[Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

Moderator: jhg

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

[Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#1

Beitrag von MattB90 » 26.09.2018, 23:08

Hallo zusammen,

ich hatte vor ein paar Monaten schonmal mein Projekt, die Heavy Bird, hier im Forum vorgestellt. Da es die ersten Gehversuche für meine erste Gitarre hätten werden sollen (man, ist das jetzt grammatikalisch richtig?), hat sich gleich während der Anfangsphase herausgestellt, dass ich doch schon einige grober Schnitzer (Ausbrüche, schlechte Klebeflächen, etc.) gemacht habe, weshalb ich dann zu dem Schluss gekommen bin, diesen Korpus und Hals als Testobjekt zu nehmen und einfach mal Sachen zu probieren. Zudem war der Korpus auch komplett aus Fichte, welches bei mir Zuhause rumlag. Da ich aber mit der Gitarre leider nicht wirklich weitergekommen bin, vor allem wegen des Faktors Zeit, ist leider der Thread von der HeavyBird etwas zurückgeblieben.

Mit was habe ich mich die letzte Zeit beschäftigt?

- YouTube, viel YouTube, vor allem mit dem Herrn Crowe von Crimson. Ich hab mir diverse 101-Videos und auch den 6- und 12-Hour-Build angesehen - ganz!. Dabei konnte ich schonmal einiges grundlegendes/THEORETISCHES lernen bzw. abschauen. Wie sich das letztendlich in die Praxis umsetzten lässt weiß ich noch nicht, das werd ich dann schon sehen :D
Wenn man sich die Kommentare unter den Videos mal durchliest, sind da auch öfter mal Kommentare ala "der kann nix" etc. Solch eine Diskussion möcht ich hier nicht lostreten, da Meinungen verschieden sind und ich kann für mich sagen, ich hab einiges gesehen, was mich bestimmt weiterbringen wird, UND Spaß hatte ich auch :)

- Weiter habe ich mir einen China / Silverline No. 6 Hobel geholt, welchen ich in 2 Wochen versucht habe Plan zu schleifen, bis ich gemerkt habe, dass meine Unterlage auf der ich geschliffen habe, selbst nicht plan war und ich immer einen Radius an der Sohle hatte... naja.... letztendlich hab ich den Hobel auf ne konventionelle Fräse gespannt und alle Flächen gefräst, da die Seiten natürlich auch nicht rechtwinklig waren. Aber hey, der Hobel hat 26€ gekostet, n LieNielsen, Veritas oder Dictum-Hobel wären für mich noch n ziemlicher Overkill :D Jedenfalls sind die Flächen jetzt super schön plan und winklig. Den Spanbrecher muss ich wohl noch n bissl schleifen, da dieser vorne am Hobeleisen noch eine kleine Kerbe wirft und (ich hoffe mal daran liegts) dadurch leicht zu "flattern" beginnt (ODER, ich kanns einfach nicht), und vielleicht sollt ich mir noch ein 3mm-Eisen besorgen. Weiß da jemand von euch, ob ich da einfach ein Dictum-Nr. 6 Eisen reinbauen kann bzw. ob das was bringen würde? Ich denke mal bissl mehr Stabilität würd vielleicht nicht schaden?

Zum Bau: den Wettbewerb sehe ich daher jetzt als volle Motivation, die eigentliche Gitarre zu starten.
Ein paar Bilder von der Testgitarre sind mal unten angehängt.

Ein paar Worte dazu:
- Die Korpusform habe ich nochmal im CAD überarbeitet, geht mit Splines ganz gut. - Fotos folgen
- Wie man sieht hab ich auch bisher nur eine Halstasche ausgefräst, ohne eine vernünftige Frässchablone. Für die Halstasche habe ich die Verbindungsfläche des Halses auf die "richtige" (hier ist noch gar nichts richtig) Form gebracht und dann mit der Leistenmethode? die Halstasche gefräst. Hat eigentlich ganz gut geklappt, aber mit Halswinkel etc. ist da noch nichts.
- Beim Griffbrett hab ich einen Bund zuviel abgeschnitten
- Da das Griffbrett schon aufgeleimt war, als die Halsverbindung noch nicht fertig war, hat im Nachhinein ein bisschen Griffbrett dranglauben müssen

