CNC Maschinensteuerung

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Re: CNC Maschinensteuerung

#26

Beitrag von Rallinger » 08.07.2020, 11:37

Titan-Jan hat geschrieben:
08.07.2020, 11:22
Es gibt nur eine Sache (und die ist aber erheblich!), die mich an Estlcam stört: Es gibt keine Möglichkeit, das Umkehrspiel jeder Achse einzulernen. Soweit ich weiß, können das die meisten anderen Programme und ich fände es eigentlich eine sehr wichtige Funktion.
Danke dir, das ist ein Aspekt den ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich werde zwar Kugelgewindespindeln anbauen. Von daher hoffe ich dass sich das Umkehrspiel in engen Grenzen halten wird. Aber wissen tu ich es natürlich nicht.

Tja, alles nicht so einfach. Estlcam fände ich halt auch wegen der CAM-Funktionen ziemlich gut. Das scheint mir alles ein wenig einfacher zu sein als in Fusion360.

Zum Glück muss ich mich jetzt noch nicht entscheiden ... 8)

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Re: CNC Maschinensteuerung

#27

Beitrag von maxinferno » 11.07.2020, 11:53

[/quote]
Hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, seh ich mir an. Danke! Hast du dieses System im Einsatz?
[/quote]
Ja, habs seit einigen JAhren im Einsatz und bin immer noch sehr zufrieden. Ist auch intuitiver/einfacher als dieses Mach 3/4 zu bedienen.
Ich hab den http://www.cncdrive.com/UC300ETH.html Lan Controller im Einsatz. Ausfälle hatte ich noch nie.
Max

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Re: CNC Maschinensteuerung

#28

Beitrag von Rallinger » 12.07.2020, 08:27

maxinferno hat geschrieben:
11.07.2020, 11:53
Hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, seh ich mir an. Danke! Hast du dieses System im Einsatz?
Ja, habs seit einigen JAhren im Einsatz und bin immer noch sehr zufrieden. Ist auch intuitiver/einfacher als dieses Mach 3/4 zu bedienen. Ich hab den http://www.cncdrive.com/UC300ETH.html Lan Controller im Einsatz. Ausfälle hatte ich noch nie.
Inzwischen hab ich mir das mal ein wenig näher angesehen. Die Hardware ist nicht uninteressant. Für die Software spricht dass man damit auch mehr als drei Achsen steuern kann. Das habe ich zwar aktuell nicht vor, aber wer weiß schon welcher Mist mir in Zukunft nicht einfällt. (whistle)

So vom Eindruck her ist die Konfiguration aber auch nicht unkomplizierter als bei LinuxCNC. Im Grunde ist das der Punkt, der mir am meisten Stirnfalten bereitet. Wenn die Maschine mal läuft wie sie soll, ist die Gewöhnung an die Oberfläche meine kleinste Sorge, egal an welche ...

Bei LinuxCNC gibt's halt wenigstens ein deutschsprachiges Forum (ich kann zwar halbwegs Englisch, aber wenn's ans Eingemachte geht ...). Außerdem hab ich inzwischen erfahren dass mein Netzwerk-Spezi sich nicht nur sehr gut mit Linux auskennt (das hat mich nicht überrascht), sondern auch schon mit LinuxCNC zu tun hatte (das hat mich gefreut zu hören). Wenn alle Stricke reißen hätte ich da also einen extrem kompetenten Mann an der Hand.

Von daher wäre ich im Moment, wenn's denn potenter werden soll als Estlcam, weiterhin bei Open Source aka LinuxCNC. Unter anderem weil ich da guter Hoffnung bin, dass ich mit meinem alten Laptop arbeiten kann, und nicht auch noch einen neuen Rechner besorgen muss (was für eine Windows-basierte Steuerung wohl nötig wäre, die Möhre ist schon mit Windows 7 einfach zu langsam). Aber ich behalte mir deine Lösung im Hinterkopf. Vielen Dank für den Tipp!

