Erstbau Explorer-Style Linkshand

Wie baue ich mir eine elektrische Gitarre?

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jz5e
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Erstbau Explorer-Style Linkshand

#1

Beitrag von jz5e » 02.05.2020, 09:54

Hallo,

nachdem ich bereits schon mal das Forum bemüht habe wegen einiger Fragen, möchte ich, nun, da die ersten paar Schritte gemacht sind einen Bauthread erstellen.

Die Gitarre wird mein Erstbau (ich habe zwar schon eine akustische Gitarre in einer Manufaktur gebaut, aber natürlich mit viel Unterstützung) und deshalb muss ich mich auch erst mal (wieder) mit den Werkzeugen vertraut machen.
Nach einer länglichen Planungsphase bin ich nun So weit, dass ich fast alle Schablonen zum bündigräsen angefertigt habe. Im Moment fehlt noch die für den Hals, aber da gibt es ein Problem, was ich später ansprechen möchte.

Geplante Specs:
- Ahornhals mit Walnussgriffbrett und schräger Kopfplatte (Walnuss noch nicht vorhanden)
- Eschenkörper (ca. 40mm) mit Ahornaufleimer (5mm), evtl. mit Walnuss-Trennfurnier (Esche und Walnuss sind beide noch nicht vorhanden)
- zwei Humbucker mit einem Masterton- und einem Mastervolumeregler (wenn möglich Halspickup splitbar mit Push-Pull-Poti am Tone und Killswitsch am Volume)
- Mensurlänge 629 mm
- Hals geschraubt mit dem Halspickup in den Hals eingelassen, um Platz zu gewinnen



Begonnen habe ich mit der Schablone für die Kopfplatte: MDF grob zurechtgeschnitten mit der Stichsäge und dann mit Feilen auf die gewünschte Form gebracht.
Für die Schablone mit den Humbucker-Aufnahmen habe ich generische Messwerte aus dem Internet genommen, ich hoffe, dass ich da nicht mehr ran muss. Damit die Linien auch alle schön gerade sind, habe ich mir immer zusätzlich ein gerades Stück Restholz eingezwungen und mit Bleistift markiert, sodass ich sehen konnte, wann ich bündig oder schräg bin. Das war zwar zeitaufwändig hat aber ganz gut funktioniert, die Toleranzen liegen knapp unter einem Millimeter.
Für die Halstasche habe ich ein ähnliches Vorgehen verwendet.
Beim Body wäre das extrem langwierig gewesen, also habe ich ein ähnliches Prinzip angewandt, und die Ränder bündig gefräst, den Rest wieder mit Feilen bearbeitet.
Zu diesem Zeitpunkt war ich sehr zufrieden, denn das Fräsen hat erstaunlich gut funktioniert.

Gestern wollte ich dann das gleiche mit der Schablone für den Hals machen und immer, wenn ich die Fräse angemacht habe, hat sie stark vibriert. Eigentlich habe ich nichts anders gemacht, aber der Fräser scheint wohl plötzlich unrund zu laufen. Die waren sehr günstig von Amazon, aber nachdem ich ihn nicht fallen gelassen habe oder so und das Kugellager wackelt, schiebe ich es darauf.

Welche Bündigfräsermarken benutzt ihr und welche Längen brauche ich unbedingt für den Gitarrenbau? Kugellager unten oder oben?
Ich habe die Möglichkeit, meine Oberfräse in einen selbstgebauten Tisch einzubauen.

Als nächstes würde ich dann die Halsschablone machen und dann alle Schablonen noch einmal mit einem Bündigfräser kopieren, um präzise Kanten zu bekommen.

Eine Frage habe ich noch zu den Humbuckern: Wo liegt der Unterschied zwischen 2- und 4- adrig und kann ich jeden Humbucker auch als Singlecoil schalten? Das wäre mein erster Satz hochwertiger Humbucker, ich habe jetzt das Set von Seymour Duncan (https://www.thomann.de/de/seymour_dunca ... bucker.htm) ins Auge gefasst. Gibt es da Erfahrungsberichte oder Empfehlungen für andere Marken?
Selber wickeln erscheint mir etwas aufwändig oder liege ich da falsch?

