Holzauswahl
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Holzauswahl
Hallo zusammen,
Auf der Suche nach dem Rohmaterial für meine dritte Eigenbau-Western habe ich gesehen, dass es Metz-Furniere nicht mehr gibt. Nachdem die erste Gitarre aus verleimten Furnieren wesentlich besser klingt wie der zweite Eigenbau aus relativ teuren Tonhölzern, habe ich mich nach passenden Furnieren umgesehen. Ohne Metz-Furnier sieht das Angebot leider recht traurig aus. Was andere Händler in Kleinmengen anbieten, ist nicht mein Fall. Die Furnierstärken sind mittlerweile auf bis zu 0,45 mm herunter geschrumpft. Damit will ich keine Gitarre bauen, um nach dem Schleifen der Oberfläche die darunter liegende Leimschicht zu sehen. Ein paar Angebote mit 0,9 mm würden passen, wenn dieses Zeug optisch und von den angebotenen Breiten her auch nur annähernd tauglich wäre.
Zufällig stieß ich nun auf ein Angebot mit 3 mm Sägefurnier aus Mahagoni. Habe mich auch umgesehen, welche Hölzer für Gitarrenkorpusse gewissermaßen Standard sind und da wird Mahagoni als das geradezu klassische Korpusholz beschrieben.
Eine Alternative wäre Teakfurnier mit 1,2 mm, aber ich habe noch nie was von einer Gitarre aus Teakholz gehört und bin erst mal an dem Mahagoni hängen geblieben. Dazu kommt noch, dass bei demselben Händler Massivholz in passenden Mengen für den Hals angeboten wird.
Für die Decke habe ich auf jeden Fall Fichte vorgesehen.
Ich vermute mal, Teak oder Mahagoni, das muss nicht diskutiert werden. Doch ob das 3mm-Sägefurnier - natürlich nicht schichtverleimt, für den Gitarrenbau auch wirklich tauglich ist, dazu würden mich schon interessieren, ob es einschlägige Erfahrungen oder zumindest Meinungen gibt.
Schon klar, Palisander oder ähnliches wären weit attraktiver wie Mahagoni, aber wenn der Klang von Mahagoni passt, dann will ich auch damit zufrieden sein...
Grüße, Heinz
PS: Über die kürzlich fertig gestellt Halbresonanz-E-Gitarre werde ich demnächst berichten...
Auf der Suche nach dem Rohmaterial für meine dritte Eigenbau-Western habe ich gesehen, dass es Metz-Furniere nicht mehr gibt. Nachdem die erste Gitarre aus verleimten Furnieren wesentlich besser klingt wie der zweite Eigenbau aus relativ teuren Tonhölzern, habe ich mich nach passenden Furnieren umgesehen. Ohne Metz-Furnier sieht das Angebot leider recht traurig aus. Was andere Händler in Kleinmengen anbieten, ist nicht mein Fall. Die Furnierstärken sind mittlerweile auf bis zu 0,45 mm herunter geschrumpft. Damit will ich keine Gitarre bauen, um nach dem Schleifen der Oberfläche die darunter liegende Leimschicht zu sehen. Ein paar Angebote mit 0,9 mm würden passen, wenn dieses Zeug optisch und von den angebotenen Breiten her auch nur annähernd tauglich wäre.
Zufällig stieß ich nun auf ein Angebot mit 3 mm Sägefurnier aus Mahagoni. Habe mich auch umgesehen, welche Hölzer für Gitarrenkorpusse gewissermaßen Standard sind und da wird Mahagoni als das geradezu klassische Korpusholz beschrieben.
Eine Alternative wäre Teakfurnier mit 1,2 mm, aber ich habe noch nie was von einer Gitarre aus Teakholz gehört und bin erst mal an dem Mahagoni hängen geblieben. Dazu kommt noch, dass bei demselben Händler Massivholz in passenden Mengen für den Hals angeboten wird.
Für die Decke habe ich auf jeden Fall Fichte vorgesehen.
Ich vermute mal, Teak oder Mahagoni, das muss nicht diskutiert werden. Doch ob das 3mm-Sägefurnier - natürlich nicht schichtverleimt, für den Gitarrenbau auch wirklich tauglich ist, dazu würden mich schon interessieren, ob es einschlägige Erfahrungen oder zumindest Meinungen gibt.
