LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

Das Board für eure Bauberichte!

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Svenson
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LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#1

Beitrag von Svenson » 20.05.2019, 20:05

Hallo,
nach meinem ersten Gitarrenbau wollte ich eigentlich erstmal ein paar Monate nichts bauen aber durch zuspruch von Freunden/in gings gleich weiter.
Diesmal möchte ich was die Anforderungen angeht noch ein bisschen weiter gehen und eine abgewinkelte Kopfplatte, Tun-o-matic, Halswinkel, Binding, gewölbte Decke und den Body selbst verleimen. Anfangs wollte ich eher etwas eigenes planen aber nachdem ich soviel LesP Bauthreads gelesen habe bin ich von dem Style so fasziniert das mir nun eine baue. Allerding wird vieles von den Maßen Original Svenson.
Analoges Gitarrendesignen

Der Korpus ist Sipo Mahagoni von Nebelheim
Das war ganz schön schweißtreibend bis ich den abgerichtet,gefügt und verleimt hatte. Mit dem Nr 62 und einer Stoßlade lief das fügen aber besser als erwartet. Da kam beim Lichttest nichtmal ein Lichtatom durch.
Nach dem verleimen musste ich dann nochmal abrichten... alles mit Bleistift markiert, geschliffen, gehobelt, markiert, geschliffen, geholbelt.mar....
Die Korpuszeichnung ausgeschnitten auf 4mnm Pappelsperrholr, auf 6mm Multiplex und auf 12 mm Multiplex
Dann hab ich den Korpus mit der Stichsäge ausgeschnitten und Bündig gefräst. Dabei sind mir leider 2 Ausrisse passiert die ich Spänen geflickt habe.
Dann wurde das E-Fach gefräst, der Toggle-switch und der Kabelkanal.
Der Body bekommt auch Luftkammern zur Gewichtseinsparung...
Das war der erste teil der Ausfräsung. Ich habe nochmal ordentlich Material rausgeholt....den Rand verschmäler und den Bereich hinter dem Stoptail und auch die anderen kammern noch nachgearbeitet davon habe ich aber keine Fotos mehr gemacht. Ebenfalls lief der kabelkanal doch sehr knapp an der Bridge lang also habe ich eine Leiste eingeklebt und weiter nach unten versetzt nochmal gefräst.

Das Top ist von Kaguit und war 20mm stark. Hier hat das Fügen nicht so schön geklappt wie beim Mahagoni...ich hab an den Stellen wo die Riegelung ist einfach keine absolut plane Fläche hinbekommen.. so ganz leicht wellig blieb es trotz hauchdünner, durchgehender Späne.
Gibt auch leider nur das Verleimfoto..
Hantelgewichte zählen leider nicht zu meinem Inventar... :oops:
Hat sich dann auch leider etwas verzogen da ich beim festzwingen zu sehr drauf geachtet habe das die Teile von der höhe her passen.
Und so sah es nach dem Bündigfräsen aus....

Svenson
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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#2

Beitrag von Svenson » 20.05.2019, 20:29

Weiter gings dann mit den Höhenlinien. Dabei ist mir an 2 Stellen die Fräse ins kippeln gekommen ...die obere Stufe ist nicht schlimm aber an der ersten ist der rand an einer Stelle nurnoch 4,5 statt 5 mm . Hier überlege ich, da die Stelle nicht lang ist, ob ich statt den übrigen Bereich abzusenken diesen Bereich mit Lack ausfülle.
Für die Kopfplatte habe ich mich dann im Schablonenthread bedient
Dann mit Matritzenpapier auf das Holz übertragen
Für den Hals nehme ich Aluprofile als Kante für den Bündigfräser...
Die Kopfplatte habe ich anfangs nur zur hälfte ausgeschnitten und dann die eigentliche Schablonenfräsung damit gemacht um es möglichst symetrisch zu haben.
Als nächstes steht der Halsbau an....

Grüße

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#3

Beitrag von Poldi » 20.05.2019, 20:55

Das sieht auf jeden Fall schon mal sehr gut aus.

