Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

Das Board für eure Bauberichte!

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#126

Beitrag von Sven2 » 20.11.2017, 21:15

bea hat geschrieben:
20.11.2017, 00:16
[...] Wenn Du gezielt da die Reifchen herausnimmst und durch die gleiche Sorte ersetzt, kannst Du eine saubere Stückelung erreichen.[...]
Hm ja, das könnte man machen. Würde mir aber nicht so sehr gefallen...
Ich denke, das Ganze hängt davon ab, wie leicht der Fischleim wieder aufgeht. Wenn die Verleimung leicht mit Wasser und Hitze aufgeht (wovon ich optimistischerweise ausgehe), dann tausche ich die Reifchen komplett aus. Ansonsten nur kritischen Abschnitte.
Daumendrücken!

Sven
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Re: Bodenwölbung: Teil 2

#127

Beitrag von Sven2 » 20.11.2017, 21:22

Yaman hat geschrieben:
20.11.2017, 07:25
[...]kann man nicht erst schleifen und dann die Reifchen einleimen? Dann hat man das Problem doch nicht.[...]
Die Reifchen sind im Grunde dünne, breite Holzstreifen, und die lassen sich nur in eine Richtung gut biegen. Aber ein bisschen was sollte auf die Gesamtlänge trotzdem gehen. Und bei meiner zweiten Gitarre habe ich die gleichen Reifchen verbaut und hatte das Problem nicht. Ich habe extra nochmal die alten Fotos durchgesehen.
Wie auch immer. Mit den inversen Reifchen existiert das Problem sowieso nicht. Und hübscher sind sie auch.

Sven
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Reifchenwechsel

#128

Beitrag von Sven2 » 21.11.2017, 00:33

Zum Reifchenwechsel habe ich mir bereitgelegt: Etwas Wasser (kellergereift), Tücher, ein Heißluftfön (sagt man so?) und ein Teppichmesser, welches ich mit dem Abziehstahl stumpf gemacht habe, da ich damit nur die Leimfuge aufhebeln aber nicht ins Holz schneiden will. Nass machen, heiß machen, abhebeln. Nichts leichter als das.
Es war dann doch etwas Gefummel, da der Fischleim sich nicht so leicht geschlagen geben wollte. Habe ich schon erwähnt, dass Fischleim wirklich vertrauenswürdig ist? Das muss Piranha-Leim sein. Die lassen auch nicht mehr los.
Ich hatte gehofft, dass eine Ende des Reifchen anheben zu können, um es dann allmahlich unter Zuführung von Hitze und Wasser vorsichtig am Stück abziehen zu können. Leider war das Reifchen nicht parallel zur Faser gesägt (warum auch?) und die Faserrichtung so diagonal zur Richtung des Reifchens, dass das Holz nach einem kurzen Stück schon abgerissen ist. Als ich es vom anderen Ende her probiert habe, war die Faserrichtung etwas günstiger. Das Stück im Bild war aber dann auch der größte Streifen, den ich am Stück abziehen konnte.
Es stellte sich dann heraus, dass es weniger auf die Hitze ankam, als mehr darauf, dem Wasser genug Zeit zu geben so weit ins Holz einzuziehen, dass der Leim weich werden konnte. Erst dann hat die Hitze etwas gebracht.
Die letzten Holzfasern und Leimreste habe ich dann mit einem nassen Leinentuch abrubbeln können. Nach dem Trockenfönen sah die Zarge wieder wie vorher aus. Keine Spur von Leimresten. Ein Hoch auf Fischleim! Oder Glutinleim allgemein.
Bei der Anprobe des neuen Reifchens konnte man sehen, dass nun deutlich mehr Leimfläche zur Verfügung stehen wird und auch genug Material, um um den Boden eine Randeinlage einlegen zu können.
Also Flugs eingeleimt und mit den Spezialreifchenwechselzwingen von Stewmac (den guten!) fixiert.
Mit den neuen Reifchen sollte die Bodenhaftung bestimmt nicht verloren gehen.

Ach ja. Danke an Bea für die Idee nur Segmente auszutauschen!

