Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

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MiLe
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Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#1

Beitrag von MiLe » 17.07.2018, 12:21

moinsen,

Aufgrund des Segens diverser Mahagoni-Treppenstufen, die Dank Rallingers "Mahagoni -for-the-people-Aktion" hier breit gestreut wurden wär es doch nett, wenn wir eine Sammlung der Ideen/Konzepte hätten, was daraus entstehen soll? Ich fang' einfach mal an ;)

Mein grober Plan: Eine Einteilige. Also Hals, Body und Hedastock komplett aus einem Stück. Dazu nur ein kleines Schwarzes (Carbon-Griffbrett) mit Wiptam-Cobaltstahl-Bünden und anstelle des Trussrod ein UD-Carbon-Hochkantstab, der vor dem Aufkleben des Griffbrettes von oben mittig in den Hals eingelassen wird, so dass an der Halsrückseite noch max. 2 mm Holz stehen bleiben - von außen also unsichtbar. Das dadurch entstehende Carbon-T-Profil sollte dem Saitenzug unabhängig von Temperatur und Luftfeuchte dauerhaft trotzen. Eventuell muss das Griffbrett gleich einen leichten (0,2-0,3 mm) Frontbow erhalten da ich fürchte, dass der Saitenzug dazu nicht ausreicht.

Insgesamt eher schlicht gehalten, um nicht von der Einteiligkeit abzulenken.

Mir schwebt da ein sehr schlichtes Design vor weil das für meinen Geschmack am Besten zu dem Konzept passt. Also formal etwas in Richtung Red special, Urs JK. An die kürzlich wiederentdeckte Framus Memphis Super II hatte ich auch schon gedacht (Da hätte man wohl aus einem Blank gleich 2 machen können :D ), aber die schied bei dem schönen Material wegen Hässlichkeit aus ;)

Kein Pickguard, schwarze Hardware, Singlebridges ABM, 6l Mechaniken (eventuell die 8,5:1 Feinstimmwirbel für Flamenco-Gitarre von Wittner oder Gotoh stealth) und natürlich ein kompensierter Sattel.
Pickups: 2-3 Doppelklinger im SC-Format, jeder in sich seriell/parallel schaltbar...... (think) 1x Volume mit Push-Pull - fertig ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#2

Beitrag von AsturHero » 17.07.2018, 14:05

Je nach Größe der Stufen wirds mein 1. selbstgebauter Neck-Through Bass mit ??? - Top...je nach Größe der Stufen ein Longscale, Mediumscale oder Shorty...

nach dem Big Boy Jekyll & Hyde wirds eher ein kleiner Korpus...oder vielleicht doch mit laaaaaaaaaaaaaaangem Horn? (think) (think) (think)
(think)

evtl. sowas im Stil der 70ger Jahre:
oder moderner:
lg Antonio

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#3

Beitrag von Rallinger » 17.07.2018, 16:44

Nette Idee dieser Thread, das freut mich. Es wird deutlich mehr Spaß machen, das Zeug durch euch zu Gitarren werden zu sehen, als bei mir Mahagoni in Mengen zu horten, die auch meine Enkel nicht zu Gitarren werden verarbeiten können. Also haut's rein Burschen!

So, aber jetzt geh ich raus aus diesem Thread bis die Stufen verpackt sind. Am Ende fang ich noch an Stücke auszumessen damit sie zu Konzepten passen ... uaaaaahaaaahaaaa!!!!! Ich bin weg, sonst krieg ich das Zeug nie los!!!!!

PS: Michael: Ach so, mit "einteilig" meintest du tatsächlich einteilig? :shock: Du bist ja ein Radikaler! Wird auf jeden Fall eng, aber könnte gehen. Allerdings solltest du da in Richtung Tele-Interpretation gehen, also nix mit einem Korpushorn. Das wird mit Sicherheit nix. Ich schau mal ob mir ein passendes Teil zwischen die Finger kommt. Aber ich versprech nix. Der Faserverlauf muss dann ja auch genau stimmen ...

