ROG Tonemender als onboard Preamp

Potis, Schalter, Tonabnehmer, Kondensatoren und Platinen;
wie verschalte ich was richtig?
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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#26

Beitrag von Rallinger » 19.07.2019, 13:52

Naja gut. In Redaktionskreisen gibt's den Spruch dass man immer vom dümmsten Leser ausgehen müsse. Ich bin immer von einem Batterieclip ausgegangen und dachte mir "der Depp, der versucht den dicken Pol auf den dicken Clip zu quetschen verdient es nicht anders." An solche klappbaren Batteriefächer hab ich nicht gedacht. Du hast mich überzeugt.

Ich denke zwischen die beiden Elkos müsste ich schon noch eine Diode unterbringen ohne das Board nennenswert zu vergrößern oder mehr Schaltkreischaos zu veranstalten. Schau ich mir auf jeden Fall nochmal an. Das mit den Montagelöchern ... hm. Da schlaf ich nochmal drüber. Das Board ist halt schön klein. Es deswegen nochmal zu vergrößern widerstrebt mir schon ein wenig.

Ich werde auf jeden Fall eine größere Auflage fertigen lassen als ich selber brauche. In dem Board steckt ja herzlich wenig Ingenieursleistung meinerseits. Und selbst wenn hab ich hier schon so viel Support gekriegt dass es albern wäre, wenn ich da drauf hocke wie ein Huhn auf dem Ei. Also wer dann wollen sollte kann sich dann gerne bei mir melden.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#27

Beitrag von micha70 » 19.07.2019, 14:37

Rallinger hat geschrieben:
19.07.2019, 13:52
Das mit den Montagelöchern ... hm. Da schlaf ich nochmal drüber. Das Board ist halt schön klein. Es deswegen nochmal zu vergrößern widerstrebt mir schon ein wenig.
Ich würde auch nicht vergrößern wollen. Nur möglichst mitten rein eine Bohrung. Meinte da einen Fleck unterm OP entdeckt zu haben wo man eine Schraube durchjagen könnte. Den OP auf einen Sockel gesteckt und fertich. Sieht hinterher keiner und hält.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#28

Beitrag von Rallinger » 19.07.2019, 14:50

Guter Plan. Gekauft.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#29

Beitrag von capricky » 19.07.2019, 16:13

Ich verstehe den 100 Ohm Widerstand zwischen Batterie und Elko nicht. So eine 9V Batterie hat eh schon einen hohen Innenwiderstand, der durch den 100µF Elko einigermaßen "kompensiert" wird. Je nach Stromaufnahme fällt darüber eine Spannung ab, die den Aussteuerbereich die den Opv verringert und die Neigung zum "motorbating" bei sinkender Batteriespannung erhöht. Dann lieber eine Verpolungsschutzdiode einbauen. Das layout braucht dazu nicht geändert werden. Eine Siliziumdiode gönnt sich etwa 0,5V eine Germaniumdiode um die 0,2V.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#30

Beitrag von Rallinger » 19.07.2019, 16:46

Du meinst man sollte die Diode anstatt des Widerstandes einlöten?

Das wäre sicher einen Versuch wert, wenn die Platinen da sind. Aber ich werde mal schauen ob ich nicht für beides einen Platz vorsehen kann. Ich muss ja nur eine Leitung unterbrechen, das neue Bauteil positionieren und neu routen. Die Diode sollte da eigentlich reinpassen. Schlimmstenfalls stehend, aber ich denk nicht dass das nötig sein wird.

Wenn das klappt hat man dann beide Optionen.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#31

Beitrag von Rallinger » 19.07.2019, 17:03

Stehend würde die Diode reinpassen. Ich hab sie mal nur positioniert und noch nicht neu geroutet. Gibt es etwas das gegen eine stehende Diode spricht (außer der Optik)? Loch unter IC ist auch drin ...

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#32

Beitrag von 100WChris » 20.07.2019, 11:04

Hi Ralf,
wenn´s Dir vor allem um den Platz und die Größe geht: mM nach hast Du mit den dicken Footprints für die pF und nF Kondensatoren viel davon verloren, da würde auch eine Breite von 2,5 mm ausreichen und es wäre locker Platz für Diode und Befestigung :) das hiesse aber auch alles neu routen… :shock:
Grüße
Chris
beste Grüße
Chris

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#33

Beitrag von Rallinger » 20.07.2019, 13:55

Das Ding muss in ein E-Fach passen, das ist gesetzt. Sonst hätte ich mir den Act mit Eagle nicht angetan.