Zu meinen Vorstellungen:
- Für den Hals orientiere ich mich an meiner PRS Tremonti SE mit Thinline-Hals. Der gefällt mir soweit ganz gut.
- die Kopfplatte wird eine Mischung aus Gibson PRS (und ein klein bisschen Fender). Also die Grobform ist mal PRS, dann die Hörner sind bisschen gibsonmäßig angehaucht, und da die untere äußerste Seite der Kopfplatte weiter rausgeht als die obere hab ich hier so bissl ne Tele/Strat-Kopfplatte im Gedächtnis ;)
- 2 Humbucker, ich denke an ganz normale Les Paul-Verschaltung, also mit 2x Vol und 2x Tone
- ToggleSwitch auch an der "Les-Paul-Stelle"
- TOM-Bridge
- Gecarved wird vorne nix. Sieht man an den Bildern unten, passt zu dem Modell einfach nicht. Hinten wird Platz für den Bauch gemacht. Das sieht auch denke ich soweit ganz gut aus.
- Binding wirds auch keins geben
- Das Holz:
- Korpus: Mahagoni
- Decke: Riegelahorn
- Hals: Mahagoni

Für die Decke wollte ich eigentlich kein Riegelahorn, aber eine Decke mit schöner geradliniger Maserung hab ich nicht gefunden, jetzt wirds halt Riegel. Die Riegel möcht ich dann, wenn sie schon da sind, mit schwarz anfeuern und die Decke soll dann Braun werden.

- Die ganze Rückseite sowie Hals und Kopfplatte möchte ich gerne Schwarz haben und auch soweit es geht schwarze Mechaniken.
- Inlays: Meine geheimen Custom-Inlays aus Perlmutt

Ja, mehr fällt mir jetzt nicht mehr ein, hier unten wie gesagt noch die Bilder aus meinem verhunzten Testobjekt und bis dann!

Beste Grüße
Matthäus
Dateianhänge

Benutzeravatar
Poldi
GBB.de-Inventar
Beiträge: 6650
Registriert: 26.04.2010, 06:46
Wohnort: Wanne-Eickel
Hat sich bedankt: 259 Mal
Danksagung erhalten: 167 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#2

Beitrag von Poldi » 27.09.2018, 05:49

Dann mal gutes Gelingen. (dance a)

Benutzeravatar
penfield
Zargenbieger
Beiträge: 1458
Registriert: 27.11.2014, 14:38
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 84 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#3

Beitrag von penfield » 27.09.2018, 08:28

Die Form gefällt mir.
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten, hat aber den Umbau der Mystery Guitar eingeschoben...

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#4

Beitrag von MattB90 » 28.09.2018, 15:31

Hallo :)

erst mal danke und freut mich, wenn die Form auf Gefallen stößt :)

Jetzt bräucht ich gleich mal eure Hilfe. Gestern kam mein Tonholz, wie beschrieben Riegelahorndecke und Mahagonihals und -korpus. Gerade eben hab ichs ausgepackt und hab gesehen, dass sich durch den ganzen Body ein Riss zieht. In der Ebay Auktion stand nichts von Riss, im Gegenteil, es wurde als hohe Qualität und keine Fehlstellen ausgewiesen. Ich hab mit der Auktion auch den Body auf eine Dicke von 34mm hobeln lassen, deswegen steht natürlich auch in der Rechnung dabei Umtausch ausgeschlossen. Würd ich verstehen, wenn kein Riss drin wäre.

Ich hab mal im Anhang Bilder hochgeladen. Ihr könnt mir hier bestimmt am besten helfen, ob das ein Riss ist, der nicht schlimm ist oder ob der tatsächlich Probleme bereiten kann.

Angerufen hab ich beim Lieferanten noch nicht, weil ich gern erst mal eure Meinungen abwarten würde und ich die Antwort vom Lieferanten mir ja eh denken kann.

Danke euch schonmal!

