#3 Flexable

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Re: #3 Flexable

#101

Beitrag von micha70 » 10.10.2019, 17:53

kehrdesign hat geschrieben:
10.10.2019, 17:06
Jetzt musste ich erstmal den Verlauf der Primärschleife herausbekommen: Das wäre also die Unterseite des Grundkörpers über die beiden Talema-Austeckhülsen (Blindniete) zu deren Verbindungsblech. Richtig? Dann hat die M- bzw. W-Form an der Oberseite außer mechanischer nur Deko-Funktion.

Nicht verständlich sind mir die beiden zusätzlichen Magnetklingen; humbucken können doch prinzipiell schon die beiden Talemas bei richtiger Polung der 6 Polepieces. Nach meinem Verständnis nehmen sich ungünstigerweise Stab- und Klingenmagnete gegenseitig die magnetische statt der 'Antennen'-Wirkung. Da muss ich aufgeben und einfach anerkennen, dass es so eben funktioniert.

Jetzt interessiert mich natürlich F-Gang und Pegel und ob das Signal nach dem Preamp auch noch so noise ist.
Hallo Falk!

Gute Frage. Sehr gute sogar! Dieser halte ich ein total selbstbewusstes „Ähm ja....“ entgegen :lol:

Wenn man auf den Bildern genau hinschaut sieht man, dass ich damit auch so meine liebe Mühe hatte und mich selbst in etwa alle 10 Minuten neu eindenken musste. Nicht ausgeschlossen, dass ich da noch etwas entscheidendes übersehen habe.

Im ersten Versuch war der Verlauf der Primärschleife folgender:
Da sieht man, dass ich zunächst die Schleife aufgetrennt hatte. Das wäre allerdings eine reine Einschleifengeschichte. Nur die Sekundärseite wäre „humbucking“. Daher der zweite Ansatz:
Da kommt eine Summe in der Mitte zwischen den beiden Buchstaben zusammen...und ein wenig quer auch noch. Das war der Punkt an dem ich es selbst erstmal bauen musste um zu sehen was das ausmacht. Auch weil zudem je ein Pole auf der „anderen Seite“ des Leiters sitzt. Schön ist, dass es nichts ausmacht wenn die Poles einen Kontakt zur Leiterschleife haben. Da musste ich nicht extra isolieren. Das sieht bei den Klingen anders aus und deswegen sind die auch isoliert. Im Moment mit Isolierband. Ich möchte das noch vernünftig lackieren. Es stimmt allerdings, dass es jetzt in den Hörtests nicht den Wahnsinnsunterschied ausmacht wenn die Klingen nicht drin sind. Bin echt gespannt was die Messungen ergeben. Wenn ich sie selber nicht hinbekomme, dann kenn ich da Jemanden ;) Eine zweite Meinung ist sowieso immer wertvoll.

Den Vorteil hab ich darin gesehen, dass ich die Chance sah ein Summensignal auf der Primärseite zu bekommen. Hörtests bestätigen es. Oder ich möchte es einfach hören ;) Messen muss ich noch. Die Oberseite hat meiner Meinung nach daher etwas mehr als nur dekorativen Charakter und wenn es nur der Schirmung dient.

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#102

Beitrag von Rallinger » 10.10.2019, 18:58

Also ich kenne das Ding ja schon in einem früheren Planungsstadium per PM. Micha und ich spinnen ganz gern mal ein bisschen unter uns rum, damit wir hier nicht die Zwangsjacke verpasst kriegen ... (whistle)

Ich hatte geunkt, dass es durch die Anordnung der Polepieces Probleme mit der A und der h Saite geben könnte. Das jeweils mittlere der beiden Drillinge sitzt ja jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der M/W-Verbindungsstege. Also sind die mittleren Polepieces zwar gleich gepolt, induzieren ihren Strom aber in gegenläufiger Richtung in den Leiter. Nach meinem Verständnis des Prinzips müsste das Probleme geben. Dass du gegenüber der Polepieces noch eine Klinge setzt, hab ich erst jetzt kapiert. Vielleicht ist das der nötige Ausgleich für mein angenommenes Problem.