Antonio: Plan eine angeschäftete Kopfplatte ein, dann wirds locker ein Longscale NT. Und bau den moderneren, der schaut aber mal so was von richtig geil aus!

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#4

Beitrag von zappl » 18.07.2018, 01:10

Gute Idee der Thread. Einen derart spruchreifen Verwendungszweck für meinen Teil vom Mahagoni-Kuchen ( (dance a) ) kann ich aber noch nicht nennen. Ideen schwirren mir ja ständig durch den Kopf, aber so spontan bin ich nicht. ;)

Gut möglich, dass hier in nächster Zeit mehrere Projekte mit dem Mahagoni starten. Es wäre doch interessant zu sehen in welche Richtungen sich das entwickelt. Man könnte die Projekte ja jeweils hier verlinken. Ich abonniere den Thread mal.

Eine Einteilige ohne einstellbaren Spannstab? Das finde ich sehr spannend... und vorallem mutig! Was so ein Carbon T-Profil bewirken kann wirst du hier aber sicher am besten beurteilen können. Meine bescheidene Erfahrung ist nur, dass wenn Holz arbeiten möchte, dann wird es auch arbeiten (*). Also drücke ich die Daumen, dass du ein gutmütiges Stück vom Kuchen abbekommst. Halt uns auf dem Laufenden. :)


(*) Offtopic²: In dem Zusammenhang fand ich es interessant zu lesen, dass bis vor garnicht sooo langer Zeit getrocknete Holzkeile zum Spalten von Stein verwendet wurden. Diese wurden in ein geschlagenes Loch im Stein getrieben und anschließend gewässert. Das Holz dehnte sich aus, den Rest der Geschichte kann man sich denken. :D
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#5

Beitrag von bea » 18.07.2018, 01:17

zappl hat geschrieben:
18.07.2018, 01:10
Eine Einteilige ohne einstellbaren Spannstab? Das finde ich sehr spannend... und vorallem mutig! Was so ein Carbon T-Profil bewirken kann wirst du hier sicher am besten beurteilen können. Meine Erfahrung ist nur, dass wenn Holz arbeiten möchte, dann wird es auch arbeiten
Also ich hab vor einigen Jahren einen Bass ohne einstellbaren Spannstab gebaut. Und ohne Kohlefaser. Bei passender Wahl der Hölzer und passender Konstruktion geht das auch komplett aus Holz. Passende Konstruktion bedeutet einen Kern aus Holz mit großem E-Modul und auch einem entsprechenden Griffbrett. Außerdem eine möglichst kurze "dünne" Länge des Halses.
LG

Beate

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#6

Beitrag von Rallinger » 18.07.2018, 08:14

(think) Hm, jetzt muss ich doch mal dumm fragen.

Was ist denn der Sinn dahinter, einen Hals ohne Trussrod bauen zu wollen? Ist es dann nicht ein Stück weit Glückssache, ob man hinterher die optimale Halskrümmung kriegt oder nicht? Ist man dann nicht den Lebtag der Gitarre auf immer dieselben Saiten angewiesen? Und ist man wenn's blöd läuft nicht gezwungen, mit einer Saitenstärke zu spielen die optimal für den den Hals ist, aber vielleicht nicht unbedingt optimal für den den eigenen Style? Fragen über Fragen.

Das soll jetzt nicht der Beginn einer Glaubensdiskussion sein, bewahre. Aber mich würde es einfach interessieren was die Motivation ist, keinen Trussrod haben zu wollen. Mich hat der bisher nie gestört, war aber schon oft hilfreich. Ich spiele z.B. am liebsten einen 100er Satz, hab aber schon die Erfahrung gemacht dass manche Bässe mit fetteren Saiten besser klingen. Oder dass der eine besser mit Edelstahl-Saiten funzt und der andere besser mit Nickel. Da mal schnell nachstellen zu können find ich keinen Luxus ...

