Was liegt gerade auf eurer Werkbank
- jonneck
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Um es gleich zu sagen: Alle Puristen und Liebhaber von hochwertigen Streichinstrumenten mögen jetzt wegschauen......
Aus meinem Freundeskreis hat mich ein Cello gefunden, welches mir mit der Aussage "mach mal, kaputter kann es nicht werden" übergeben wurde....
Wir haben neben einer eher zweifelhaften Instrumentenqualität einen Trümmerbruch in der Zarge und ein loses Griffbrett. Der Trümmerbruch wurde mit einem Aufkleber fixiert - was jetzt mal nicht so verkehrt ist.
Die Pattex-Party darunter.... nun ja....
Ich habe dann quick and dirty ein Pflaster gebogen und den Hals wieder verleimt. Wobei hier auch die im Gegensatz zum Gitarrenbau interessante Erfahrung zu machen war, dass nicht der Hals das Griffbrett hält, sondern es hier eher umgekehrt ist.
Damit das hier auch keine lange Story wird, folgen jetzt nur noch ein Haufen Bilder....
Aus meinem Freundeskreis hat mich ein Cello gefunden, welches mir mit der Aussage "mach mal, kaputter kann es nicht werden" übergeben wurde....
Wir haben neben einer eher zweifelhaften Instrumentenqualität einen Trümmerbruch in der Zarge und ein loses Griffbrett. Der Trümmerbruch wurde mit einem Aufkleber fixiert - was jetzt mal nicht so verkehrt ist.
Die Pattex-Party darunter.... nun ja....
Ich habe dann quick and dirty ein Pflaster gebogen und den Hals wieder verleimt. Wobei hier auch die im Gegensatz zum Gitarrenbau interessante Erfahrung zu machen war, dass nicht der Hals das Griffbrett hält, sondern es hier eher umgekehrt ist.
Damit das hier auch keine lange Story wird, folgen jetzt nur noch ein Haufen Bilder....
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Gruß
Frank
Handwerk ist Pfusch, aber gut gemachter Pfusch gereicht zur Ehre...…
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- Poldi
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Auf meiner Werkbank liegt gerade meine Takamine, die ich immer auf dem Campingplatz spiele.
Im laufe der Jahre wurde die Saitenlage immer höher, zum Schluss etwas über 3,5mm am 20. Bund. Also unspielbar...
Ich habe mir erst einen Bridge-Doctor gebaut und installiert, brachte aber keine Besserung. Die Stegeinlage war auch schon bis unters Minimum abgeschliffen. Also kurzerhand die Bridge um 3mm abgehobelt, geschliffen und die Stegeinlage dementsprechend gekürzt. So ist wieder schön, knappe 1,2mm Saitenabstand zum Bund am 20. Bund.
Im laufe der Jahre wurde die Saitenlage immer höher, zum Schluss etwas über 3,5mm am 20. Bund. Also unspielbar...
Ich habe mir erst einen Bridge-Doctor gebaut und installiert, brachte aber keine Besserung. Die Stegeinlage war auch schon bis unters Minimum abgeschliffen. Also kurzerhand die Bridge um 3mm abgehobelt, geschliffen und die Stegeinlage dementsprechend gekürzt. So ist wieder schön, knappe 1,2mm Saitenabstand zum Bund am 20. Bund.
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Keine Ahnung Bea. Die Leisten sind alle fest.
Ich denke mal, das die Gitarre klimatisch vergewaltigt wird. Sie steht in einem gut ausgebauten Vorzelt. Jetzt z.B. würde sie dort bei 0 Grad stehen, wenn wir am WE da sind dann wird der Raum auf über 20 Grad aufgeheizt. Nach dem WE fängt sie wieder an zu frieren.
Allerdings ist sonst alles i.O., keine Risse oder ähnliches.
PS: Der Fernseher ist nicht mehr so verschmiert
Ich denke mal, das die Gitarre klimatisch vergewaltigt wird. Sie steht in einem gut ausgebauten Vorzelt. Jetzt z.B. würde sie dort bei 0 Grad stehen, wenn wir am WE da sind dann wird der Raum auf über 20 Grad aufgeheizt. Nach dem WE fängt sie wieder an zu frieren.
Allerdings ist sonst alles i.O., keine Risse oder ähnliches.
PS: Der Fernseher ist nicht mehr so verschmiert
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- MusikMaxx
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Servus,
Ich hab grade eine ibanez zur neubundierung drauf. Da ein binding am griffbrett ist, wollte ich die Bünde komplett auf Länge zuschneiden und abgerundet einpressen.
