Impedanz Ohm & Co

Lautsprecher-Boxen Selbstbau
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Paula82
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Impedanz Ohm & Co

#1

Beitrag von Paula82 » 18.09.2020, 17:49

Hallo !!
Ich hoffe ich bin hier im richtigen Ordner mit meiner Frage. Vorab - sorry für Wall of Text.

Das 1.Problem :
ich spiele zuhause einen Fender Mustang III (V.2) Koffer-Amp und der hat keinen
ext. SpeakerOut. In diesem Amp ist ein 12er 100W G12T-100Celestion 8 Ohm verbaut.
Dieses Teil klang/klingt mir zu "kastig". Was lag da näher als meine Marshall 2x12 JCM 800 Lead Series
Box "irgendwie" anzuklemmen. Und zwar so :
Am Amp-Speaker waren noch zwei +/- Lötfahnen frei. An diese habe ich ein Kabel mit einer 6mm
Klinkenbuchse angelötet und via Klinkenkabel mit der JCM verbunden. Es klingt echt Klasse und
gibt meinem Sound den schönen dicken und marshalligen Brettsound.
Aber - ich vermute das durch diesen Schaltung (Reihe) aus meinen 8 Ohm nun 4 Ohm geworden
sind die am Amp saugen. Im Heimbetrieb mit maybe 15% Auslastung ist das nicht schlimm.
Aber auf der Bühne mit ordentlich Dampf würde der Amp doch heißlaufen, oder ?

Das 2. Problem
Gleiche Schaltung wie vorher, jedoch mit einem 2x10 Stereo-SubWoofer 8 Ohm, 45Hz-200Hz, 120 W Peak
von AudioKing. Ja - ich weiß daß diese Marke nicht sooo toll ist. Aber es ist ja nur ein Experiment.
Also - dieser Woofer klingt bei dieser Schaltung zwar gut aber deutlich leiser als die JCM.
Ich vermute das in diesem SubWoofer eine Weiche eingebaut ist die da irgendwie alles drastisch
limitiert "obenrum" und deshalb alles irgendwie garnicht so das macht was es soll.

Euer Rat ist gefragt insbesondere zu Problem 1 und der Situation für den Amp bei höherer, z.B.
auf der Bühne bei 30-40% Auslastung.

Lieben Gruß, auch
Rainer

Edit
War leider lange nichtmehr hier bei euch. Das letzte mal glaub ich wegen meiner 67er Fender Mustang :-/

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Re: Impedanz Ohm & Co

#2

Beitrag von micha70 » 18.09.2020, 19:01

Hi!

Wenn ich Deinen Text richtig verstanden habe, dann hast Du Deine 212 Box parallel angehängt und deswegen werden aus den 8 eben die 4 Ohm. Zum Glück ist es eine Transe. Eine Röhre wäre schnell beleidigt.

Meiner Meinung nach wäre es besser eine schaltbare Buchse einzubauen bei der der interne Lautsprecher abgeklemmt wird sobald eine externe Box eingesteckt wird. Sowas zum Bleistift: https://www.musikding.de/63mm-Klinkenbu ... Loet-Cliff Die wird zwischen den zwei Kabeln vom internen Lautsprecher und den Kabeln die vom Amp kommen gehängt. Dann lupft es die Kontakte zum internen Speaker sobald ein Stecker drin ist und es hängt nur die externe Box dran. Damit bleibt es bei 8 Ohm und der Amp nimmt es einem nicht übel wenn er aufgedreht wird.