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Masso G3 CNC Controller

#29

Beitrag von Rallinger » 19.08.2020, 08:48

Ich bin gestern per Zufall über den CNC Controller "Masso G3" gestolpert. Eine vielleicht etwas exotische All-in-one-Lösung einer australischen Firma. D.h. man benötigt keinen Computer, um die Software laufen zu lassen. Die Software zur Maschinensteuerung ist in dem Controller bereits integriert.
https://www.masso.com.au/

Nicht uninteressant, wie ich finde. Unabhängig davon wie man zu Windows/Mac/Linux steht, ist "kein PC" sicherlich die stabilste und nervenschonendste Variante (wenn die Controller-Software stabil ist, selbstverständlich). Schließlich nimmt man mit dem PC selbst und dessen (LPT/USB/Ethernet/PCI) Verbindung zum Breakoutboard schon mal ziemlich viele potenzielle Fehlerquellen aus dem Spiel.

Zudem muss das "Betriebssystem" des Controllers ja an dem Punkt nicht mehr können, als eine CNC-Maschine zu steuern. Und kann daher extrem schlank sein. Auf der Masso Homepage reden sie von "10 Sekunden Boot-time". Nicht dass das wirklich wichtig wäre, ich kann schon eine Minute warten bis der PC hochgefahren ist. Aber es zeigt WIE schlank das System ist.

Das Board ist zudem passiv gekühlt. Keine Lüfter, d.h. auch weniger potenzielle Probleme mit Staub in der Werkstatt ...

Der Price-Point ist auch nicht uninteressant. 545 Euro für die 4-Achsen Variante ... wenn man rechnet dass man keinen PC braucht eigentlich nicht schlecht. Auch die erhältlichen Erweiterungen (Handsteuerung etc) sind preislich in günstigem Rahmen. Der europäische Importeur sitzt in den Niederlanden: https://hardware-cnc.nl/winkel/masso-cn ... 3/?lang=en

Was denkt ihr dazu? Ich werd mir das auf jeden Fall mal auf die Liste der potenziellen Kandidaten schreiben ...

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Re: CNC Maschinensteuerung

#30

Beitrag von KNGuitars » 19.08.2020, 09:02

ich möcht den pc in meiner werkstatt nicht mehr vermissen, musik hören wenn die cnc läuft oder auch wenn sie nicht läuft, mal schnell im internet was nachschauen, teile raussuchen.
boot zeit ist bei meinem uralt-rechner und linux auch weit unter einer minute.
lg klaus

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Re: CNC Maschinensteuerung

#31

Beitrag von Rallinger » 19.08.2020, 09:41

KNGuitars hat geschrieben:
19.08.2020, 09:02
ich möcht den pc in meiner werkstatt nicht mehr vermissen, musik hören wenn die cnc läuft oder auch wenn sie nicht läuft, mal schnell im internet was nachschauen, teile raussuchen.
boot zeit ist bei meinem uralt-rechner und linux auch weit unter einer minute.
Das ist natürlich Einstellungssache. Für mich ist die Zeit in der Werkstatt ganz bewusst offline Zeit. Ich bin eh zu viel online. Mit Holz arbeiten heißt für mich Kopf abschalten - und das geht am besten ohne Internetverbindung.

Aber zurück zum Masso Controller. Die Zeitersparnis beim Booten ist natürlich das schlechteste Argument - falls es überhaupt eins ist. Aber ich merke bei vielen digitalen Geräten die ich habe, z.B. bei Digitalkameras, dass es ein Vorteil ist wenn eine Software auf die Hardware zugeschnitten ist. Und wenn die Software genau das kann was sie können soll, und nicht einen Furz mehr. Dadurch wird ganz allgemein die Bedienung einfacher, es gibt keine Angriffspunkte für Hacking und Viren und im Allgemeinen - theoretisch - läuft das System dann weit stabiler und flüssiger. Ob das beim Masso auch so ist weiß ich nicht. Es gibt auch schlechte Firmware. Aber das Konzept an sich find ich schon interessant.