Schon klar, Palisander oder ähnliches wären weit attraktiver wie Mahagoni, aber wenn der Klang von Mahagoni passt, dann will ich auch damit zufrieden sein...
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Re: Holzauswahl
Ich baue alle meine Gitarren im Grunde aus Sägefurnier. Das ist doch Gang und Gäbe.
Es kommt halt darauf an, welche Qualität der Sägeschnitt hat. Wenn nach dem Sauberschliff 2,7mm für den Boden und 2mm für die Zargen dabei herauskommen ist das für Mahagonie Stahlsaiter optimal.
BTW. Messerfurniere kann man fast nie gebrauchen, da durch das Messern Mikrorisse entstehen.
Es kommt halt darauf an, welche Qualität der Sägeschnitt hat. Wenn nach dem Sauberschliff 2,7mm für den Boden und 2mm für die Zargen dabei herauskommen ist das für Mahagonie Stahlsaiter optimal.
BTW. Messerfurniere kann man fast nie gebrauchen, da durch das Messern Mikrorisse entstehen.
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Christian
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- jhg
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Re: Holzauswahl
Ob der "schlechtere" Klang der Massivgitarre nun tatsächlich am Holz lag oder den vielen anderen Faktoren beim Bau einer Akusikgitarre sei dahingestellt.
Die Sache ist die: alles, was du bei Tonholzhändlern bekommst ist im Prinzip "Sägefurnier". Mahagoni bekommst du also in allen Qualitäten bei den bei den bekannten Händlern - da muss man nicht lange suchen. Der Unterschied zu einem dünnem Furnier ist allein die Herstellungsweise. Das eine wird gesägt und die dünneren Furniere gemessert. Dabei wird das Holz längere Zeit gekocht und damit wird die Struktur des Holzes "zerstört" so dass es sich dann auf den Maschinen bearbeiten lässt und nicht splittert.
Beim Sägen wird halt auf speziellen Band bzw. Gattersägen die Bohle in dünne Brettchen geschnitten und dabei bleibt die Struktur des Holzes erhalten. Das wäre die erste Wahl zum Bau von hochwertigen Gitarren. Eine Spielart wären noch laminierte Zargen, da werden aber im Prinzip zwei Sägefurniere mit einer Zwischenlage verleimt.
Für meine Gitarren verwende ich Messerfurniere ausschließlich zu dekorativen Zwecken.
Edit: da war der Ketarrenmacher noch schneller ....
Die Sache ist die: alles, was du bei Tonholzhändlern bekommst ist im Prinzip "Sägefurnier". Mahagoni bekommst du also in allen Qualitäten bei den bei den bekannten Händlern - da muss man nicht lange suchen. Der Unterschied zu einem dünnem Furnier ist allein die Herstellungsweise. Das eine wird gesägt und die dünneren Furniere gemessert. Dabei wird das Holz längere Zeit gekocht und damit wird die Struktur des Holzes "zerstört" so dass es sich dann auf den Maschinen bearbeiten lässt und nicht splittert.
Beim Sägen wird halt auf speziellen Band bzw. Gattersägen die Bohle in dünne Brettchen geschnitten und dabei bleibt die Struktur des Holzes erhalten. Das wäre die erste Wahl zum Bau von hochwertigen Gitarren. Eine Spielart wären noch laminierte Zargen, da werden aber im Prinzip zwei Sägefurniere mit einer Zwischenlage verleimt.
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Edit: da war der Ketarrenmacher noch schneller ....
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Re: Holzauswahl
Ui..., das ging aber schnell. Danke für die aufschlussreichen Antworten!!!
Ich wusste zwar, dass Holz zum Messern der Furniere "gedämpft" werden muss, dass es aber einen Einfluss auf die Klangqualität haben kann, darauf wäre ich nicht gekommen.
Aus meiner Ausbildung und früheren Tätigkeit als Schreiner (mit Meisterbrief) kenne ich Sägefurniere mit 3 mm und war damals erstaunt, wie glatt man eigentlich sägen kann. Dass die Flächen heutzutage schlechter sind, hoffe ich jetzt nicht befürchten zu müssen... Somit müsste man nach Oberflächenbearbeitung mit einer Endstärke von rund 2,7 mm rechnen können. Die Zargen lassen sich vor dem Biegen ja noch ein bisschen dünner hobeln...
