3D Druck im Pickupbau

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thonk
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3D Druck im Pickupbau

#1

Beitrag von thonk » 10.01.2025, 22:58

Hallo zusammen,
mich würde interessieren, ob hier schon mal jemand einen 3D Drucker speziell für Bobbins im Pickupbau verwendet hat und Willens ist, seine Erfahrungen damit hier zu teilen?
Ich weiß, es gibt eigentlich wenig Notwendigkeit, einen Pfennigsartikel neu zu erfinden, mir würde es dennoch gefallen, gestalterische Möglichkeiten an diesen Punkt etwas auszuweiten.

Ich frage mich unter anderem, ob PLA als Filament langfristig betrachtet, die richtige Wahl wäre. Erträgt es die Hitze beim Wachsen? Ist es Irrsinn, Extremszenarien, wie Auto im Sommer in der prallen Sonne geparkt, in Betracht zu ziehen?
Ist die Oberflächengüte mittlerweile ausreichend oder muss in jedem Fall nachgearbeitet werden, weil sonst der Drahtriss beim wickeln unvermeidlich wird…
Solche Sachen halt…
Oder Erfahrungen mit verschiedenen Druckern: Resin vs FDM
Was benutzt ihr? Warum? Vor- und Nachteile?
Ich stehe noch recht am Anfang..

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#2

Beitrag von wasduwolle » 11.01.2025, 06:52

Hi, ich hab mir vor Jahren Pickup Ringe gedruckt, aus ABS, die sind inzwischen gerissen. Ich würde ASA nehmen, für Bobbins, ist einfach noch beständiger.
Ich hab einen Twotrees Sapphire Pro und grade neu einen Qidi x-max 3, bisher hab ich nur PLA mit beiden gedruckt, PP steht jetzt an
Viele Grüße
Wolle

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#3

Beitrag von dieratec » 11.01.2025, 12:02

Ich habe einen Snapmaker J1 und drucke überwiegend technische Bauteile.

ASA und ABS Filament lässt sich gut drucken, wenn ein geschlossener Bauraum vorhanden ist.
Die Stabilität ist aber abhängig von der Materialstärke. Unter 1,5mm ist das Material noch recht flexibel. Je nachdem in welche Richtung die Belastung kommt, können sich die Layer auch bei dünnen Materialstäken ablösen. Die Maßhaltigkeit ist auch ist auch nicht so gut. Es kann schon zu 0,1-0,2mm Abweichungen kommen.

PLA lässt sich zwar gut Drucken ist aber nicht UV beständig.

Das Filament das ich für Bobbins nehmen würde ist PETG oder HiPS.

PETG hat eine gute Festigkeit auch bei dünnen Materialstärken und ist auch UV beständig.
PETG gibt es auch mit Beimengungen wie z. B. Karbon oder Fiber und andere Materialien um das Bauteil mechanisch noch zu festigen.

HiPS ist eigentlich ein Supportmaterial für ASA und ABS Drucke. Aber da sich das Material so gut verarbeiten lässt, auch sehr Hart ist und auch eine schöne Oberflächenqualität hat, ist das mein Material für viele technische Bauteile geworden. Spannhilfen für Dreh- und Frästeile oder auch für Frässchablonen für die Oberfräse oder auch Bauteile für meine Helferlein im Gitarrenbau.
Es lässt sich auch gut mechanisch gut nachbearbeiten und kann auch poliert werden.
Schon bei einer Innenfüllung von 50% ist das Material bei größeren Bauteilen extrem Stabil. Das verkürzt auch die Druckzeit.

Sollte ich Bobbins drucken wollen, würde ich mich wahrscheinlich doch für PETG entscheiden, da hier die erforderlichen Drucktemperaturen deutlich niedriger liegen und auch eine ausreichende Festigkeit vorhanden ist. Auch lässt sich das Material mit einem offenen Bauraum gut drucken.