Ich bin halt erst gestern wieder an einer CNC mit Windows/Mach3 Steuerung gestanden. Da musste ich z.B. regelmäßig den USB-Stick ziehen und wieder einstecken, weil der PC meine Dateiliste verloren hatte etc. Das sind Kleinigkeiten, die aber nerven und (zumindest bei der Maschine mit der ich gestern gearbeitet habe) ziemlich eindeutig auf Zicken zwischen Betriebssystem/Maschinensteuerung zurückzuführen waren.

Ich denke ein perfektes System gibt es nicht. Aber die Menge an potenziellen Fehlerquellen zu reduzieren ist sicherlich der beste Ansatz, wenn man eine digitale Maschine haben will die einfach nur läuft ...

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Re: CNC Maschinensteuerung

#32

Beitrag von 100WChris » 19.08.2020, 09:57

Sieht interessant aus.
Aber "Please note, the MASSO is not a motor driver." relativiert den Preis wieder etwas…
Der PC neben der Fräse ist ganz praktisch, wenn man noch was im CAM ändern möchte, das Teil aber schon auf der Fräse liegt.
beste Grüße
Chris

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Re: CNC Maschinensteuerung

#33

Beitrag von Rallinger » 19.08.2020, 10:20

100WChris hat geschrieben:
19.08.2020, 09:57
Aber "Please note, the MASSO is not a motor driver." relativiert den Preis wieder etwas…
Ja, klar. Wir reden hier von der Steuerung, nicht vom Antrieb. Relativieren muss es sowieso jeder für sich.

Ich z.B. bin vor 10 Jahren auf den Mac umgestiegen. Was ich noch an PC-Hardware rumliegen habe ist ein Laptop, der schon hart am Ächzen ist wenn er Windows7 laden muss. Bis das Ding gebootet hat, kannst du ganz gemütlich einen Kaffee trinken. Auf diesem Dingens Estlcam laufen zu lassen, und damit die CNC zu steuern ... da hab ich kein gutes Gefühl. Wegen der PC-Hardware, nicht wegen Estlcam. Für Estlcam müsste daher bei mir ein neuer PC her. Kostenpunkt: 300 Euro + Lizenz fürs Betriebssystem 80 Euro + Lizenz für Estlcam/Breakoutboard 100 Euro = 480 Euro.

Mein bisheriger Ansatz war, diesen Laptop mal mit Linux zu füttern und zu sehen wie er sich schlägt. Sollte das laufen dann käme eine Ethernet-Mesakarte infrage (=180 Euro) - das wäre eigentlich die günstigste Variante für meinen Fall.

Aber bei meinem Usecase wäre ich bei Estlcam nicht weit weg vom Masso Controller. Das wäre also schon eine Überlegung wert.
100WChris hat geschrieben:
19.08.2020, 09:57
Der PC neben der Fräse ist ganz praktisch, wenn man noch was im CAM ändern möchte, das Teil aber schon auf der Fräse liegt.
Ein guter Punkt. Aber in meinem Fall ist das egal. Ich arbeite mit Mac/Fusion360. D.h. ich müsste mir einen iMac in die Werkstatt stellen, um mal schnell on-the-fly etwas zu ändern. DAS würde mein Budget mal endgültig sprengen - umso mehr als ich nur eine Treppe hochlaufen muss, um von der Werkstatt zu meinem Arbeitsplatzrechner zu kommen.

Klar, Fusion360 läuft auch auf einem Windows-Rechner. Aber dafür muss der Rechner dann schon ganz schön potent sein. Mit einem Office-Rechner für 300 Euro kommt man da nicht weit ...

