Sie intoniert auf +-5c genau.. wobei das mit der Intonation so eine Sache ist. Wie fest drückt man, wo drückt man, wie hoch ist die Saitenlage, welche Saiten sind drauf.. Ich verwende Savarez Alliance Carbon Saiten, aufgrund der leichteren Intonierbarkeit der G-Saite.
DSC05064.jpg
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#4

Beitrag von Burghard » 24.10.2025, 13:08

Hallo Valentin,
Ich gebe beim Discant 1mm und beim Bass 1,5 mm dazu. Ich hab eine Stegeinbauschablone und stell den ganzen Steg schräg.
Ist ja auch Saiten und Spieler abhängig. Vielleicht versuchst du es mit einem FAB Steg.
https://gropius.de/wissenswertes/intonation/
Manche Klassikprofis ziehen ganz schön anden Saiten, dann ist die Intonation sowieso dahin.
Gruß Burghard

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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#5

Beitrag von ValentinS » 24.10.2025, 14:36

Danke Euch vielmals. Gerhard's plus 2 & plus 4 passen exakt in meinen Steelstring- Steg bei Steelstring-Kompensation. Da müsste ich also ausser den Auflagepunkten der Stegeinlage, die ich ja dann eh neu anfertige, nichts ändern. So werde ich mal starten.
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#6

Beitrag von Gerhard » 24.10.2025, 20:43

ValentinS hat geschrieben: 24.10.2025, 14:36 Danke Euch vielmals. Gerhard's plus 2 & plus 4 passen exakt in meinen Steelstring- Steg bei Steelstring-Kompensation. Da müsste ich also ausser den Auflagepunkten der Stegeinlage, die ich ja dann eh neu anfertige, nichts ändern.
Das Stringspacing wäre halt traditionell noch unterschiedlich.

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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#7

Beitrag von ValentinS » 26.10.2025, 09:39

Gerhard hat geschrieben: 24.10.2025, 20:43
Das Stringspacing wäre halt traditionell noch unterschiedlich.
Stimmt, danke. Das hatte ich ich von vornherein auf dem Schirm. Mein Stringspacing am Steg ist bei all meinen Instrumenten schon recht breit. Bei der Sattelbreite werden es auch nur 47mm (u.a. weil ich noch ein fertiges Griffbrett da habe). Ich habe im Vorfeld testhalber mal Nylonsaiten mit Ball-End auf eine meiner Steelstringgitarren aufgezogen und festgestellt, dass ich als Stahlsaiten-Fingerstyle-Gitarrist nicht mehr Platz brauche am Sattel nur weil die Saiten dicker sind. Standard bei meinen Gitarren ist 46mm.

Hinter dem Begriff "Crossover" verstehe ich im Prinzip so was wie einen Kompromiss. Diese Instrumente werden meist stabiler gebaut, damit sie verstärkt auf der Bühne nicht ständig Rückkoppeln. Da ich also von vornherein nicht die größten Erwartungen habe was den rein akustischen Klang angeht (höchstens bei der Stahlsaiten-Variante) werde ich dann hoffentlich positiv überrascht. :D
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#8

Beitrag von ValentinS » 27.10.2025, 06:57

Decke beleistet, Innen lackiert mit UV-Lack, Schachtel geschlossen...
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#9

Beitrag von ValentinS » 28.10.2025, 06:27

Überstände gefräst, Zargen geschliffen.
Hübscher Zargenstoß, gell? 😁
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#10

Beitrag von Simon » 28.10.2025, 07:04

Ja der ist schön!!
Und tolle Vorrichtung zum einklemmen! :)

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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#11

Beitrag von ValentinS » 29.10.2025, 06:16

Simon hat geschrieben: 28.10.2025, 07:04 Ja der ist schön!!
Und tolle Vorrichtung zum einklemmen! :)
Die Vorrichtung funktioniert gut, entspricht aber nicht meinen Ansprüchen was das optische Erscheinungsbild angeht 😆. Eine verbesserte Version habe ich mit einem befreundeten Gitarrenbauer für seine Werkstatt gebaut.
20241125_174700.jpg
Nächste Station: Halsbau
20251028_201613.jpg
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#12

Beitrag von ValentinS » 30.10.2025, 06:11

Kopfplattenfurnier aufgeleimt, Überstände entfernt
20251029_133447.jpg
20251029_133856.jpg
Dicke der Kopfplatte rückseitig reduziert mit dem Safe-T-Planer
20251029_160618.jpg
20251029_162024.jpg
Volute bzw. Radius gehobelt, gemeißelt, geschliffen. Ich wünschte ich hätte einen Spindelschleifer, aber ich habe keinen Platz mehr in der Werkstatt. So hat mich die Aktion 20 Minuten gekostet, es gibt nervigere Arbeiten...
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#13

Beitrag von ValentinS » 30.10.2025, 08:44

Irgendwie wird so was ähnliches wie ein Baubericht draus. Wobei ich einen Baubericht so detailliert schreiben würde dass auch das letzte Detail verständlich erklärt wird. Na ja, mir macht die Vorstellung Spaß, hier irgendwann nachlesen zu können was ich wann wie gemacht habe.

Ich hoffe Ihr habt auch Spaß trotz lückenhafter Beschreibungen (?)