Liebe Grüße
Matthäus
Dateianhänge

Benutzeravatar
zappl
Zargenbieger
Beiträge: 1360
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 185 Mal
Danksagung erhalten: 143 Mal
Kontaktdaten:

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#5

Beitrag von zappl » 28.09.2018, 15:45

Uff... da sich der Riss über die komplette Länge zieht schätze ich den mal nicht als unkritisch ein.

Der Riss ließe sich wahrscheinlich mit Epoxidharz fixieren, aber da würde ich mich nicht drauf einlassen. Der Artikel entspricht nicht der Beschreibung und sollte zurückgehen (oder Preisnachlass). Ruf mal da an.
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#6

Beitrag von MattB90 » 28.09.2018, 15:49

Das mit zukleben ist mir auch schon gekommen, aber da du das ja gleich wieder entkräftet hast, ist wohl diese Idee wieder dahin... Man oh man oh man... wenn man sich mal auf etwas freut...

Benutzeravatar
zappl
Zargenbieger
Beiträge: 1360
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 185 Mal
Danksagung erhalten: 143 Mal
Kontaktdaten:

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#7

Beitrag von zappl » 28.09.2018, 16:00

Ein "ordentlicher" Händler sollte dir das Stück doch ohne Murren ersetzen, wenn er zufriedene Kunden möchte... bzw. garnicht erst zugeschickt haben. :?

Ich weiß ja nicht wie realistisch das ist, aber kann das ggf. auch durch den Transport passiert sein?
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#8

Beitrag von MattB90 » 28.09.2018, 16:05

Ich würds mir wünschen dass des beanstandslos ginge, aber mein Gefühl sagt mir da s Gegenteil.
Zum Thema Transport, es wurde mit DPD geliefert. Ist halt so ne Sache....
An der Verpackung hätt ich jetzt nicht unbedingt erkannt, dass da was schiefgegangen wäre.

Edit: Allen voran sieht es auch für mich aus, als dass über den Riss drübergehobelt wurde...

Benutzeravatar
AsturHero
Zargenbieger
Beiträge: 1706
Registriert: 10.01.2017, 01:46
Hat sich bedankt: 217 Mal
Danksagung erhalten: 162 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#9

Beitrag von AsturHero » 28.09.2018, 18:42

der Riss ist viel zu groß, du würdest dich nur ärgern den irgendwie flicken zu wollen....wenn der Riss vorher da war, hätte es dem Händler schon beim hobeln auffallen müssen..weil der ist zu groß und auffällig, den kann man nicht übersehen... wenns ein Transportschaden ist (Fallriss), dann müsste es eigentlich trotzdem der Händler austauschen, wenn er zufriedene Kunden haben möchte und nicht nur nen schnellen Euro...

und wenn in der Beschriebung steht: keine Fehlstelle, ann darf er auch nach dem hobeln keinen Riss aufweisen...

BTW: hast du evtl. das Holz zu schnell in die warme Stube geholt zB?
lg Antonio

Meine neue Webseite: Antalo-Bass

Wann eigentlich wurde aus Sex and Drugs and Rock and Roll

Veganismus und Lactoseintoleranz und Helene Fischer???

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 871
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 141 Mal
Danksagung erhalten: 181 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#10

Beitrag von Rallinger » 28.09.2018, 19:48

Sieht für mich nicht nach Transportschaden aus. Es sei denn während des Transports ist es zu sehr schnellen Temperaturveränderungen gekommen. Und unter der Voraussetzung, dass du nicht in den Rissen rumgepult hast ... bei den Fotos von den Flächen, v.a. auf Bild 4&5, sieht man dass an den Rändern des Risses kleine Splitter abgerissen bzw aufgestellt sind. Kann schon mal passieren dass ein Holz einreißt, wenn man es "schnell in die warme Stube" bringt. Aber die Ränder der Risse sollten dann stabil sein. Sieht für mich schon so aus, dass über einen initialen Riss drübergehobelt wurde. Der kann ja minimal gewesen sein, so dass es nicht auffiel (Holzhändler hobeln öfter als unsereins, und vermutlich mit etwas weniger Hingabe). D.h. das muss kein böser Wille sein. Aber ich würde schon mal versuchen mit dem Händler zu reden. Kommt natürlich auch darauf an, wie viel du gezahlt hast ... wenn es günstig war, kannst du ja die beschädigte Stelle rausschneiden und die sauberen Stellen irgendwann mal als Korpusflügel verwenden oder so. So wie es ist verwenden würde ich das aber auf keinen Fall. Das Risiko dass das weiter einreißt ist schon hoch.