Und noch wegen dem Klang der Massivholzgitarre: Es ist so, dass ein paar Töne auf der tiefen E-Saite in der Lautstärke extrem hervortreten und das stört mich beim Spielen ungemein. Das Instrument sieht zwar handwerklich besser aus wie der erste Prototyp, aber damit will ich nicht "unter die Leute gehen".
Grüße, Heinz
Ich wusste zwar, dass Holz zum Messern der Furniere "gedämpft" werden muss, dass es aber einen Einfluss auf die Klangqualität haben kann, darauf wäre ich nicht gekommen.
Aus meiner Ausbildung und früheren Tätigkeit als Schreiner (mit Meisterbrief) kenne ich Sägefurniere mit 3 mm und war damals erstaunt, wie glatt man eigentlich sägen kann. Dass die Flächen heutzutage schlechter sind, hoffe ich jetzt nicht befürchten zu müssen... Somit müsste man nach Oberflächenbearbeitung mit einer Endstärke von rund 2,7 mm rechnen können. Die Zargen lassen sich vor dem Biegen ja noch ein bisschen dünner hobeln...
Und noch wegen dem Klang der Massivholzgitarre: Es ist so, dass ein paar Töne auf der tiefen E-Saite in der Lautstärke extrem hervortreten und das stört mich beim Spielen ungemein. Das Instrument sieht zwar handwerklich besser aus wie der erste Prototyp, aber damit will ich nicht "unter die Leute gehen".
Grüße, Heinz
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Re: Holzauswahl
Wie die Oberflächenqualität der Sägefurniere ist, hängt immer davon ab, welche Maschine der Händler verwendet. Da hab ich schon unterschiedlichste Qualitäten in den Fingern gehabt.
Die klanglichen Probleme deiner Gitarren können mannigfaltige Gründe haben - ob es das Massivholz war, sei dahingestellt. Bei Akustikgitarren gibt es ziemliche viele Parameter die Probleme bereiten können.
Die klanglichen Probleme deiner Gitarren können mannigfaltige Gründe haben - ob es das Massivholz war, sei dahingestellt. Bei Akustikgitarren gibt es ziemliche viele Parameter die Probleme bereiten können.
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Re: Holzauswahl
Ich habe den Verdacht, den Boden zu wenig genau "behobelt" zu haben. Das Holz hat sich als recht bockig erwiesen und einen "Taster" zum messen der Holzstärke hatte ich damals noch nicht in meinem Werkzeugschrank. Das Risiko, "bockiges" Holz zu bekommen, besteht bei Furnier halt nicht, weil es nicht gehobelt werden muss.Die klanglichen Probleme deiner Gitarren können mannigfaltige Gründe haben - ob es das Massivholz war, sei dahingestellt. Bei Akustikgitarren gibt es ziemliche viele Parameter die Probleme bereiten können.
Leuchtet aber schon ein, dass beim Dämpfen von Holz gewisse Eigenschaften verloren gehen. So wird beispielsweise Buchenholz erst durch Dämpfen für den Möbelbau brauchbar gemach, weil es dadurch weniger zum Verziehen neigt. Gut vorstellbar, dass bei diesem Vorgang die Resonanzfähigkeit leidet.
Hier im Land gibt es einen, der Tonholz selbst "aufbereitet" und verkauft. Seine Angebote sind allerdings keine Schnäppchen. Da könnte ich mir schon passendes Material aussuchen. Doch zur Zeit hat er nur Walnuss und Riegelahorn im Angebot. Riegelahorn zu bearbeiten ist wahrscheinlich nicht so lustig, somit bliebe eigentlich nur Walnuss, was aber in der Liste "klassischer" Gitarrenhölzer nicht gerade vordergründig aufscheint...
Habe auch gelesen, Swietenia - eine Mahagoniart - wäre optimal für Resonanzgitarren. Aber wie lässt es sich hobeln? Gibt es dazu Erfahrungen? Habe inzwischen gesehen, es gibt eine Menge Beiträge mit dem Suchbegriff "Swietenia". Wird wahrscheinlich nicht über die "Behobelbarkeit" diskutiert. Und wie es bei Mahagoni oft ist, beim Faserverlauf liegen beide "Richtungen" mitunter eng beisammen... Darum übet das 3 mm Furnier, das (hoffentlich) nur noch geschliffen werden muss, eine gewisse Anziehung auf mich aus...