Ich kann mich erinnern hier mal ein Jig gesehen zu haben mit dem man die Bünde gut einzeln bearbeiten kann. Weiss aber nicht mehr wo...
Kann mir jemand helfen bitte?
Danke
Ich hab grade eine ibanez zur neubundierung drauf. Da ein binding am griffbrett ist, wollte ich die Bünde komplett auf Länge zuschneiden und abgerundet einpressen.
Ich kann mich erinnern hier mal ein Jig gesehen zu haben mit dem man die Bünde gut einzeln bearbeiten kann. Weiss aber nicht mehr wo...
Kann mir jemand helfen bitte?
Danke
Viele Grüsse
Martin
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- thoto
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Ist schon etwas her und war bereits erfolgreich im Gebrauch: ich habe mir aus Linearführungen und einer alten Schreibtischplatte endlich eine Vorrichtung gebaut, um größere Werkstücke Planfräsen zu können. Ich kann mein Oberfräse einspannen und schon geht's los.
Macht vielmehr Spaß, als das alte Vorgehen mit dem ich jedesmal eine halbe Stunde nach passenden Brettern für einen Rahmen gesucht habe und dann hat doch wieder irgendwas nicht so hingehauen wie erwartet...
Damit ist jetzt Schluss!
Macht vielmehr Spaß, als das alte Vorgehen mit dem ich jedesmal eine halbe Stunde nach passenden Brettern für einen Rahmen gesucht habe und dann hat doch wieder irgendwas nicht so hingehauen wie erwartet...
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Jonas
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Das liegt gerade auf der Werkbank und ich zerbreche mir den Kopf wegen der Farbe. Zuerst habe ich die Decke mit Gerbsäure und Eisen-Dingenskirchen (Stahlwolle in Essig) schwarz gefärbt/oxidieren lassen und anschließend mit ein paar Beizüberresten von vorherigen Projekten alles irgendwie braun gemacht.
Jetzt überlege ich, ob ich die Oberfläche weiter versiegeln soll (Truoil und wipe on poly) um dann an ein paar Stellen absichtlich durchzuschleifen und dann hier mit türkiser Tinte zu beizen (das hatte ich mal "aus Versehen" vor Jahren bei einem Hokzgestell gemacht und fand ich immer cool). Das sollte dann so ein bisschen wie Kupferpatina vom Effekt werden, aber das kann ja auch schnell shice aussehen....
Oder ich lasse die Farbe so und nehme dann helles Ahorn als Kontrast für Schlagbrett und Knöpfe.
So oder so, war ein interessanter Bau, meine Interpretation einer Teuffel Tesla, nur etwas traditioneller v.a. kein durchgehender Hals, denn das war im Prinzip eine reine Restverwertung.
Jetzt überlege ich, ob ich die Oberfläche weiter versiegeln soll (Truoil und wipe on poly) um dann an ein paar Stellen absichtlich durchzuschleifen und dann hier mit türkiser Tinte zu beizen (das hatte ich mal "aus Versehen" vor Jahren bei einem Hokzgestell gemacht und fand ich immer cool). Das sollte dann so ein bisschen wie Kupferpatina vom Effekt werden, aber das kann ja auch schnell shice aussehen....
Oder ich lasse die Farbe so und nehme dann helles Ahorn als Kontrast für Schlagbrett und Knöpfe.
So oder so, war ein interessanter Bau, meine Interpretation einer Teuffel Tesla, nur etwas traditioneller v.a. kein durchgehender Hals, denn das war im Prinzip eine reine Restverwertung.
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- kehrdesign
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Freut mich, dass sich mal jemand wieder an etwas anderem als dem Strat-/Paula-Einerlei vergreift; eine Gelegenheit, sich vorzüglich streiten zu können.
Die Body-Kontur macht gegenüber der Tesla einen aggressiveren Eindruck.
Farbe? Geschmackssache; ich würde es schlicht/einfarbig, ggf. auch farblos lassen. Die dunkle Decke spricht mich nicht an.
Die Body-Kontur macht gegenüber der Tesla einen aggressiveren Eindruck.
Farbe? Geschmackssache; ich würde es schlicht/einfarbig, ggf. auch farblos lassen. Die dunkle Decke spricht mich nicht an.
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Jonas
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Gegen Strat und Paula ist ja nie etwas einzuwenden, finde ich
Bei den letzten Gitarren wollte ich aber einfach mal Dinge tun, die ich noch nie gemacht habe und auch in Richtung eigene Formen gehen.
Sowas hier:
Die Tesla verläuft im oberen Teil länger und setzt auch schon am 7. Bund an. Bei meinem Ding erst am 9. (brauchte den zusätzlichen Platz hinter der Brücke), dadurch wirkt es etwas gedrungener oder vllt. auch "aggressiver".
