Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

Dies und das
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Bine
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#101

Beitrag von Bine » 28.02.2017, 18:42

Überall für morgen großmundig angekündigt, "versagt" das Bundespräsidentenamt :

"Cannabis als Medizin wird wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum 01. März. 2017 in Kraft treten. Ich habe dort mit einer Dame vom BfArM und zudem auch mit dem Bundespräsidialamt telefoniert.

Gerne teilen - Damit alle bescheid wissen

Im Bundespräsidialamt wurde das Gesetz seitens der Juristen noch nichtmal geprüft

Eine Frechheit - E-Mails sind an beide Stellen raus, vorweg habe ich nur die telefonische Aussage"


https://www.facebook.com/arcaesar/video ... cation=ufi


"Im Gegenzug lässt die Bundesregierung die Cannabis Patienten wieder einmal alleine im Raum stehen. Nach mehreren Telefon Gesprächen mit dem Bayerischem Fernsehen in München und N24 in Berlin sowie dem Gesundheitsministerium in Berlin haben wir erfahren das am 1. März 2017 das versprochene Cannabis Gesetz nicht in Kraft tritt.
Anscheinend weiß nicht mal das Gesundheitsministerium nach Ihren eigenen Aussagen wann dieses Cannabis Gesetz in Kraft tritt. Sie hoffen das es im laufe des Monats März in Kraft tritt.
Was für ein Armutszeugnis!!!
Anscheinend hat unser Bundespräsident Joachim Gauck es versäumt das Gesetz zu unterschreiben.......................
Also liebe Patienten, noch ein wenig gedulden.."


https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... cation=ufi


Wie mußte Hias während seiner Baustelle manchmal anmerken : Es ist noch kein Ingenieurbüro angezeigt worden, wenn Nachts das Licht brennt. :wink:


(los)

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hatta
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#102

Beitrag von hatta » 07.03.2017, 07:58

Moin!

Gestern zufällig über etwas gestolpert, was recht interessant ist:

Das canabinoid CBD ist gesetzlich nicht vervoten und kann legal als cbd tropfen in hanföl gelöst bezogen werden. Auch cbd haltigen tee kann man völlig legal beziehen.
Bezogen wird das cbd aus nicht thc haltigen hanfpflanzen die man ja auch ganz legal anbauen kann.

Derzeit ist cbd eine grauzone, genauso wie es mit dem stevia süßungszusatz war.
Ich denke aber je mehr leute auf diesen zug aufspringen, umsoschneller wird es verboten werden, da es ja eine höhere wirkung (ohne nebenwirkungen, beeinträchtigungen und ohne high zu verursachen) als z.b. aspirin oder änliche substanzen hat. Wäre ja eine frechheit, wenn die apotheken keine unwirksamen schmerzmittel mehr verkaufen könnten.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob ich meine migräne (die bei den derzeitigen wetterumschwüngen hochsaison hat) damit mehr in den griff bekomme. Diverse schmerzmittel von aspirin bis hin zu proxen wirken bei mir sogut wie garnichtmehr.
Und ganz ehrlich habe ich es mehr als satt, dauernd mit diversen medikamenten vollgepumpt zu sein ohne dass wirklich eine besserung eintritt.
Werde berichten...
Gruß
Harald

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#103

Beitrag von Bine » 09.03.2017, 09:27

And here we go (chearl)

https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xa ... 9047971258

@hatta, ich antworte Dir später noch mal wegen CBD.

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#104

Beitrag von Bine » 13.03.2017, 06:48

Hi hatta!

Sorry, das ich mich nicht eher gerührt habe, aber im Forum vom deutschen Hanfverband war jetzt die Hölle los. Bin dort ja unterdessen Admin und verlinke nebenbei alles, was ich im Netz zum Thema "Cannabis" finde. Da ein Forum, im Gegensatz zu fb, ja auch wunderbar als Archiv fungieren kann.