Wenn ich im pF Bereich statt der Wimas Keramikkondensatoren nähme, wäre das sicher einen Tick platzsparender. Aber mir gefällt halt die Idee, nur diese fancy "boxed" Filmkondensatoren auf dem Board zu haben. Das Auge hört mit. ;-) Und angesichts der Baugröße der anderen Teile würde ich mit Kerkos wohl eher mehr Freiraum auf dem Board gewinnen, als das Board nennenswert verkleinern zu können.

Die nF-Kondensatoren sind sehr platzsparend, auf jeden Fall im Vergleich zu den Greenies, die ich sonst verwendet habe. Ein 470er Greenie ist deutlich größer als ein MKT Arcotronic mit gleicher Kapazität. Bei den 22/33/47 nF bauen die Greenies einen halben mm schmaler, sind dafür aber deutlich höher.

Wie gesagt hätte ich es gerne so, dass ich die Platine auch senkrecht stehend in ein E-Fach einbauen kann. Damit ist auch die Bauhöhe der Teile relevant, weil die ja dann in Richtung der Potis ragen. An Elkos habe ich mir die Jamicon SHR besorgt. Die vertragen zwar nur 16V (was bei einem 9V Board ja reichen sollte), bauen aber auch nur 7mm hoch. Damit wäre ich dann bei ca. 9mm Bauhöhe des bestückten Boards, und das kriegt man senkrecht auch in einem volleren E-Fach unter. In meinem Bass sollte es jedenfalls gehen. Und da ist das Fach mit 5x Poti (davon 2x DPDT-Poti) und 2x DPDT-Switch schon ziemlich busy.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#34

Beitrag von Rallinger » 18.08.2019, 17:13

Zeit, hier mal weiterzumachen ... Nachdem die bestellten PCBs nun schon seit geraumer Zeit hier rumliegen, habe ich gestern endlich mal die Zeit und Motivation gefunden, um sie zu bestücken.

Nun, ich hatte es gehofft ohne Anfängerfehler auszukommen, aber das war wohl ein frommer Wunsch. Gestern war ich noch sehr guter Dinge. Die Platinen sind mit 41x26mm schön kompakt - auf Github kursiert eine SMD-Version des Tonemender, der auf 30x30mm kommt. Recht viel mehr an Bauraum lässt sich hier mit Standard-Komponenten wohl kaum einsparen.
Als ich das Ganze dann heute mit Potis bestückte, kam mein Anfängerfehler leider zum Vorschein. Nicht nur, dass ich die Anschlüsse zu knapp positioniert hatte, um wie geplant mit Steckverbindern arbeiten zu können. Leider ist der Durchmesser der Lötösen aus meiner verwendeten Eagle-Bibliothek auch so knapp bemessen, dass es ein elendes Gefrickel war, die Drähte dort durchzustecken. Ein echtes Geduldsspiel, aber am Ende ging's:
Jetzt gerade Soundcheck, und (dance a) die Schaltung funktioniert. Im Sinne von: der Tonestack funktioniert, und es sind damit sehr intuitiv regelbar eine sehr große Bandbreite an schönen und gut brauchbaren Sounds herauszuzaubern. So soll das sein!

Aaaaaber ... :( leider kommt auch ein Brummen raus, das mich echt nervt (und in der Veroboard-Version nicht vorhanden war). Es scheint mir dabei kein 50Hz-Brummen zu sein, auch wenn das Geräusch etwas leiser wird, wenn man das Gehäuse berührt. Eher ein schnelles "ta-ta-ta-ta-ta" - so stelle ich mir (ohne es je bewusst gehört zu haben) das hier im Thread schon erwähnte "Motorboating" eines IC vor. Hm, nun ist guter Rat teuer ... (think)

Batterie nachgemessen: 8,4V. Sollte das schon zu wenig sein? Leider ist gerade Sonntag und ich habe keinen frischeren Batterieblock da, um es zu testen. Falls es das nicht sein sollte (und sollte die Schaltung schon so früh zickig auf schwächeren Batteriestrom reagieren wäre das schon etwas enttäuschend) ... Hätte jemand einen Tipp parat, wo man in einem solchen Fall am besten mit der Fehlersuche beginnt...?

Danke!