Sven
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Re: Reifchenwechsel

#129

Beitrag von bea » 21.11.2017, 01:44

Sven2 hat geschrieben:
21.11.2017, 00:33
Es war dann doch etwas Gefummel, da der Fischleim sich nicht so leicht geschlagen geben wollte. Habe ich schon erwähnt, dass Fischleim wirklich vertrauenswürdig ist? Das muss Piranha-Leim sein. Die lassen auch nicht mehr los.
Essig-Essenz hilft ...
LG

Beate

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Bodenbalken

#130

Beitrag von Sven2 » 04.12.2017, 23:02

Für die Bodenbalken war es wichtig, dass sie eine Krümmung entsprechend der Wölbung meiner Wölbungsschüssel bekamen, passend zur Stelle innerhalb der Wölbungsschüssel.
Dafür habe ich mir den Umriss des Bodens und die Position der Balken auf dem Schleifleinen, welches auf der Wölbungsschüssel lag, eingezeichnet.
Dann habe ich den Boden auf das Schleifleinen gelegt und den jeweiligen Balken als Lineal verwendet. Am Fugenstreifen habe ich, mit flach am Balken angelegten Stecheisen, zwei Schnitte gesetzt und am Rand des Bodens mit dem Stift zwei Striche gezogen.
Damit hatte ich eine ausreichende Orientierung für das Verleimen.
Die Balken hatte ich bereits so gekürzt, dass sie jeweils nur etwa anderthalb Zentimeter über den Rand des Bodens hinausragten.
Da das Zirikote eine recht glatte Oberflähe hat (kam schon so vom Espen), habe ich, nach dem Ausstechen des Fugenstreifens, mit etwas grobem Schleifpapier, die Leimstelle aufgeraut.
Dann kam das eigentliche Einschleifen dran.
Wie man auf diesem Bild erkennen kann, steht der Balken in der Mitte deutlich über dem Schleifleinen. Ich musste also einiges an Material wegnehmen.
Da mir das zu lange gedauert hätte, habe ich mit dem Hobel etwas grobe Vorarbeit geleistet.
Beim Einschleifen des Balkens in die Wölbung habe ich mir Zeit gelassen und versucht lieber exakt als schnell zu arbeiten. Durch die Vorarbeit mit dem Hobel, hat es trotzdem nie länger als fünf bis zehn Minuten pro Balken gedauert.
Durch die deutlich nach Außen verlängerten Striche, konnte ich die Position und Richtung gut einhalten. Dabei war es wichtig nicht seitlich zu kippeln, um den Balken nicht in Querrichtung ballig zu schleifen.
Nachdem alle Balken eingeschliffen waren, kam die Wölbungsschüssel ins Himmelbett, und ich konnte mit dem Einleimen beginnen.
Die Balken habe ich gut vorgewärmt, um ein größeres Zeitfenster für das Auftragen des Knochenleims zu haben.
Die anderen drei Böden sind bereits fertig, so dass ich als nächstes mit der Innenlackierung der Gitarren beginnen kann.

Sven
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Re: Reifchenwechsel

#131

Beitrag von Yaman » 05.12.2017, 06:59

Sven2 hat geschrieben:
21.11.2017, 00:33
Also Flugs eingeleimt und mit den Spezialreifchenwechselzwingen von Stewmac (den guten!) fixiert.
Die sind von Stewmac? Die sehen doch aus wie normale Wäscheklammern.

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Re: Reifchenwechsel

#132

Beitrag von hatta » 05.12.2017, 09:17

Yaman hat geschrieben:
05.12.2017, 06:59
Sven2 hat geschrieben:
21.11.2017, 00:33
Also Flugs eingeleimt und mit den Spezialreifchenwechselzwingen von Stewmac (den guten!) fixiert.
Die sind von Stewmac? Die sehen doch aus wie normale Wäscheklammern.
Hätt ich auch gesagt! Und so mancher verstärkt sie noch mit gummibändern ...
Gruß
Harald

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Re: Reifchenwechsel

#133

Beitrag von Sven2 » 05.12.2017, 19:19

Yaman hat geschrieben:
05.12.2017, 06:59
Die sind von Stewmac? Die sehen doch aus wie normale Wäscheklammern.
Da hab ich doch glatt die Ironie-Tags vergessen!
;-)