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#4

Beitrag von Svenson » 25.05.2019, 20:36

...Danke :)

Ich hab inzwischen die Bodywölbung schonmal grob gehobelt...dazu hab ich einen Schabhobel genommen.
Den Rest wollte ich dann fix per Hand schleifen......der war gut nech.... :roll: Nee also das dauert mir zu lang...ich hatte nach 5 Stunden keinen Bock mehr gehabt und werd mir vom Nachbarn ne Maschine borgen.

Dann gings weiter zum Hals....
zum sägen hatte ich mir zwei kleine leisten gemäß dem Winkel geklebt..
verlaufen ist es leider trotzdem...ca. 1 cm
Verleimen wollte ich nach der Methode im Kochbuch...leider hatte sich die Zwinge gelockert die das Klötzchen hält welches die Kopfplatte am wegrutschen hindert. Bämm alles voller Leim..versucht die Zwinge nochmal festzuziehen..kapituliert und schnell den Leim abgewaschen. Nachdem das Holz wieder trocken war nochmal abgerichtet und dann verdübelt. Das ging dann Problemlos :)
Juchuu mein erster Scarf Joint
Dann die Halsstabnut gefräst und den Hals per Stichsäge ausgeschnitten. Ich bin da übervorsichtig und fräs lieber etwas mehr als zu knapp zu sägen oder zu Raspeln. Bei der Halsschablone habe ich die Kopfplatte abgeschnitten und mit 2 Aluleisten kontroliere ich ob die Mittellinien bündig sind...
Soweit ...gefräst wird morgen.

Grüße

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#5

Beitrag von penfield » 25.05.2019, 22:22

Schaut gut aus!
Weiter so...
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz, Mystery Guitar . Arbeitet an Les Paulownia und den Semmelblonden JMs um die Werkstatt dann endlich ausmisten zu können...

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#6

Beitrag von Svenson » 26.05.2019, 18:02

Heute habe ich im garten den Hals gefräst...lief problemlos.
Der Hals ist Sapeli von Schröter. Gestern beim sägen hat es die ganze zeit nach Weihnachtsgebäck gerochen...schönes Holz...werd mal n paar reststücke in die Räucherschale legen
Hab mit dem Rall Xl Fräser die erste bahn von oben gefräst und für den rest plus Kopfplatte die Fräse dann am Tisch genutzt. Als halsstab hab ich einen Dual mit Innensechskant genommen. Damit hatte ich gute Erfahrung und habe mal gelesen das beim Ausensechskant der größere Zugang eine schwachstelle bei den Gibbys ist. Kopfplattenwinkel beträgt übrigends 15 Grad.
Den Korpusübergang habe ich erstmal mit Übermas gefräst und werde sie später anpassen.

Das Kopfplattenfurnier wird aus Ebenholz
Dann habe ich mich noch der Wölbung gewidmet und diesmal mit Dreiecksschleifer bewaffnet. Ging flott. Die Übergange möchte ich noch etwas weicher aber den letzten Schliff werde ich machen wenn nichts mehr am Body gebaut werden muss....Erfahrung vom letzten mal (whistle)
Und nochmal beide zusammen:
Nun kommt der Halswinkel. Hierzu habe ich mal eine Video gesehen indem er gehobelt wird...glaube Crimson wars.
Das sieht sehr unkompliziert aus und werde ich auch so machen.
Wenn ich das richtig verstehe müsste ich die Brücke in Mittelstellung schrauben , höhe von Griffbrett plus 1,5-2mm addieren. Entsprechend hohes Hölzchen an Brückenposition befestigen und dann kanns losgehen.... ??? Korrigiert mich bitte wenn ich da was falsch mache...

Grüße :)

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#7

Beitrag von Svenson » 26.05.2019, 20:09

Hab das Video nochmal rausgesucht..https://www.youtube.com/watch?v=RfU5ckGt5nY.
Hatte ich doch nicht richtig in erinnerung. Meine Brücke hat 13mm höhe gemessen an der d und g saite. dann gibt er nochmal 2 mm hinzu. Griffbrett und Bundhöhe werden abgezogen statt addiert... also 13+2 - 6mm griffbrett und sagen wir hier zum rechnen mal 1,5mm bundhöhe. Müsste das Holzstückchen, welches die Brücke darstellt also 7,5 mm hoch sein.
Hat da zufällig schonmal jemand so gemacht??? Ich les in den bauthreads immer nur von der Fräslade um den Winkel zu fräsen....

Grüße

Nachtrag: Hatte gestern nacht im Bett noch gegrübelt warum meine Brücke nur 13mm hoch ist und er im Video von 17mm redet. Hab die Bolzen nicht mitgerechnet...die sind 4 mm ...macht also 17. Dann konnte ich schlafen :D

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#8

Beitrag von Svenson » 02.06.2019, 19:29

Sooo..neues im Hause Svenson:
Glaube ich habe das Top so herum verleimt, dass ich gegen die Wuchsrichtung gehobelt habe...jedenfalls ging es so dermaßen schlecht, dass ich letztenendes geschliffen habe.
Der Hals hat noch Extension bekommen. In meiner Restekiste befand sich noch ein Stück Kahya Mahagoni. Das passt zwar farblich nicht zum Sapelli aber als Finish wird eh alles deckend lackiert.
Apropos Finish..... Paulchen wird mit Blaubeerkompot garniert
https://www.google.com/url?sa=i&rct=j&q ... 1907618455

Den Halsfuß und Zapfen habe ich im Fräßjig angepasst.
Dann gings daran den Halswinkel mit einer improvisierten Winkelschmiege auf den Halsfuß zu übertragen.
Zum Schneiden habe ich ein Multiplex Brettchen zurechtgesägt und den Hals im passenden Winkel im Schraubstock eingespannt
Anschließend noch mit dem Stechbeitel "aufgeräumt"
Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.....

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#9

Beitrag von Svenson » 06.06.2019, 19:49

Das Griffbrett sollte diesmal auch selbst geschlitzt werden. Nach der Erfahrung vom ersten Bau habe ich dafür eine Sägelade gebastelt und eine Mensur-Schablone besorgt.
Das ungehobelte Palisander-Griffbrett musste erstmal gebügelt werden...
Dann gings ans sägen:
Ich muss zugeben es hat mich ganz schön viel Zeit gekostet, bis ich das Jig soweit hatte, dass ich mich an das Griffbrett getraut habe....deshalb bin ich bei diesem Anblick stolz wie Oskar (dance a)
Ich kann mich nur wiederholen: Ich bin gespannt....

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#10

Beitrag von Poldi » 06.06.2019, 21:21

Wir auch...

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#11

Beitrag von DoppelM » 06.06.2019, 22:28

Oida. Dieser Hobelspan. Womit hobelst du und wie schärfst du das ding?
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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#12

Beitrag von Svenson » 07.06.2019, 06:59

DoppelM hat geschrieben:
06.06.2019, 22:28
Oida. Dieser Hobelspan. Womit hobelst du und wie schärfst du das ding?
Zum Hobel habe ich hier mal was geschrieben: https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... 75#p149154

Die Klinge ist SK4 und in einem 35 Gradwinkel umgeschliffen.
Zum Schärfen habe ich einen ganz groben Stein mit 120/240. Den benutze ich falls mal Kerben in der Klinge sind (kam beim 25 grad winkel vor) oder zum umschleifen. Das war irgendwas günstiges aus dem Baumarkt.
Ansonsten einen Japanischen Kombi-Wasserstein mit 1000/6000 Körnung https://www.dictum.com/de/king-sun-tige ... -mm-711007

Dann benutze ich noch eine Schleifführung und um beim nachschärfen den Winkel beizubehalten Schablonen.
Wird hier sehr gut erklärt.. http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Re ... ommt-es-an
Ich hab die günstige Führung und muss leider sagen, dass die Klingen schief werden.. Liegt zwar noch im brauchbaren Rahmen aber es stört etwas beim Einstellen des Hobels ...

Feueranzünder für die Lagerfeuersession hab ich mittlerweile Säckeweise :D

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#13

Beitrag von DoppelM » 07.06.2019, 08:20

Ah..... der steht bei mir auf der Wunschliste... :)
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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#14

Beitrag von Svenson » 09.06.2019, 21:20

Soooo...

Beim Anfertigen der Halstaschen-Schablone ist mir aufgefallen das der zapfen noch etwas feintuning in der rechtwinkligkeit brauchte..... Dafür habe ich um einen Winkel Schleifpapier gefaltet.

Um die Schablone mittig zu platzieren habe ich eine Aluleiste bündig zur Halsmittellinie aufgelegt und ein Brett an der Korpusmittellinie...
Nach dem Fräsen sah es dann so aus:
Leider funktioniert wohl der Tiefenanschlag meiner Fräse nicht mehr richtig und ich bin 2-3 zehntel zu tief mit der Tasche
Wurde dann mit dem Hobel angepasst

Der Übergang schaut gut aus..
Die Kopfplatte wurde mittels Japansäge, Stechbeitel und Schleifbrett auf durchgehende Dicke gebracht...
Beim werken dann nicht aufgepasst und die Ecke an und abgestoßen..


Die Kante des Kopfplattenfurnier wird passend zum Sattel angewinkel
Das Girffbrett wurde diesmal schon vor aufkleben dem in Form gefräst abzüglich 1,5mm Bindingfalz.
Hier mal das Griffbrett aufgelegt:
Die kleinen Nägel machen einem die Arbeit wesentlich leichter. Lief super...bei meiner ersten Gitarre hatte ich es ohne gemacht und verglichen dazu war es diesmal ein Kinderspiel,
Und so sieht gerade aus.... das GB und ein Schraubzwingen Gruppenfoto

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#15

Beitrag von Svenson » 11.06.2019, 12:05

Gestern habe ich mich der Pickup-Ebene gewidmet und wieder mit dem Schleifbrett gearbeitet.
Die Leiste habe ich anfangs aufgeklebt aus Angst was am Halswinkel zu ändern sollte ich mal abrutschen. Bewirkt aber, dass man nicht voll durchziehen kann . Wurde daher wieder entfernt. Ging auch problemlos ohne...
Dann wurde das Ebenholz Furnier aufgeleimt. Leider konnte ich in meiner Unordnung den Knochensattel nicht mehr finden, also wurde improvisiert...
Da es etwas gewellt war wurden möglichst viele Schraubzwingen angebracht.

Nach dem Bündigfräsen schauts nun so aus:

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#16

Beitrag von Svenson » 11.06.2019, 12:16

Hier nochmal eine Vollansicht:

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#17

Beitrag von Haddock » 11.06.2019, 17:23

Guten Abend,

schaud sehr gut aus, ich bin gespannt wie es weiter geht!

Gruss
Urs

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#18

Beitrag von Svenson » 11.06.2019, 23:21

Danke, und hiermit...:
Den Hals-Korpus Übergang hatte ich auf der Korpus-Schablone großzügig berücksichtigt...

Grüße

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#19

Beitrag von Svenson » 15.06.2019, 17:16

Das Binding ist mittlerweile am Body und die Decke nochmal angepasst.
Jetzt mir ein ganz dämlicher Fehler aufgefallen...meine Brücke ist 15 mm statt 17mm.
Ich habe die Teile einzeln ausgemessen und z.B. nicht aufgepasst, dass die Brücke unten an der Bolzenauflage abgesetzt ist. Hab mich dann an das Video gehalten und nun ist der Halswinkel ziemlich steil da ich auch noch 2 mm zusätzlich habe. Ist mir dummerweise jetzt erst aufgefallen wo das Griffbrett schon verleimt ist. Nun habe ich also 2mm extra+ 2mm da die brücke kleiner ist + den Abstand Saite zum Bund. Müsste also die Brückenbolzen ca 6 mm rausdrehen. Das würde mich wahrscheinlich stören.