Vielen Dank für's Lesen und eure Empfehlungen!

VG und bleibt gesund,

Nico

PS: Das letzte Stück im MDF ist für eine Stoßlade zum fügen des Aufleimers gedacht, die war jetzt aber zu niedrig und ich muss noch mal was aufleimen, um auf die Höhe der Hobelklinge zu kommen
PPS: Gibt es Tricks zum Abrichten von Hobeln (ohne die Sohle rund zu schleifen) und Korund-Schleifsteinen (Sandpapier hat nicht gut geklappt und mir circa eine Woche Zeit gekostet, das war vielleicht eine Zuchthausarbeit)?
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#2

Beitrag von MattB90 » 02.05.2020, 12:16

Explorer steht bei mir auch ganz weit oben auf der Liste. Ich bin gespannt auf den Baubericht :D
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#3

Beitrag von flyaway » 02.05.2020, 12:30

Hallo Nico,

Bei 4-adrigen HB sind beide Singlecoils rausgeführt, so dass du 3 Möglichkeiten hast:
- In Reihe
- Parallel (In Phase, Out Phase)
- sowie Singlecoil
Bei Rockinger gibt’s eine gute Anleitung dazu:

https://www.rockinger.com/das-rockinger ... chaltungen

VG,
Steffen

P.S.
Die Explorer-Form wird auch meine nächste (erstlingswerk) ...
Ich freu mich auf den thread.

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#4

Beitrag von Docwaggon » 02.05.2020, 13:13

jz5e hat geschrieben:
02.05.2020, 09:54
Welche Bündigfräsermarken benutzt ihr und welche Längen brauche ich unbedingt für den Gitarrenbau? Kugellager unten oder oben?
Ich habe die Möglichkeit, meine Oberfräse in einen selbstgebauten Tisch einzubauen.
schau mal hier :
welche fräser :
https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... 25#p119742
wo kaufen :
https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... er#p146935

bei rückfragen schreib mich einfach kurz an ..

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#5

Beitrag von jz5e » 03.05.2020, 12:28

Gestern habe ich mit dem anderen Bündigfräser aus dem Set weiter gemacht und die Schablone für den Hals so weit fertig gemacht zum duplizieren, die Kopfplatte wird separat in Form gebracht, also nicht wundern. Sobald mein Aufleimer gefügt ist, kann ich dann die Schablone für den Korpus auf die Endgültige Form bringen, das hängt dann nämlich davon ab, wie breit der Aufleimer maximal ist.
Alle anderen Schablonen habe ich jetzt, wie im Bild gesehen, mit Kreppband beklebt, mit einem Hammer fest darüber gefahren und dann mit Sekundenkleber zusammengefügt, den Trick habe ich von Crimson Guitars und der klappt echt gut!
Konkret werde ich also als nächstes meine Stoßlade fertigstellen, den Aufleimer fügen, alles bündig fräsen und dann Holz besorgen.
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#6

Beitrag von jz5e » 03.05.2020, 12:30

@Alle, vielen Dank für die Tipps schon mal!

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#7

Beitrag von jz5e » 04.05.2020, 20:25

Um den Begriff "Axt" auch konsequent durchzuziehen, spiele ich mit dem Gedanken, das Top so anzuschrägen, dass die darunter liegende Holzschicht und das Trennfurnier zu sehen sind. Ein Beispiel von Kiesel Guitars seht ihr hier: https://de-de.facebook.com/kieselguitar ... =3&theater

Angehängt findet Ihr ein paar schnelle Entwürfe, über Meinungen bezüglich Optik und auch Haptik/Ergonimie bin ich sehr dankbar. Ein paar von den Designs sehen schon echt reizvoll aus, ein paar eher nicht so.

Wegen des Finish bin ich mir ohnehin noch unsicher, ob ich die Decke farbig beizen will oder nicht. Irgendwie hat mich aber die Hochkant-Ansicht von den Zeichnungen an ein Kleid erinnert, also evtl. ein kleines Schwarzes?
Dann würde aber der gestockte Steifen nicht mehr so zur Geltung kommen.
Hierzu dürft Ihr mir auch eure Expertenmeinung sagen, falls Ihr wollt :)

Viele Grüße,

Nico
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#8

Beitrag von cabriolet » 05.05.2020, 16:08

Bei Linkshänder-Gitten muss ich erstmal umdenken, aber spontan sage ich 1 oder 4. Die Abschrägung gehört für mich nach oben, sowohl optisch, als auch aus Ergonomie-Gründen (der re.... ähhhh... linke Unterarm muss ja irgendwo hin).