Grüße, Heinz
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Re: Holzauswahl
Wenn du bei Espen Holz bestellst, kannst du dir auch die Teile auf Maß schleifen lassen. Ansonsten geht das natürlich alles mit einem scharfen Flachwinkelhobel. Mahagoni finde ich da eher unauffällig. Gemein wird es bei harten, stark gemaserten Hölzern wie Bubinga. Das ist kein Spaß. Aus dem Grund hab ich mir meine Dickenschleifmaschine gebaut. Wenn du noch Connections hast, dann frag mal einen Kollegen mit einer Breitbandschleifmaschine. Da kann man dann fix die Sachen durchschieben und hat die gewünschten Dicken.
- Ketarrenmacher
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Re: Holzauswahl
Ich hätte reichlich Sapeli und Khaya im Lager.
Sehr altes Zeug und auf einer Wintersteiger Feinschnittsäge aufgetrennt.
ca. 3,5mm stark.
Die Dimensionen reichen bis Harpguitar-Größe.
Ich verkaufe gerne!
Wenn man eventuelle Wechseldrehwüchsigkeiten beachtet, stellen die allermeisten mahagoniähnlichen Hölzer.......Sipo, Khaya, Sapele etc.pp keine großen Herausforderungen in Bezug auf Hobelbarkeit.
Sehr altes Zeug und auf einer Wintersteiger Feinschnittsäge aufgetrennt.
ca. 3,5mm stark.
Die Dimensionen reichen bis Harpguitar-Größe.
Ich verkaufe gerne!
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Re: Holzauswahl
Den müsste ich mir selbst aus Holz bauen. Mit Hobel aus Eisen konnte ich mich schon während meiner Zeit "an der Hobelbank" (hat 1976 geendet) nie anfreunden und stand damit in dem Betrieb nicht alleine da. Jetzt (mit 84) sind meine Schultern "nicht mehr neu" weshalb ich bei allen Arbeiten versuche, so gut wie möglich davon zu kommen, scheue mich aber nicht, bei Bedarf den (Holz-) Hobel in die Hand zu nehmen. Ob da ein Flachwinkelhobel spürbare Erleichterung bieten könnte, wage ich anzuzweifeln.Ansonsten geht das natürlich alles mit einem scharfen Flachwinkelhobel.
Dickenschleifmaschine selbst gebaut, klingt gut - alle Achtung. Schleifen lassen klingt nach einer guten Alternative doch Espen schweigt sich bezüglich der Kosten aus. Mein Problem sind immer die Versandspesen (von D nach Ösiland meist um die 20 Euro). Da versucht man schon, möglichst alles aus einem Laden zu bekommen. Deswegen gibt es auch vor jedem gröberen Materialeinkauf recht weitläufige Befragungen und Recherchen...
Und wegen der Connections: Mit jenen Leute, mit denen ich "damals" zu tun hatte, die sind alle längst im Ruhestand. Die Betriebe existieren nicht mehr oder sind in mir nicht bekannten Nachfolgerhänden. So ändern sich halt die Zeiten.
Danke, klingt gut und behalte ich im Auge. Müsste dann aber ein Komplettangebot werden - wie oben gesagt, wegen der Versandspesen...Sehr altes Zeug und auf einer Wintersteiger Feinschnittsäge aufgetrennt.
Grüße, Heinz
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Re: Holzauswahl
Hi,
falls Schleifen lassen eine Option ist: die Spanier von maderasbarber.com in Valencia verschicken ab 150€ kostenfrei und verlangen für das Schleifen auf Dicke je 5,3€ für ein Set Zargen 8auf 2,5mm) und Boden (auf 3,5mm).
falls Schleifen lassen eine Option ist: die Spanier von maderasbarber.com in Valencia verschicken ab 150€ kostenfrei und verlangen für das Schleifen auf Dicke je 5,3€ für ein Set Zargen 8auf 2,5mm) und Boden (auf 3,5mm).
beste Grüße
Chris
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Re: Holzauswahl
Bei Schröters Tonhölzer kostet das Schleifen 10.-Euro für einen Akustikgitarrenbausatz.
LG Uwe
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