Die rückseitige Kontur ist bei der Tesla im Halsübergangsbereich wesentlich größer, ich habe das nur soweit gemacht, bis es sich gut greifen ließ am Hals für mich.
Die Bauchmulde, da ist es etwas mit mir durchgegangen, hätte ich auch kleiner machen können, aber es ist sehr bequem und stören tut es mich nicht.
Wenn die Decke erstmal poliert ist, dann wirkt ja auch ein ödes braun nicht mehr so schlimm. Dann noch ein Schlagbrett und Knöppe aus hellem Ahorn, das gibt dann schon ein schönes Bild in meinen Augen ab.
Die Decke finde ich sehr interessant, weil sie in natur schon quasi "blotchy" war und eben nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, genauso, wie die Form der Gitarre. Dasselbe beim Hals, eine Hälfte stark gemasert, die andere nicht, mir gefällt der Gegensatz hier ganz gut.
Aufgrund der Form des Oberbugs und der kleinen sichtbaren Ahornspitze auf der Rückseite beim Halsansatz fand ich den Namen "Kissaki" ganz passend für das Ding.
Sowas hier:
Die Tesla verläuft im oberen Teil länger und setzt auch schon am 7. Bund an. Bei meinem Ding erst am 9. (brauchte den zusätzlichen Platz hinter der Brücke), dadurch wirkt es etwas gedrungener oder vllt. auch "aggressiver".
Die rückseitige Kontur ist bei der Tesla im Halsübergangsbereich wesentlich größer, ich habe das nur soweit gemacht, bis es sich gut greifen ließ am Hals für mich.
Die Bauchmulde, da ist es etwas mit mir durchgegangen, hätte ich auch kleiner machen können, aber es ist sehr bequem und stören tut es mich nicht.
Wenn die Decke erstmal poliert ist, dann wirkt ja auch ein ödes braun nicht mehr so schlimm. Dann noch ein Schlagbrett und Knöppe aus hellem Ahorn, das gibt dann schon ein schönes Bild in meinen Augen ab.
Die Decke finde ich sehr interessant, weil sie in natur schon quasi "blotchy" war und eben nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, genauso, wie die Form der Gitarre. Dasselbe beim Hals, eine Hälfte stark gemasert, die andere nicht, mir gefällt der Gegensatz hier ganz gut.
Aufgrund der Form des Oberbugs und der kleinen sichtbaren Ahornspitze auf der Rückseite beim Halsansatz fand ich den Namen "Kissaki" ganz passend für das Ding.
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- jhg
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Die letzten Wochen lief mein Drucker in Dauerschleife. Meine Frau häkelt ziemlich viel und dementsprechend gibt es ein paar Wollknäuel, die verstaut werden müssen. Im Billyregal funktioniert das nur so semi-gut. Also musste eine gute Lösung her. Ich hab mal ein bisschen gezeichnet und ein schönes Wabenmuster angelegt. Die Teile sind 3x4 Waben groß und die hab ich dann mit ein paar Laschen auf ein Brett geschraubt. Jetzt ist das alles schön ordentlich - so mag es die liebste aller meiner Ehefrauen
Insgesamt waren das 20 Teile, Druckzeit 7h, 300g Filament - macht dann insgesamt 240 Waben für Wolle. Sollte wohl reichen ....
Insgesamt waren das 20 Teile, Druckzeit 7h, 300g Filament - macht dann insgesamt 240 Waben für Wolle. Sollte wohl reichen ....
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- Poldi
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
Sehr schön. Erinnert mich ein bisschen an Dali-Dali (ich werde alt
)
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Re: Was liegt gerade auf eurer Werkbank
An Dalli Dalli hab ich tatsächlich gar nicht gedacht, obwohl ja auch mit Hans Rosenthal sozialisiert worden bin
Das Wabenmuster ist einfach die effektivste Aufteilung mit möglichst wenig Material möglichst großen Stauraum zu realisieren. Hatte kurz überlegt, ob HT Rohre sinnvoll gewesen wären. Aber da hätte man jede Menge Lücken gehabt und außerdem ist grau jetzt auch nicht ganz so hübsch.
Das Wabenmuster ist einfach die effektivste Aufteilung mit möglichst wenig Material möglichst großen Stauraum zu realisieren. Hatte kurz überlegt, ob HT Rohre sinnvoll gewesen wären. Aber da hätte man jede Menge Lücken gehabt und außerdem ist grau jetzt auch nicht ganz so hübsch.
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