Gruß
Markus
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#9

Beitrag von jz5e » 15.09.2020, 12:52

Hallihallo,

Nach einem etwas stressigeren Semester habe ich nun wieder Zeit mich meiner Gitarre zu widmen, und bald kann es richtig los gehen!

Mit meinen Schablonen bin ich jetzt sehr zufrieden und alle sind fräsbereit und haben eine Mittellinie aufgezeichnet, damit das Anbringen gut klappt.

Mittlerweile habe ich meine Stoßlade angefertigt, dann habe ich ein Stück Fichte was ich übrig hatte zur Übung mit meiner Japansäge aufgetrennt und dann gefügt. ( Leider war mein Sägen ziemlich übel und der Bookmatch war dann nicht wieder herzustellen wegen den Sägespuren). Die Leimfuge war dabei richtig dicht und deswegen habe ich mich dann an meinen Aufleimer getraut.

Trotz der Gewichte (siehe Foto) sind die beiden Flächen leider nicht aneinander anschließend und ich werde wohl einen Dickenschleifer oder ähnliches konsultieren müssen, damit das wieder perfekt ist.

Außerdem habe ich jetzt alles, was ich an Holz brauche besorgt:
- Griffbrett Walnuss
- Korpus Esche
- Hals Ahorn
- Aufleimer Ahorn
- Trennfurnier Walnuss (nicht im Bild)

Mir ist aufgefallen, dass ich meine Gitarre sehr dick geplant hatte, und dass das sehr schwer wird, wenn ich es so mache. Das lag unter anderem daran, dass ich 20mm tief fräsen wollte, wo die Pick-Ups eingelassen sind. Diese sind aber selbst nur circa 20mm dick, also kann ich da noch mal 5 mm oder so holen denke ich. Wie weit sollten Humbucker über die Decke hinausragen? 5mm? Oder besser: Wie weit müssen Humbucker von den Saiten weg sein, damit die Elektromagie bestmöglich funktioniert?
Wenn die Pick-Ups nicht so tief eingelassen werden müssen, kann ich auch meine Halstasche weniger tief fräsen und damit die ganze Gitarre etwas schlanker gestalten.

Der Hals wird ja geschraubt: Wie lang sollte so eine Schraube sein? Würden theoretisch 10mm im Hals und 10mm im Body reichen? Oder lieber 15mm im Hals und 10mm im Body? Anders herum?

Wie schraubt ihr eure Hälse? ich finde diese Schrauben ganz gut, die man rein dreht mit einem großen Gewinde, die ein metrisches Innengewinde haben. Wie heißt das im Fachjargon?
Ist die Idee, eine Platte zum Anschrauben (wie Fender etc) zu verwenden gut? Oder soll man besser die Schrauben einlassen?

Mein nächster Schritt ist es jetzt, meinen Plan nochmal gut durch zu gehen und mein Holz dann dementsprechend auf Dicke zu bringen.

Dann kann ich den Aufleimer und das Trennfurnier auf den Korpus leimen und diesen aussägen, mit meiner Schablone fräsen und abschleifen.

Danach greife ich beim Hals an :)

Ich hoffe meine lange Pause hat euer Interesse nicht geschmälert und ihr könnt mir weiterhin mit eurem Wissen beiseite stehen.
Dafür schon mal Danke:)

Bleibt gesund,

Nico
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#10

Beitrag von cabriolet » 15.09.2020, 14:10

jz5e hat geschrieben:
15.09.2020, 12:52
Wie schraubt ihr eure Hälse? ich finde diese Schrauben ganz gut, die man rein dreht mit einem großen Gewinde, die ein metrisches Innengewinde haben. Wie heißt das im Fachjargon?
Einschraubmuttern, auch bekannt unter dem Namen "Rampa-Muffe", wobei Rampa ein Markenname ist (wie Tempo beim Tempo-Taschentuch).

