Japansäge retten?

von Hobeln, Sägen und Feilen bis zu Spezialhandwerkzeugen

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Japansäge retten?

#1

Beitrag von Titan-Jan » 26.02.2026, 10:18

Hallo Freunde,

leider habe ich meine wirklich schöne Japansäge von feinewerkzeuge neulich geschrottet (siehe Riss im Sägeblatt):
DSC_2322.JPG
Hab wahrscheinlich doch ein bisschen zu oft mit Kraft geschoben, wobei sich das Sägeblatt dann so gewölbt hat. Dabei habe ich eigentlich zuvor schon jahrelang mit den billigen Lidl-Sägen geübt... :cry:
Naja, hab den Schmerz schon fast verkraftet... kann man aus der Säge noch etwas schönes machen? Kann ich das Sägeblatt zum Beispiel irgendwie an der Stelle vom Riss kürzen? Ist dann zwar nur noch halb so lang aber für manche Anwendungen trotzdem noch brauchbar, denke ich...
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Re: Japansäge retten?

#2

Beitrag von Gerhard » 26.02.2026, 10:28

Ich hab mir sowas gemacht: super zum Bundschlitze nachsägen, wenn ein Binding am Griffbrett ist.
IMG_7238.jpeg
Das restliche Sägeblatt lässt sich zu Ziehklingen verarbeiten.
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Re: Japansäge retten?

#3

Beitrag von Titan-Jan » 02.03.2026, 22:01

Das ist perfekt, du hast Recht!
Aber ganz praktisch gedacht: Wie zersägt man eine Säge?
Also mit was kann ich das machen, ohne das Blatt zu verbiegen oder zu überhitzen? Dremel und Trennscheibe?

Und ist so ein Sägeblatt nicht viel zu dünn für Ziehklingen?
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Re: Japansäge retten?

#4

Beitrag von jhg » 02.03.2026, 23:05

Der Stahl ist federhart - den kann man auch mit einer Blechschere zerschneiden. Ansonsten ein Dremel mit einer Trennscheibe funktioniert auch.

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Re: Japansäge retten?

#5

Beitrag von Gerhard » 02.03.2026, 23:53

Ja, sehr flexibel, aber für kleine Ziehklingen geht das ganz gut!
Ich habs mit der Trennscheibe geschnitten. Was verkokelt ist, kannst du anschließend noch wegfeilen - nicht quer zum Blatt, sondern längs der Kante. Es empfiehlt sich, dem Blatt noch einen Rücken zu gönnen, damit es beim sägen etwas steifer ist.

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