Sven
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Putzen

#134

Beitrag von Sven2 » 08.12.2017, 23:35

Heute nur ganz kurz.
Da die Gitarren nun bald zugemacht werden, ich sie aber noch innen mit Schellack lackieren will, ist nun die letzte Gelegenheit, das Holz ein letztes Mal sauber zu putzen und zu schleifen.
Dafür verwende ich gerne Schleifschwämme. Mit dem Bruchklingenmesser schneide ich sie mir passend zurecht.
Damit habe ich weiche Schleifklötze für jeden Winkel und jede Rundung.
Da ich wahrscheinlich sowieso der letzte bin, der die Innenseite der Gitarre sieht, muss ich mir wohl die Frage gefallen lassen, warum es was ausmacht, ob dieser Winkel sauber geschliffen ist?
Ich fürchte die Antwort hat etwas hiermit zu tun: http://gitarrebassbau.de/viewtopic.php? ... 88#p117588
;-)
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich noch ausprobiert, ob der Zwingenklotz für das spätere Aufleimen des Steges, den ich für meine zweite Gitarre gemacht habe, auch bei dieser passt.
Nach ein paar Anpassungen saß er an der richtigen Stelle. Der Klotz muss sich ja nur leicht festklemmen lassen, damit er nicht herunterfällt, wenn ich die Stegzwinge ansetze.
Da es vier Gitarren sind, wird das mit dem Putzen die nächsten Tage noch so weitergehen.

Sven
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Bodenbalken und Hohlraumversiegelung

#135

Beitrag von Sven2 » 10.12.2017, 23:44

Ach ja. Die Bodenbalken waren ja auch noch zu bearbeiten...
Zunächst mal musste ich mir möglichst genau markieren an welcher Stelle ich die Balken absägen und wo ich die Reifchen durchbrechen musste. Dafür habe ich mit einem weichen Bleistift (8B) das Ende der Balken geschwärzt.
Anschließend habe ich den Boden sehr sorgfältig auf dem Zargenkranz positioniert und an jedem Balken leicht mit der Leimzwinge fixiert, damit der Boden nicht verrutschen konnte. Dann habe ich immer eine der Zwingen entfernt und über einen Holzklotz einen kurzen Hammerschlag auf den Boden gegeben. Nicht so fest, als wollte man ein Bundstäbchen einschlagen, nur kurz und trocken.
Das Ergebnis war eine schöne Bleistiftmarkierung auf den Reifchen und eine sichtbare Kerbe im Balken, die das härtere Zargenholz dort hinterlassen hat.
Nun konnte ich die Balken exakt absägen und die Reifchen passend ausschneiden.
Bei der anschließenden Anprobe hat der Boden dann auch gut gesessen.
Die Bodenbalken wollte ich beim aktuellen Projekt nach der Romanillos-Methode schnitzen, das heißt an den Enden hoch und zur Mitte hin flacher.
Er beschreibt dies in seinem Buch "Making a Spanish Guitar": http://www.romanillosguitarbooks.com/sh ... ar/7569541
Sein Argument ist, dass Brücken ja auch in der Mitte dünner und leichter gebaut sind, als an den Enden. Eine Verringerung der Stabilität habe er bisher nicht feststellen können. (Bei den Balken und den Brücken...)
Sicher ist, dass auf diese Weise viel mehr Material vom Balken weggeschnitzt wird, wodurch sich eine Gewichtsersparnis ergibt. Außerdem bekommt man die Konsolen für die Balkenenden gleich mitgeliefert. Hat mich überzeugt, es mal zu probieren.

