end block, heel block holzwahl

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chrisBk
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end block, heel block holzwahl

#1

Beitrag von chrisBk » 10.06.2024, 08:01

guten morgen

tja, man merkt ja schon, dass ich beim fragen recht aktiv bin- das untrügliche zeichen dass ein einsteiger sich endlcih langsam ans werk macht... :-)
nun, ich habe aus mahagony einen wunderschönen endblock gebaut, (leider fasern nicht wie empfohlen längs, richtung seiten, das material war einfach so, welches ich hatte...) und ich habs wunderschön hinbekommen, aber selbstverständlich dann 2mm zu kurz abgesägt (dance a)

Ich finde, dass wohl für die stabilität der gitarre ohnehin etwas wie 3-s holz oder gar plywood, sperrholz am besten wäre, optisch sieht man ja ohnehin nichts, von dem her...

beim oberen block habe ich überlegt, 3 mahagonyschichten 90° versetzt übereinander zu verleimen (hier ist ja die klangübertragung wichtig auf den korpus, oder??) blöde idee?

wünsche einen schönen tag und bin schon gespannt was ihr dazu sagt
grüsse chris

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Janis
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Re: end block, heel block holzwahl

#2

Beitrag von Janis » 10.06.2024, 12:02

Morgen!
Du meinst, dass bei deinem Mahagoni -Block die Maserung in Richtung der Saiten läuft?
Bei vielen Gitarren ist der Block aus einem Stück Fichte und die Stabilität/Haltbarkeit hat mMn. auch etwas mit der Zinken-Form
zu tun. Höfner hat bspw. oft sehr simple Verbindungen mit Fichtenklötzen gebaut. Ich habe schon bei zweien einen Neck-Reset gemacht
weil sich der Hals ins Holz gedrückt hat und die Saitenlage immer schräger wurde :roll: Das waren Gitarren aus den 50ern.
Ein Hartholz wird hier widerstandsfähiger sein.

Es spricht nichts gegen Experimente mit mehrfach verleimten Hölzern. Man sieht es nicht und es würde mich nicht wundern, wenn
viele Instrumente (im unteren und mittleren Preisniveau?) so hergestellt werden.
Multiplex ist recht schwer und wenn man da so fräst, dass nur noch schmale, aus 2,3 Schichten bestehende Stege stehen bleiben, verliert es an Stabilität. Auch finde ich die Bearbeitung bei Nuten, Fräsungen und händischen Stemmen nicht immer so dankbar wie bei Massivholz.

PS: Meiner Kenntnis nach, soll die Schwingung nicht am Halsblock in den Korpus sondern am Steg auf die Decke übertragen werden.
Viele Grüße,
Jan

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Re: end block, heel block holzwahl

#3

Beitrag von chrisBk » 11.06.2024, 08:41

Hi Jan

danke für deine Antwort. Nein ich meinte die Maserung läuft wie bei den SEITEN nicht saiten :-) (oberer klotz, unterer klotz)
ich glaube, dass es für die stabilität sehr gut wäre, kreuzverleimtes holz-sperrholz- oder 3s-holz zu haben, dies werde ich am unteren klotz versuchen (3s-fichte/tanne: spricht was dagegen? ich glaube nicht aber vielleicht liege ich falsch) und beim oberen Klotz, naja, da würde ich wie gesagt der gängigen Empfehlung (zb. Robbie O Brien, und andere...) entsprechen, die Fasern in die gleiche Richtung zu legen wie die der Seiten. Mich wundert es aber, da fertige Klotzhölzer (zb. von Rall) so geschnitten sind, dass man sie mit dem Hirnholz zur Decke und Boden hin einbauen würde....daher bin ich verwirrt, ist das jetzt wichtig oder eh wurscht?

herzlichen gruss

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Janis
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Re: end block, heel block holzwahl

#4

Beitrag von Janis » 11.06.2024, 10:46

Hi Chirs,

ah, jetzt hab ichs kapiert! Also Stirnholz liegt nicht an Decke und Boden an.
Ich bin kein Akustikbauer. Ich meine in Bauberichten und online beides schon gesehen zu haben.
Ob und was da besser ist, lass lieber jemanden mit echter Ahnung sagen :roll:
Grundsätzlich würde ich aus rein statischen Gründen sagen, dass der untere Block unkritischer ist, da hier lediglich die Zargen
verbunden sind.
Am oberen kommt zusätzlich die stabile und dauerhafte Verbindung mit dem Hals als Anforderung dazu.
Hier würde ich instinktiv die Methode wählen, die sowohl gegen Deformation des Blocks durch den Schwalbenschwanz wirkt, als
auch gegen Belastung entlang der Maserung der Zinken.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Janis für den Beitrag:
chrisBk
Viele Grüße,
Jan

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