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Re: CNC Maschinensteuerung

#34

Beitrag von maxinferno » 22.08.2020, 13:40

Hi Ralf,
gut finde ich an dem Masso, dass du Dir eine Menge Arbeit mit der Verkabelung sparst. Sieht für mich nach einer runden Sache aus.
Nur noch die Endschalter, Spindel und Schrittmotorentreiber anschließen und fertig... :-)

Max

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Re: CNC Maschinensteuerung

#35

Beitrag von Rallinger » 22.08.2020, 13:51

maxinferno hat geschrieben:
22.08.2020, 13:40
gut finde ich an dem Masso, dass du Dir eine Menge Arbeit mit der Verkabelung sparst. Sieht für mich nach einer runden Sache aus.
Nur noch die Endschalter, Spindel und Schrittmotorentreiber anschließen und fertig... :-)
Ja. Monitor und Maus nicht zu vergessen :lol: Wobei das Teil out-of-the-box schon auf Touchscreen-Monitore ausgelegt ist. Auch ein schönes Feature ...

Ich hab mir inzwischen auch ein paar Tutorials angeschaut. Mir scheint auch das Setup der Maschine sehr gut durchdacht und überschaubar. Zudem sieht das ganze Bedienkonzept der Software ganz danach aus, als hätte man sich sehr schnell eingearbeitet.

Was mir nicht so riesig gefällt ist, dass ich für meinen Einsatzbereich (2 Antriebe auf der Y-Achse) ggf die 5-Achs-Version benötigen würde. Man kann zwar natürlich auch beide Schrittmotoren parallel an demselben Ausgang betreiben. Will man das X-Portal aber Software-gesteuert ausrichten lassen benötigt man 5 Achsen, da sich Y nur mit B parallel betreiben lässt, und nicht mit A. Man könnte natürlich auch die Achsen umbenennen (X lässt sich mit A synchronisieren), dann würde die 4er Version reichen. Aber gut, der Preisunterschied zwischen den einzelnen Versionen ist eh nicht soooo riesig. Was wiederum für Masso spricht, denn vielleicht fällt mir ja mal eine vierte Achse ein ...

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LinuxCNC 2.8 // 32bit

#36

Beitrag von Rallinger » 19.09.2020, 13:22

Auf die Gefahr hin dass diese News gar keine ist, oder ich Unsinn verzapfe ...

Ich habe heute versucht, die aktuelle Version von LinuxCNC (2.8 /Debian10, vor einer Woche released) auf meinem (ca 12 Jahre) alten Laptop zu installieren. Ergebnis: die aktuelle Version ist auf PC-Hardware mit 32bit Architektur nicht lauffähig - es braucht eine 64bit Architektur.

Ich werde mich nochmal durch die Download-Server klicken um zu sehen, ob es eventuell eine 32bit Version gibt (was ich nicht glaube). Ich hab auch keine Ahnung, was das für eine bestehende Installation bedeutet. Gut möglich dass das Thema "Verbindung über LPT-Port" damit obsolet ist. Mag ja sein dass es 64bit Motherboards gibt, die eine solche Schnittstelle besitzen, aber es würde mich wundern.

Jedenfalls: wer LinuxCNC auf alter Hardware am Laufen hat, sollte ein Update auf die aktuelle Version mit Vorsicht angehen.

Sollte ich mich täuschen oder jemand einen Workaround wissen, wär ich für eine Nachricht dankbar. LinuxCNC wär nach wie vor mein Favorite, aber neue PC Hardware kommt mir aktuell nicht ins Haus (dafür ist die Shoppingliste für meine Maschine noch zu lang).