Ich bestelle mein Filament bei 3DJake. Da gibt es auch Infos zum Material und Druck und auch Datenblätter um sich die techn. Eigenschaften mal anzuschauen.
Gruß Rainer

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#4

Beitrag von thonk » 12.01.2025, 13:50

Danke für eure Berichte.
Auf der Suche nach einem Drucker für den Einstieg könnte man im Netz ja (übertrieben gesagt) den Eindruck bekommen, dass es nur BambuLab oder Prusa gibt.
So war ich wegen der kleinen Bauform und der positiven Kritiken schon fast beim BambuLab A1 Mini gelandet. Meine Werkstatt ist halt echt klein und schon recht vollgepackt. Dann wäre aber die Filamentauswahl extrem eingeschränkt, wenn ich es richtig verstanden habe, weil er zum einen offen gebaut ist und von den Temperaturen auch eingeschränkt ist. PETG würde aber gehen. ABS und ASA nicht.
Oder lieber etwas mehr in die Hand nehmen und einen geschlossenen Drucker kaufen.
Ich kann es noch nicht beantworten, für so ein bisschen Spielerei, lohnt es sich sicher nicht, wenn ich zukünftig mehr damit machen könnte/wollte schon eher.

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#5

Beitrag von dieratec » 12.01.2025, 15:13

Bevor ich mir einen 3D-Drucker gekauft habe, habe ich mir erst einmal ein paar Modelle drucken lassen.
So konnte ich sehen wie gut überhaupt das Ergebnis von einem 3D-Druck ist und ob das für meine Ansprüche ausreichend ist.

Im zweiten Schritt habe ich mir die Frage gestellt, wie aufwendig meine Bauteile werden.
Macht es Sinn einen 3D-Drucker zu kaufen mit einem Hotend oder einen Index - Drucker mit zwei Hotend.
Der Vorteil bei einem Index Drucker ist, dass ich mit einem Supportmaterial das Modell stützen kann.

Stützen generieren kann man auch bei einem Drucker mit einem Hotend, aber diese Stützen lassen sich nur schwer und auch nicht sauber von dem Modell trennen, da es sich ja um das gleiche Material handelt und eine größere Bindung eingeht.

Da die Wahl auf einen Indexdrucker gefallen war, kamen nicht all zu viele Drucker in Frage.
Dadurch, dass ich viel mit ABS und ASA drucken wollte, habe ich mich dann auch für einen geschlossenen Bauraum entschieden.

Möchte ich nur einfache Modelle drucken reicht eine einfacher Drucker mit offenen Bauraum vollkommen aus.
Evtl. kann man sich selber noch eine geschlossenen Bauraum für den Drucker basteln.

Außer BambuLab oder Prusa gibt es ja noch weitere Drucker für den Einstig.
Schau dich mal hier bei mpox um. Da sind viele Drucker getestet worden.
https://www.youtube.com/@mpoxDE/search

Wenn du mir eine STL Datei von deinem Modell zusendest, kann ich gerne mal das Modell aus verschiedenen Materialien drucken.
Gruß Rainer

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#6

Beitrag von thonk » 13.01.2025, 21:09

Vielen Dank Mal wieder.
Der channel von mpox gefällt mir; gibt viel her.
Ich habe jetzt hier in meiner Region 1-2 Anbieter gefunden, wo ich was drucken lassen könnte.
Würde aber vielleicht auch gerne auf dein Angebot zurück kommen, wenn es soweit ist

Mit dem ganzen Thema kommt einen ja auch gratis das dritte D ins Haus. Die passenden Modelle programmieren sich ja auch nicht von alleine. Bislang habe ich für meine kleine Fräse nur in 2D gezeichnet. Das war für alles bislang absolut ausreichend.
Habe mir dann Fusion 360 für Privatanwender runtergeladen. Das ist ja bestimmt eine hervorragende Software, aber eben um das erstellen pragmatischer Funktionen beschnitten, auf die ich nicht verzichten wollte.
Mir Freecad 1.0 gibt es aber in meinen Augen eine für meine eher niederschwelligen Anforderungen hervorragend geeignete Open Source Software.

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#7

Beitrag von dieratec » 13.01.2025, 22:06

@thonk
Ich habe auch beide Programme, aber mit Fusion 360 Privat kann Freecad nicht mithalten.
Ich finde Freecad auch sehr unübersichtlich und umständlich in der Handhabung und Bedienung.
Auch mit Fusion 360 Privat hat man schon so viele Möglichkeiten, die ausreichend sind um komplexe Bauteile zu zeichnen.
Eine Alternative ist auch Solid Edge Community Edition. Die kann man sich auch frei herunter laden.
Einfach mal bei YT zu den Programmen ein paar Videos anschauen.
Gruß Rainer

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#8

Beitrag von jhg » 13.01.2025, 23:13

Ich mache meine 3D Geschichten in Solid Edge - wie Rainer schon erwähnte, in der Community Edition auch kostenlos.
Man muss sich in das 3D Thema halt ordentlich einarbeiten. Am Anfang ist das eine steile Lernkurve. Vor allem wenn es um kompliziertere Wölbungen geht. Einfache Teile gehen da erheblich schneller.