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#11

Beitrag von MattB90 » 02.10.2018, 18:26

So, erstmal vielen Dank für eure Meinungen. Hab am Freitagnachmittag auch noch den Lieferanten angerufen. Er bat mich drum ihm Fotos vom Riss zu schicken, weil normalerweise geben sie kein Holz mit Rissen raus. Kurzum, er war unglaublich zuvorkommend und hat sofort angerufen nachdem er die Fotos angesehen hat und mir gesagt, dass er Montag einen neuen Blank rausschickt.
Auf meine Aussage, dann schicke ich ihm den rissbehafteten Blank wieder zurück meinte er, denn kann ich behalten und soll schauen, ob ich daraus noch was machen kann. Also so geht man mit Kunden um! Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, hier werde ich mit Sicherheit wieder einkaufen :D :D

Und noch ein Sorry hinten dran für die Panikmache :roll:

Also hab ich mich am Wochenende gleich mal rangemacht und den Riss mit der Kappsäge rausgeschnitten, die Fügeflächen gehobelt und geziehklingt :D und wieder zusammengeleimt. Leider war der Riss etwas quer, von daher ist jetzt die Fügefläche auch bissl Quer, aber das sollte dem darauswerdenden Korpus ja nichts machen. Bisher wär das Blank sogar noch groß genug für meine Gitarrenform, aber ich werde die Fügefläche nochmal aufsägen müssen, da noch etwas vom Riss drinnen ist und ich mir dachte der stört nicht, aber er stört mich jetzt doch. Danach wirds aber eng mit meiner aktuellen Korpusform, im schlimmsten Fall wird dann aus diesem Blank einfach ne andere Gitarre :)

Bei mir beginnts dann auch am kommenden Wochenende mit den ersten Schritten, mal sehen was ich da so machen werde :)

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#12

Beitrag von MattB90 » 05.10.2018, 23:57

Hallo zusammen,

ich hab mir jetzt die Startnummer 26 gekrallt. Diese war noch nicht vergeben und @Rallinger mit seiner Lazarettgitarre kam nach mir und hat die Nr. 27 genommen.

Bei mir gings heute los. Pünktlich dazu sind gestern mein Stanley Hobeleisen für meinen 26€ China-Raubankhobel Nr. 6 und heute meine zwei Verleimzwingen gekommen.

Als erstes hab ich heute meinen Mahagoniblank, den ich letzte Woche bearbeitet hab (keine Sorge, ist nicht Teil vom Projekt, hab also nicht bechissen :D ) nochmal auseinandergesägt und nochmal neu abgerichtet. Die Fügefläche sieht jetzt deitlich besser aus, mal sehen wies wird wenns verleimt ist, aber für meine Heavybirdform ist der Blank jetzt wohl zu klein.

Danach hab ich mit dem Projekt angefangen. Erster Schritt, Leimfläche der Riegelahorndeckenteile gehobelt und gleich mit den neuen Zwingen verleimt, bin mal gespannt wies wird. Die Zwingen hab ich mit Frischhaltefolie abgeklebt, dass der Leim nicht an den Teilen kleben bleibt.

Ansonsten noch die Mittellinie und die Umrisse von meinem Korpus auf meinen neuen Blank gemalt. Zudem hab ich noch rausgefunden wie man den bösen Pendelhub von der Stichsäge ausschaltet. Die Stichsäge wird nächste Woche mal probiert, wie des aussieht mit dem Schnitt und mit den Ausreissern....

Soweit mal von mir

Bis dann
Matthäus
Dateianhänge

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#13

Beitrag von MattB90 » 15.10.2018, 10:34

Bei mir gings am Wochenende auch bissl weiter.