Zu deinen grundsätzlichen Fragen: So eine Explorer ist ein riesiges Ding, deshalb würde ich die aus Gewichtsgründen bei Esche so dünn machen wie möglich und/oder aushöhlen. "So dünn wie möglich" heißt sowohl, dass dir das optisch noch gefallen muss, als auch dass die Elektrik hineinpasst. Über die Tiefe der Pickup-Fräsungen würde ich mir da erstmal keine Gedanken machen, da bleibt definitiv genug Material unterhalb. Stolperstelle ist eher der PU-Wahlschalter, die bei der Explorer meist verwendeten Paula-üblichen Toggles verlangen nach fast 35mm Innenhöhe, die für die Gibson SG kommen aber mit etwa 25mm aus. Da musst du dann immer noch die verbleibende Bodenstärke bedenken.
Beim Hals und der Halstasche kannst du dich wegen Schraubhals ja grob an den Fender-Maßen orientieren (grob deshalb, weil du je nach Brücke und Halsüberstand einen Halswinkel brauchst). Fender-Schraubhälse sind standardmäßig incl. Griffbrett 1" dick, also etwa 25mm. Und die Halstasche ist etwa 5/8" tief, also etwa 16mm. Korpusdicke minus diese 16mm verbleibt dir also als Korpusholz noch unterhalb vom Hals.

Eine übliche Explorer ist 1 1/2" bis 1 5/8" dick, also grob um die 38 bis 41mm. Wenn es dir optisch gefällt, würde ich an deiner Stelle eher 35mm anstreben, das geht dann aber nur mit dem SG-Toggle.

Gruß
und: Hau ´rein!

Markus
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#11

Beitrag von jz5e » 15.09.2020, 16:13

Danke für die schnelle Antwort und die vielen Tipps :),

das mit dem Pickup habe ich erwähnt, weil ich durcheinander gebracht habe, dass ich schon mal einen Thread erstellt habe, als ich noch in der Planung war:

https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic.php?f=6&t=8915

Der Hals soll bei mir ähnlich wie bei den PRS Gitarren tief in den Korpus hinein gehen, um die Bespielbarkeit zu fördern. Daher kann ich mich nur bedingt an den meisten Fender-Gitarren orientieren.

Mein Fehler, ich dachte, dass das hier zu finden ist.

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#12

Beitrag von cabriolet » 15.09.2020, 17:20

Ah, ok. Nach einem Blick in den anderen Thread, und da vor allem auf das erste Bild, weiss ich was du meinst. Dort sprichts du von einer Halskantel-Dicke von 33mm. Dann bliebe tatsächlich bei meinem Vorschlag, auf eine gesamte Korpusdicke von 35mm zu gehen, fast nix mehr an Eschenholz unter dem Hals übrig.
Ich habe schnell mal ein paar herumliegende Humbucker gemessen, die tiefste Fräsung würde ein alter Gotoh brauchen, bei dem die Polschrauben auf der Unterseite weit herausragen. Der hat eine Gesamthöhe von 23mm (die Befestigungs-Ohren nicht mitgerechnet). Wie tief die Fräsung aber nun sein muss, hängt ja auch davon ab, wie hoch deine Saiten später über der Decke verlaufen, ist also abhängig von der verwendeten Brücke und wie weit der Hals über dem Korpus hinausragt. In den allermeisten Fällen wird wohl eine Frästiefe von 15mm ausreichen, bei so langen Schrauben wie meinem Gotoh könntest du notfalls noch Löcher in den darunterliegenden Halsteil bohren.
Dann würden bei den von mir vorgeschlagenen 35mm Gesamt-Korpusdicke immer noch 20mm unterhalb des Pickups übrig bleiben, die könntest du dann halbieren und 10mm Esche stehen lassen.
Esche ist ein verdammt zäh-stabiles Holz (deshalb taugt es ja so gut für Schaufel-Stiele), das wird auf jeden Fall reichen. Abgesehen davon tragen ja deine beiden außenliegenden langen Schrauben die Hauptlast, die beiden kurzen unter´m Pickup könntest du theoretisch sogar weglassen.