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#7

Beitrag von MiLe » 18.07.2018, 09:04

uiuiui - hätte nicht gedacht, dass der Entfall des Trussrods für so viele Fragen sorgt :)

Also - Warum will ich das probieren?

Einmal, um Gewicht im Hals zu sparen und Kopflastigkeit vorzubeugen, was mir mehr Freiheitsgrade bei der Gestaltung des Bodies gibt.
Einmal, um möglichst wenig Teile in der Gitarre zu haben - so rein aus Prinzip :D
Einmal, weil ich gerade einen rappelnden Truss hatte (zugegeben - mein erster) und diesem Risiko aus dem Weg gehen möchte.
Und einmal, weil ich niemals in der Lage sein werde, bekannte Instrumente so perfekt nachzubauen wie viele andere hier. Durch völlig andere Bauweisen entziehe ich mich hier elegant dem direkten Vergleich ;)

Warum glaube ich, dass das funktioniert?

Der Hals der Carbonita biegt sich unter 10 kg am 12. Bund aufgelegter Last etwa 1/5 von dem, was sich meine anderen Hälse/Instrumente MIT angezogenem Truss biegen. Sprich - die Carbonstruktur - wenn richtig ausgelegt - ist ganz extrem steif. Saitenzug kann der Carbonita nichts anhaben, ob 10-46 Saiten aufgezogen sind oder nicht ist dem Dingens völlig egal. So egal, dass der erwünschte Frontbow von ca. 0.3 mm am 12. Bund entweder einlaminiert oder eingeschliffen werden muss.

Nun ist ein Mahagonihals mit Carbon-T keine Vollcarbon-Konstruktion und ich weiss, dass die Kraft von Holz, das sich aufgrund Feuchteschwankungen verformen will, enorm ist. Insbesondere weil das Holz in diesem Fall ja auch noch einteilig - also nicht gesperrt ist.
Ich habe aber großes Vertrauen in das Carbon-Exoskelett - alleine das 6 mm dicke Griffbrett lässt sich kaum aus der Geraden herausbringen, der 12-15 mm hohe, 5 mm breite Hochkantstab wird das noch gewaltig verstärken. Einen einteiligen Holzhals ohne Verstärkung würde ich mich auch nicht trauen, aber man glaubt nicht die Eigenschaften von 6 mm UD-Carbon, wenn man's nicht mal in der Hand hatte.

Dennoch werde ich, sofern der Blank es hergibt, erst mal die Form grob - mit allseitigem 0,5 cm Überstand aussägen, vermessen, liegen lassen und sehen was passiert. Oft zappelt ja Holz besonders nach größeren Arbeitsschritten am meisten. War beim einteiligen Nuss-Body der Maple-Walnut auch so, mit Mahagoni habe ich allerdings noch nie gearbeitet.
Wenn sich da nichts allzu Böses tut - gehts weiter.

Und im allerschlimmsten Notfall, an den ich allerdings nicht glaube, greift Plan B: Von unten eine Nut in den Hals fräsen, Truss + Skunk-Stripe einsetzen :D
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#8

Beitrag von Rallinger » 18.07.2018, 10:35

Also dass Carbon stabil ist, dessen bin ich mir bewusst. Ich hatte mehrere Fahrräder mit einem Carbonrahmen unter dem Hintern. Nicht nur Rennräder, sondern auch Mountainbikes. Unglaublich, was das Zeug abkann. Aber wie richtest du dann die Bünde ab? Ich stell mir das sehr anspruchsvoll vor, jedenfalls weitaus anspruchsvoller als einen Trussrod in einen 6mm Fräskanal einzulegen und ein Griffbrett draufzupappen. Aber das wiederum wird deinen Thread ziemlich interessant machen, denk ich. Ich freu mich drauf.

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#9

Beitrag von bea » 18.07.2018, 11:20

Das mit dem Gewicht sollte man nochmal nachrechnen. Die Dichte von Carbonstäben liegt ja ebenfalls über der von Holz, und der geplante Querschnitt ist deutlich größer als der des Stahlstabs.

@Rallinger: grundsätzlich gibt es ja zwei Ansätze, um dem Saitenzug entgegenzuwirken:

a) Gegenkraft
b) hinreichende Steifigkeit des Halses

a) ist der einstellbare Trussrod. In der industriellen Fertigung wohl vor allem deshalb praktischer, weil weniger Aufwand beim Einbau - Jig auf den Hals, mit der Fräse drüberrutschen, fertig. Deshalb findet man die alternative und eigentlich günstigere Bauweise mit dem gekrümmten Stab ja praktisch nicht.

Und der Bau extrem flacher Hälse wird möglich, was in der Fertigung Geld spart (1 Hals mehr aus der Bohle...) und eben keine Stress, das gewünschte Halsprofil zu erzielen.

b) hier gibt es zahlreiche Beispiele:

Rick Toone baut in seine Hälse Alu-Profile, auch bei Bässen.
Die Aluminium-Hälse aus den 80ern.
Meine beiden "Sorgenkind"-Archtops haben Hälse aus Birke - von den einheimischen leicht verfügbaren Hölzern das Holz mit dem größten E-Modul.
Und mein V-Bass hat ebenfalls einen auf Steifigkeit hin konstruierten Hals. Hier halt mit besonders steifen Tropenhölzern.

Was die Wahl der Saiten angeht: auch bei den reinen Holzkonstruktionen hat man Spielraum; es gibt vor allem eine Obergrenze für den Saitenzug.

Für mich bedeutet der Verzicht auf den einstellbaren Trussrod übrigens weniger Arbeit - einen TR-Kanal ohne Oberfräse herzustellen geht zwar, ist aber durchaus tricky.

Bei einem Bass ist eine ausreichende Dimensionierung allerdings schon eine Herausforderung. Bei der SIX habe sowas übrigens auch vor. Da muß ich aber noch abschätzen, ob ich das mit Alu-Vierkantrohr oder mit Holz mache.
LG

Beate

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#10

Beitrag von Rallinger » 18.07.2018, 11:34

Ich bin gespannt. Ich probier ja beides: laminierte Hälse für die Steifigkeit plus Trussrod.

Interessant find ich auch die unterschiedlichen Sichtweisen, was die Schwierigkeitsgrade einzelner Arbeiten angeht. Was MiLe beschrieben hat, würde ich mir nicht zutrauen. Dagegen hab ich den Trussrod-Kanal für meinen Cappuccino Bass auf dem Frästisch gefräst. Und das hab ich tendenziell als eine der leichteren Übungen von allen empfunden ...

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#11

Beitrag von DoppelM » 18.07.2018, 11:53

Ich weiss noch nicht was es wird, aber was drauf kommen soll:
Die alte 60er-Jahre Palisandergarderobe. Die müsste ich blos in drei 5-6mm Scheiben aufgetrennt bekommen.

Ansobsten gibt es viele Ideen:

Rickenbacker 4001 oder Thunderbird neck Through

Billy Bo shortscale Bass oder Bariton gitarre

Jazzmaster bariton

LP Junior style (oder Firebird mit 1 PU?)
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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#12

Beitrag von Rallinger » 18.07.2018, 13:34

Eine 60er Jahre Palisander Garderobe? Wie geil ist das denn? Sehen will!!

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#13

Beitrag von MiLe » 18.07.2018, 14:29

Rallinger hat geschrieben:
18.07.2018, 11:34
Ich bin gespannt. Ich probier ja beides: laminierte Hälse für die Steifigkeit plus Trussrod.