Ich nutze CBD jetzt seit ca. 2 Jahren und auch hier in Deutschland ist es vor kurzer Zeit eigentlich verboten worden bzw. besteht immer noch Unklarheit, ab welcher %zahl bzw. in welcher Verarbeitungsform es erlaubt/verboten ist, z.B. kristallines CBD.

Die Firma Hanfzeit z.B. bietet deshalb unterdessen ihre CBD-Produkte über bushdoctor.at an. Endoca scheisst sich um nix und macht so weiter wie bisher. Andere deutsche Firmen haben schon behördliche Abmahnungen bzgl. Produkte mit niedrigem CBD-Gehalt erhalten.

Wenn Du Informationen zu CBD benötigst, schau doch einfach bei "mir" ;) rein http://hanfverband-forum.de/index.php

Österreich befindet sich ja leider, was medizinisches Cannabis betrifft, sozusagen noch in der Steinzeit. Was da jetzt mit Willi Wallner aus Salzburg passiert, ist eine Sauerei erster Güte.

Wenn bei mir weiterhin alles so gut läuft, wollen Hias und ich Anfang Oktober nach Wien zur "Cultiva" kommen. :p

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#105

Beitrag von Bine » 23.04.2017, 08:14

Also Wien und Cultiva wird nix: als Patientin darf ich Cannabis nach A ein- und auch wieder ausführen, aber medikamentieren darf ich mich damit nicht. :roll:

Der Beamte im Wiener Gesundheitsministerium erdreistete sich sogar, mir schnöden Konsum mit folgenden (sinngemäßen) Worten zu unterstellen : "Sie müßen das doch nicht täglich einnehmen, Sie können doch für die eine Woche Urlaub darauf verzichten!" :shock: :roll: Auf meine Anwort, das ich dann andere Medis nehmen müßte und die Neben/Wechselwirkungen dann erst recht keinen Urlaub zulassen, kam nur Schweigen. Nun gut, dann bekommen halt die Südtiroler/Italiener unser Geld ! Bild

Aber auch hier gehts rund : unterdessen weigern sich nicht nur die meisten Ärzte, Rezepte auszustellen, die Apotheken bezahlbare Ware rauszurücken, auch die Krankenkassen erkennen das neue Gesetz nicht an.

Das schaut dann für Patienten so aus :

"Jetzt habe ich auf der Facebook Seite der Bundesregierung folgendes gepostet. Welche Probleme ich damit heraufbeschwöre geht mir gerade meilenweit am Hintern vorbei.

Diese Gesetzänderung ist die reinste Volksverarsche.
Nicht nur, dass KEINE gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, d.h. die Lehnen alle, letztendlich mit der Begründung -keine Nachweise auf Wirksamkeit- ab,
und dient dieser Bundesregierung lediglich als Wahlpropaganda!

Die IKK classic ignoriert bei meinem Antrag auf Kostenübernahme und dem Schreiben vom Arzt einfach den Hauptgrund, das ich seit Nov. 2014 per Ausnahmegenehmigung getrocknete Cannabisblüten auf Grund chronischer Schmerzen einnehme und bezieht sich einfach mal auf eine meiner Erkrankungen, mit denen sie eine Endlosschleife auf - alternatives herumprobieren - fahren können um in keinem Fall die Kosten für Cannabis zu übernehmen.

Mit der Ausnahmegenehmigung habe ich 1x pro Monat das Cannabis in der entsprechenden Apotheke bestellt, bin 2-3 Tage später 26 km Richtung Westen hingefahren, Unterlagen vorgelegt und meine verschlossene Dose Cannabis, gegen Bezahlung, erhalten.
Jetzt durchlaufe ich ein Irrsinn an, dafür fehlen mir die Worte.