Zum einen hab ich meinen Mahagonibody und die Ahorndecke mit der Stichsäge grob ausgeschnitten. An den Umrissen hab ich noch Platz für Zahnstocherpins zum späteren verleimen gelassen bzw. generell „gut“ Platz gelassen, da ich noch keine Erfahrung mit der Stichsäge an Mahagoni und Ahorn hatte und keine Ausreisser wollte. Hat aber erstaunlich sehr gut geklappt, da hätt ich doch deutlich näher ran gekonnt. Am späteren Objekt werd ich dann wahrscheinlich das grobe mit dem Schleifzylinder noch wegschleifen, dann mit der Fräse die genaue Kontur und dann nochmal mit dem Zylinder sauber schleifen.

Dann hätte ich versucht meinen Halsblank in der Mitte mit der Handkreissäge durchzusägen um zwei Hälse aus dem Blank zu bekommen. Das hat genau so funktioniert wie ichs dachte, nämlich gar nicht. Der Schnitt war komplett schief.... ich hätte vlt mit der Kappsäge vorsägen sollen, vielleicht hätte das besser geklappt. Naja, jetzt wird der Blank einfach zurecht gehobelt und es wird nur ein Hals, fürs nächste Mal weiss ichs.

Dann hab ich noch angefangen Schablonen für das EFach und den Schalter zu machen. Die Schablone für die Humbucker bereits fast fertig.

Und zu guter letzt noch bissl angefangen die Fugfläche von der Decke bissl zu säubern.

Bei zwei Themen bräucht ich mal euren Rat:

1. Ich hab mal für den Schacht von Schalter zu EFach zwei Versionen konstruiert.
- Eine Direktverbindung, hier hab ich ein bissl Angst bzgl der Bohrungen für Brücke und Tailpiece. Aber wenn des vernünftig vorher markiert ist, dann sollts klappen oder? Oder ist dieses Design bzgl ordentlicher Verdrahtung nicht so gut geeignet?
- Eine krumme Verbindung, bei der der Kanal beide Humbuckertaschen tangiert. Brauchts das? Bzw kann man da dann später die Kalbel überhaupt vernünftig durchstopfen?

Was ist da eurer Meinung nach besser?

Und:
Mein Ebenholzgriffbrett ist entlang der langen Achse etwas verdreht und generell auch noch sägerau. Ich weiss jetzt leider nicht obs von meiner Seite wegen falscher Lagerung war oder obs schon so war als ichs gekauft hab.
Das Brett ist ca. 9mm dick, angedacht hab ich als Griffbrettstärke 7mm innen, 6mm aussen (10“).
Wie könnt ich des am besten abrichten? Wenn ich des einfach nur gerade mit der Hobelmaschine abrichte, befürchte ich, dass es zu dünn wird. Ist es möglich, das Griffbrett an den vier Ecken mit Schrauben nieder zu spaxen und dann abzurichten? Es würde halt wieder schief werden wenn mans entspannt, aber durchs Aufkleben auf den Hals wärs ja wieder annähernd „gerade“ und dann würds ja eh geschliffen.
Aber ich denke des is Pfusch, oder? :D

Vielleicht kann ichs ja schonmal auf die grobe Form aussägen, dann ist der Verzug nicht mehr so gross und das ganz normale Abrichten würd funktionieren....
Dateianhänge

Zupfdi
Planer
Beiträge: 98
Registriert: 19.03.2018, 12:59
Wohnort: München
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#14

Beitrag von Zupfdi » 15.10.2018, 12:04

Also zu 1.: Ich würde einen Kabelkanal fräsen, der von Schalter zu beiden Pickup-Taschen führt (Neck-Pickup die obere linke Ecke und beim Bridge-Pickup die rechte untere Ecke), und dann würde ich von da aus horizontal auf das Poti-Fach zusteuern. Dann umgehst du die Bohrungen für Saitenhalter und Bridge. Und jetzt begebe ich mich auf noch dünneres Eis, ich glaube für das Verlöten der Masse, ist es angenehmer, wenn du nur einen Kanal hast. Dann hast du nur ein Massekabel, dass vom Poti an beiden Taschen zum Schalter verläuft.
Aber ich bin ja auch noch Grün hinter den Ohren, da kennt sich bestimmt wer besser aus (whistle)
lg Felix

