vorgestern habe ich die Saiten aufgezogen...
Einmal mehr war es ein langer Weg dahin, aber er hat sich gelohnt. Rein von der Verarbeitung her gebe ich mir eine Zwei, die Oberfläche (Schellack, echt handpoliert) hätte noch ein bisschen Aufwand verdient, aber dafür war mein Arbeitsgeist schon zu weit aufgebraucht. Für den Sound muss ich eine Eins vergeben, nur minimal beeinträchtigt, weil die H-Saite ein bisschen matter klingt als die anderen. Aber sonst ist der Klang astrein und rund.
Wie schon bisher, habe ich auch diesmal den Sattel knapp zwei Millimeter in Richtung zum ersten Bund verschoben und den Steg nach dem Stimmgerät auf exakte Oktavenreinheit eingestellt.
Die Decke ist aus Fichte und hat ein bisschen was von Haselfichte. Boden und Zargen bestehen aus 3mm Mahagoni-Sägefurnier, entsprechend bearbeitet. Für den Hals nahm ich Mahagoni, das Griffbrett und der Steg sind aus Palisander. Den Kopfplatten-Aufleimer habe ich aus Ziricote und zwei Steifen Ahornfurnier zusammengesetzt, in der Rosette dominiert die Ziricote-Einlage.
Um dieses Thema auch einmal anzusprechen, ich verwendete von meiner ersten Gitarre an immer nur geschliffene Thomastik Saiten. Das hat sich auch bei dieser Gitarre nicht geändert...
Zu den Fotos: Auf dem dritten Foto ist meine "Hilfskonstruktion zu sehen, mit der sich die Stegposition genau einrichten lässt - mit Hilfe meiner "Stimmgeräte-App" auf dem Hand, die den gesamten Tonumfang eines Klaviers abdecken kann. Das Foto ist mit dem Handy aufgenommen. Ist noch viel Schleifstaub von der Ziricote-Rosetteneinlage zu sehen.
Ich denke, die anderen beiden Bilder kommen ohne Kommentar aus. Zu sehen ist jedenfalls, dass das Mahagoniholz eine sehr schöne Braunfärbung angenommen hat. Aufgenommen habe ich diese beiden Bilder mit meiner Nikon D7500 und dem neu angeschafften AF-S Nikkor 16-80mm 1:2,8-4E
Grüße, Heinz