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#9

Beitrag von dieratec » 14.01.2025, 12:49

Ich hatte auch Solid Edge, aber die Nutzungsdauer ist nur auf 2 Jahre beschränkt. War bei mir jedenfalls so. Danach konnte ich das Programm nicht mehr starten.

Ich bleibe bei Fusion 360.
Fusion bietet auch Möglichkeiten die ich bei anderen Programmen nicht habe.
Zum Beispiel kann ich da Bilder einfügen. Das nutze ich gerne für mein Jig um den Halsradius zu fräsen.
Um die Formschablonen anzufertigen lade ich mir ein Halsprofil als Bild, kalibrier mir das auf die richtige Größe und zeichne das nach.
Wenn ich dann den Körper habe, drucke ich mir den aus.

Auch bietet mir Fusion eine Schnittanalyse zu erstellen. Damit kann ich einen Körper auftrennen und weiter zeichnen. So kann ich z. B. in einem Körper noch Kanäle für die Schmierung erstellen.

Kompliziertere Wölbungen finde ich, gehen in Fusion auch leichter. Mit Ebene entlang Pfad und Sweeping kann man da schnell sowas erstellen. Auch der Bereich Fläche bietet da einiges an Möglichkeiten.

Aber ja, man muss sich in jedes Programm erst einmal einarbeiten. Hilfreich sind da die Schulungsprogramme auf YT, die mir schon oft weiter geholfen haben.
Gruß Rainer

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#10

Beitrag von thonk » 23.12.2025, 13:10

Hier im Forum geht es an anderer Stelle ja auch gerade um 3D Druck(er).
Da krame ich das hier nochmal raus, eine der vielen Baustellen, die ich nicht zu Ende gebracht habe, eigentlich noch nicht mal richtig gestartet habe.
Einen Bobbin, auf dem ich die Spule gerne splitten würde, käme mir da als mögliche Variante in den Sinn. Das hätte eine feine Struktur von 0,5mm.
Ist das mit 3D Druck darstellbar?
FDM oder Resin?
sowas z.B.
SPLITBOBBIN.png
Ich hadere ja auch teilweise mit der Beständigkeit der Materialien. Ich habe hier ein paar 3D Druckteile, ich nehme an PLA (Gravitrax für die Kinder und Akkuhalterungen in der Werkstatt, u.a.) da hat sich so ein weiß-gräulicher Film drauf gebildet, die Teile haben sich verfärbt, und 2-3 haben sich etwas verzogen. Mag sein das die warm/nass geworden sind, weiß nicht.

Ich wollte bei dem Thema eigentlich kein riesen Fass aufmachen, weswegen mir der A1 mini sehr sympathisch erschien; aber da ist die Materialauswhl nicht so riesig.
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Re: 3D Druck im Pickupbau

#11

Beitrag von Titan-Jan » 23.12.2025, 15:31

Also mit Indoor-Sachen hab ich bisher noch keine schlechten Erfahrungen mit PLA gemacht (Verfärbung oder Verzug). Habe bisher auch nur relativ aktuelles Bambulab Filament auf meinem A1 gedruckt.

Jetzt ganz neu hab ich mir mal zwei Rollen "PLA tough" gekauft, bin gespannt, wie das ist, kann ich noch nichts zu sagen. Bisher war auch das normale PLA schon deutlich stabiler, als ich erwartet hätte.
Ich wüsste nicht, was dagegen spräche, solche Bobbins aus PLA zu drucken.

Resin taugt meiner Erfahrung nach nur für Urmodelle für Silikon-Vakuum-Guss. Die Teile haben nämlich eine super Oberfläche aber sind sehr spröde und auch UV-empfindlich - also meiner bescheidenen Meinung nach eher nicht geeignet für "Teile zum Anfassen".
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Re: 3D Druck im Pickupbau

#12

Beitrag von dieratec » 23.12.2025, 15:32

Mit deinem A1 kannst du alle Filamente drucken, die keinen geschlossenen Bauraum und mehr als 80°C Betttemperatur benötigen.
PETG ist beständiger als PLA und für dein Vorhaben besser geeignet.
Allerdings wirst du das Bauteil nicht auf deinem A1 drucken können. Da muss mit einem Stützfilament gearbeitet werden. Auch ist eine Düsengröße von 0,2mm zu empfehlen, da die Anzahl der Layer bei 0,5mm Wandstärke größer ist.
Eine 0,2mm Düse gibt es bei 3DJake für den A1 für ca. 16 Euro zu kaufen.

Ich würde das Bauteil in 3 Teile aufteilen, die dann später durch die Magnete fixiert werden.
So könnte das mit deinem A1 funktionieren.
Gruß Rainer

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#13

Beitrag von kehrdesign » 23.12.2025, 16:15

Ich möchte an dieser Stelle mal ob der Entwicklung im 3D-Druck an den Thread von 2013/2014 erinnern:
https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic.php?t=4043

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#14

Beitrag von jhg » 23.12.2025, 16:42

Ich bin ja ganz neu in dem 3D Druckergame. Aber ich hab ein paar Sachen gedruckt und bin sehr begeistert davon, was da aktuell möglich ist. Vor 2/3 Jahren hatte ich mal ein paar Versuche mit einem Bresser Drucker gemacht, die waren mehr als enttäuschend. Jetzt mit dem Bambulab ist das alles kein Problem. Auch beständige Kunststoffe wie ABS laufen da einwandfrei.
Bei dem Bobbin braucht man auf jeden Fall Stützstrukturen. Die hinterlassen natürlich keine ganz glatten Oberflächen. Evtl. könnte man das mal mit speziellen Filamenten für Stützstrukturen ausprobieren. Da gibt es ja wasserlösliche PVA Filamente - die wären sicherlich eine gute Lösung zum ausprobieren. Sind leider nicht ganz billig.

Das ist mal ein Teststück gewesen aus PLA mit 0,16mm Schichtdicke:
20251223_164344.jpg
20251223_164837.jpg
PS: Du kannst mir die Datei ja mal schicken und ich mach mal einen Druckversuch!
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Re: 3D Druck im Pickupbau

#15

Beitrag von kehrdesign » 23.12.2025, 17:39

thonk hat geschrieben: 10.01.2025, 22:58 ... Erfahrungen mit verschiedenen Druckern: Resin vs FDM
Was benutzt ihr? Warum? Vor- und Nachteile?
Ich stehe noch recht am Anfang..
Dann möchte ich mal das Kunststoff-Sinter-Verfahren (Pulvertechnologie) in den Raum stellen, welches völlig ohne Stützstrukturen auskommt, auch bei Bobins. Dieses Verfahren bedarf allerdings Hardware deutlich jenseits des 3-stelligen EUR-Preises.
Dennoch sind die Kosten für 3D-Drucke beim Dienstleister vergleichsweise günstig. Mit Polyamid als Material lässt sich auch eine ordentliche Festigkeit erzielen, selbst das Kerbzahnprofil von Knöpfen passend zu Poti-Riffelachsen hält sicher stand. Bei meinen ersten vor gut 10 Jahren auf diese Weise hergestellten Teilen ließ allerdings die Oberflächenbeschaffenheit zu wünschen übrig. Die minimal mögliche Wandstärke lag bei 0,7 mm. Wie der heutige Stand ist, weiß ich nicht, da ich seither keine 3D-gedruckte Teile mehr benötigt habe.
Durch dieses Verfahren wird jedenfalls der sinnvolle Anwendungsbereich von 3D-Druck gegenüber den üblichen Extrusionsdruckern merklich erweitert.

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Re: 3D Druck im Pickupbau

#16

Beitrag von Titan-Jan » 23.12.2025, 18:49

Genau, SLS oder MJF (mag ich noch mehr) ist inzwischen richtig hammermäßig und sogar sehr bezahlbar. Sogar Schnapphaken und ähnliche Elemente lassen sich damit aus einem technisch hochwertigen Kunststoff wie PA12 drucken und lässt eigentlich keine Wünsche offen.
Mein favorisierter Dienstleister schon seit einigen Jahren ist https://3faktur.com/
Mit Mehrwertsteuer und Versand kommen aber natürlich trotzdem immer einige Euros zusammen. Selber drucken ist da schon cool und seit Bambulab sind selbst Stützstrukturen (mit PLA) nicht mehr so dramatisch, finde ich. Das geht immer ziemlich unsichtbar weg und ich hab schon die verrücktesten Sachen gedruckt.
Es stimmt, es gibt beispielsweise wasserlösliches PVA aber das kostet echt viel Filament durch den Filamentwechsel in jeder einzelnen Schicht (außer man hat einen Dual Extruder) und lohnt sich meiner Meinung nach kaum.
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