Yamans Resonator
Moderator: jhg
- Yaman
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Neue Holzwahl
Ich hatte noch einen Rest Vogelaugenahorn, der beim Bau eines kleinen Tisches übrig geblieben war.
Die Vogelaugen sind sehr unregelmäßig verteilt und das Holz ist teilweise braun.
Ich kam auf die Idee, das Holz aufzutrennen und es als Boden und Zargen der Gitarre zu verwenden.
Zuerst habe ich mit der Kreissäge vorgesägt. Dann ging es mit meiner Gestellsäge Gisela und einer Japansäge ans Auftrennen. Mit meiner neu gebauten Fräsvorrichtung habe ich das Holz dann auf gleiche Dicke gebracht.
Zuerst habe ich mit der Kreissäge vorgesägt. Dann ging es mit meiner Gestellsäge Gisela und einer Japansäge ans Auftrennen. Mit meiner neu gebauten Fräsvorrichtung habe ich das Holz dann auf gleiche Dicke gebracht.
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- ugrosche
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Re: Yamans Resonator
Spannendes Holz. Ich finde es toll.
Das wird bestimmt lustig beim Zargen biegen.
Das Aufsägen hatte ich auch schon bei 2 Projekten. War doof. Da hätte ich mir so eine Gisela gewünscht.
Das wird bestimmt lustig beim Zargen biegen.
Das Aufsägen hatte ich auch schon bei 2 Projekten. War doof. Da hätte ich mir so eine Gisela gewünscht.
Aktuelles Projekt: Akustik: Graveyard Oak
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- Simon
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Düsentrieb
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Re: Yamans Resonator
Und, was machen die Unterarme nach dem Sägen?
Die fräs-Abrichte ist ja geil! Laufen die Schienen mit den weißen Anlaufringen glatt über die gesamte Länge, oder verkantet sich da schon mal was?
Aktuell:
Schon wiiiiiieder eine Parlor?!
Meine bisherigen Projekte:
Parlor Nr.1 (Nylon)
Parlor Nr.2 (Steelstring)
Superstrat im Naturlook
Wieder klein und nussig: Parlor Nr.3
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- Yaman
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Re: Yamans Resonator
Öfter möchte ich das nicht machen. Das Sägeblatt in der Gestellsäge ist ab Werk zwar geschärft, sollte aber unbedingt nachgeschärft werden.
Da verkanntet sich nichts. Alles was beweglich ist (Aluprofil auf Aluprofil, Fräsplatte in dem Aluprofil), habe ich mit Siliconspray gefettet.Düsentrieb hat geschrieben: ↑09.06.2025, 18:18 Die fräs-Abrichte ist ja geil! Laufen die Schienen mit den weißen Anlaufringen glatt über die gesamte Länge, oder verkantet sich da schon mal was?
Die beiden orangenen Schrauben sind verstellbare Anschläge für die Fräse, damit ich beim Fräsen nicht in die Zwingen im Tisch fräse, die das Holz halten.
- ValentinS
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Re: Yamans Resonator
Viel Erfog mit Deinem neuen Projekt.
Den Frästisch find ich super, da hab ich gleich ein paar Ideen:
Anstelle eines Fräsers einen Safe-T Planer verwenden war die erste.
Oder aber einen Elektrohobel in den Schlitten setzen und danach einen Elektro-Bandschleifer.
(Ich habe echt Sorge, dass ich irgendwann keinen Zugang mehr habe zu einer Breitbandschleifmaschine, denn die Leute die ich kenne sind schon im Rentenalter und ich hab keinen Platz für eine solche Profimaschine...)
Den Frästisch find ich super, da hab ich gleich ein paar Ideen:
Anstelle eines Fräsers einen Safe-T Planer verwenden war die erste.
Oder aber einen Elektrohobel in den Schlitten setzen und danach einen Elektro-Bandschleifer.
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Re: Yamans Resonator
Die Zargen habe ich geschliffen und auf die entsprechende Länge und Breite gebracht.
Beim Auftrennen des Brettes habe ich bei einem Brett für den Boden eine kleine Delle in das Brett gesägt, sodass ich die Seite nur als Innenseite verwenden kann. Dadurch sind die beiden Bodenhälften von der Maserung nicht symmetrisch. So sieht es aus, als ob Farbe am Korpus heruntergelaufen ist.
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Re: Yamans Resonator
Ich habe mir eine verstellbare Form gebaut. Vielleicht werden es noch mehr Akustikgitarren.
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- thonk
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Re: Yamans Resonator
Ich habe zwar keine Ahnung vom Akustikgitarrenbau und ob diese variable Form funktionieren kann, aber auf den ersten Blick finde ich das sehr clever. Vor allen Dingen wenn Platzmangel chronisch ist.
- Yaman
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Die erste Biegung
Ich habe es ja so gewollt: das erste Mal Zargen biegen und dann gleich Vogelaugenahorn und Cutaway
Die Oberflächentemperatur des Biegeeisens hatte ich auf 180 Grad eingestellt und das Holz (2 mm dick) mit Wasser eingesprüht. Das Biegen war sehr schwierig, da ich nur mit großer Gewalt das Holz dazu bewegen konnte, eine andere Form einzunehmen. Ich habe mit einem Biegeblech gebogen, damit keine Fasern reißen.
Jedenfalls ist die erste Zarge fertig und das Holz ist nicht gerissen.
