Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

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Sven2
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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#26

Beitrag von Sven2 » 10.12.2018, 18:46

clonewood hat geschrieben:
10.12.2018, 16:29
also könnte man versuchen die Decke nach dem Bridgedoctorprinzip zu retten......zuvor sollte aber das sich im Stegbereich zerlegte Deckenlaminat verfestigt werden.....
Hm, wie meinst du das eigentlich? Das sich die einzelnen Sperrholzschichten voneinander lösen und bereits ein Luftspalt in der Decke ist?

Sven

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clonewood
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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#27

Beitrag von clonewood » 10.12.2018, 18:52

Das sich die einzelnen Sperrholzschichten voneinander lösen und bereits ein Luftspalt in der Decke ist?
ja genau.....ist aber nur geraten

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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#28

Beitrag von xyzett » 10.12.2018, 21:27

Investieren lohnt echt nicht (kein Bridge Doctor aus fern west)
Einen Block reinkleben oder weitere Streben ... ich weiss nicht...
Streben hinter den Steg krieg ich nicht hin, solange Klemmen hab ich net. Höchstens mit epoxy...

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Foster
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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#29

Beitrag von Foster » 11.12.2018, 19:07

Ich hatte die Bilder deiner verformten Decke bisher nur oberflächlich auf meinem Handy angesehen.
Jetzt sehe ich dass die Wölbung im wesentlichen hinter dem Steg ist und insgesamt gegen 5 mm geht.
Das ist im Hinblick auf die Aussage von Matthias Damman eher untypisch und hängt wahrscheinlich mit der kurzen Fächerbeleistung zusammen. Es könnte sein dass da mal Sahlsaiten aufgezogen waren.
Ich würde auch sagen dass es sich um eine Sperrholz Decke handelt. Dabei scheint es das die Holzschicht im Innern des Instruments nicht aus Fichte ist, eher Abachi oder so. Auch die Fächerleisten scheinen nicht aus Fichte zu sein. Außerdem sieht es so aus als wenn PU Leim für die die Verleimung der Leisten verwendet wurde.
Eine eigenartige Verarbeitung und Bauweise. Sieht wirklich nicht sehr hochwertig aus sind auch einfachste Mechaniken. (Es gibt aber auch ideelle Werte.)
Wenn man eine Decke zu weich baut kann sie natürlich durch den Saitenzug zerstört werden. Ich habe einige Gitarren gebaut bei denen ich die Statischen Möglichkeiten ausreizen wollte. Dünne Decke dünn beleistet dünner Steg ohne Deckenwölbung. Bei 2 Gitarren ist die Decke ca 3 mm eingefallen aber dann stehen geblieben. Das muss allerdings nicht immer so sein.
In deinem Fall würde ich beobachten ob die Decke unter dem Saitenzug stehen bleibt oder sich noch weiter verformt. Du kannst die Saiten vielleicht auch erst einen halben Ton Tiefer stimmen.
Falls die Decke die Tendenz zeigt sich noch weiter zu verformen müsste innen was eingeleimt werden, was ich nicht ganz einfach finde. Ich weiß auch nicht ob sich der Aufwand lohnt außerdem kann es dann erhebliche klangliche Veränderungen geben.
Gruß vom Foster

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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#30

Beitrag von xyzett » 11.12.2018, 20:00

Danke euch für die vielen Antworten.
Ich werde es jetzt erstmal mit Light Saiten ausprobieren.

Heute hatte ich lustigerweise genau das gleiche Modell noch einmal , gleiches Alter gleiche Nummer.
Meine Schülerin hat 2 von der sorte :D
Die Probleme waren bei der ähnlich nur nicht so ausgeprägt.
Die Beleistung war exakt so wie bei der anderen das deckenHolz Sah allerDings anders aus. Aber auch nicht massiv.

Beide haben eine sehr dünne nutfräsung für die Stegeinlage.

Noch einmal zu der Frage ob da eine Stahleinlage im Hals ist. Sieht man auf den Fotos unter dem Sattel.

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Foster
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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#31

Beitrag von Foster » 11.12.2018, 20:23

Sieht wie Spachtelmasse aus.
Halsstäbe aus Stahl haben normaler Weise eine Einstellschraube im Kopf oder im Korpus.
Kann allerdings auf zusätzliche Hals Versteifung hinweisen.
Gruß vom Foster

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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#32

Beitrag von jhg » 11.12.2018, 21:58

Foster hat geschrieben:
11.12.2018, 20:23
Sieht wie Spachtelmasse aus.
Halsstäbe aus Stahl haben normaler Weise eine Einstellschraube im Kopf oder im Korpus.
Kann allerdings auf zusätzliche Hals Versteifung hinweisen.
Ich hab auch schon Klassikgitarrenhälse gesehen, da war einfach ein Stahlprofil ohne Einstellmöglichkeit drin.

Wenn jemand bei mir mit so einem Instrument aufläuft, dann sage ich meistens: "Die Gitarre hat jetzt noch einen gewissen thermischen Restwert!"
Wenn da nicht unbedingt dein Herz dran hängt, ist eigentlich alles vergebene Liebesmüh'. Da ist so vieles vergurkt an dem Instrument, das daraus niemals eine gute Gitarre wird.

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Re: Di Giorgio nr 18 Decke Wölbung

#33

Beitrag von xyzett » 12.12.2018, 01:21

Schnief.... :(
Ja, ich will ja nur retten was noch zu retten ist.
Aber die Hälse sind gerade!!
fast zu gerade bei der anderen :p

Meine Erfahrung mit alten Konzertgitarren war bisher.. je oller je krummer.

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