Zupfdi
Planer
Beiträge: 98
Registriert: 19.03.2018, 12:59
Wohnort: München
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#15

Beitrag von Zupfdi » 15.10.2018, 12:11

So z.B.:
lg Felix

Benutzeravatar
Poldi
GBB.de-Inventar
Beiträge: 6650
Registriert: 26.04.2010, 06:46
Wohnort: Wanne-Eickel
Hat sich bedankt: 259 Mal
Danksagung erhalten: 167 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#16

Beitrag von Poldi » 15.10.2018, 12:14

Kann man machen oder auch so wie Matt es auf dem 1. Bild gezeichnet hat. Geht alles.

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1909
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 143 Mal
Danksagung erhalten: 128 Mal
Kontaktdaten:

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#17

Beitrag von thoto » 15.10.2018, 12:24

Fest steht, dass du die Kabel beider PUs und das des Schalters im E-Fach zusammenführst und verbindest.
Damit hast du viele Freiheiten.
Ich würde die Kanäle immer gerade machen, damit das kabel beim durchführen möglichst nicht verkanten kann.
Und die Verbindung von den PUs zum E-Fach sollten möglichst kurz sein, damit du dich nicht vom Geiz der Hersteller abhängig machst... (hatte den Fall aber noch nicht).
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#18

Beitrag von MattB90 » 16.10.2018, 13:05

Alles klar! Ich hatte auch bedenken ob des was macht, wenn die Kabel unter den Humbuckern durchgehen, also hinsichtlich irgendwelcher Störquellen. Aber dann schau ich mal, was mir gefällt.

Jemand noch Tips wie ich mit meinem Griffbrett am vernünftigsten umgehen könnte?

Benutzeravatar
headstock
Ober-Fräser
Beiträge: 680
Registriert: 19.09.2012, 13:46
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#19

Beitrag von headstock » 16.10.2018, 14:39

Moin,
also ich würde das GB auf keinen Fall unter Spannung aufschrauben und dann bearbeiten.
Ich hatte eins, dass durch das Bundieren leicht nach hinten verbogen war - das hat mir beim Aufleimen sogar den Hals nach hinten verzogen.

Ich würde bei Verdrehung das GB an den Enden so unterfüttern, dass du unter den hochstehenden Ecken was unter legst, und zwar so, dass es an beiden GB - Enden gleich viel ist.
Wenn der Drall also z.B. 1mm beträgt, fütterst du an den beiden hochstehenden Enden jeweils 0,5 mm unter.
Dann in die Fräslade und plan fräsen. Danach umdrehen und die andere Seite einfach nur plan fräsen.
Um noch weniger abfräsen zu müssen, würde ich das GB auch schon so kurz wie möglich machen, um den Drall noch zu minimieren.
Hoffe, das hilft
Gruß Martin

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#20

Beitrag von MattB90 » 18.10.2018, 12:12

Das hilft auf jeden Fall! Danke schonmal für die Antwort, das wird beherzigt! Vielleicht wär hier dann auch das Planfräsen mit der Oberfräse eher angebracht als mit der Dicktenhobelmaschine. Denke da sind die Schnittkräfte etc. besser kalkulierbar und absehbar. Oder vielleicht hol ich mir bis dahin ja auch den Safe-T-Planer?

Die nächsten Fragen - sorry :D :

1) Meine Decke hat 6,7mm Stärke, gecarved wird nix, nur noch am Schluss ordentlich geschliffen. Jetzt würde ich für das E-Fach und den Schalter einfach durch den kompletten Mahagoni-Korpus die Bohrungen/Fräsungen machen, Decke aufkleben und dadurch dann die Potis führen. Leider hab ich zZ keine Potis zu Hause rumliegen zum messen, aber reichen ca. 6,5mm als Dicke für die Potis zum montieren oder ist das zu dünn und die Potis ragen dann an der Gitarre ewig weit raus? Ansonsten dürft ich ja den Korpus nicht komplett durchfräsen bzw. erst nachdem die Decke oben ist fräsen.