LG
Micha

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Re: Impedanz Ohm & Co

#3

Beitrag von Paula82 » 19.09.2020, 21:37

Hi Micha,

Danke für Deinen Tip ! Und wie wäre das mit einer "Luftspule" die die Impedanz beibehält nur eben ohne den Speaker-Korb ? Also eine Art Speaker Simulation halt nur ohne die Pappe drum herum. Kein Plan wie so was geht. Ich meine also so eine Luftspule zwischen den 3 Speakern die meine Ohmzahl erhält. Das müßte dann eigentlich nicht eine wie im Moment anliegende Parallell-Schaltung sein sondern MIT dieser Spule eine Serien-Schaltung. OMG...wasn Zeugs.... :-\

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Re: Impedanz Ohm & Co

#4

Beitrag von Janis » 20.09.2020, 09:24

Wie viel Ohm hat die 212er?
Wenn der eingebaute Speaker 8ohm hat und du etwas in Reihe hängst, werden daraus nicht 4ohm. Du schriebst zwei lötfahnen, meinst du also eine Parallelschaltung?

https://m.thomann.de/de/onlineexpert_pa ... ungen.html

Wie wäre es, wenn du den Mustang in ein Top-Gehäuse baust und damit die 212er befeuerst? Ansonsten, wenn der interne speaker bleiben soll, wie Micha sagte einen Schalter verwenden.
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Re: Impedanz Ohm & Co

#5

Beitrag von capricky » 20.09.2020, 17:48

micha70 hat geschrieben:
18.09.2020, 19:01
Hi!

Wenn ich Deinen Text richtig verstanden habe, dann hast Du Deine 212 Box parallel angehängt und deswegen werden aus den 8 eben die 4 Ohm. Zum Glück ist es eine Transe. Eine Röhre wäre schnell beleidigt.
Nee, andersrum... der Röhre ist es ziemlich egal, ob da 4 oder 8 Ohm dranhängen, Transen sind zickig! 8)
Der Mustang hat eine moderne Transen Class D Endstufe, deren Leistung von der angeschlossenen Lautsprecherimpedanz abhängig ist. Je kleiner, desto höher die Ausgangsleistung. Damit die Transistoren nicht verglühen, haben sie zur Sicherheit reversible Thermosicherungsschaltungen, die irgendwann bei Unterschreitung der Nennimpedanz und Überschreitung der zulässigen Temperatur die Endstufe einfach abschalten. Ist sie abgekühlt sollte die Endstufe wieder funktionieren. Es kann also gutgehen, muss aber nicht. Auf der Bühne hat man eigentlich schon Nervenkitzel genug... :D

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Re: Impedanz Ohm & Co

#6

Beitrag von Paula82 » 20.09.2020, 20:48

Hi Janis, Capricky,

Ja - die 212 JCM hat 8 Ohm. Und richtig - der Celestion im Amp auch. Die zwei Lötfahnen und meine Operation am Amp-Speaker ergaben dann wohl wirklich eine Parallel-Schalte vermute ich. Aus 8 Ohm wurden so 4 Ohm. Capricky - ich hoffe du hast Recht mit den Sicherheits-Instanzen im Mustang, davon wußte ich noch garnichts !

Janis ! Das ist eine richtig gute Idee ! Ich hab vor tsd Jahren mal einen alten Jennings Koffer-Amp zum Top gemacht. Aber nicht so freundlich wie du das beschreibst...Der Speaker in dem Ding war fast platt (Sicke durch). Johei - dann hab ich ihn halt einfach mit der Stichsäge gecutet auf normale Topteil-Größe. Neue Bodenplatte drunter, neues Kunstleder dran und gut Knut :-)) Mal kucken - muß irgenwo nochn Bild davon haben. Und für alle die mich damals schon wegen meiner "Hartwachs-Aktion" an der Mustang zerlegt hatten noch eins oben drauf - das Gehäuse wurde von mir, ganz traditionelll gemäß der beknackten 80er blau lackiert. Hey !! Das hatte wirklich was !! ;-). . .

Lieben Gruß - Rainer ;-)

Edit

Ich würde den Mustang natürlich niemals zersägen, wohl klar. Aber ein neues Gehäuse dafür zu bauen ist eine prima Idee. Im Zweifelsfall kann ich ihn so immer wieder zurück bauen.

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