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Re: CNC Maschinensteuerung

#37

Beitrag von 100WChris » 20.09.2020, 11:25

Hi Ralf,
also bei mir werkelt seit Jahren problemlos ein 2.7er Linuxcnc (momentan 2.7.14) auf einem alten 32 Bit Office-Rechner.
Die alten Distributionen gibts ja noch zum Download…
beste Grüße
Chris

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Re: CNC Maschinensteuerung

#38

Beitrag von Rallinger » 20.09.2020, 11:55

100WChris hat geschrieben:
20.09.2020, 11:25
bei mir werkelt seit Jahren problemlos ein 2.7er Linuxcnc (momentan 2.7.14) auf einem alten 32 Bit Office-Rechner.
Die alten Distributionen gibts ja noch zum Download…
Danke für den Hinweis. Ich konnte tatsächlich nirgendwo den Hinweis finden, ab wann LinuxCNC zum 64bit Modell wurde. Voilà - offenbar ab jetzt. Ergo Augen auf im Straßenverkehr, wenn ihr updaten wollen solltet!

Der Punkt ist halt dass LinuxCNC 2.8 offenbar sämtliche Mesa-Karten nativ unterstützt. Bei allem was ich bisher zu Mesa Tutorials gefunden habe, hatten die Autoren auch bisher (also vor dem offiziellen Release) auf 2.8 upgedatet. Insbesondere für die 7i96, die ich verwenden möchte.

Offenbar konnte man auch bisher schon Mesa Karten mit LinuxCNC verbinden. Ein Downgrade auf eine ältere Distribution wäre also eine Möglichkeit. Aber LinuxCNC zu konfigurieren ist wohl eh schon nicht ganz unkompliziert. Mir noch mehr Probleme einzuhandeln, nur damit ich einen Museumsrechner weiter nutzen kann ... das will mir nicht so richtig Sinn ergeben.
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Re: CNC Maschinensteuerung

#39

Beitrag von 100WChris » 20.09.2020, 15:28

OK, ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass Du dich am Ende für Mesa-Karten entschieden hast.
das ist natürlich ein Argument…

PS: Danke für den Hinweis, ich werd dann mal lieber nicht updaten :)
beste Grüße
Chris

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Re: CNC Maschinensteuerung

#40

Beitrag von 100WChris » 21.09.2020, 14:16

Hi Ralf,
ich hab mal recherchiert:
http://linuxcnc.org/docs/2.8/html/getti ... uxcnc.html
Da steht unter dem Punkt "Updating without network": " Next pick the type of computer you have: binary-amd64 for any 64-bit x86, binary-i386 for 32 bit, binary-armhf for RaspBerry Pi."
Es gibt auch einen Link:
http://linuxcnc.org/dists/wheezy/2.8-rt/binary-i386/

Wenn ich das nicht falsch verstehe – und Linuxcnc-Texte sind meist schwer verständlich :) – geht es vielleicht doch: 2.8 auf 32 Bit System?
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beste Grüße
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Re: CNC Maschinensteuerung

#41

Beitrag von Rallinger » 21.09.2020, 14:46

Servus Chris,
besten Dank für deine Mühe! Du hast Recht, das alles ist wirklich nicht leicht zu verstehen. Aber scheint so als wäre das der Workaround. Immerhin interessant für alle, die bereits ein laufendes System haben und ggf updaten wollen (die Liste der Verbesserungen in der neuen Version ist lang ...).

Ich persönlich hab jetzt zwei Nächte über die Sache geschlafen ... und habe dann auf dem Laptop Windows7 installiert, ordentlich getweaked (eine SSD tut Wunder) und mir heute einen Estlcam Klemmenadapter geordert. Mir will scheinen dass so die Wahrscheinlichkeit, ohne größeren Frust die Maschine einfach nur zum Laufen zu kriegen, doch deutlich steigt.

Für den Fall dass ich feststellen sollte, dass mir Estlcam aus irgendwelchen Gründen doch nicht reicht kann ich ja immer noch auf LinuxCNC umsteigen. Bis dahin hätte ich dann auch die Anfangsinvestition verdaut und dann hol ich mir einfach einen potenten Rechner, der ohne Fisimatenten mit der dann aktuellen Version kompatibel ist.

Aber nochmals vielen Dank!

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Re: CNC Maschinensteuerung

#42

Beitrag von Rallinger » 24.09.2020, 10:07

Ich hätte da mal ein paar (dumme?) Fragen zum Thema EMV, Schirmung und Ferritkerne ...

Die Tage werden wohl die meisten elektronischen Komponenten für den Antriebsstrang meiner CNC bei mir eintrudeln. Also Schrittmotoren&Endstufen (so der Zoll will), Breakoutboard, Netzteile ... von daher mach ich mir gerade Gedanken über den Aufbau des Schaltschranks.

Man findet zu diesem Thema nicht viele Infos (die beste Quelle die ich gefunden habe ist die Anleitung auf der Estlcam Webseite https://www.estlcam.de/schaltschrank_klein.php ). Aber eine Grundaussage die man überall findet ist, dass man geschirmte Kabel verwenden solle. Was die Verbindung zwischen Endstufen und Schrittmotoren angeht, ist das ja klar wie Kloßbrühe. Aber wie schaut's innerhalb des Schaltschranks aus?

Ich hab jetzt einen YT-Kanal gefunden, der sich viel mit dem Thema EMV bei CNC's auseinandersetzt (https://www.youtube.com/channel/UCR9OFV ... DfCifG36cQ). Der Mann verkauft auch diverse Produkte zu diesem Thema, und scheint sehr kompetent zu sein.

Der Mann vertritt den Grundsatz "schirme alles ab was Signalleitung heißt, egal an welcher Stelle in der Kette". D.h. auch zwischen Breakoutboard und Endstufen. Das leuchtet mir ein. Der Typ verkauft dafür spezielle Kabel, bei denen an jedem Ende ein Ferritkern angebracht ist.

Dazu ein paar Fragen:
  • Macht das Sinn? D.h. können Ferritkerne in obigem Fall eine Abschirmung wirkungsvoll ersetzen?
  • Haben Ferritkerne auch an anderen Stellen positive Effekte, d.h. zusätzlich zu einer Abschirmung? (scheint so zu sein, man sieht das ja z.B. bei USB-Kabeln). Ich denke da z.B. an "direkt nach dem Breakoutboard" für die Steuerleitung und "direkt nach dem Encoder" für das Closed Loop Signal.
  • Sollte, damit Ferritkerne ihre Wirkung optimal entfalten, jede Ader einzeln durch einen solchen Kern laufen? Oder ist das egal, und man kann auch mehrere Adern durch einen gemeinsamen Kern ziehen (ich denke da v.a. an Step/Dir Kabel zwischen Breakoutboard und Endstufen).
  • Oder ist das alles sowieso Hokuspokus für Leute, die auch Flöhe husten hören ...? :roll:

Danke für eure Einschätzung!

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Re: CNC Maschinensteuerung

#43

Beitrag von KNGuitars » 24.09.2020, 10:46

ich habs bei mir fogende Maßnahmen getroffen:
schaltschränke aus stahlblech, so kommt mal nichts nach außen
außerdem noch ein netzfilter vor Frequenzumformer und Netzteil für Schrittmotore. (die geräte aus china haben da ohne netzfilter oft extreme rückwirkugen ins stromnetz)
schrittmotorkabel und kabel von FU zu spindel sind geschirmt
empfindliche signalleitungen sind denk ich sowieso von haus aus geschirmt (think)

das wars bei mir, störungen kann ich bei betrieb der cnc im rest vom haus keine feststellen
EMV ist halt ein Hochkomplexes thema, das man zudem als Laie nicht überprüfen oder nachmessen kann.

also ich würd mir die ferritkerne sparen ;)
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Re: CNC Maschinensteuerung