Anderes Thema, darf ich hier im Wettbewerbs-Thread eigentlich so Anfängerfragen stellen oder sollte ich dafür zurück in meinen E-Gitarren-Thread gehen? :?:

So soll die Gitarre übrigends mal hoffentlich aussehen:

Zupfdi
Planer
Beiträge: 98
Registriert: 19.03.2018, 12:59
Wohnort: München
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#21

Beitrag von Zupfdi » 18.10.2018, 12:24

Hey Matthäus,
Also zwecks den Poti's, schau einfach bei Rall-online nach den Poti's die du dir bestellen willst und dort findest du immer auch die kompletten Abmaße. Es gibt nämlich auch welche mit kurzem und langem Gewinde.
lg Felix

Svenson
Planer
Beiträge: 53
Registriert: 02.07.2018, 17:41
Hat sich bedankt: 2 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#22

Beitrag von Svenson » 18.10.2018, 12:57

Zupfdi hat geschrieben:
18.10.2018, 12:24
und dort findest du immer auch die kompletten Abmaße.
Hi,
an der Stelle vielleicht nochmal nützlich bzw. erwähnenswert. Die Abmaße müssen nicht unbedingt stimmen. Im Beispiel meiner Brücke war der Saitenabstand mit 54mm angegeben. Letztenendes hat das was bei mir auf dem Tisch liegt einen Saitenabstand von 53mm. Wer da schon die Halsskizze oder Schablone fertig hat darf nochmal ran.
Keine Ahnung ob das im Beispiel der Potis dramatisch ist wenns n millimeter mehr oder weniger ist aber generell sollte man wirklich alles nochmal nachmessen

Grüße und viel Erfolg

Benutzeravatar
cabriolet
Holzkäufer
Beiträge: 171
Registriert: 12.09.2018, 09:50
Wohnort: Wetzlar
Hat sich bedankt: 20 Mal
Danksagung erhalten: 41 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#23

Beitrag von cabriolet » 18.10.2018, 17:02

Meistens haben die Potis zwei Muttern plus eine Unterlegscheibe und eine Zahnscheibe dabei. Damit kannst du sie in der Höhe verstellen: Erst eine Mutter auf´s Gewinde, dann die Zahnscheibe, das durch die Decke, dann U-Scheibe und zweite Mutter ´drauf.

Gruß
Markus

p.s.: Ich finde solche Fragen hier nicht schlimm und sehe keinen Grund sie nicht im Wettbewerbs-Thread zu stellen.

Benutzeravatar
MattB90
Planer
Beiträge: 69
Registriert: 04.04.2018, 15:42
Wohnort: München / Deggendorf
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 4 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#24

Beitrag von MattB90 » 05.11.2018, 10:03

Mit ein bisschen Verzögerung, danke euch für eure Antworten. Ich werd mir jetzt dann meine ganzen Hardware-Teile besorgen und alles wirklich an die Dinger anpassen, da hab ich ein besseres Gefühl. Meine Mechaniken und Steg/Stoptail welche zZ zu Hause liegen werd ich jetzt meiner Epiphone spendieren, da die Sachen Chrom sind und ich an der Gitarre schwarze Teile will.

Ich hab die letzten zwei Wochen auch wieder bissl was geschafft.
Halskantel hab ich auf ca 20mm runter gehobelt (von 50mm), weil ichs durch meine Handkreissägenaktion ziemlich verkackt hab (steinigt mich hierfür, mein Herz hat eh geblutet als die ganzen Mahagonispäne dalagen).
Dann die Kantel geschäftet in 15 Grad und die Platte sowie den Halsfuss angeleimt. Das Kopfplattenteil davor noch auf 16mm gehobelt.
Meine Schablonen für Humbucker und EFach sind fertig. Dabei hab ich einen tollen Trick angewendet, als kleinen „Schleifzylinder“ hab ich einen Bohrer mit Schleifpapier umwickelt. Danke dafür @Zupfdi !
Für die EFach Bohrungen hab ich schöne große 3-schneidrige Bohrer bis Größe 40mm hergenommen, die mein Vater mal bei einer Werkstattauflösung für 5 Mark das Stück erworben hat. (dance a)
Nur muss ich mir noch was einfallen lassen, wie ich die gleichen Formen grösser für die kleine Vertiefungen von den Deckeln sowie die Aussenformen für die Deckel als Frässchablonen bekomm (hoff ihr versteht was ich meine).