In Zukunft bleibt mir nur noch der Weg, dass meine Ärztin mich zusätzlich zum Kassenpatienten als Privat Patientin anlegt. Ein erhöhter Aufwand für meine HÄ, den sie nicht bezahlt bekommt. (Was mit Sicherheit sehr viele Ärzte gar nicht erst machen werden)
Weiter heißt es dann, jeden Monat rund 20 km von Zuhause nach Osten fahren zur Arztpraxis, dort ein Privat BtM-Rezept ausstellen lassen. Danach wieder 20 km nach Hause und per Telefon oder Fax bei der Apotheke Cannabis bestellen (liegt ja schließlich nicht auf Vorrat).
2-3 tage später 26 km nach Westen (von Zuhause genau entgegengesetzt Richtung der Arztpraxis) fahren um in der Apotheke, das nun wegen Privat-BtM-Rezept teurere Cannabis kaufen. (Die Apotheke wird beibehalten, weil die ihre Patienten nicht abzockt.)
Also nicht nur Mehrkosten wegen Privat-Kassen-Rezept, sondern auch Mehrkosten wegen Fahrwege.
Und das schönste bei dieser Fahrerrei ist noch. Dank Behördenwillkürliche Schikane des Straßenverkehsamtes Siegburg, bekomme ich spätestens ab 01.06.2017 zum 2.ten mal die Fahrerlaubnis entzogen. Da diese Behörde auf teufel komm raus, wegen dem medizinischen Cannabis eine Drogen-MPU nach 9.2.1 der Anlage 4 des FeV durchführen lassen will, ungeachtet dessen das es sich bei mir um -dauermedikation mit Arznei nach 9.6.2 der Anlage 4 des FeV handelt.
Das soll heißen, ab Juni bin ich mal wieder nicht in der Lage mir das dringend benötigte SCHMERZMITTEL Cannabis zu beschaffen. (So wie es schon in Feb. und März 2017 wegen eben dieser Behörden-Schikane nicht ging. Behördenwillkür interessiert aber in D-Land auch niemanden, der Schutz davor existiert nur auf dem Papier. Die Personen und/oder Stellen, die etwas dagegen unternehmen können, ignorieren meine Beschwerde einfach!)

Alles weil diese Bundesregierung es nicht für Nötig hält kranken Menschen tatsächlich eine Behandlung zu verschaffen, sondern lieber ein Gesetz verabschieden lässt, was sich als Volksverarsche erweist.
Dieser Bundesregierung geht es NICHT um erleichterten Zugang zu helfender Arznei. Es geht bei dem Gesetz nur um Wahlpropaganda, weil es jetzt überal verschriehen wird - Cannabis per Rezept, dank Bundesregierung -
Die Massen der Bevölkerung bekommt nicht mal mit, dass KEINER der Patienten, auch nicht die Inhaber einer Ausnahmegenehmigung, Cannabis tatsächlich bezahlt bekommen.
Per Rezept ja, aber zu noch teureren Preisen, weil die Bundesregierung mit der BundesApothekerKammer gemeinsame Sache macht.
Alles so gestallte, dass kranke Menschen, auch schwer Kranke Menschen absolut nichts erleichter sondern erschwert bekommen!

Meine KK schrieb mir heute, dass ihr MDK mich zwar als schwerkrank ansieht, aber es gibt ja bestimmt noch Alternative Behandlungsoptionen und die Forschung wird bestimmt in der Zukunft weitere Medikamente auf den Markt werfen (Arznei der Pharma-Industrie mit massen Nebenwirkung, die einen auf dauer noch kranker machen).

Ich bin SCHMERZPATIENT und MUSS dank dieser Bundesregierung spätestens ab 11.06.17 (ab dann ist die Ausnahmegenehmigung ungültig)
noch mehr Geld für eine Arznei bezahlen, die mir als EINZIGE wirklich ein menschenwürdiges Leben, nämlich weitestgehend Schmerzfrei, verschafft.
(Sarkasmus: Ach sorry, ich brauch gar nix zahlen, da ich ab 01.06. WIEDER keine Fahrerlaubnis haben werde. Welch ein Glück für mich, dass ich Geld von meiner Rente wegen voller Erwerbsminderung (dauerhaft) über 70€ spare.Sarkasmus off. Dumm nur, dass es für mich bedeutet ohne Cannabis 24 Std. am Tag 365 Tage im Jahr unter starken bis extrem starken Schmerzen zu leiden, weil herkömmliche Arznei nicht wirkt und ich die zwar stärkere aber opiatbasierte Arznei nicht vertrage.)

Und zu allem übel wird man dann noch von Nicht-Betroffenen blöd angemacht - Drogensüchtige auf Rezept - Zahlt doch die Krankenkasse - Was jammerst du herum - usw. usf.

Und zu dem kommen jetzt noch die Meinungsmache dazu, dass diese schwerkranken Menschen Schuld an steigenden Kosten der Krankenkassen sein werden. (Kosten die die KK nicht mal bezahlen wollen, aber über steigende Kosten jammern.)

Diese Bundesregierung sollte sich für ihr menschnunwürdiges Verhalten gegenüber kranken Menschen, für das Verarschen der Bevölkerung und letztendlich aufhetzen von Gesunden gegen Kranke in Grund und Boden schämen. < dies ist meine emotionale Meinungsfreiheit !

Sollte ich auf Grund dieses Post, noch mehr Ärger mit hiesigen Behörden bekommen (denn der Ärger mit hiesiegen Behörden (mehrere) begann erst nach meinem letzten negativ Post auf dieser Seite), dann weiß ich mit Sicherheit woher der Wind weht und werde dementsprechend darauf reagieren.

Solange sich deutsche Politiker so verachtenswert gegenüber ihrem Volk verhalten, IHR seid Volksvertreter und keine Volks treter, so lange werde ich auch in keinster weise auch nur einen Funken Respekt für Euch übrig haben!"


http://hanfverband-forum.de/viewtopic.p ... 825#p40825

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#106

Beitrag von Bine » 03.05.2017, 18:36

Gerade lag der Brief der TK in meinem Briefkasten

Bild

"Durch die gutachterliche Aussage kommen wir zu dem Ergebnis, dass unter sozialmedizinischen Aspekten die Anwendung von Cannabis bei Ihnen nachvollzogen werden kann."

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#107

Beitrag von bea » 03.05.2017, 19:03

Und was folgert die Kasse daraus? Gerade bei der TK liegen da tun sich doch gerne mal Welten auf....
LG

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#108

Beitrag von vrooom » 27.09.2017, 20:10

Am 30.09.2017 um 21:55 Uhr auf Arte - https://www.arte.tv/de/videos/072415-00 ... uf-rezept/

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#109

Beitrag von Drifter » 15.03.2018, 07:59

Ich habe mir den Fred zumindest teilweise durchgelesen.

Ich rauche seit dem 8. Dezember 2004 nicht mehr, trinke mein Leben lang fast keinen Alkohol (weil er mir nicht schmeckt), ernähr(t)e mich ungesund (ist seit einiger Zeit aber wesentlich besser) und habe Krebs (nichts lebensbedrohendes Gott sei Dank), durch einen Folgeschaden fehlt mir eine Niere.

In meinen Bekanntenkreis habe ich einige MS-Patienten, auch auf meiner vorjährigen Reha habe ich einige kennengelernt. Man wird da sehr demütig und ist glücklich mit seinen eigenen Leben. Und alle, die - legal oder illegal - Cannabis-Produkte zu sich nehmen, denen geht es zumindest zeitweise besser, sie haben zumindest zeitweise die Lebensqualität verbessert.

Sollte sich mein Gesundheitszustand ändern, so werde ich, und das hab ich schon vor längerer Zeit beschlossen, auf Cannabis-Produkte zurückgreifen. Dass das überhaupt möglich ist, v.a. auf dem Weg zur Legalität ist, verdanken wir auch der Threadstarterin, bei der ich mich hiermit posthum bedanken möchte.

Danke Bine! Mögest Du in Frieden ruhen!

lG

Norbert

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#110

Beitrag von bea » 17.03.2018, 01:31

Und ich möchte mich dafür außer mich dem Button ausdrücklich auch so bedanken. Das war schon gut und wichtig, was Ihr da geleistet habe - auch wenn das Ziel eines rationalen Umgangs mit Cannabis noch bei weitem nicht erreicht ist.
LG

Beate

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