Hoffentlich habe ich mich verständlich ausgedrückt, aber am besten machst du nochmal eine genaue Seitenansicht mit der von dir gewünschten Gesamtdicke, dem Hals und dessen Höhe und der gewünschten Brücke bzw. mindestens deren Höhe. Dann wirdst du schon sehen, ob und wie das am besten zusammenpasst.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor cabriolet für den Beitrag:
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#13

Beitrag von jz5e » 15.09.2020, 18:49

Top, das ist genau das, was ich hören wollte!

Vielen Dank!

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#14

Beitrag von jz5e » 18.09.2020, 10:20

Hallo, ich bin gerade dabei, die restlichen Teile heraus zu suchen.
Dabei sind mir noch ein par Fragen gekommen:

Gibt es große Unterschiede zwischen Bunddraht in Neusilber und Edelstahl?
Welche Kabel verlegt ihr im Elektronikfach? Grundsätzlich abgeschirmt oder nur ab einer gewissen Länge?
Brauche ich da auch 4-adriges Kabel passend zum Humbucker oder hängt das von meiner konkreten Schaltung ab?
Die E-Fachabschirmung würde ich jetzt mit selbstkelbender Kupferfolie machen. Ist das in irgendeiner Art und Weise besser als die Graphitfarben, die man kaufen kann?

Vielen Dank :)

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Rallinger
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#15

Beitrag von Rallinger » 18.09.2020, 11:11

jz5e hat geschrieben:
18.09.2020, 10:20
Gibt es große Unterschiede zwischen Bunddraht in Neusilber und Edelstahl?
Durchaus. Edelstahl ist härter, daher weit langlebiger und spielt sich besser. Letzteres mag am Anfang psychologisch sein, aber spätestens nach ein paar hundert Spielstunden, wenn Neusilberbünde schon Riefen haben, merkst du den Unterschied.

Allerdings ist Edelstahl anspruchsvoller in der Bearbeitung. Du brauchst auf jeden Fall eine gescheite Bundierzange mit gehärteten Schneiden. Feilen/schleifen/recrownen braucht ein wenig mehr Geduld, das ist aber nicht dramatisch. Allerdings federn Edelstahlbünde stark. Die musst du sauber auf deinen Griffbrettradius vorbiegen. Einleimen kann auch nicht schaden, um dem entgegenzuwirken. Hier ist Fischleim das Mittel der Wahl.

Ich denk der Mehraufwand lohnt sich. Ich verbau nur noch Edelstahlbünde (zumindest bis meine Kilorolle weg ist, also so in etwa bis zu meinem Renteneintritt. Danach seh ich weiter ... ;-))
jz5e hat geschrieben:
18.09.2020, 10:20
Welche Kabel verlegt ihr im Elektronikfach? Grundsätzlich abgeschirmt oder nur ab einer gewissen Länge?
Ich persönlich verwende da keine geschirmten Kabel. Aber meine Klampfen sind auch alle aktiv. Bei einer passiven ...? Ob das hörbare Vorteile bringt kann ich nicht sagen. Schaden tut's mal sicher nicht.
jz5e hat geschrieben:
18.09.2020, 10:20
Brauche ich da auch 4-adriges Kabel passend zum Humbucker oder hängt das von meiner konkreten Schaltung ab?
Das hängt von deiner Schaltung ab. Aber normalerweise gehst du vieradrig bis zum PU-Switch und von da dann mit zwei Adern weiter.
jz5e hat geschrieben:
18.09.2020, 10:20
Die E-Fachabschirmung würde ich jetzt mit selbstkelbender Kupferfolie machen. Ist das in irgendeiner Art und Weise besser als die Graphitfarben, die man kaufen kann?
Kupferfolie leitet deutlich besser als Graphitlack. Allerdings nur die Folie, weniger der Kleber. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, setzt du an den Stoßkanten der Folie je einen kleinen Lötpunkt, um eine saubere elektrische Verbindung herzustellen.