Schliesslich hab ich noch mein Griffbrett so gut wies ging abgerichtet. Ist noch ganz minimal verdreht, ich denk aber das macht jetzt nichts mehr, weil sich das ohne grosse Kraft mit einem Finger passend auf den Hals drücken lässt. Wer weiss, vielleicht juckt mich ja doch nochmal die Dummheit und ich korrigier des nochmal...

Für das "Abrichten" des Halses hab ich leider nicht hobeln können, da auf dreiviertelter Strecke des Halses eine Faserumkehr ist und ich ständig Ausbrüche hatte. Also hab ich einen Ausschnitt des Korpus genommen und eine Fläche mit dem Hobel geplant und diesen als Schleifklotz hergenommen, das hat mal super funktioniert!
Wo ich mir noch nicht sicher bin wie ich es gestalten möchte ist die Halsverbindung, da ich ja mein Top nicht carven möchte. Die Skizze solls mal verdeutlichen.
1) Hals wird so montiert, dass zwischen Body und GB ein Spalt ist (Halsverbindung soll Les Paul-mässig werden, also der hintere Teil des GB liegt aussen nicht mehr am Hals auf), welcher mit einem Keil ausgefüllt werden müsste. Für mich persönlich die unschönste Methode.
2) Der Hals wird soweit versenkt, dass das GB beim Humbucker auf dem Body aufliegt und an der Body-Hals-Verbindung in den Body eingelassen ist.
3) Selbiges wie bei 2, nur dass ich um die Halsverbindung doch rumcarve, entweder über die gesamte Breite der Gitarre oder nur lokal, dass es einen leichten Übergang gibt. Aber ich befürchte, dass es dann nicht schön aussieht, wenn sonst nichts gecarved ist.
Was meint ihr wär hier die beste Lösung?

Zupfdi
Planer
Beiträge: 98
Registriert: 19.03.2018, 12:59
Wohnort: München
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: [Elektrisch, Gitarre] Heavy Bird

#25

Beitrag von Zupfdi » 05.11.2018, 17:12

MattB90 hat geschrieben:
05.11.2018, 10:03
1) Hals wird so montiert, dass zwischen Body und GB ein Spalt ist (Halsverbindung soll Les Paul-mässig werden, also der hintere Teil des GB liegt aussen nicht mehr am Hals auf), welcher mit einem Keil ausgefüllt werden müsste. Für mich persönlich die unschönste Methode.
Hast du mal ausgerechnet wieviel mm denn dann das GB beim PU in der Luft schwebt. Weil auf den Bildern geht dein GB ja sehr gering in den Body hinein, wenn dass dann nur z.B. 1mm Luft zwischen GB und Bodie wäre, fällt das ja kaum auf.
MattB90 hat geschrieben:
05.11.2018, 10:03
2) Der Hals wird soweit versenkt, dass das GB beim Humbucker auf dem Body aufliegt und an der Body-Hals-Verbindung in den Body eingelassen ist.
die Option stelle ich mir rein fertigungstechnisch sehr schwierig vor. Vorallem dass dann am Ende kein seitlicher Spalt zw. GB und Bodie zu sehen ist. Also mit der CNC geht das natürlich, aber händisch wird das schon schwierig. Auf jeden Fall machbar, aber bietet Potential für Fehlstellen!

Das GB hast du schon auf finale Stärke geschliffen oder? Sonst könntest du bei Version 1) das GB am Ende so schleifen, dass es wie ein Keil aussieht (hoffentlich verständlich was ich meine) und falls das nicht mehr geht, ein Binding am GB ist nicht soo schwer, und das könnte dann die Luft zw GB und Bodie abdecken.
Aber zuerst würde ich mal ausrechnen, um wieviel Luft zw GB und Bodie es wirklich geht
lg Felix

Antworten

Zurück zu „Kategorie Elektrische Saiteninstrumente“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste