Les Paul Studio Split-Schaltung dumpfer, DC-R gleich

Potis, Schalter, Tonabnehmer, Kondensatoren und Platinen;
wie verschalte ich was richtig?
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capricky
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Re: Les Paul Studio Split-Schaltung dumpfer, DC-R gleich

#26

Beitrag von capricky » 25.06.2018, 08:47

kehrdesign hat geschrieben:
25.06.2018, 01:09
Die Messergebnisse machen für mich Sinn. Im Splitmodus mit dem Parallel-C ist der C für hohe Frequenzen durchlässig und die 2. Spule überbrückt (kurzgeschlossen). Für die tieferen Frequenzen wirkt der C als Widerstand, so dass diese "humbuckenderweise" und pegelverstärkend den Weg über die 2. Spule nehmen.

capricky hat geschrieben:
23.06.2018, 13:50
...
Es geht übrigens auch "andersrum", ein Pseudosplit mit Reihenkondensator. Damit wird "unten ausgedünnt" und die Resonanzfrequenz "nach oben geschoben". Humbucken tut es immer noch. ...
Wie ist das zu verstehen?
Wenn die Splitbrücke ohne C (gegen Masse) geschaltet ist, würde ein Reihen-C ja nur vor der Mittelanzapfung (unmittelbar vor oder hinter der ersten Spule) wirken. Da erscheint es mir sinnvoller, gar nicht zu splitten und einfach vor, zwischen oder hinter den Spulen einen Reihen-C zwischen zu schalten. Damit müsste der C (als Bass-Cut) lediglich den tieferen Frequenzanteil vom normalen HB-Spektrum ausbremsen. Ergebnis: Ein bass-beschnittener Frequenzgang bei vollem "Humbucking". Habe ich Deinen Beitrag richtig interpretiert.
capricky hat geschrieben:
23.06.2018, 13:50
...
Diese Schaltung ist meines Wissens noch in keiner E-Gitarre verwendet worden.
Einen derartigen Bass-Cut hatte ich bei meiner zweiten EVO (siehe Schaltplan im Beitrag 2) in die C-Swich_Schaltung integriert. Diese Bass-Cut-Schaltung (mit C = 1 nf) ist mir übrigens von meiner 1966er Musima Elgita mit der Bezeichnung "Banjo-Effekt" geläufig.
Meine Formulierung: "Diese Schaltung ist meines Wissens noch in keiner E-Gitarre verwendet worden... " ist Blödsinn, sie hätte besser: "ist noch nie als "Splitschaltung in einer E-Gitarre verkauft worden" heißen sollen. (Die Fat Tap Schaltung der Gibson suggeriert das, ist aber auch keine.)
Diesen Reihenkondensator hatte ich ja auch schon zum Entmatschen von Humbuckern (in Halsposition) angeboten.
...der Reihenkondensator funktioniert natürlich ausgezeichnet als "Pseudosplit", das ist natürlich vom Wert abhängig, irgendwas zwischen 2 bis 22nF, muss der Versuch und das Ohr entscheiden.

Entschuldigung für die Verwirrung!

capricky

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kehrdesign
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Re: Les Paul Studio Split-Schaltung dumpfer, DC-R gleich

#27

Beitrag von kehrdesign » 25.06.2018, 11:55

MiLe hat geschrieben:
25.06.2018, 08:06
... dass eine Absenkung im Bassbereich, wie sie ursprünglich vermutet wurde, überhaupt nicht stattfindet. ...
Eine Bass-Absenkung hatte ich in meiner Vorstellungswelt auch nicht vermutet. Die Kapazität des Kondensators in der Split-Brücke ist in der Lage, Wechselströme ab einer bestimmten Frequenz durchzulassen und damit die zweite Spule zu überbrücken. Für die tiefen Frequenzen wirkt der C als Widerstand, so dass diese über die zweite (Reihen-)Spule führen und damit verstärkt werden. Also sollte erwartungsgemäß das Gesamtergebnis basslastiger ausfallen. Die "Trennfrequenz" allerdings dürfte rein überlegungsmäßig im natürlichen Spielbetrieb stark in Abhängigkeit zum Spannungspegel stehen, der von den Spulen kommt (und damit auch von der Anschlagstärke/Dynamik).

Da das ganze ja (als Wechselspannung/-strom) in beide Flussrichtungen abläuft, also wechselweise und frequenzabhängig beide Spulen auch für den hochfrequenten Teil wirksam sind, bin ich in meinem Vorstellungsvermögen und damit für eine einigermaßen sicheren Aussage überfordert.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
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