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#35

Beitrag von capricky » 18.08.2019, 18:23

Rallinger hat geschrieben:
18.08.2019, 17:13


Batterie nachgemessen: 8,4V. Sollte das schon zu wenig sein? Leider ist gerade Sonntag und ich habe keinen frischeren Batterieblock da, um es zu testen. Falls es das nicht sein sollte (und sollte die Schaltung schon so früh zickig auf schwächeren Batteriestrom reagieren wäre das schon etwas enttäuschend) ... Hätte jemand einen Tipp parat, wo man in einem solchen Fall am besten mit der Fehlersuche beginnt...?

Danke!
Für mich ist die leer. Zum Vergleich: eine hier gerade liegende frische 9V Batterie zeigt gemessenen 9.6V.

Hast du die unter Last gemessen, also mit angeschlossenem preamp?

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#36

Beitrag von Rallinger » 18.08.2019, 18:32

Wär ja super wenn die Lösung so einfach wäre.

Aber nein, ich hab die Batterie ausgestöpselt und leer gemessen ... und gerade nochmal mit eingeschaltetem Preamp nachgemessen: 8,18V unter Last. Und es ist eine ziemliche Billigbatterie, bei der ich nicht die Hand dafür ins Feuer lege dass sie frisch war als sie in diesem Gehäuse endete. Morgen teste ich es nochmal mit frischem Saft.

Also hab ich das schon richtig verstanden? Motorboating = mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wenig Spannung?

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#37

Beitrag von capricky » 18.08.2019, 19:21

Rallinger hat geschrieben:
18.08.2019, 18:32


Also hab ich das schon richtig verstanden? Motorboating = mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wenig Spannung?
Ja, die Batterie kann auf Grund hohen Innenwiderstands nicht liefern, was gebraucht wird. Hier weil sie verbraucht ist, es gab (gibt?) aber auch frische Batterien die nicht schnell genug liefern können. Um das zu verbessern, gibt es den Ladekondensator 10 - 100µF nach der Batterie. Irgendwann gibt es dann aber nur noch das hörbare Spiel zwischen Kondensator und Batterie. Aufladen - Entladen = Motorboating.

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#38

Beitrag von bea » 18.08.2019, 20:40

Rallinger hat geschrieben:
18.08.2019, 18:32
... und gerade nochmal mit eingeschaltetem Preamp nachgemessen: 8,18V unter Last.
Wenn sie ohne Last 8.4 und unter Last 8.2 V hat, ist der Innenwiderstand doch noch einigermaßen im grünen Bereich. Aber sie ist halt fast leer und dürfte fast an dem Punkt der Alterung sein, an dem die Spannung dann endgültig zusammenbricht.
LG

Beate

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#39

Beitrag von micha70 » 18.08.2019, 21:31

Hallo!

Falls Du ein Dir bekannt gut entstörtes 9V Netzteil hast und einen übrigen Batterieclip kannst das schnell mal prüfen. Da wird das Netzteil mal eben zu einer (vollen) Batterie wenn man die beiden Clips zusammen bringt. Braucht man ab und an als Gitarrist auf dem Stressbrett. Bei Deinen ganzen Versuchen würde sich vielleicht sogar ein solcher Adapter lohnen.

LG
Micha

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#40

Beitrag von Rallinger » 18.08.2019, 22:17

micha70 hat geschrieben:
18.08.2019, 21:31
Falls Du ein Dir bekannt gut entstörtes 9V Netzteil hast und einen übrigen Batterieclip kannst das schnell mal prüfen. Da wird das Netzteil mal eben zu einer (vollen) Batterie wenn man die beiden Clips zusammen bringt.
Guter Punkt, danke. Aber nachdem die Batterie eh leer ist werd ich es mir erstmal sparen, mein Effektboard auseinander zu puhlen. Wenn die niedrige Spannung nicht das Problem gewesen sein sollte, brauch ich eh eine neue Batterie ...
capricky hat geschrieben:
19.07.2019, 16:13
Ich verstehe den 100 Ohm Widerstand zwischen Batterie und Elko nicht. So eine 9V Batterie hat eh schon einen hohen Innenwiderstand, der durch den 100µF Elko einigermaßen "kompensiert" wird. Je nach Stromaufnahme fällt darüber eine Spannung ab, die den Aussteuerbereich die den Opv verringert und die Neigung zum "motorbating" bei sinkender Batteriespannung erhöht.
Nachdem das nun offenbar tatsächlich eingetreten und anders als beim Original-Schaltplan eine Diode (1N5817) zusätzlich im Spiel ist ... meinst du es könnte den Versuch lohnen den 100 Ohm Widerstand mal durch einen mit 0 Ohm zu ersetzen und mit der alten Batterie zu schauen ob die Schaltung dann eventuell nicht tuckert?

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#41

Beitrag von capricky » 18.08.2019, 22:45

Rallinger hat geschrieben:
18.08.2019, 22:17

Nachdem das nun offenbar tatsächlich eingetreten und anders als beim Original-Schaltplan eine Diode (1N5817) zusätzlich im Spiel ist ... meinst du es könnte den Versuch lohnen den 100 Ohm Widerstand mal durch einen mit 0 Ohm zu ersetzen und mit der alten Batterie zu schauen ob die Schaltung dann eventuell nicht tuckert?
Es sollte sich die zumindest die Motorboatingfrequenz verändern!
Die Diode klaut ja auch nochmal etwa 0,6V

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#42

Beitrag von Rallinger » 19.08.2019, 09:00

capricky hat geschrieben:
18.08.2019, 22:45
Es sollte sich die zumindest die Motorboatingfrequenz verändern!
Die Diode klaut ja auch nochmal etwa 0,6V
Hm, in welcher Frequenz das Dingens brummt ist mir eigentlich zweitrangig. Es sollte möglichst spät damit anfangen. Da könnte sicher ein Blick auf die Diode selbst nicht schaden.

Ein Exemplar der verwendeten 1N5817 kommt hier laut meinem Multitester auf die Werte Uf=244mV, Ir= 1,5uA (nominell laut Datasheet Uf=0,45V). Ich hab hier auch noch "Glas"-Dioden rumliegen (genaue Bezeichnung für meine Augen nicht zu entziffern), die kommen gemessen auf Uf=719mV, Ir=4nA. Die letzteren dürften also eher die schlechtere Alternative sein.

Du erwähntest dass Germaniumdioden bei 0,2V "Klaustrom" lägen. Beim Musikding liegen die Germaniumteile alle zumindest nominell höher, z.B. 1N949: . 50V, 70mA. Vf = 0,33V. Hattest du eine spezielle Diode im Blick, die sich hier genügsamer verhalten sollte?

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#43

Beitrag von capricky » 19.08.2019, 10:40

Germaniumdioden haben generell eine niedriegere Durchlassspannung, als Siliziumdioden, mit Außnahme von Schttkydioden. Solch eine ist deine 1N5817 ja. War wiedermal ein klassischer Schnellsch(l)uß von mir, ohne die Daten der Diode vorher abzuschecken... :roll:
Die geringsten "Klauspannungen" für "Schutzdioden" erzielt man mit FETs, wenn du dich weiter mit dem Thema beschäftigen willst. Der "Onkel" hatte das mal in seinen "Guitarletters" aufgeführt, den link finde ich nur im Moment nicht.
Aber eine Schottky reicht wirklich auch und eine frische Batterie sowieso! ;)

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Re: ROG Tonemender als onboard Preamp

#44

Beitrag von Rallinger » 19.08.2019, 10:53

capricky hat geschrieben:
19.08.2019, 10:40
War wiedermal ein klassischer Schnellsch(l)uß von mir, ohne die Daten der Diode vorher abzuschecken... :roll:
Was wäre unsereins ohne deine Schnellschüsse? Immerhin hast du mit deiner Motorboot-Prognose aus der Hüfte ins Schwarze getroffen. Davon geh ich aktuell zumindest aus (ich hatte noch keine Zeit eine neue Batterie zu besorgen).
capricky hat geschrieben:
19.08.2019, 10:40
Die geringsten "Klauspannungen" für "Schutzdioden" erzielt man mit FETs, wenn du dich weiter mit dem Thema beschäftigen willst. Der "Onkel" hatte das mal in seinen "Guitarletters" aufgeführt, den link finde ich nur im Moment nicht.
Vielen Dank, das werde ich suchen und lesen. Aber wie du schon seit Längerem bemerkt haben dürftest, bringt mich das ganze Thema an die Grenzen meiner intellektuellen Auffassungsgabe (bzw letztere reicht mit Ach und Krach für die E-Peripherie ...). Dass sich mit einem FET als Verpolungsschutz die Batterie ggf noch weiter auszuzeln lässt bevor es Probleme gibt ... das ist etwas das ich als Info im Hinterkopf abspeichere - stellen tu ich mich diesem Thema wenn es sich nicht umgehen lässt. Ich stelle eh schon genug blöde Fragen (whistle)

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