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#16

Beitrag von jz5e » 21.09.2020, 22:14

Danke schon mal für die Antwort.
Wie kann ich denn den Bunddraht biegen, ohne viel Geld für eine Vorrichtung auszugeben?
Eine neue Zange bräuchte ich dann ja auch. *schwitzt*

Das mit der Abschirmung werde ich so machen, danke für den Tipp! Ich habe auch gesehen, dass manche Leute die Pick-Up-Vertiefungen mit Abschirmung ausgekleidet haben, das erscheint mir etwas übertrieben, macht ihr das so?

In Kürze versuche ich mal, meinen Schaltplan auf Basis von diesem hier von Seymour Duncan zu erstellen, von denen habe ich auch meine Humbucker.
Es fehlt mir zur Elektronik aber noch ein Haufen Zeug, dass ich im Bestfall zusammen mit dem Bunddraht bestellen würde.
Es soll aber recht sicher ein Shadow Killswitch Poti 500k \Omega log und ein Push-Pull Poti ebenfalls 500 k \Omega Logarithmisch werden.

Die dargestellte Schaltung muss ich also dahingehend verändern, dass mein Tone-Poti das Neck-PU teilt und das Volume-Poti den Strom kappen kann.

Schwarze Linien verstehe ich als Kabel, die man selbst anlöten muss, nur weiß ich nicht genau, wo das an dem 4-adrigen Kabel angelötet wird. An alle 4 auf einmal?


Wie immer Danke im Voraus!
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#17

Beitrag von Rallinger » 22.09.2020, 08:43

jz5e hat geschrieben:
21.09.2020, 22:14
Wie kann ich denn den Bunddraht biegen, ohne viel Geld für eine Vorrichtung auszugeben?
Eine neue Zange bräuchte ich dann ja auch. *schwitzt*
Ich würde es erst einmal ausprobieren. "Edelstahl" ist ja auch erstmal ein Sammelbegriff. Da gibt es harten und weniger harten. Vielleicht kommt deine Zange ja damit zurecht. Falls nicht kannst du die Bünde auch mit dem Dremel ablängen. Nur für das Entfernen des Überstands an den Griffbrettkanten würde ich den Dremel links liegen lassen. Einmal abgerutscht ... :( Wenn's deine Zange nicht bringt, müsstest du hier halt fünf Minuten länger feilen ...

@Biegen: so teuer sind diese Vorrichtungen auch wieder nicht. Mit ein paar Kugellagern kann man die sich auch selber basteln - geh mal in die SuFu, das haben hier schon Leute gemacht.

Abgesehen davon hängt das von deinem Griffbrettradius und dem konkreten Bunddraht ab. An deiner Stelle würde ich vorgebogenen Draht verwenden.

Ich hab wie gesagt eine Kilorolle - der Draht ist ein bisschen stärker gebogen als die 12 Zoll, die ich üblicherweise als Griffbrettradius verwende. Das ist der bessere Fall. Wenn du die Bünde einpresst, werden dann die Enden aufs Griffbrett gedrückt und liegen sauber auf. Du musst dann nur noch dafür sorgen, dass der Bund in der Mitte auch wirklich unten bleibt. Je nach Stärke des Tangs / Breite der Bundschlitze / Härte des Holzes / Ausprägung der Widerhaken tut er das von alleine. Falls nicht musst du nachhelfen. Sekundenkleber ist die schnelle Lösung, aber dann kriegst du die Bünde nie wieder raus (zumindest nicht ohne das Griffbrett übelst zu beschädigen).