Mein geplantes Vorgehen wäre den Halswinkel am Body nach zu schleifen. Diesmal würde ich von 15mm ausgehen und die 2mm extra weglassen. Demnach 15mm Brücke - 6mm Griffbrett- 1,2mm Bundhöhe = ein 8mm Holz als auflage für das Schleifbrett
Die Halstasche nachfräsen und den HalsfußWinkel mit Spänen grob füttern und dann mit Stecheisen anpassen.

Für andere Ideen oder Tipps zum geplanten Vorhaben wäre ich sehr dankbar...

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#20

Beitrag von Svenson » 15.06.2019, 21:43

Hier noch ein paar Fotos:
Der Hals wurde schonmal grob auf dicke gefräst und eine Volute berücksichtigt.
Den Bindingfalz habe ich problemlos mit einem Falzfräser in der Oberfräse gefräst.
Anfangs wollte ich mit Aceton verkleben. Hierzu hatte ich versuche leider nur mit kurzen Stücken gemachtt.
Den Umgang mit dem langen BindingStreifen sowie dem HeißluftFön hatte ich etwas unterschätzt. Das erste Binding hat sich etwas um sich selbst geschlungen. Letztenendes hab ich Sekundenkleber genommen und den HeißluftFön versucht zu vermeiden...
Da das Binding und die Ahorndecke am Rand stellenweise 6 cm hoch sind , habe ich die Oberkante der Decke im Fräsjig auf 5 mm reduziert. Der Nagel befindet sich 1/2 Fräserdurchmesser hinter den Mittelpunkt.
An die Stelle hatte ich beim Falzfräsen nicht gedacht. Die hätte ich mir sparen können :roll: .
Das mit dem Halswinkel ist nun wirklich ärgerlich aber da der Hals noch nicht verleimt ist noch zu retten ...

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#21

Beitrag von cabriolet » 16.06.2019, 12:19

Svenson hat geschrieben:
15.06.2019, 17:16
Mein geplantes Vorgehen wäre den Halswinkel am Body nach zu schleifen. Diesmal würde ich von 15mm ausgehen und die 2mm extra weglassen. Demnach 15mm Brücke - 6mm Griffbrett- 1,2mm Bundhöhe = ein 8mm Holz als auflage für das Schleifbrett
Die Halstasche nachfräsen und den HalsfußWinkel mit Spänen grob füttern und dann mit Stecheisen anpassen.
Kommt darauf an, was dir in Sachen Optik wichtig ist. Bei deinem geplanten Vorgehen änderst du ja die gesamte Deckenform und die Höhe der Wölbung.
Ich würde das ganz anders machen und nur am Hals nacharbeiten: Das Griffbrett auf der Unterseite keilförmig ausarbeiten, in dem Bereich, in dem es auf der Decke aufliegt. Damit hat es zwar in der Seitenansicht zwar keine durchgehend einheitliche Dicke, ich finde das aber das deutlich geringere Übel als eine komplett geänderte Decke. Ab hier geht´s dann so weiter wie du vorschlägst. Ob du dabei die Haltasche passend ausfräst oder den Hals auf der Unterseite nacharbeitest, ist eigentlich egal. Aber auch da würde ich am Hals arbeiten, weil´s einfach einfacher ist ;), das geht schnell mit dem Hobel oder Raspel/Feile/Schleifklotz.
Und ja, dem Übergang Halsfuß/Korpus kannst du mit dem Stecheisen korrigieren, aber Füttern musst du da nicht, nur nach oben hin keilförmig ein wenig wegnehmen.
Und zwischendrin immer wieder anprobieren, anprobieren, anprobieren.

Gruß und viel Erfolg.
Markus
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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#22

Beitrag von Svenson » 16.06.2019, 13:47

Hallo, super vielen Dank. Das ist nochmal ein ganz andere Ansatz.

Das stelle ich mir aber schwieriger vor einen Keil ins Griffbrett zu schnitzen und dann die unterseite des Zapfens anzupassen.
Das Aufgeleimte Griffbrett verkompliziert die sache etwas da sich nur schwer überprufen lässt ob der Zapfen schön am Taschenboden aufliegt. Zumindest wüsste ich gerade nicht wie ich da vorgehen würde.