Die Oberflächentemperatur des Biegeeisens hatte ich auf 180 Grad eingestellt und das Holz (2 mm dick) mit Wasser eingesprüht. Das Biegen war sehr schwierig, da ich nur mit großer Gewalt das Holz dazu bewegen konnte, eine andere Form einzunehmen. Ich habe mit einem Biegeblech gebogen, damit keine Fasern reißen.
Jedenfalls ist die erste Zarge fertig und das Holz ist nicht gerissen.
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Die zweite Biegung
Nachdem das Biegen der ersten Zarge sehr schwierig war, habe ich mir überlegt, wie ich es bei der zweiten Zarge mit Cutaway einfacher haben könnte.
Ich habe die Zarge angefeuchtet und dann in Backpapier gewickelt, damit der Dampf besser in das Holz eindringen und nicht entweichen kann. Das Ergebnis war das Gleiche - das Holz wollte sich kaum biegen lassen.
So habe ich als Letztes die Temperatur des Biegeeisens in Stufen erhöht. Bei einer Oberflächentemperatur des Biegeeisens von 200 Grad hat sich das Holz dann immer noch wiederwillig endlich biegen lassen.
Die exakte Form der Zarge habe ich zum Schluss mit Zwingen erreicht.
Ich habe die Zarge angefeuchtet und dann in Backpapier gewickelt, damit der Dampf besser in das Holz eindringen und nicht entweichen kann. Das Ergebnis war das Gleiche - das Holz wollte sich kaum biegen lassen.
So habe ich als Letztes die Temperatur des Biegeeisens in Stufen erhöht. Bei einer Oberflächentemperatur des Biegeeisens von 200 Grad hat sich das Holz dann immer noch wiederwillig endlich biegen lassen.
Die exakte Form der Zarge habe ich zum Schluss mit Zwingen erreicht.
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Re: Yamans Resonator
Die beiden gebogenen Zargen ruhen sich jetzt in der Form aus.
Die Decke aus Ovankol war völlig verzogen, wie ein liegendes S. Um das Holz trotzdem verwenden zu können, habe ich es in 10 schmale Streifen aufgetrennt und dann wieder verleimt. Jetzt ist es eben und die Reparatur nicht zu sehen.
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- ugrosche
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Re: Yamans Resonator
Das ist ja extrem sauber geworden, Respekt!
Hattest Du die Schnittstellen alle einzeln gefügt?
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Re: Yamans Resonator
Wow, das glaub ich. Ich verstehe nur nicht ganz, wie das geholfen hat die Decke wieder flach zu kriegen? Hast du die einzelnen Streifen dann begradigt vor dem verleimen?
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Re: Yamans Resonator
Nein. Die Decke hatte in Querrichtung betrachtet die Form eines liegenden S, in Längsrichtung war sie gerade. Ich habe die Streifenbreite in Längsrichtung so gewählt, das der jeweilige Streifen quer annähernd flach war.
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Saitenhalter
Die üblichen Saitenhalter für Resonatorgitarren aus Blech gefallen mir gar nicht. Deshalb habe ich einen Saitenhalter als Sandwichkonstruktion aus Holz gebaut.
Material war Holz von den Reststücken des Bodens und der Decke. Der untere Teil ist aus drei Schichten Ahorn, der obere aus Ovankol. Damit der Saitenhalter auch Stabilität hat und den Saitenzug aushält, besitzt er in der Mitte ein Aluminiumblech mit Winkel.
Der Fleck oben ist ein Fräsfehler
, sieht man aber sowieso nicht. Der Saitenhalter wird dann später mit einer Schraube im Endblock verankert.
Der Alu-Winkel im Holz:
Der Deckel aufgeleimt:
So sieht es dann von unten aus:
Es fehlen nur noch die Löcher für die Saiten und die Befestigungsschraube.
Material war Holz von den Reststücken des Bodens und der Decke. Der untere Teil ist aus drei Schichten Ahorn, der obere aus Ovankol. Damit der Saitenhalter auch Stabilität hat und den Saitenzug aushält, besitzt er in der Mitte ein Aluminiumblech mit Winkel.
Der Fleck oben ist ein Fräsfehler
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- Poldi
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Re: Yamans Resonator
Weder noch, ich habe es aus einem größeren Teil herausgesägt, dass schon einen Winkel hatte.
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Re: Yamans Resonator
Heute habe ich die Löcher für die Saiten ergänzt.
Zuerst die Löcher gebohrt. Die Holzdübel sollen verhindern, dass die Löcher im Aluwinkel zu sehr ausfransen. Dann mit einem Fräser die Löcher im Holz erweitert. Warum das? Damit ich kleine Edelstahl-Röhrchen einkleben konnte.
Zuerst die Löcher gebohrt. Die Holzdübel sollen verhindern, dass die Löcher im Aluwinkel zu sehr ausfransen. Dann mit einem Fräser die Löcher im Holz erweitert. Warum das? Damit ich kleine Edelstahl-Röhrchen einkleben konnte.
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Re: Yamans Resonator
Super schön, das Tailpiece! Wenn Du es im Endklotz lagerst, dann kannst Du Dir überlegen, ob Du es in der Höhe variabel machen magst, dann kannst Du den "Break-Angel", also den Druck auf den Resonator beim Setup richtig wählen und bist damit freier was die Einstellmoglichkeiten angeht. Vielleicht war das aber auch schon Dein Plan...
LG
Val
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Re: Yamans Resonator
Ja, das hatte ich vor, weil ich bisher keinerlei Erfahrungen mit Resonator-Gitarren habe.
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