Ich hab das letzte Mal verdünnten Fischleim verwendet und die Bünde dann alle zusammen mit meinem langen Radiusschleifklotz nach unten gezwungen. Das klingt erstmal ein wenig krude, hat aber extrem gut funktioniert. Der Vorteil ist, dass die Bünde nach dieser Behandlung praktisch schon abgerichtet sind. Ich musste noch nie so wenig nacharbeiten und konnte bei dem bisschen, was ich noch abnehmen musste, sogar auf das Recrownen verzichten. Ich mach das jetzt immer so.
jz5e hat geschrieben:
21.09.2020, 22:14
Ich habe auch gesehen, dass manche Leute die Pick-Up-Vertiefungen mit Abschirmung ausgekleidet haben, das erscheint mir etwas übertrieben, macht ihr das so?
Hab ich schon gemacht, aber nur aus Jux und Dollerei. Bzw weil mir die Fräsung etwas weit geraten war und ich es dann fancy fand, dass ein wenig Kupfer durchscheint. Funktional bringt das keinen Mehrwert. Ich hatte mir eingebildet, dass sich damit eventuell Einstreuungen im Singlecoil-Betrieb etwas reduzieren lassen. Falls das überhaupt stimmt, ist der Effekt jedenfalls minimal. Und das auch nur, wenn du die Abschirmung auch brav erdest. SC's brummen trotzdem, und Humbucker brauchen das überhaupt nicht. Schaden tut's aber auf keinen Fall.
jz5e hat geschrieben:
21.09.2020, 22:14
Schwarze Linien verstehe ich als Kabel, die man selbst anlöten muss, nur weiß ich nicht genau, wo das an dem 4-adrigen Kabel angelötet wird. An alle 4 auf einmal?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe ... Aber die kleinen "Höcker" in den schwarz eingezeichneten Verbindungen zeigen an, dass sich hier Leitungen kreuzen, aber nicht verbunden sind. An dem Pickup-Kabel musst du also nix anlöten. Du musst nur die einzelnen Adern an die richtige Stelle löten. Die grau eingezeichnete Ader des PU-Kabels dürfte die Abschirmung sein.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Rallinger für den Beitrag:
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#18

Beitrag von Yaman » 22.09.2020, 08:59

Ich habe bei der Neubundierung einer alten Aria-Konzertgitarre mit Edelstahl-Bunddraht die Bünde so exakt wie möglich mit einem Dremel vorgeschnitten und dabei darauf geachtet, das der Tang keinesfalls aus dem Griffbrett heraussteht. So braucht man keine Zange, um überstehenden Bunddraht zu kürzen. Beim schrägen Feilen der Bundenden wird dann die Griffbrettkante nicht beschädigt (war in meinem Fall lackiert).
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#19

Beitrag von jz5e » 05.10.2020, 16:24

Danke für die Antworten!

Bei mir ging es jetzt an anderer Front weiter:
Alles Holz wurde auf die gewünschte Dicke gebracht, aber so, dass auch noch mal ein Millimeter abgeschliffen werden kann, was ganz gut ist, wie ihr evtl gleich seht. Im Moment komme ich in Summe auf 38 mm Dicke.

Das Top habe ich mit einer Laubsäge ausgesägt und dann mit Nussbaum furniert. Die Blätter musste ich fügen, weil ich aus Dummheit einen Stapel kleine Blätter statt eines großen besorgt habe.

Im Laufe dieser Woche will ich dann endlich den Korpus sägen und fräsen, dann den Aufleimer ankleben und wieder bündig fräsen.
Ein paar Problemchen habe ich allerdings auch diesmal:

An machen Stellen werde ich wohl noch mal etwas Leim nachschmieren müssen, so gut es geht, weil scheinbar nicht überall der Druck gereicht hat oder zu wenig Leim war und jetzt am Rand an ein, zwei Stellen das Furnier nicht fest ist.
Außerdem hat sich seit dem Furnieren das Top extrem geworfen, obwohl das Holz vor und nach dem bearbeiten in dem Raum gelagert war, wo es auch schließlich als Gitarre hängen soll.
Das kann ich auf jeden Fall wieder beim Anleimen zurückbiegen, aber ich habe Sorge, dass sich der ganze Korpus auf ähnliche Art und Weise werfen könnte. Habt ihr da schlechte Erfahrungen gemacht?

Zuletzt habe ich nur unten eine Unterlage verwendet und jetzt an zwei Stellen Rückstände der MDF-Zulage vom Verleimen, ich hoffe aber, dass ich das am Ende wieder abschleifen kann und das nicht so tief im Astloch festhängt.

