Tune-O-Matic Bridge mit String Through

Einstellung des Instrumentes: Optimaler Saitenabstand, Bundreinheit usw.
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ThatBasement
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Tune-O-Matic Bridge mit String Through

#1

Beitrag von ThatBasement » 07.12.2017, 12:35

Einen wunderschönen guten Buongiorno zusammen :)

Da meine Hardware-Lieferung gestern eingetroffen ist habe ich, bevor ich alles montiere und wieder anfange zu fluchen, eine Frage an die kompetente Schwarmintelligenz.

Bei meiner Heavy Tele möchte ich eine Tune-O-Matic Bridge mit Saitenführung durch den Korpus einbauen.
Da stellt sich mir die Frage:
Wie sehen das die Fachmänner mit dem Winkel der Saiten zur Brücke?
Sollte der Winkel so flach wie möglich verlaufen, oder würde es sogar funktionieren wenn die Saiten nicht nur die Reiter, sondern auch die Brücke an sich berühren und ich damit die Korpusdurchführung möglichst nah an die Brücke bringen kann?

In der Verbindung mit einem Stop Tail Piece gibt es ja den Glauben, dass der Winkel über die Reiter möglichst flach sein soll, gibt mir auch subjektiv ein besseres Spielgefühl bei Bendings, ist für mich aber unpraktikabel weil ich einen ULTRA harten Anschlag habe.

Oder mache ich mir zu viele Gedanken und sollte einfach machen?

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kehrdesign
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Re: Tune-O-Matic Bridge mit String Through

#2

Beitrag von kehrdesign » 07.12.2017, 13:52

Der Knickwinkel der Saiten zwischen Saitenauflage und STB-Bohrungen ist ja durch den Absatz zwischen Reiter-Oberkante und Bridge-Grundkörper begrenzt, so dass er nicht zu steil werden kann. Daran kann auch die Schwarmintelligenz nichts ändern. :badgrin:

Man sollte aber einkalkulieren, dass die Einstellung der Oktavreinheit bei flachem Winkel leichter beherrschbar ist. Ein stärkerer Knickwinkel über die Reiterkannte bewirkt auch in verstärktem Maße den bogenförmigen Verlauf der Saiten, der nach einiger Zeit nachgibt, so dass dann die Saite geringfügig tiefer klingen wird. Deshalb ist es vor Feineinstellung der Oktavreinheit sinnvoll die Saiten (mittels kräftigen Daumendruck) über den Reiter vorzuknicken.

Die Gefahr des Herausspringens der Saiten aus der Bridge-Kerbe halte ich durch zu niedrige Kerben für wahrscheinlicher als durch zu wenig Anpressdruck der Saiten auf die Reiter.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

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