Hals abgelängt und Halsfuß so aufgestückelt, damit die Maserung am fertigen Fuß bestmöglich passt.
20251029_180114.jpg
20251029_174200.jpg
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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#14

Beitrag von MusikMaxx » 30.10.2025, 11:14

Schöne Arbeit (clap3) und auch interessant zum Lesen (dance a)
Viele Grüsse

Martin

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Re: Nylon- und (wahlweise) Stahlsaiten auf demselben Instrument - VAL’s Crossover²

#15

Beitrag von ValentinS » 11.11.2025, 12:13

...Halswinkel - und Kontur gefräst...
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#16

Beitrag von ValentinS » 13.11.2025, 11:14

...Halsstabnut gefräst. In der Vergangenheit habe ich die Halsstäbe einfach passgenau eingesetzt und mir die Abdeckung gespart. Da die Stäbe in Schrumpfschlauch eingepackt sind, ist es völlig egal, ob Leim in die Nut gequetscht wird beim späteren aufleimen des Griffbretts, denn im Schrumpfschlauch bewegen sie sich immer noch. Mittlerweile bin ich aber dazu übergegangen die Stäbe so einzusetzen dass ich sie plug and play ersetzen kann. Falls jemals einer versagt oder festrostet.
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#17

Beitrag von ValentinS » 13.11.2025, 15:20

...Logoaussparungen und Aussenkontur Kopfplatte gefräst, Bohrungen für die Mechaniken gebohrt...
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#18

Beitrag von ValentinS » 01.12.2025, 07:35

Ränder fräsen: Da ich nur Anlauflager in 0.5mm-Abstufung habe, aber jede Menge Ränder bzw. Zierstreifen in komischen Maßen, muss ich tricksen.
Ich verwende Klebeband zum Ausgleich.
20251127_201533.jpg
20251128_080036.jpg
20251128_083127.jpg
Den Trick mit dem Einritzen der Zargen (um Ausrisse zu vermeiden) habe ich an anderer Stelle schonmal gezeigt: Die Rolle aus einem Streichmaß habe ich fest (nicht drehbar) auf einen alten Fräser geschraubt. Siehe auch erstes Foto. Mit niedrigster Drehzahl fahre ich dann einmal am Korpus entlang.
20250408_131114.jpg
Auch zu Decke und Boden wird eingeritzt.
20250408_131055.jpg
20250408_131636.jpg
Die Zierränder zu Decke und Boden fixiere ich mit Sekundenkleber. Wie macht ihr das? Das geht zwar schon in einem Aufwasch beim Leimen der Ränder, aber für mich ist es so geschickter.
20251130_081215.jpg
P.S.: Die Fotos zeigen unterschiedliche Instrumente, ich hab gerade auch die nächsten zwei Resonatorgitarren soweit, dass 'Berändert' wird.
20251201_123527.jpg
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#19

Beitrag von ValentinS » 02.12.2025, 06:32

Und weiter mit den Rändern:
20251201_210826.jpg
Sieht brutal aus, ist es auch.
- Also die Kraft, die hier aufgebracht werden kann um alle Ränder ohne Spalte anzuleimen.
Da meine Böden stark gewölbt sind, ist besonders hier "Überzeugungsarbeit" erforderlich. Die Ränder sind zwar alle schon Vorgebogen, aber halt nur Zweidimensional. Hier kommt noch Biegen um die Hochachse hinzu beim Leimen - plus der superenge Radius bei meiner Form A16...
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#20

Beitrag von Yaman » 02.12.2025, 09:37

Was nimmst du zum Binden?

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#21

Beitrag von ValentinS » 02.12.2025, 09:57

Yaman hat geschrieben: 02.12.2025, 09:37 Was nimmst du zum Binden?
Paracord. Das nimmt den Weißleim nicht an, bzw. das bröckelt alles wieder ab wenn die Schnur wiederbenutzt wird.

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#22

Beitrag von ValentinS » 02.12.2025, 21:26

Meine Reihenfolge beim Leimen: Erst die Ränder zur Decke hin, hinten am Zargenstoß muss es passen, vorn wird später eh die Halstasche gefräst. Dann beim Boden erst ein Rand, dann der andere, dieses Mal fange ich mit dem Leimen vorn an. Diesen letzten Rand leime ich nicht komplett bis zum Ende, sondern höre weit vor dem Stoß auf. Ich säge den Überstand vom Rand ab und die letzten Zehntel schleife ich dann passgenau (und muss mich überhaupt nicht beeilen). Wenn ich damit fertig bin, biege ich den Rand leicht weg um Leim drunterzupinseln und leime dann erst das letzte Stück. Mir ist es immer noch ein Rätsel, wie das andere hinbekommen: Ränder mit dem Steichbeitel abstechen auf Länge und das alles so fix, dass der Leim nicht inzwischen abbindet. Ich möchte das unbedingt mal sehen, vor allem bei Rändern aus Schlangenholz oder Palisander.
20251202_152944.jpg
20251202_153410.jpg
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#23

Beitrag von ValentinS » 04.12.2025, 17:18

Die Überstände der Ränder werden zu den Zargen hin mit Ziehklingen abgetragen.
20251204_160720.jpg
Danach bekommen die Zargen ringsum noch einen Feinschliff (unter anderem mit dem mit Schleifleinen bestückten 0,25er Federstahlblech-Streifen, links auf dem Foto)
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#24

Beitrag von ValentinS » 05.12.2025, 07:31

Die Überstände von Zierrändern und Rändern werden entfernt. Nichts ärgerlicheres als dabei versehentlich zu tief und in die Decke zu hobeln! - Um dem Vorzubeugen klebe ich Hobel und auch die Ziehklinge vorsichtshalber ab.
20251205_072447.jpg
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#25

Beitrag von ValentinS » 06.12.2025, 18:55

Die Ränder werden verrundet. Eine Sache von 1 Minute, wenn man das schnell machen möchte...
20251206_182200.jpg
20251206_185244.jpg
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