Interessant find ich auch die unterschiedlichen Sichtweisen, was die Schwierigkeitsgrade einzelner Arbeiten angeht. Was MiLe beschrieben hat, würde ich mir nicht zutrauen.
Das ist eigentlich nix anderes: Anstelle dem Kanal für den Trussrod wird ein Kanal für den Carbonstab gefräst - etwas schmaler und mit der Sole 2 mm parallel zur Hals-Rückseite. Mit einem improvisierten Jig als Fräs-Rutsche easy.
Der Carbonstab wird möglichst mit Presspassung mit Epox eingeklebt, oberflächenbündig geschliffen und dann wird das GB draufgepappt.
Einen Truss spielfrei und dennoch beweglich einzulegen, erfordert da höhere Präzision.

Das Carbon-Griffbrett ist Fleissarbeit weil es erheblich viele Schichten braucht, um auf 6 mm Stärke zu kommen. (ich meine 14-16) Die passende Laminierform mit 12" Radius hab ich ja noch von der Carbonita - hätte nicht gedacht, dass ich die nochmal brauche :)
Wichtig ist - soviel habe ich gelernt - den Lagenaufbau exakt symetrisch zur Mitte zu gestalten, sonst droht Verzug.

Bünde abrichten mache ich wie schon bei der Carbonita unter Saitenzug mit einem Carbonbrettchen, dass sich bei Druck dem vorgeshapten Frontbow anpasst. Hatte prima funktioniert. Und auch der knallharte Wiptam-Draht ist nicht so wild - es geht ja nur um 1/100 bis max. 2/10. mm. Mit gutem 400er Papier geht das ratz-fatz.

@ Bea: Die Dichte eines Carbon-Griffbrettes ist sehr ähnlich zu einem Ebenholz-GB. Der Carbonstab ist aber leichter als der Trussrod, was eine leichte Gewichtsersparnis ergeben sollte. Nix dramatisches, aber immerhin.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#14

Beitrag von DoppelM » 18.07.2018, 15:08

Rallinger hat geschrieben:
18.07.2018, 13:34
Eine 60er Jahre Palisander Garderobe? Wie geil ist das denn? Sehen will!!
https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... 25#p129225
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#15

Beitrag von zappl » 18.07.2018, 15:13

MiLe hat geschrieben:
18.07.2018, 14:29
Der Carbonstab ist aber leichter als der Trussrod, was eine leichte Gewichtsersparnis ergeben sollte. Nix dramatisches, aber immerhin.
Unabhängig von deinem Projekt: Was wäre denn von einem einstellbaren Carbon-Trussrod zu halten? Wäre das möglich, gibt's das schon? Würde sich die Gewichtsersparnis lohnen drüber nachzudenken?

Da ich's gerade im Kopf hab: So'n Standard-Dual-Action Stahl-TR in 44cm bringt 140 Gramm auf die Waage.

Edit:
Wer googeln kann ist klar im Vorteil: :roll:
https://www.cycfi.com/2010/10/cf-truss-rod/
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#16

Beitrag von AsturHero » 21.07.2018, 14:27

zumndest das Top steht schon mal fest für den Mahagoni-Bass:

spalted Zebrano :D
lg Antonio

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#17

Beitrag von Rallinger » 22.07.2018, 07:21

Schönes Holz. Schaut ganz schon mürbe aus. Aber du magst ja Herausforderungen. Ist das dein Holzlager da im Hintergrund? Ned schlecht!

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Re: Mahagoni-Treppen-Gitarren-Bassbau-Planung

#18

Beitrag von AsturHero » 22.07.2018, 08:41

neeeeeeeeee, mein Holzlager beschränkt sich auf 2 Etagen eines 60 x 30 Regals :D, 3 Etagen sind noch frei, also noch genug Platz für das MAhagoni und mehr ..hihiihihihi

Das ist das Bild vom Holzhändler..der hat so ein feines LAger ;)
Das Holz kommt nächsten Monat ;)
lg Antonio

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