Zunächst habe ich, mit zwei Zentimetern Abstand zum Balkenende, den Brückenbogen aus der Balkenmitte geschnitzt. Am tiefsten Punkt sind die Balken nur noch etwas höher als breit.
Dann habe ich freihand, d. h. mit am Balken angelegter Fingerkuppe eine Mittelline gezogen und begonnen mit dem Stechbeitel einen spitzbogenförmigen Querschnitt in die Balken zu schnitzen. Meinen neuen Minihobel konnte ich dafür nicht verwenden, da der in dem konkaven Bogen nicht sauber greifen konnte. Ich muss mir wohl einen weiteren Geigenbauerhobel besorgen, der eine gewölbte Sohle hat. Mit dem Stechbeitel ging es aber auch gut.
Danach habe ich mit grobem und dann feinem Schleifpapier und Schleifschwämmen alles sauber geputzt.
Am Schluss sah es so aus. Der Boden ist immer noch gut versteift und passt, wie gesagt, sauber auf den Zargenkranz.
Der hintere Balken ist übrigens aus Cedro, da mir die Mahagonibalken ausgegangen sind.
Da ich zwischenzeitlich mit dem Schleifen der Innenseite der ersten Gitarre fertig war, habe ich gleich noch die ersten zwei Lagen Schellack aufgetragen. Die Innenlackierung soll die Gitarre vor plötzlichen Feuchtigkeitsschwankungen schützen. Auf die Stelle, wo ich mich namentlich verewigt habe, kommt kein Lack, damit das Holz nicht völlig versiegelt ist und ein minimaler Feuchtigkeitsaustausch mit der Umgebung stattfinden kann.
Ich bin jedes mal wieder begeistert, wenn ich sehe, wie der Schellack die Holzmaserung anfeuert. Es ist, als ob man ein Fenster zum Holz putzt.
Sven
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#136

Beitrag von bea » 11.12.2017, 00:20

Sehr cool, was Du da zeigst.
LG

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#137

Beitrag von Poldi » 11.12.2017, 05:30

bea hat geschrieben:
11.12.2017, 00:20
Sehr cool, was Du da zeigst.
dito.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#138

Beitrag von thoto » 11.12.2017, 12:18

Poldi hat geschrieben:
11.12.2017, 05:30
bea hat geschrieben:
11.12.2017, 00:20
Sehr cool, was Du da zeigst.
dito.
Ja, ich bin auch ganz baff! (clap3)
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#139

Beitrag von Yaman » 11.12.2017, 12:27

thoto hat geschrieben:
11.12.2017, 12:18
Poldi hat geschrieben:
11.12.2017, 05:30
dito.
Ja, ich bin auch ganz baff! (clap3)
Ebenfalls! Da traue ich mich kaum, mit meiner ersten Akustik-Gitarre anzufangen.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#140

Beitrag von Burghard » 11.12.2017, 13:27

Hallo Sven,
Wunderschöne Arbeit und sehr anschaulich erklärt.
Gruß Burghard

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#141

Beitrag von Sven2 » 11.12.2017, 19:18

bea hat geschrieben:
11.12.2017, 00:20
Sehr cool, was Du da zeigst.
Vielen Dank!

Sven
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#142

Beitrag von Sven2 » 11.12.2017, 19:20

Yaman hat geschrieben:
11.12.2017, 12:27
[...]
Ebenfalls! Da traue ich mich kaum, mit meiner ersten Akustik-Gitarre anzufangen.
Oh Nein! Daran möcht ich nicht Schuld sein!
Ich hatte gehofft, dass meine Doku hilfreich ist, nicht abschreckend...

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#143

Beitrag von filzkopf » 11.12.2017, 19:31

Wirklich tolle Doku!! (clap3)

Eine Frage von jemandem, der nur E-Gitarren baut und spielt: warum sind die Balken am Boden zu den Zargen hin dicker als in der Mitte? Bei Steelstrings ist das ja meines Wissens nach genau umgekehrt?
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#144

Beitrag von Sven2 » 11.12.2017, 19:40

filzkopf hat geschrieben:
11.12.2017, 19:31
Wirklich tolle Doku!! (clap3)

Eine Frage von jemandem, der nur E-Gitarren baut und spielt: warum sind die Balken am Boden zu den Zargen hin dicker als in der Mitte? Bei Steelstrings ist das ja meines Wissens nach genau umgekehrt?
Bei Konzertgitarren ist das normalerweise auch so. Wie ich im Text geschrieben habe, ist diese umgekehrte Schnitzmethode vom Gitarrenbauer Jose Romanillos, und die wollte ich einfach mal ausprobieren.
Wirklich schlüssige Begründungen gibt es für beide Schnitzarten nicht.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#145