#44

Beitrag von Rallinger » 24.09.2020, 11:08

KNGuitars hat geschrieben:
24.09.2020, 10:46
ich habs bei mir fogende Maßnahmen getroffen:
schaltschränke aus stahlblech, so kommt mal nichts nach außen
außerdem noch ein netzfilter vor Frequenzumformer und Netzteil für Schrittmotore. (die geräte aus china haben da ohne netzfilter oft extreme rückwirkugen ins stromnetz)
schrittmotorkabel und kabel von FU zu spindel sind geschirmt
empfindliche signalleitungen sind denk ich sowieso von haus aus geschirmt (think)

das wars bei mir, störungen kann ich bei betrieb der cnc im rest vom haus keine feststellen
EMV ist halt ein Hochkomplexes thema, das man zudem als Laie nicht überprüfen oder nachmessen kann.

also ich würd mir die ferritkerne sparen ;)
Also ich seh das Thema EMV ein bisschen wie den Airbag im Auto. Braucht man nie - bis man's braucht. Ich würde jetzt hier keine hunderte von Euros versenken wollen. Aber Ferritkerne in ausreichender Anzahl kosten mich einen Zwanni ... wenn's nix bringt hol ich mir davon lieber ein Tragerl August. Aber wenn doch ...

Eine Schirmung zwischen Endstufe/Schrittmotor/Encoder/Endstufe ist klar. Die Verbindung zwischen Breakoutboard und Endstufe ist aber sozusagen das "Originalsignal". Wenn es hier schon Störungen einstreut, sind ja alle weiteren Maßnahmen später in der Signalkette für die Katz. Und in der Estlcam Anleitung werden hier stinknormale, ungeschirmte, einadrige Kabel verwendet ...

Dass man Maßnahmen ergreift, um auch diese Signalleitung zu schützen, leuchtet mir persönlich ein. Eine Schirmung würde hier helfen. Aber wenn Ferritkerne hier denselben Effekt hätten, wäre das natürlich eleganter, weil die notwendigen Groundverbindungen wegfielen. Das war einer der Hintergründe meiner Frage ...

Ist ein Netzfilter auch sinnvoll, wenn man keinen FU&Spindel betreibt? (Ich hab mich inzwischen dazu entschlossen, dass ich mir einen Mafell Fräsmotor mit ER16 Spannzange holen werde). Ich hab ein 36V Netzteil für die Schrittmotoren und ein 24V Netzteil für die Relais ...

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Re: CNC Maschinensteuerung

#45

Beitrag von 100WChris » 24.09.2020, 20:45

Hi,
als wenn Christian Knüll zwischen Breakoutboard und Endstufen normale Kabel verwendet, dann sehe ich keinen Grund, dem zu misstrauen. Der Mann weiß gemeinhin recht genau, was er tut… und für den Zwanni kriegst Du nicht nur August, sondern auch schon einen guten Fräser… :)
Ohne FU brauchst Du keinen Netzfilter, sonst bräuchte jeder Oberfräsenbenutzer auch einen :D

PS: Ansonsten habe ich´s wie Klaus gemacht: Stahlgehäuse, alles was rausgeht ist geschirmt und nur diese Leitungen sind auch innerhalb des Gehäuses geschirmt, aus dem einfachen Grund: Ich habe keine Steckverbinder, bei mir gehen die Kabel direkt aufs Triple Beast…
Mein Fu sitzt außerhalb, diese Leitungen sind natürlich geschirmt. Bisher keine Probleme.
beste Grüße
Chris

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Re: CNC Maschinensteuerung

#46

Beitrag von Rallinger » 24.09.2020, 21:27

100WChris hat geschrieben:
24.09.2020, 20:45
Hi,
als wenn Christian Knüll zwischen Breakoutboard und Endstufen normale Kabel verwendet, dann sehe ich keinen Grund, dem zu misstrauen. Der Mann weiß gemeinhin recht genau, was er tut… und für den Zwanni kriegst Du nicht nur August, sondern auch schon einen guten Fräser… :)
Kein Zweifel, der Mann ist kompetent. Aber die Anleitung ist auch schon mehrere Jahre alt.

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Re: CNC Maschinensteuerung

#47

Beitrag von 100WChris » 24.09.2020, 22:55

Rallinger hat geschrieben:
24.09.2020, 21:27
Kein Zweifel, der Mann ist kompetent. Aber die Anleitung ist auch schon mehrere Jahre alt.
Strom, Spannung und Magnetismus sind älter :D
beste Grüße
Chris

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Re: CNC Maschinensteuerung

#48

Beitrag von Rallinger » 25.09.2020, 09:21

100WChris hat geschrieben:
24.09.2020, 22:55
Rallinger hat geschrieben:
24.09.2020, 21:27
Kein Zweifel, der Mann ist kompetent. Aber die Anleitung ist auch schon mehrere Jahre alt.
Strom, Spannung und Magnetismus sind älter :D
OK, der Punkt geht an dich. :roll:

Wobei Christian Knüll vermutlich selbst nicht für sich in Anspruch nehmen würde, dass sein Beispielaufbau einer "einfachen" CNC-Steuerung der Weisheit letzter Schluss sei.

Mag schon sein dass Ferrite an dieser Stelle ungefähr so viel Unterschied machen wie vergoldete Steckerkontakte. Ich weiß es nicht, deswegen hab ich ja gefragt. Grundsätzlich leuchtet mir der Gedanke aber ein, dass man die Verbindung zwischen Breakoutboard und Endstufen nicht ungeschützt lässt. Es würde ja auch keiner auf die Idee kommen, ein ungeschirmtes USB-Kabel zu verwenden oder die Motoren ohne Schirm anzubinden. Warum also das Signal "in der Mitte" durch einen blanken Kupferdraht laufen lassen?

Sicher können wir davon ausgehen, dass das Step/Dir Signal welches über USB angeliefert und vom BOB modifiziert wird, schon eine gewisse Stromstärke/Niederohmigkeit hat - und somit in Sachen Empfindlichkeit nicht mit z.B. dem Signal aus einem Gitarrenpickup vergleichbar ist. Andererseits laufen in so einem Schaltschrank (wenn auch selbst gegen Einflüsse von außen geschirmt) diverse 230V Leitungen nebst Schaltnetzteilen (in meinem Fall eins mit 36V/1000W). Potenziell ist da schon die Gefahr einer Kontamination gegeben.

Ob so ein Ferritböppel mit einer Filterfrequenz laut Datenblatt von 100MHz hier effektiv etwas bewirken kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier. Aber falls nicht, würde man die Dinger ja wohl kaum überall sehen ...?

Nun gut, mal sehen. Vielleicht gönne ich meiner Leber eine kleine Verschnaufpause und probiers einfach aus. Recht viel klüger werden wir daraus nicht werden. Aber wenn's schee macht ... 8)

Edit:
100WChris hat geschrieben:
24.09.2020, 20:45
PS: Ansonsten habe ich´s wie Klaus gemacht: Stahlgehäuse, alles was rausgeht ist geschirmt und nur diese Leitungen sind auch innerhalb des Gehäuses geschirmt, aus dem einfachen Grund: Ich habe keine Steckverbinder, bei mir gehen die Kabel direkt aufs Triple Beast…
An dem Punkt widersprechen wir uns dann ja eigentlich gar nicht. In deinem Fall sind BOB und Endstufen ja eins. Damit entfällt die von mir fokussierte Verbindung ja auch komplett ...

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Re: CNC Maschinensteuerung

#49

Beitrag von Rallinger » 25.09.2020, 13:13

Um das Thema noch mit etwas Profundem abzuschließen ... ich hab hier eine sehr interessante Ressource gefunden zum Thema "CNC Fehler durch elektromagnetische Einstreuung, Fehlersuche und Gegenrezepte" (darunter sind auch Ferrite genannt ;-)). Könnte vielleicht nicht nur für mich interessant sein.
https://www.cnccookbook.com/cnc-electri ... ce-filter/

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