Ich glaub ich verdeutliche nochmal wie ich das meinte da ich an der Wölbung nur das ändere was ich ohnehin weggenommen hätte.
Ich würde mit dem Schleifbrett nur den roten Bereich korrigieren.
Am Binding dann wirklich nichts oder so gut wie nichts wegnehmen, damit die Korpushöhe insgesamt beibleibt.
Ich arbeite vom Griffbrettende bis zum Binding
Den Winkel dann auf den Taschenboden übertragen mit der Oberfräse ...auch hier aufpassen das die Tasche insgesamt nur wenige zehntel tiefer wird.
Jetzt dürfte der Zapfenboden etwas Luft zum Boden der Tasche haben daher einen Furnierstreifen einleimen sodas das Griffbrett minimalst über dem Body sitzt. Dann den Zapfen vorsichtig abschleifen bis das GB aufliegt.

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#23

Beitrag von cabriolet » 16.06.2019, 20:12

Svenson hat geschrieben:
16.06.2019, 13:47
Am Binding dann wirklich nichts oder so gut wie nichts wegnehmen, damit die Korpushöhe insgesamt beibleibt.
Ich arbeite vom Griffbrettende bis zum Binding
Und genau das wird nicht funktionieren, da du den Winkel ja flacher machen musst. Die Binding-Oberkante ist dabei deine "Drehachse", nicht das Griffbrettende.

Ich habe das mal schnell aufgezeichnet, mit deutlich übertriebenen Winkeln.
Grün ist deine aktuelle Deckenwölbung, rot willst du erreichen. Dazu muss alles Holz zwischen rot und grün weg.
Und lass´ dich nicht von dem Ben-Crowe-Video irritieren, der hat die Deckenwölbung noch garnicht ausgearbeitet, wie du an dem Überstand über das Binding hinaus erkennen kannst. Er hobelt mit passendem Brücken-Erstaz bis auf das Binding hinunter und erhält dadurch den passenden Winkel, die Deckenwölbung macht er später.

Gruß
Markus

edit: keine Ahnung warum das einen Doppelpost gegeben hat, und einer davon ist auch noch ohne Bild (think)
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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#24

Beitrag von Svenson » 16.06.2019, 20:52

Hmm... aber an deiner Zeichnung wird doch auch deutlich, dass sich die Höhe am Drehpunkt nicht ändert.... das meinte ich doch. Das Holz zwischen rot und grün wäre ja auch weg hätte ich gleich den niedrigeren Winkel geschliffen. Ich schleife ja von der Brücke ausgehend richtung Hals.
Oder ich check noch nicht so ganz vorauf du hinaus willst....

Ja dieses Crimson-Video hat mich wohl etwas irritiert. Mein Winkel liegt jetzt bei ca,5,5 gemessen mit einem Geodreieck. Wenn ich die Unterlage nur 8mm statt 12 mm mache würde der Winkel 4,5 betragen. Ich hätte die Brücke gleich als ganzes ausmessen sollen...die Bolzen in ein Probeholz bohren..das hatte ich nicht und dann noch die angeblichen 17mm Standarthöhe im Ohr

Auf jedenfall schonmal danke für die Hilfe


Nachtrag: das seitliche Foto vom korpus zeigt im roten Kreis die hervorstehende kante wo ich das Schleifbrett auflege...das Binding berühre ich bis zum Schluss nicht.. Also von deiner Zeichnung ausgehend würde ich im Bereich der gepunkteten grünen Linie anfangen runterzuschleifen

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Re: LP-Style 25.5, chambered "Paulchen"

#25

Beitrag von cabriolet » 16.06.2019, 21:05

Svenson hat geschrieben:
16.06.2019, 20:52
Das Holz zwischen rot und grün wäre ja auch weg hätte ich gleich den niedrigeren Winkel geschliffen. Ich schleife ja von der Brücke ausgehend richtung Hals.
Dann meinen wir beide das Gleiche, dein Nachtrag zur Korpus-Seitenansicht hat´s geklärt. Es fällt eben mehr Material weg als der Bereich, den du in dem Bild darüber markiert hattest.

Gruß
Markus
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