Hier noch die zugehörigen Fotos :)
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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#20

Beitrag von Janis » 05.10.2020, 17:19

jz5e hat geschrieben:
05.10.2020, 16:24

Ein paar Problemchen habe ich allerdings auch diesmal:

An machen Stellen werde ich wohl noch mal etwas Leim nachschmieren müssen, so gut es geht, weil scheinbar nicht überall der Druck gereicht hat oder zu wenig Leim war und jetzt am Rand an ein, zwei Stellen das Furnier nicht fest ist.
Welchen Leim hast du benutzt?
Da es ja ein Zwischenfurnier ist, wäre es wichtig, dass im Randbereich alles gut verklebt ist.
Mit einem Bügeleisen und Druck kann man oft solche Stellen beheben bzw. nachkleben
Kleinere Blasen, kann man mit einem Skalpell öffnen und mit einer Spritze mit Kanüle etwas Leim einbringen.
Ich benutze einen Furnierhammer und für kleinere Stellen/höheren Druck einen alten gerundeten Holzlöffel.
jz5e hat geschrieben:
05.10.2020, 16:24

Außerdem hat sich seit dem Furnieren das Top extrem geworfen, obwohl das Holz vor und nach dem bearbeiten in dem Raum gelagert war, wo es auch schließlich als Gitarre hängen soll.
Das kann ich auf jeden Fall wieder beim Anleimen zurückbiegen, aber ich habe Sorge, dass sich der ganze Korpus auf ähnliche Art und Weise werfen könnte. Habt ihr da schlechte Erfahrungen gemacht?
Das ist die normale Reaktion auf einseitiges Furnieren eines Bretts und lässt sich nicht verhindern.
Es könnten beim Geradebiegen Spannungsrisse oder Dellen im Furnier entstehen. Da es ein Zwischenfurnier ist,
sieht man das aber nicht. Du solltest es so aufleimen können! Der Korpus darunter stellt dann den Gegenspieler dar.
jz5e hat geschrieben:
05.10.2020, 16:24
Zuletzt habe ich nur unten eine Unterlage verwendet und jetzt an zwei Stellen Rückstände der MDF-Zulage vom Verleimen, ich hoffe aber, dass ich das am Ende wieder abschleifen kann und das nicht so tief im Astloch festhängt.
Backpapier hilft beim nächsten Mal.

Ist das Kreppband oder Furnierband?
Ein Tipp für das Entfernen von Letzterem: Schleifen ist oft mühselig. Ein Wasserglas, in das du den Finger steckst hilft. Das Furnierband grade so befeuchten, dass es von der Feuchtigkeit dunkel wird und mit der Rückseite eines Buttermessers einfach das Tape abrubbeln. Dann einmal mit einem trockenen Tuch abwischen ;)
Viele Grüße,
Jan

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#21

Beitrag von jz5e » 05.10.2020, 18:04

Ich habe Titebond Classic benutzt, den Trick mit dem Bügeleisen habe ich auch schon in Erwägung gezogen, danke aber für die Bestätigung!

Demnach brauche ich also nicht zu befürchten, dass es meinem Korpus ähnlich ergeht und er sich auch wirft? Der ist dann ja auch einseitig furniert.

Das war Kreppband, ging leicht ab, und die Unterseite habe ich mit Küchenfolie abgedeckt, das hat auch gut funktioniert.

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#22

Beitrag von Janis » 05.10.2020, 18:13

Könntest du von den besagten beiden Stellen mal ein Detailfoto machen?
Auf den bisherigen Bildern sieht alles glatt aus.
Viele Grüße,
Jan

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#23

Beitrag von jz5e » 10.10.2020, 11:22

Ich habe jetzt 3 Stellen gerfunden:
IMG_20201007_165305.jpg
IMG_20201007_165405.jpg
IMG_20201007_165503.jpg

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#24

Beitrag von Janis » 10.10.2020, 12:37

Ok, alles halb so wild.
- wie weit sind diese Stellen von der späteren Korpuskontur entfernt? Vllt fallen sie ja beim Aussägen eh weg?
- auf der Fläche sind keine Blasen oder andere Oberflächen-Unebenheiten?

Die gezeigten Stellen kannst du mit Leim füllen und zwingen. Wenn der Spalt zu klein ist, hilft eine Spritze mit grober Kanüle aus der Apotheke.
Viele Grüße,
Jan

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Re: Erstbau Explorer-Style Linkshand

#25

Beitrag von jz5e » 10.10.2020, 19:28

Die Stellen sind max 5mm von der späteren Kante entfernt. Auf weitere Unebenheiten muss ich noch mal prüfen.
Danke für die Hilfe :)

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