Beitrag von filzkopf » 11.12.2017, 19:52

Ok.... danke! das reicht als Erklärung! :D

und wegen der tollen Bilder hab ich diesen Abschnitt des Textes wohl übersehen, sorry :D
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Boden-Innenlackierung

#146

Beitrag von Sven2 » 11.12.2017, 22:59

Da ich den Boden natürlich auch auf der Innenseite lackieren musste, war es nötig, genau zu wissen, wo die Leimflächen zum Zargen-/Reifchenkranz, dem Halsfuß und dem Endklotz sind. Auch dafür habe ich einen weichen Bleistift verwendet. Nachdem ich den gesamten Rand dick nachgezogen hatte, habe ich den Boden auf den Zargenkranz gesetzt und ein paar Runden mit den Händen am Rand entlang geklopft.
Das Ergebnis sah so aus. Nicht sehr deutlich, aber deutlich genug, um zu wissen, wo kein Schellack mehr hinkommen darf.
Natürlich muss ich das Graphit später wieder wegradieren und eventuell nochmal kurz über den Rand schleifen.
Ich habe zwei Lagen dicken Schellack mit dem Pinsel aufgetragen und sorgfältig verstrichen, wo er zu dick war. Man kann schön sehen, wo später die Leimflächen sind. In der Pause zwischen den beiden Lagen, habe ich dem Gitarrenkorpus innen nochmal eine dritte Lage verpasst.
Morgen bekommt der Boden ebenfalls noch eine dritte Lage. Dann darf der Lack für ein paar Tage trocknen. Bevor es ans Schleifen geht.
Da ich das Ganze noch für drei andere Gitarren machen muss, wird mir bis dahin auch nicht langweilig werden.

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Re: Boden-Innenlackierung

#147

Beitrag von bea » 12.12.2017, 01:40

Sven2 hat geschrieben:
11.12.2017, 22:59
Da ich den Boden natürlich auch auf der Innenseite lackieren musste, war es nötig, genau zu wissen, wo die Leimflächen zum Zargen-/Reifchenkranz, dem Halsfuß und dem Endklotz sind.
Ein weiterer Grund, hierzu verdünnten Fischleim zu verwenden.
LG

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#148

Beitrag von Yaman » 12.12.2017, 06:59

Sven2 hat geschrieben:
11.12.2017, 19:20
Yaman hat geschrieben:
11.12.2017, 12:27
[...]
Ebenfalls! Da traue ich mich kaum, mit meiner ersten Akustik-Gitarre anzufangen.
Oh Nein! Daran möcht ich nicht Schuld sein!
Ich hatte gehofft, dass meine Doku hilfreich ist, nicht abschreckend...
Nein, deine Doku ist mehr als hilfreich, sie setzt nur die Latte des Erreichbaren sehr hoch.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#149

Beitrag von bea » 12.12.2017, 11:40

Das ist aber nicht die erste Gitarre. An Deiner Stelle würde ich einfach mal drauflos bauen, natürlich sorgfältig und bedacht. Wie eigentlich immer merkt man da am besten, wo man etwas besser machen kann. Vielleicht kann man ja die erste so bauen, dass man nachträglich noch Korrekturen anbringen kann. (= dass sie sich relativ leicht öffnen lässt.)
LG

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#150

Beitrag von Sven2 » 12.12.2017, 22:35

Yaman hat geschrieben:
12.12.2017, 06:59
Nein, deine Doku ist mehr als hilfreich, sie setzt nur die Latte des Erreichbaren sehr hoch.
Wir betreiben hier ja keinen Wettbewerb.
:-)
Obwohl, einen Gitarrebassbau-Wettbewerb gibt es tatsächlich: viewforum.php?f=69
Allerdings hat schon länger keiner mehr stattgefunden.

Ein Tipp zur ersten Gitarre: Nimm dir für jeden Arbeitsschritt die Zeit, ihn genau zu durchdenken. Den ein oder anderen Arbeitsschritt erst mal an einem Stück Opferholz zu proben hilft auch.

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