Nichtsdestotrotz hab ich immer noch Probleme zu kapieren, wie der Strom in diesem Dingens eigentlich genau fließt. Ist aber auch egal. Ich spiele ja auch über Amps und hab bis heute nicht kapiert, was eine Röhre genau macht. Hauptsache, es funktioniert, und das scheint deine Konstruktion ja zu tun.

Und angesichts dessen finde ich deine Idee, die Sekundärschleifen in einen Käfig zu setzen, und damit die Primärschleife als Rundum-Schirmung zu missbrauchen, schlichtweg genial. Wenn das jetzt auch noch nach was klingt, ist das ein echter Stepahead für das Alumitone-Prinzip! (clap3) (clap3) (clap3)

Aber jetzt ist genügend Süßholz geraspelt: Frequenzgang herzeigen, Kamerad! Sehen will!

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Re: #3 Flexable

#103

Beitrag von Poldi » 10.10.2019, 19:02

Hut ab vor dem was du hier zaubert.
Da du mich ja nicht adoptieren wolltest kann ich aber auch einen PU nehmen, meine Initialen sind auch MW. (whistle) :lol:

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Re: #3 Flexable

#104

Beitrag von thoto » 10.10.2019, 19:03

Wahnsinn! (clap3) (clap3) (clap3)

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Re: #3 Flexable

#105

Beitrag von micha70 » 10.10.2019, 19:17

Poldi hat geschrieben:
10.10.2019, 19:02
Hut ab vor dem was du hier zaubert.
Da du mich ja nicht adoptieren wolltest kann ich aber auch einen PU nehmen, meine Initialen sind auch MW. (whistle) :lol:
Ich schmeiß mich weg :lol: Sag bloß Dein Realname ist wie meiner auch mehr Mengenangabe als denn Name...

LG
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Re: #3 Flexable

#106

Beitrag von micha70 » 10.10.2019, 19:24

Rallinger hat geschrieben:
10.10.2019, 18:58
Also ich kenne das Ding ja schon in einem früheren Planungsstadium per PM. Micha und ich spinnen ganz gern mal ein bisschen unter uns rum, damit wir hier nicht die Zwangsjacke verpasst kriegen ... (whistle)

Ich hatte geunkt, dass es durch die Anordnung der Polepieces Probleme mit der A und der h Saite geben könnte. Das jeweils mittlere der beiden Drillinge sitzt ja jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der M/W-Verbindungsstege. Also sind die mittleren Polepieces zwar gleich gepolt, induzieren ihren Strom aber in gegenläufiger Richtung in den Leiter. Nach meinem Verständnis des Prinzips müsste das Probleme geben. Dass du gegenüber der Polepieces noch eine Klinge setzt, hab ich erst jetzt kapiert. Vielleicht ist das der nötige Ausgleich für mein angenommenes Problem.

Nichtsdestotrotz hab ich immer noch Probleme zu kapieren, wie der Strom in diesem Dingens eigentlich genau fließt. Ist aber auch egal. Ich spiele ja auch über Amps und hab bis heute nicht kapiert, was eine Röhre genau macht. Hauptsache, es funktioniert, und das scheint deine Konstruktion ja zu tun.

Und angesichts dessen finde ich deine Idee, die Sekundärschleifen in einen Käfig zu setzen, und damit die Primärschleife als Rundum-Schirmung zu missbrauchen, schlichtweg genial. Wenn das jetzt auch noch nach was klingt, ist das ein echter Stepahead für das Alumitone-Prinzip! (clap3) (clap3) (clap3)

Aber jetzt ist genügend Süßholz geraspelt: Frequenzgang herzeigen, Kamerad! Sehen will!
Ich bin schon am hotten was ich kann. Wenn nicht...dann geht er postwendend auf den Rallinger-Teststand. Das ist klar. Bin nur gerade überraschend davon abgehalten worden weil Frauchen mir was von der Arbeit mitgebracht hat. Habe da gerade ein Experiment für #5 sprichwörtlich am „Backen“ 8) Aber so weit bin ich noch nicht. Muss das jetzt aber kurz fertig machen, sonst verbrennt der Lack...Mist. Verquatscht :D

LG
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Re: #3 Flexable

#107

Beitrag von Poldi » 11.10.2019, 05:46

micha70 hat geschrieben:
10.10.2019, 19:17
Poldi hat geschrieben:
10.10.2019, 19:02
Hut ab vor dem was du hier zaubert.
Da du mich ja nicht adoptieren wolltest kann ich aber auch einen PU nehmen, meine Initialen sind auch MW. (whistle) :lol:
Ich schmeiß mich weg :lol: Sag bloß Dein Realname ist wie meiner auch mehr Mengenangabe als denn Name...

LG
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Mein Realname ist tatsächlich wie Deiner. Am Nachname habe ich aber noch ein paar Buchstaben drangehangen.
Also ist das mit dem adoptieren doch nicht so umständlich. :badgrin: :badgrin:

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Re: #3 Flexable

#108

Beitrag von micha70 » 11.10.2019, 06:28

Poldi hat geschrieben:
11.10.2019, 05:46
Mein Realname ist tatsächlich wie Deiner. Am Nachname habe ich aber noch ein paar Buchstaben drangehangen.
Also ist das mit dem adoptieren doch nicht so umständlich. :badgrin: :badgrin:
Die Luft wird dünner für mich :lol: Nun ja, bei mir sind da auch noch ein paar Buchstaben dahinter und wenn man das „W“ weg lässt wird‘s schweinisch. Ein toller Buchstabe das „W“. Ist beim Schweißen auch das Wichtigste ;)

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Re: #3 Flexable

#109

Beitrag von Yaman » 11.10.2019, 08:50

Das ist doch mal wirklich innovativ und dann noch zusätzlich optisch ansprechend umgesetzt. Große Klasse. Respekt :!:

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Re: #3 Flexable

#110

Beitrag von ChrisPbacon » 11.10.2019, 15:12

Ich muss sagen, ich freue mich jedes Mal wenn es etwas neues hier gibt. Die technische Finesse mit der die Lösungen umgesetzt werden sind wirklich top!

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Re: #3 Flexable

#111

Beitrag von penfield » 11.10.2019, 20:06

Ziemlich genial, was du da gebastelt hast.
Gratuliere!
(clap3) (clap3) (clap3)
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz, Mystery Guitar . Arbeitet an Les Paulownia und den Semmelblonden JMs um die Werkstatt dann endlich ausmisten zu können...

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Re: #3 Flexable

#112

Beitrag von micha70 » 11.10.2019, 20:30

Hallo!

Vielen lieben Dank an Euch alle! (clap3) (clap3) (clap3) Es tut gut und motiviert. Ist noch ein langer Weg...

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#113

Beitrag von micha70 » 20.10.2019, 22:08

Guten Abend!

Egal was ich auch versucht habe, ich habe einfach keine Messung des PUs zustandegebracht obwohl an sich alles i.O. ist. FFT-Analyse am Laufen, Interface ok, Signalgeber auch. Ich bekomme aber kein Signal, Null, nada. Ich hab natürlich alle Kosten und Mühen gescheut und schicke den PU zu @Rallinger auf seinen Teststand. Nur...bevor ich das ganze Spiel auch nochmal wiederholen muss wollte ich mir mindestens einmal das Porto sparen und so ging das „Wir wandeln Buchstaben in Pickups“ Spielchen weiter.

Meine Mittelinitiale und - hach, welch Zufall - die meiner Tochter ist ein „D“. Ich meine...der Buchstabe gibt die Form ja quasi schon vor. Also:
Singlecoilformatiger Stromwandler-PU mit zwei halben Primärschleifen oberhalb der Talemas und einer gemeinsamen Basis die auch gleich der Befestigungsbobbin ist. Die oberste Primärschleife ist gewölbt um dem Saitenverlauf besser zu folgen. Bei meiner Spielweise ist der Mittelpickup eigentlich im Weg und daher soll der tiefer sitzen. Nun reagieren sie Stromwandler-PUs ein wenig sensibel auf zu großen Saitenabstand und so versuche ich noch möglichst nah an die Saiten zu kommen ohne, dass er stört. Entsprechend sind auch ein paar kräftigere Talemas verbaut um hier auch ein wenig auszugleichen. Hier der PU in seinen Einzelteilen in roh noch vor dem Zusammenbau.
Der Aufbau war etwas komplexer und schwerer als ich erwartet hatte. Als „Step-By-Step“: Grundplatte mit zwei Nieten
Die zwei Ableitungen der Talemas. Oben verjüngt für den Schlitz und unten mit Bohrung für die Nieten
Die Stromwandler, Magnet und Stahlklinge
Untere Leiterschleife. Die linke Seite hat eine größere Bohrung damit es gegenüber der Ableitung keinen Schluss hat. Vor dem endgültigen Zusammenbau hab ich den Spalt noch etwas mit Epoxi mechanisch stabiler gemacht.
Die rechte wird verlötet.
Zum Schluss der obere Leiterschleifenteil.
Und dann eigentlich „nur“ Stück für Stück verlöten. Mit Brenner, Flußmittel und Lot während die Stromwandler mit einem nassen Lappen gekühlt wurden. Ich hab Blut und Wasser geschwitzt bis das erledigt war. Sah auch zum Teil verheerend aus. Ging am Ende aber alles gut und die Stromwandler haben absolut nichts abbekommen und es kommt ganz schön viel Ton raus :D Ab auf den Banschleifer und die Sache sah schon viel freundlicher aus.
Jetzt noch ein wenig Kupferband und fertig ist er.
Beide Pickups mit ausgedienten Klinkenstecker versehen, wie auch Buchsen an der Elektronik die zum Einsatz kommt.
Ist der gleiche Preamp wie er hier gebaut wurde. https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic.php?f=32&t=8406

So, jetzt werd ich nervös. Ich tüte das alles ein und morgen geht es auf die Reise. Mal schauen was rauskommt. Bin echt gespannt.

Ach ja, beim Humbucker, eigentlich sind beides Humbucker aber Ihr wisst bestimmt was ich meine, hab ich die Baseplate quick&dirty noch gegen eine Standard-Baseplate ausgetauscht. Vielleicht hat Ralf ja Lust den PU irgendwo einzusetzen und die Möglichkeit wollte ich bieten ;)

Schönes Restwochenende Euch!

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#114

Beitrag von micha70 » 20.10.2019, 23:32

Hallo!

Kurzer Nachtrag: Ich Schlamper hab mal wieder nichts Genaues dazu gesagt wie die Leiterschleifen miteinander verbunden sind. Vereinfacht so:
Man sollte meinen, dass rechts mehr durchflutscht als links. Hat sich in den Hörproben nicht gezeigt. War alles ein wenig wie Schiebepuzzle spielen. Der Strom kann machen was er möchte, er muss immer durch die Talemas durch. Daher auch die Trennung der beiden oberen Bleche. Sonst würde der Strom oberhalb der Talemas im Ring rum springen, da mutmaßlich der Übergangswiderstand an den Nieten der Baseplate etwas höher sein könnte und er da sonst nicht freiwillig durch möchte. Ich hoffe es wird dadurch ein klein wenig klarer.

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#115

Beitrag von Rallinger » 21.10.2019, 08:03

(clap3) (clap3)

Ich stelle mir gerade genüsslich vor das hier wäre ein kommerzielles Produkt. Und wir armen Schweine im Forum würden jetzt darüber diskutieren wie das Dingens wohl funktioniert und wie man es abgekupfert kriegt. Dagegen war die Diskussion über die Alumitones von vor einem Jahr vermutlich Pillepalle.

Seinerzeit dachte ich, ich hätte das Prinzip des Stromwandler-Pickups zumindest in der Theorie durchdrungen. Hier strecke ich die Waffen. Keine Ahnung, warum da ein Ton rauskommt. (think)

Was macht denn z.B. die oberste Kupferschicht? Ist das nur ein fancy Deckel oder ist die elektronisch an der Arbeit beteiligt? Und nachdem bei den beiden durch die Talemas führenden Stegen der eine leitend und der andere isoliert ist, müsste ja eigentlich spätestens bei der Isolation Schluss sein mit Signal. (ivnb)

Ich freu mich jedenfalls darauf, wenn hier der Postmann 2x klingelt. Hoffentlich kann ich den beiden Wundertüten einen Frequenzgang entlocken. Ich versteh nicht ganz warum dir das nicht gelingt. Schließlich hab ich meine Methode seinerzeit von dir geklaut. Ich werde mein bestes tun. Hoffentlich reicht's.

Wenn da was gescheites rauskommt, kannst du übrigens schon mal dein Auftragsbuch zücken. Bitte einmal "RG" im Fünfsaiter-Bassformat und "RA" + "LF" als Viersaiter-Bass-Humbucker. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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Re: #3 Flexable

#116

Beitrag von micha70 » 21.10.2019, 09:27

Rallinger hat geschrieben:
21.10.2019, 08:03
(clap3) (clap3)
Was macht denn z.B. die oberste Kupferschicht? Ist das nur ein fancy Deckel oder ist die elektronisch an der Arbeit beteiligt? Und nachdem bei den beiden durch die Talemas führenden Stegen der eine leitend und der andere isoliert ist, müsste ja eigentlich spätestens bei der Isolation Schluss sein mit Signal. (ivnb)
Hi Ralf,

das mit der Isolierung kam wohl falsch rüber. Hab ich wohl scheixxe erklärt. Ich versuche es mal so (Hab grad kurz Luft und sitze beim Doc mit Ichias):
Sind eigentlich zwei Leiterschleifen wovon die Eine gegen die Andere isoliert ist damit es keinen Kurzen vor den Stromwandlern gibt. Damit sind beide beteiligt und bedingt durch die unterschiedlichen Abstände zu den Saiten und Lage vom Magnetfeld klingen die auch unterschiedlich. Blöd, dass man bei diesem System die beiden Schleifen nicht schaltbar machen kann. Was noch komplett offen ist, ist was es dann tonal ausmacht einen Stromwandler kurzzuschließen um die Induktivität der Primärschleife zu verändern. Da wurde hier auch sehr viel diskutiert https://music-electronics-forum.com/sho ... php?t=5447 Das aber zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt.

LG
Micha

Edit: Warum mir das ständig passiert... es ist natürlich die Impedanz gemeint, nicht die Induktivität.

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Re: #3 Flexable

#117

Beitrag von Titan-Jan » 21.10.2019, 18:57

Ich versteh es auch nicht aber find's mehr als geil. Beide Daumen hoch und hoffentlich klingt es, wie du es dir wünscht!
Mein aktuelles Projekt:
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Re: #3 Flexable

#118

Beitrag von micha70 » 21.10.2019, 19:33

Titan-Jan hat geschrieben:
21.10.2019, 18:57
Ich versteh es auch nicht aber find's mehr als geil. Beide Daumen hoch und hoffentlich klingt es, wie du es dir wünscht!
Vielen Dank Jan!

Alles verstehe ich noch lange nicht. Bin einfach kein Elektroniker und werde wohl nie mehr einer. Finde nur noch immer, dass das Thema Potential hat und es macht einfach Spaß mit der Freiheit der Form zu spielen.

Sie klingen auf jeden Fall schon mal anders als das was ich damals im Alumitone/Stromwandler-Thread gebaut hatte. Nach Ohr weniger akustisch und deutlich kräftiger in den tiefen/mittigen Frequenzen und dennoch gutem Höhenanteil. Schaun‘mr mal ob Ralf einen F-Gang rauskitzeln kann.

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#119

Beitrag von micha70 » 28.10.2019, 00:00

Hallo!

Wie immer zum Wochenschluss ein kurzes und für mich leicht überraschendes Update. @Rallinger hat die PUs zugeschickt bekommen und sich auch an einer Messung versucht. An dieser Stelle: Tausend Dank für die Mühe Ralf (clap3) (clap3) (clap3) Ich hoffe ich kann mich dafür irgendwann und in irgend einer Form revanchieren. Hier nun was dabei rausgekommen ist.

„MW“-PU
“D“-PU
Es sieht so aus als hätte ich ein paar sehr lineare PUs gebaut deren Resonanzspitze sich irgendwo oberhalb der 20kHz Grenze versteckt. Wo genau wissen wir nicht. Einzige erkennbare Abweichungen bei beiden PUs sind rund um 2 bzw. 4 kHz. Weitere Auffälligkeit ist, dass der Pegel sehr niedrig ist. Das ist nicht besonders verwunderlich.

Das Messergebnis ist insofern überraschend für mich, da bei den ersten Hörtests auf meiner Fake-Gitarre die PUs schon sehr stark in die klassische Humbucker Richtung gehen. Der „D“ natürlich weniger als der „MW“. Was sich absolut mit meinem Höreindruck deckt ist die verbesserte Wiedergabe in den tiefen Frequenzen. Da allerdings auch alles andere an Frequenzen vorhanden ist, Hoffe ich mit der Klangregelung des Preamps noch formend einzugreifen. Inwiefern der Tiefpassfilter aus dem Preamp, in seiner jetzigen Auslegung, Wirkung und in welcher Form zeigt muss man noch sehen. Für mich heißt es unterm Strich, dass ich die PUs auf jeden Fall verwende und die Abstimmung nach Gehör erfolgt. Jetzt fehlt nur noch der „WM“-Humbucker. Der ist als nächstes dran.

Die Pause hab ich in der Zwischenzeit genutzt um das zu machen vor dem ich mich am liebsten gedrückt hätte. Aber bevor ich mir die Nägel abkaue...Sprich: Hardware schleifen, schleifen, schleifen und Polieren. In der Reihenfolge 300‘er Naßschleifpapier trocken, danach Naß, weiter über 600‘er trocken/Naß und zum Schluß Dremel, Filzscheibe und Polierpaste. Was Bilder angeht bin ich sehr nachlässig gewesen. Die Finger waren ständig total schwarz. Da kam ich erst gar nicht auf die Idee das Handy zu zücken.
Sollte ich den Dummfug nochmals begehen und Hardware selber schnitzen werde ich viel mehr darauf achten schon bei der Bearbeitung vernünftige Oberflächen zu bekommen. Es ist ein Graus den ganzen Pfusch rauszuschleifen :evil: Da hab ich mich natürlich an den Stellen, die hinterher nicht mehr sichtbar sein werden, auch entsprechend zurückgehalten und nicht bis auf den letzten Kratzer alles rauspoliert. Aber selbst so sind noch genügend vorhanden.

Es sind noch zwei Humbuckerrahmen dazugekommen und die ehemals geschwärzte Lock-Nut glänzt auch wieder. So leicht wie die Brünierung runter ging hätte es wahrscheinlich eh keinen Wert gehabt. Ich mag zwar keine PU-Rahmen aber ich glaube ich komme nicht drum herum welche zu verwenden. Wird sehr viel einfacher werden die PUs in die Decke zu setzen und schafft noch etwas Platz um die PUs herum den ich noch brauchen werde.

Bevor es noch voll Montag wird...Wünsche Euch jetzt schon eine schöne Woche!

LG
Micha

Edit: Knapp verpasst :lol:

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Re: #3 Flexable

#120

Beitrag von Rallinger » 28.10.2019, 07:51

Ball flachhalten. Ich find dieses Projekt sauspannend, und einen kleinen Fitzel dazu beitragen zu können freut mich. Wenn ich grad nicht einen Megastress an der Backe hätte, hättest du die Pickups schon längst wieder zurück. So eine Messung ist jetzt nicht der Zeiträuber Nummer 1.

Die Hardware ist echt klasse geworden! Aber jetzt fang doch mal an Holz zu schnitzen, Kamerad! Vamos!

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Re: #3 Flexable

#121

Beitrag von micha70 » 28.10.2019, 09:12

Rallinger hat geschrieben:
28.10.2019, 07:51
Ball flachhalten. Ich find dieses Projekt sauspannend, und einen kleinen Fitzel dazu beitragen zu können freut mich. Wenn ich grad nicht einen Megastress an der Backe hätte, hättest du die Pickups schon längst wieder zurück. So eine Messung ist jetzt nicht der Zeiträuber Nummer 1.

Die Hardware ist echt klasse geworden! Aber jetzt fang doch mal an Holz zu schnitzen, Kamerad! Vamos!
Hi Ralf, alles klar. Musste aber dennoch erwähnt werden! Vor allem nachdem mein Zeug so kläglich versagt hat.

Am liebsten würde ich sagen: "Ruhig Brauner" aber ich scharre schon selber heftig mit den Hufen was die Holzschnitzerei angeht. Leider muss ich noch ein wenig... Holz und Metall in einem Raum verträgt sich schlecht und meine 6,5m² geben da einfach keine vernüftige Trennung her. Von daher wir es wohl etwas ruhiger die nächste Zeit bis ich den Rest voll aufgearbeitet habe und in Sachen Holz einsteige. Ich bleib am Ball...

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#122

Beitrag von lemmy » 28.10.2019, 17:15

Du machst mich fertig! Ich bekomme nichtmal meine Headless Mechaniken hin (ok, weil mir dazu Zuhause die Mittel fehlen. Bin Metaller, kann aber seit ein paar Jahren die Maschinen auf Arbeit nichtmehr für Privates nutzen :roll: ).
Respekt vor deiner Arbeit (clap3)
Gruß, Daniel

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Re: #3 Flexable

#123

Beitrag von micha70 » 29.10.2019, 19:15

Hallo Zusammen!
lemmy hat geschrieben:
28.10.2019, 17:15
Du machst mich fertig! Ich bekomme nichtmal meine Headless Mechaniken hin (ok, weil mir dazu Zuhause die Mittel fehlen. Bin Metaller, kann aber seit ein paar Jahren die Maschinen auf Arbeit nichtmehr für Privates nutzen :roll: ).
Respekt vor deiner Arbeit (clap3)
Da teilen wir leider ein gemeinsames Schicksal. Seit Ende Juli darf ich das auch nicht mehr. Seitdem hab ich entweder verschiedene Leute bekniet mich mal ran zu lassen oder es ist daheim mit Bohren, Feilen, Schleifen entstanden. Zum Glück hatte ich die wichtigsten Teile ja schon fertig.
kehrdesign hat geschrieben:
23.09.2019, 13:55
micha70 hat geschrieben:
21.09.2019, 15:26
... Ich befürchte das gibt noch ein paar Versuche mit einer Hausgalvanik. Gab es ja neulich in einem anderen Thread wo Messing vernickelt wurde. Wäre eine Alternative.
Da bin ich aber gespannt. (dance a)
Diese Frage kann ich nun endlich beantworten (dance a) Hat länger gedauert als ich selbst wollte und war etwas, auf das ich mich selbst wie ein kleines Kind gefreut habe. Ungefähr so, wie wenn man das erste Mal die Oberfräse ansetzt. Heute war es soweit. Das war (ist) der Aufbau:
Labornetzteil mit 3 Ampere (ich dachte es hätte 10A aber wer lesen kann ist klar im Vorteil), Messgerät weil mir die analoge Anzeige einfach zu ungenau ist, Graphitanode, Tampons und natürlich die Elektrolyte. Auf den Hinweis von @thoro hin habe ich auch den Entfetter bei dem Anbieter mitbestellt. Anbieter gibt es so einige. Dr. Galvo, Tifoo, Betzmann... Die verkaufen im Grunde alle die gleiche Suppe. Ach ja, destilliertes Wasser zum Zwischenspülen und Einweghandschuhe damit man die Teile nicht wieder direkt anfasst.

Erster Schritt war die Teile ein Entfettungsbad zu gönnen. Ich hab sie da nochmal mit einem sauberen Microfasertuch und Wattestäbchen bearbeitet und anschließend in der Schüssel mit Wasser geparkt.

Jetzt wurde es spannend - zumindest für mich. Selten so gezappelt. Die erste Schicht mit Palladium. Quasi Nickel als Sperrschicht damit später keine Diffusion zwischen der Beschichtung und dem Messing stattfindet und es fleckig wird. Angeblich. Bei mir war das eher wie die Sache mit dem Rasierschaum. Brauche ich es um die Haare weicher zu machen oder nur um zu wissen wo ich mit dem Rasierer schon war? :lol: Ich war dabei ein wenig sehr optimistisch und habe gleich mit 3,3V angefangen. Keine Gute Idee. Bin ganz schnell auf 2,7V runter und habe lieber länger gewartet. Weil...
...selbsterklärend. Das Nickel verbrennt sofort. Schneller als man schauen kann. Zu großartigen Vorversuchen habe ich einfach keine Zeit. Alles immer gleich ans lebende Objekt. Für eine Tampongalvanik sind die meisten der Teile einfach zu klein. Geht auch als Badgalvanik
Die Form und Position der Anode spielt hier natürlich eine größere Rolle. Der Strom nimmt ja immer den kürzesten Weg.

Größere Teile, wie die Grundplatte, Reiter oder den Klemmblock, habe ich mit dem Verhüterli beschichtet.
Da geht der Strom ganz schön runter. Im Bad ca. 0,5A, mit Vlies so um die 0,1-0,2A. Dauert eben entsprechend länger. Das war es eigentlich schon. Wiederholt sich das Ganze mit der endgültigen Beschichtung. Obwohl ich sagen muss, dass dieses Palladium echt einen schönen Schimmer hat.

Meine Wiederholung bestand aus einem Goldelektrolyt mit Kobald (Hartgold), 6V Spannung im Netzteil und bestimmt 10.000V bei mir und ich war offensichtlich dabei nicht der Einzige. Katze nimmt Anlauf, ein Sprung und da war es passiert :evil:
Zum Glück hatte ich unsere Schuhablage zweckentfremdet :D

Eine letzte Erkenntnis. Der Drop besteht eigentlich aus drei Teilen. Verzinktes Hohlschraubenstück eingeklebt in einen Messingring und ein Stück PA.
Hat alles überlebt. Man kann recht gut steuern wohin die Beschichtung gehen soll und die Elektrolyte oder der Entfetter waren nicht aggressiv genug Loctite oder Sekundenkleber anzulösen. Passt.

Wenn man alle Teile mal so sieht. Schon ein ganz schöner Haufen.
Nur damit das hinterher wieder so aussieht wie vorher :lol: Neee, das Gold ist schon viel tiefer und satter als Messing. Schichtdicke? Gute Frage. Keine Ahnung. Lang genug dem Geblubber im Becher zuschauen und hoffen. Ich kann’s mit dem Dremel polieren. Kann also nicht zu wenig sein. Mit den 30ml; 8g/Liter Gold komme ich angeblich ca. 1/2 Quadratmeter weit. Sollte gerade so reichen.

Ich mach dann noch ein wenig weiter. Ist noch ein wenig was da und meine Mädels stehen schon mit verschiedenem Krims Krams parat ;)

Schönen Abend!

LG
Micha

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ChrisPbacon
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Re: #3 Flexable

#124

Beitrag von ChrisPbacon » 29.10.2019, 20:47

Das ist so genial, mal wieder ein sehr interessantes Thema! Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken mich mit galvanischen Prozessen auseinanderzusetzen.

Dieser Aufwand mit dem dementsprechenden Resultat. Wirklich saustark!

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Rallinger
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Re: #3 Flexable

#125

Beitrag von Rallinger » 30.10.2019, 18:23

Gerade erst gesehen. Sehr cool. Wollte ich auch mal machen - wie so vieles ... Bin schon gespannt wie das zusammengebaut aussieht!

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